{"id":23436,"date":"2023-07-23T10:32:04","date_gmt":"2023-07-23T08:32:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17400-41\/"},"modified":"2023-07-23T10:32:07","modified_gmt":"2023-07-23T08:32:07","slug":"17400-41","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17400-41\/","title":{"rendered":"Demonstration umweltgerechter Ver- und Entsorgungssysteme f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Berg- und Schutzh\u00fctten am Beispiel der Lenggrieser H\u00fctte auf 1.338 m \u00fc. NN in den Bayerischen Voralpen\/ Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Auf der Suche nach Alternativen f\u00fcr das in die Jahre gekommene Dieselaggregat (40 kVA), das durch hohe L\u00e4rm- und Schadstoffbelastungen (ca. 17 to CO2 pro Jahr) verbunden mit einem geringen Wirkungsgrad gekennzeichnet war, nahm die Sektion Lenggries einen Hinweis des H\u00fcttenreferates des DAV Hauptvereins in M\u00fcnchen auf, die Lenggrieser H\u00fctte umweltfreundlich und energieeffizient zu versorgen. Ziel der \u00dcberlegungen war es, f\u00fcr die ganzj\u00e4hrig bewirtschaftete H\u00fctte ein sicheres und technisch nicht zu aufwendiges Energiemanagement zu installieren. Mittels Lastgangmessungen im Herbst 2004 wurde der Energiebedarf ermittelt. Um die Vielfalt der Energietr\u00e4ger zu minimieren fiel die Entscheidung auf ein gasbetriebenes BHKW, unterst\u00fctzt durch eine Photovoltaikanlage sowie einen St\u00fcckholzkessel. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens f\u00fcr die Errichtung des Nebengeb\u00e4udes, musste auch die Trinkwasserversorgung auf den neuesten Stand der Technik (Zertifizierung der Anlage) gebracht werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr die Unterbringung der neuen Energieversorgung musste aus Platzgr\u00fcnden ein neues Geb\u00e4ude erstellt werden, in dem s\u00e4mtliche Komponenten der H\u00fcttenversorgung \u00fcbersichtlich untergebracht werden konnten. Die Bauarbeiten hierzu wurden 2005 gr\u00f6\u00dftenteils in Eigenleistung get\u00e4tigt. Im Zuge der Erdarbeiten wurde ein 2,9 to gro\u00dfer Gastank eingegraben. Auf dem Dach des Nebengeb\u00e4udes konnte im Sommer 2006 eine Photovoltaikanlage mit 3,3 kwp  verbunden mit 3 Inselwechselrichtern ( Sunny Island 4,5 kW) einem Batteriesatz 1.200 Ah\/60 V installiert werden. Im Zusammenspiel mit dem BHKW (12 kW) versorgen diese Komponenten die H\u00fctte mit einem permanenten Drehstromnetz (AC-Bus). Um in dem Winterhalbjahr die thermische Versorgung sicherzustellen wurde ein St\u00fcckholzkessel (35 kW) eingebaut.<\/p>\n<p>Die bestehende Trinkwasserfassung  wurde mit einer neuen Abdeckung aus Edelstahl versehen und der Beh\u00e4lter neu gestrichen. Die bestehende UV-Entkeimung (Katadyn Multus 24 V) musste durch eine gr\u00f6\u00dfere und zertifizierte UV-Entkeimung (Gr\u00fcnbeck) in Verbindung mit zwei Pall-Filtern und einem R\u00fccksp\u00fclfilter<br \/>\nersetzt werden. Um einen gleichbleibenden Wasserdruck zu gew\u00e4hrleisten bauten wir eine Druckerh\u00f6hungsanlage ein.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Jahr 2004 konnte das Technikgeb\u00e4ude, in dem ua. die neue P\u00e4chterwohnung und Personalschlafr\u00e4ume untergebracht sind gr\u00f6\u00dftenteils in Eigenleistung durch Sektionsmitglieder erstellt werden.