{"id":23404,"date":"2023-07-13T15:23:14","date_gmt":"2023-07-13T13:23:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21392-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:16","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:16","slug":"21392-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21392-01\/","title":{"rendered":"Ausbildung zur Fachkraft f\u00fcr Natur und Umwelt"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Planung, Bau und Pflege eines Au\u00dfengel\u00e4ndes gemeinsam mit den Nutzern, mit heimischen Wildpflanzen f\u00fcr Naturerlebnisse im<br \/>\nunmittelbaren Lebens-, Lern- und Arbeitsfeld, wirtschaftlich und nach-haltig. Ganzheitlich bessere Rahmenbedingungen schaffen f\u00fcr eine Kultur des Aufwachsens auf Schulh\u00f6fen, Spielpl\u00e4tzen, Au\u00dfengel\u00e4nden von Kindertagesst\u00e4tten, Krankenh\u00e4usern und Gesundheitseinrichtungen, Senioren- und Kinderheimen, Jugendherbergen und Privatg\u00e4rten, Gewerbegebieten und Stra\u00dfenbegleitgr\u00fcn. Soziales Lernen durch \u00dcbernahme von Verantwortung, Minderung von Vandalismus und Gewalt, gelebte Demokratie durch Kinder-\/Nutzerbeteiligung, Integration behinderter und ausl\u00e4ndischer Mitb\u00fcrger, St\u00e4rkung des Gemeinschaftssinns und Schaffung von Erfolgserlebnissen. Aktives Handeln gegen Umweltzerst\u00f6rung und kritische Auseinandersetzung mit Konsum- und Freizeitverhalten zur Heranbildung einer kinderfreundlichen, familienfreundlichen Dorf- und Stadtentwicklung (Vorbilder schaffen).<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn Vortr\u00e4gen, Exkursionen, Workshops, praktischen Lehreinheiten mit den o. g. Kooperationspartnern werden die Teilnehmer mit allen wichtigen Bereichen vertraut gemacht, die zur selbst\u00e4ndigen Schaffung von Natur-Erlebnis-R\u00e4umen mit Benutzerbeteiligung ben\u00f6tigt werden. Ein Planspiel zu einer Projektiniti-ative, Planungsgrunds\u00e4tze f\u00fcr die Schaffung von Natur-Erlebnis-R\u00e4umen. Modellbau, ein Workshop, (In 10 Schritten von der Idee bis zum erfolgreichen Abschluss), Wissen \u00fcber Boden, Bauten, Pflanzen wer-den in Theorie und Praxis erlernt, erg\u00e4nzt durch Spiele und Aufzeigen von M\u00f6glichkeiten der unterrichtli-chen Verwertung. Die Lebensr\u00e4ume Wasser, Wald, Wiese und Hecke werden unterrichtet, erarbeitet und erlebt. Das Thema Partizipation durchzieht wie ein Roter Faden die gesamte Weiterbildung. Ein ganzt\u00e4giger Workshop findet dazu statt. Den H\u00f6hepunkt bildet an 2,5 Tagen die praktische Umsetzung einer Projektplanung im Gel\u00e4nde unter Beteiligung des Gemeinde-Unfall-Versicherungs-Verbandes (Braunschweig) &#8211; learning by doing! Ein weiterer Tag ist angesetzt f\u00fcr das Thema Pflege in Theorie und Praxis. Exkursionen zu beispielhaften Einrichtungen und Lehreinheiten mit wichtigen, regionalen  Umweltbildnern finden statt, \u00fcber F\u00f6rdermittel informiert die Bezirksregierung. Das Lernen erfolgt \u00fcberwiegend in handlungsorientierten Formen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Alle 13 Teilnehmer\/innen haben den Lehrgang vom Beginn bis zum Schluss besucht. Mit hoher Motivation und \u00dcberzeugung wollen sie zuk\u00fcnftig das erworbene Wissen auch praktisch umsetzen: ein Au\u00dfengel\u00e4nde mit Benutzerbeteiligung, mit heimischen Wildpflanzen zu planen, zu bauen und zu pflegen und somit zu einer Umweltentlastung beizutragen. 