{"id":23463,"date":"2023-07-13T15:23:24","date_gmt":"2023-07-13T13:23:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21576-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:26","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:26","slug":"21576-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21576-01\/","title":{"rendered":"\u00d6kologie und Kultur im deutsch-polnischen Dialog: Erarbeitung und Umsetzung einer k\u00fcnstlerischen Umweltausstellung im Rahmen der Krakauer Festwochen 2004"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Vom 28. Mai bis zum 27 Juni 2004 war in Krakau anl\u00e4sslich der deutsch-polnischen Festwochen 2004 die Ausstellung Ber\u00fchrt von den Elementen, Kunst und \u00d6kologie im deutsch-polnischen Dialog zu sehen. Die Ausstellung sollte auf dem Hintergrund der \u00f6kologischen Probleme in Europa den Zusammenhang von Kultur und Natur ins Bewusstsein heben und die Rolle der Kunst als Vermittler zwischen subjektiver Betroffenheit und aktivem Einsatz im Sinne des Naturerhaltes beleuchten. Die Ausstellung sollte an den Besucher appellieren sich als Mitgestalter einer europ\u00e4ischen Kultur zu verstehen, in welcher der Umweltschutz einen festen Bestandteil der kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung darstellt. Zugleich sollte der Umweltschutz als gemeinsames und verbindendes deutsch-polnisches Thema ins Bewusstsein gehoben werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Ausstellung gliederte sich in zwei einander erg\u00e4nzende Ausstellungen: Nature and\/of Art und Ars Naturae. W\u00e4hrend der erste Ausstellungsteil Werke zeitgen\u00f6ssischer K\u00fcnstler zum Thema Kunst und Natur zeigte, ging der zweite Teil der Ausstellung wissenschaftlich-ph\u00e4nomenologisch und informativ vor. So wurde das Thema der Kreativit\u00e4t im Zusammenhang mit der \u00d6kologie auf zwei Weisen umspielt. Erstens: was ist der Zusammenhang von Kreativit\u00e4t und Natur im k\u00fcnstlerischen Prozess und zweitens: ist es nicht Kreativit\u00e4t, die n\u00f6tig ist um komplexe Naturph\u00e4nomene zu verstehen und sensibel im Sinne des Umweltschutzes mit ihnen umzugehen? Das Thema der vier Elemente wurde in Ars Naturae aufgegriffen, wobei das Element Wasser im Vordergrund der Betrachtung stand. Zu diesem Element, sowie ansatzweise auch zu den anderen Elementen wurden Ph\u00e4nomene vorgestellt, die einen starken \u00e4sthetischen und erlebnisintensiven Charakter haben. Die Ph\u00e4nomen wurden Projekten gegen\u00fcbergestellt, die eine Bedeutung sowohl f\u00fcr den Umweltschutz als auch f\u00fcr das kulturelle Aufleben einer Region haben.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ausstellung Ars Naturae erfreute sich eines sehr guten Publikumszulaufes. Die Ausstellung erreichte neben den von vorneherein an Kultur und \u00d6kologie interessierten polnischen und deutschsprachigen Festwochenbesuchern und den klassischen Galeriebesuchern auch ein Publikum, dass vielleicht zum ersten Mal in einer Galerie f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst war. Zum gr\u00f6\u00dften Teil wurde die Ausstellung von einem breiten, vor allem aber jugendlichen Krakauer Publikum wahrgenommen, au\u00dferdem von Schulklassen. Alle Tafeln und Beschriftungen waren zweisprachig deutsch und polnisch ausgewiesen. Die Ausstellung wurde von der Krakauer Presse gut angek\u00fcndigt und sehr positiv bewertet.<br \/>\nEs wurden F\u00fchrungen angeboten und die Betreuer der Ausstellung waren f\u00fcr Fragen oder Hilfestellungen bei der Bedienung der Objekte anzusprechen. Den Besuchern waren vor allem durch die Objekte, bei welchen sie t\u00e4tig werden konnten ein Eintauchen und konzentriertes Wahrnehmen m\u00f6glich. Die Objekte, die vom Besucher bewegt werden konnten (Raum C) oder die mehr bildlichen Charakter hatten (Raum B) wurden zun\u00e4chst st\u00e4rker beachtet als die mehr informierenden Tafeln im ersten Teil der Ausstellung (Raum A). Dadurch aber dass der mehr auf das intellektuelle Verst\u00e4ndnis und das