{"id":23443,"date":"2023-07-23T10:32:08","date_gmt":"2023-07-23T08:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17400-42\/"},"modified":"2023-07-23T10:32:08","modified_gmt":"2023-07-23T08:32:08","slug":"17400-42","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17400-42\/","title":{"rendered":"\u00f6rderung von Planungsleistungen f\u00fcr das geplante Projekt Demonstration umweltgerechter Ver- und Entsorgungssysteme f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Berg- und Schutzh\u00fctten an den Beispielen Mannheimer H\u00fctte auf 2.679 m \u00fc. NN und Oberzalimh\u00fctte auf 1.889 m \u00fc. NN in Vo[&#8230;]"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Ver- und Entsorgung der beiden H\u00fctten der Mannheimer Sektion des deutschen Alpenvereines, Mannheimer H\u00fctte und Oberzalimh\u00fctte, sollen auf umweltgerechte Weise erneuert und umgebaut werden. Die H\u00fctten verf\u00fcgen lediglich \u00fcber Mehrkammergruben, die nach Augenschein nicht ausreichend funktionst\u00fcchtig sind. Die Energieversorgung erfolgt, bis auf den Betrieb der Notbeleuchtung (kleine Photovoltaikanlage) auf der Mannheimer H\u00fctte, \u00fcber Dieselgeneratoren und einen Benzinmotor \u00e4lteren Datums.<br \/>\nBei einer Planung der Ver- und Entsorgung sollen beide H\u00fctten gemeinsam und ganzheitlich betrachtet werden. Um eine \u00f6kologisch und \u00f6konomisch sinnvolle Variante zu finden, soll der erste Schritt eine um-fassende Bestandsaufnahme mit anschlie\u00dfender Planung sein. Die gew\u00e4hlte Variante soll durch den Einsatz innovativer, angepasster Technik und L\u00f6sungen zu einer weitgehenden Umweltentlastung beitragen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der Saison 2003 wurden w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten der beiden H\u00fctten die Grunddaten wie Wasser- und Strombedarf, vorhandene Verbraucher, sowie die Daten der vorhandenen Erhebung im Abwasserbereich kontrolliert und korrigiert. Daraus wurden die Randbedingungen f\u00fcr die umweltgerechte Ver- und Entsorgung der H\u00fctten ermittelt. und anschlie\u00dfend die \u00f6kologisch sinnvolle und \u00f6konomisch vertretbare Variante in den einzelnen Bereichen, Abwasserreinigung und Energieversorgung, vorgeschlagen.<br \/>\nBesonderes Augenmerk gilt der Wasserversorgung der Mannheimer H\u00fctte, da hier in der Saison 2003 ein akuter Mangel aufgetreten ist. Es ist davon auszugehen, dass dieser Mangel in den n\u00e4chsten Jahren wieder auftreten wird.<br \/>\nDie m\u00f6glichen Varianten werden mit der Sektion, dem Betreiber der H\u00fctten und den betreffenden ge-nehmigenden Beh\u00f6rden diskutiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Wasserversorgung:<br \/>\nDie Wasserversorgung der Mannheimer H\u00fctte wird \u00fcber eine Regenwassernutzungsanlage sichergestellt. Das in die H\u00fctte gelangende Wasser wird \u00fcber eine UV-Anlage entkeimt.<br \/>\nDie Wasserversorgung der Oberzalimh\u00fctte ist \u00fcber ein nahe gelegenes Quellgebiet sichergestellt. Hier muss lediglich die Quelle ordnungsgem\u00e4\u00df gefasst und in Stand gesetzt werden.<\/p>\n<p>Abwasserreinigung<br \/>\nMannheimer H\u00fctte:<br \/>\nDurch die Wasserknappheit wird vorgeschlagen die Sanit\u00e4rr\u00e4ume mit Trockentoiletten auszustatten. Die Abwasserreinigung f\u00fcr das restliche aus der H\u00fctte abflie\u00dfende Wasser besteht aus einer Vorkl\u00e4rung (Absetzbecken) und einer anschlie\u00dfenden biologischen Reinigungsstufe (Tropfk\u00f6rper). Sollen weiterhin Sp\u00fcltoiletten betrieben werden, so wird anstelle des Absetzbeckens als Vorkl\u00e4rung eine Feststoffpresse vorgeschlagen. Die entstehenden Reststoffe m\u00fcssen mit dem Hubschrauber entsorgt werden.