<br \/>\nIm Sommer 2005 wurde mit dem Einbau der energetischen Komponenten (Photovoltaik, BHKW, St\u00fcckholzkessel, Pufferspeicher und UV-Entkeimung ) begonnen. Mitte Oktober war es soweit, da\u00df der Probebetrieb gestartet werden konnte, wobei sich bedingt durch den gro\u00dfen Andrang von H\u00fctteng\u00e4sten und den gleichzeitigen Betrieb aller energieintensiven K\u00fcchenger\u00e4te (Mikrowellenger\u00e4te) bei Volllast das BHKW seinen Dienst versagte. Daraufhin wurden einige Verbraucher gegenseitig verriegelt. Da der Wirt es jahrelang gewohnt war w\u00e4hrend der Laufzeit des Dieselaggregats m\u00f6glichst viele Ger\u00e4te zu betreiben, war die Umstellung auf ein permanentes Stromnetz mit vermindeter Leistung nicht ohne Prisanz, die das Verh\u00e4ltnis P\u00e4chter &#8211; Sektion beeintr\u00e4chtigte. Nach Optimierung des Systems lief die Anlage jedoch nahezu st\u00f6rungsfrei. Nebenbei versorgt die Anlage noch eine Relaistation des BRK mit Strom, um den<br \/>\nFunkverkehr des Rettungsdienstes in Richtung Fall und Jachenau zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentation auf der IFAT 2005 in M\u00fcnchen  <\/p>\n<p>Berichte in der regionalen Presse   &#8211;   DAV Mitteilungen  Panorama<\/p>\n<p>Aufstellung einer Schautafel im Bereich der H\u00fctte sowie die Erstellung eines Flyers <\/p>\n<p>Darstellung des Ver- und Entsorungsschemas auf der Homepage der Sektion<\/p>\n<p>Berichte in der Tagespresse sowie im Magazin des Gaslieferanten (Tyczka) v. Dez. 2007<\/p>\n<p>Besuch einer Delegation aus Rum\u00e4nien (IFSM\u00fcnchen)   im M\u00e4rz 2009<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Seit dem P\u00e4chterwechsel im Herbst 2007 l\u00e4uft die Anlage nahezu st\u00f6rungsfrei. Der Wirt betreut die Anlage vorbildlich. Zu bemerken w\u00e4ren die St\u00f6rungen des BHKW\u00b4s im Fr\u00fchwinter 08\/09 bedingt durch unterschiedliche Fl\u00fcssiggasqualit\u00e4ten (Aussage Herr K. Weigel  KW Energie Technik) die erhebliche Kosten f\u00fcr die Ursachenerhebung verursachte. \u00dcberdies entstehen h\u00f6here Wartungskosten f\u00fcr die Wartung des BHKW`s  ebenfalls bedingt durch die l\u00e4ngeren Laufzeiten als in der Entwurfsplanung vorgesehen. Dadurch werden die Pufferspeicher (2 x 1.100 litr.) gr\u00f6\u00dftenteils durch das BHKW gespeist und deshalb h\u00e4tte der St\u00fcckholzkessel kleiner dimensioniert werden k\u00f6nnen.<br \/>\nVon den H\u00fcttenbesuchern findet der Trockenraum, insbesondere der Schuhtrockner, gro\u00dfen Zuspruch und wird sehr positiv bewertet. Aufgrund der im \u00dcberma\u00df vorhandenen thermischen Energie w\u00e4re eine Warmwasserversorgung im Sanit\u00e4rbereich sinnvoll, ist aber aus bautechnischen Gegebenheiten nicht ohne weiteres zu realisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Auf der Suche nach Alternativen f\u00fcr das in die Jahre gekommene Dieselaggregat (40 kVA), das durch hohe L\u00e4rm- und Schadstoffbelastungen (ca. 17 to CO2 pro Jahr) verbunden mit einem geringen Wirkungsgrad gekennzeichnet war, nahm die Sektion Lenggries einen Hinweis des H\u00fcttenreferates des DAV Hauptvereins in M\u00fcnchen auf, die Lenggrieser H\u00fctte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[57,47,51,52,53],"class_list":["post-23436","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-bayern","tag-klimaschutz","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"17400\/41","dbu_projektdatenbank_medien":"Sonstige Publikationen - Lenggrieser H\u00fctte, Tafel","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"","dbu_projektdatenbank_bsumme":"74.066,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Deutscher Alpenverein (DAV) e. 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