Einsehen zie-lende erste Teil der Ausstellung (Raum A) zweimal beschritten wurde ergab sich die M\u00f6glichkeit der Verkn\u00fcpfung: die Besucher waren durch die Sch\u00f6nheit in den nat\u00fcrlichen Erscheinungen f\u00fcr Qualit\u00e4t sensibilisiert und konnten beim zweitenmal mit mehr Aufmerksamkeit den Aspekt des Gewinnes an Lebensqualit\u00e4t in den Projekten wahrnehmen. Anders gesagt: W\u00e4hrend beim Hereingehen sich die Tafeln nur als Informationen \u00fcber Projekte an verschiedensten Orten der Welt pr\u00e4sentierten, konnte doch beim Herausgehen mehr das Element ins Bewusstsein treten, dass diese Projekten durch Menschen zustande kommen, die die Arbeit mit Freude und k\u00fcnstlerischem Engagement durchf\u00fchren und die bewegt werden durch dasselbe Miterleben an Naturprozessen wie die, die der Besucher gerade selber vollzo-gen hat.<br \/>\nDurch das Nebeneinander des k\u00fcnstlerischen und des ph\u00e4nomenologisch-informativen Teiles der Ausstellung und durch die Tatsache, dass die Ausstellung in einer bekannten Galerie f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst stattfand, war der Besucher au\u00dferdem angeregt, sich in einer anderen Weise als nur informierend dem Thema Umwelt zu begegnen. Der Ausstellungsteil Nature and\/of Art hob das Bewusstsein daf\u00fcr, dass heute die Natur zun\u00e4chst in weite Ferne ger\u00fcckt ist, der Zeitgenosse an eine distanziertes Wahrnehmen gew\u00f6hnt ist; die Ausstellung stellte dieses distanzierte Wahrnehmen in Frage. Durch den Aus-stellungsteil Ars Naturae wurde das  Wahrnehmen des Besuchers weiterhin so gelenkt, dass er das dis-tanzierte Betrachten wirklich aufgab und sich in eine emotionale N\u00e4he zu den Ph\u00e4nomene einlie\u00df.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Neben dem internationalen Festwochenpublikum nahmen vor ein breites Krakauer Publikum die Ausstellung wahr. Die Krakauer Umweltorganisation Zielone Brygady war Kooperationspartner der Ausstellung und machte durch seine Medien &#8211; im Internet und in der eigene Zeitung &#8211; auf die Veranstaltung aufmerksam. Ebenso warb die Umweltorganisation Club Gaja in ihren Medien f\u00fcr die Ausstellung. In den Gr\u00fcnanlagen sowie in der benachbarten Fu\u00dfg\u00e4ngerzone waren Banner \u00fcber die Stra\u00dfen und Wege gespannt die auf beide Ausstellungsteile hinwiesen. Die Galerie Bunkier Sztuki hat einen festen Stamm von Besuchern f\u00fcr seine sehr renommierten Ausstellungen moderner Kunst, dar\u00fcber hinaus ist der Anteil an Besucher die w\u00e4hrend eines Spazierganges in den Gr\u00fcnanlagen auch die Galerie anschauen, sehr gro\u00df. Die Ausstellungser\u00f6ffnung am 27. Mai wurde in allen St\u00e4dtischen Zeitungen angek\u00fcndigt, am Vormittag dieses Tages fand ein Pressekonferenz statt. An der Er\u00f6ffnung selber nahm das \u00f6rtliche Fernsehen teil. Die Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Krakau, Frau Dr. Maren Klingler, er\u00f6ffnete die Ausstellung mit einem Gru\u00dfwort.<br \/>\nDie beiden Ausstellungsteile fanden ihren Niederschlag in jeweils einem Katalog zu der Ausstellung Natur and\/of Art sowie der Ausstellung Ars Naturae. Die Ausstellungen waren eingebettet in eine Reihe von \u00f6ffentlichen Vortr\u00e4gen zu Themen die auch in der Ausstellung behandelt wurden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt zeigte sich die besondere Art einer Ausstellung zum Thema Umweltschutz als ungew\u00f6hnlich und richtig: der Umweltschutz trat hier nicht zuerst durch eine aktuelle Bedrohung ins Bewusstsein sondern durch ein Hervorheben und Sensibilisieren f\u00fcr das, was sch\u00fctzenswert ist. In diesem Sinne wurde die Ausstellung besonders von jungen Menschen sehr enthusiastisch aufgenommen. Dieser Enthusiasmus l\u00e4sst hoffen, dass auch der verst\u00e4rkte Sinn f\u00fcr Qualit\u00e4t in der Umwelt eine Antrieb sein kann sich aktiv daf\u00fcr einzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Vom 28. 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