<br \/>\nOberzalimh\u00fctte:<br \/>\nDa ausreichend Wasser zur Verf\u00fcgung steht werden Sp\u00fcltoiletten in den Sanit\u00e4reinrichtungen vorgesehen. Als Vorkl\u00e4rung stehen das Filtersacksystem und eine Mehrkammergrube zur Wahl. Da die Feststoffe der Filtersackanlage einfacher transportiert und entsorgt werden k\u00f6nnen, wird dies als die favorisierte Methode vorgeschlagen. Die anschlie\u00dfende biologische Reinigung erfolgt \u00fcber einen bewachsenen Bodenfilter. Die Reststoffe k\u00f6nnen \u00fcber den Zuweg zur H\u00fctte (Schotterweg, f\u00fcr Berechtigte zu befahren) abgefahren und anschlie\u00dfend entsorgt werden.<\/p>\n<p>Energieversorgung:<br \/>\nF\u00fcr beide H\u00fctten wurden die Varianten Generator, Photovoltaikanlage und BHKW betrachtet.<br \/>\nMannheimer H\u00fctte:<br \/>\nGenerell wird bei jeder Variante davon ausgegangen, dass der Elektroherd durch einen Gas- und\/oder einen Holzherd ersetzt wird. Der Geschirr- und der Gl\u00e4sersp\u00fcler werden an das Warmwassersystem angeschlossen. Die Beleuchtung wird auf Energiesparlampen umger\u00fcstet. Teilweise veraltete Ger\u00e4te werden nach und nach durch energieeffiziente Ger\u00e4te umgestellt. Die derzeit ben\u00f6tigte Pumpenleistung wird durch die Errichtung einer Regenwassernutzungsanlage reduziert.<br \/>\nDie vorgeschlagenen favorisierte Variante ist die Installation einer Photovoltaikanlage wobei f\u00fcr Notf\u00e4lle der Generator als Notstromaggregat zur Verf\u00fcgung steht.<br \/>\nOberzalimh\u00fctte:<br \/>\nFolgende Energiesparma\u00dfnahmen werden unabh\u00e4ngig von den betrachteten Variante vorgeschlagen:<br \/>\nDer Geschirr- und der Gl\u00e4sersp\u00fcler sowie die Waschmaschine werden an die Warmwasserversorgung angeschlossen. Der elektrisch betriebenen Kochstelle (Backofen) wird gegen gasbetriebene ausge-tauscht. Die Beleuchtung wird auf Energiesparlampen umger\u00fcstet. Teilweise veraltete Ger\u00e4te werden nach und nach durch energieeffiziente Ger\u00e4te umgestellt.<br \/>\nDie favorisierte Variante bei einer im Sommer betriebenen H\u00fctte ist die Installation einer Photovoltaikanlage bzw. die Installation eines mit Raps\u00f6l betriebenen BHKW.<br \/>\nDerzeit steht zur Diskussion, die Oberzalimh\u00fctte in der Wintersaison f\u00fcr Skifahrer zu \u00f6ffnen und eine Bewirtschaftung zur Verf\u00fcgung zu stellen. Hierdurch ergeben sich sowohl f\u00fcr die Energieversorgung als auch f\u00fcr die Abwasserreinigung ge\u00e4nderte Randbedingungen. Diese Option soll in der kommenden Win-tersaison gepr\u00fcft werden.<br \/>\nDie zu realisierenden Varianten f\u00fcr Energieversorgung und Abwasserreinigung werden gemeinsam mit der Sektion Mannheim des DAV festgelegt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>F\u00fcr die Planung einer umweltgerechten Ver- und Entsorgung von H\u00fctten im alpinen Bereich bedarf es einer genauen Abstimmung zwischen den Auftraggebern, dem Betreiber der H\u00fctten, den Beh\u00f6rden und den beteiligten Ingenieurb\u00fcros. F\u00fcr die beiden betrachteten H\u00fctten wird in dieser Saison ein m\u00f6glicher Zeitplan f\u00fcr die zu realisierenden Bauabschnitte besprochen und abgestimmt. Die finanzielle Tragbarkeit der Realisierung der vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen wird hierbei mit betrachtet. Langfristig werden die beiden H\u00fctten mit einer umweltgerechte Ver- und Entsorgung ausger\u00fcstet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Ver- und Entsorgung der beiden H\u00fctten der Mannheimer Sektion des deutschen Alpenvereines, Mannheimer H\u00fctte und Oberzalimh\u00fctte, sollen auf umweltgerechte Weise erneuert und umgebaut werden. Die H\u00fctten verf\u00fcgen lediglich \u00fcber Mehrkammergruben, die nach Augenschein nicht ausreichend funktionst\u00fcchtig sind. 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