9 Teilnehmer schrieben eine Projektarbeit (Hausarbeit) und absolvierten das Kolloquium. Die Projektarbeit war Grundlage des Kolloquiums. F\u00fcr  die Projektarbeit erhielten  die Teilnehmer von der Kreisvolkshochschule Peine als inhaltlichen Rahmen schriftliche Hinweise zur Erstellung der Hausarbeit: 1. Gliederung, 2. Einstieg\/Vorwort 3. Zielsetzung 4. Fragestellung zum Beitrag f\u00fcr die Umwelt und die Menschen 5. Darstellung der Arbeitsschritte von der Planung bis zur Umsetzung 6. Kosten und Finanzierung 7. Durchf\u00fchrung und Perspektiven 8. Selbstreflexion. 4 der 7 Projekte wurden als Schulgel\u00e4ndeumgestaltung im Rahmen von Umweltschule in Europa USE im Regierungsbezirk Braunschweig durchgef\u00fchrt. Diese Schulen sind stolz auf ihre Schulgel\u00e4ndeprojekte mit Benutzerbeteiligung und die Verwendung heimischer Wildpflanzen. Sie sehen diese Entwicklung als Qualit\u00e4tsmerkmal und Wettbewerbsvorteil in ihrer Darstellung nach innen und au\u00dfen und zur Entwicklung eines  besonderen Schulprofils. Bei verschiedenen Projektarbeiten und im Kolloquium wurde deutlich, dass der intensive Umgang mit heimischen Wildpflanzen, das naturnahe Bauen mit regionalen und Recycling- Baustoffen die Einstellung der Teilnehmer\/innen ver\u00e4ndert hat. Besonders Substrate wie Schotter und Kies als Pflanzgrund f\u00fcr artenreiche Mager- und Trockenstandorte wurden anf\u00e4nglich als ungebr\u00e4uchlich im Gegensatz zum n\u00e4hrstoffreichen Mutterboden angesehen und deshalb eher abgelehnt. Durch den 3-t\u00e4gigen Praxisteil Baustelle mit der Anlage eines Schmetterlingsh\u00fcgels mit Kies, den 1-t\u00e4gigen Pflegeeinsatz auf dem Au\u00dfengel\u00e4nde des IHS (Internationalen Haus Sonnenbergs) bei St. Andreasberg, durch Exkursionen, Dia-Vortr\u00e4ge und Gespr\u00e4che mit Benutzern konnten diese Vorbehalte abgebaut und die Vorteile dieser unkrautfreien und somit pflegeleichten Substrate dargestellt werden. Die Teilnehmer haben alles mit eigenen Augen gesehen und mit ihren eigenen H\u00e4nden erarbeitet, so konnten die Teilnehmer \u00fcberzeugt werden (Projektarbeiten 1, 2, 3, 8). Das spiegelt sich wider in der Themenwahl der Projektarbeiten. Kinder, Jugendliche und Erwachsene m\u00fcssen auf die Pla-nung eines NaturErlebnisGel\u00e4ndes mit Benutzerbeteiligung eingehend vorbereitet werden (Projektarbeiten 4 und 5).  Und wenn mehr dabei heraus kommen soll als eine \u00fcbliche Planung mit einer Spiel-ger\u00e4tebest\u00fcckung aus dem Katalog, muss auf den Beteiligungsprozess mit den Nutzer besonderer Wert gelegt werden. Ein ganzt\u00e4giger Workshop zur Kinderbeteiligung und die Berichte weiterer Kooperationspartner zu diesem Thema (Pappler, Kinderwald) wurde sehr positiv von den Teilnehmern aufgenommen und war Grundlage der meisten Projektarbeiten (1, 2, 3, 4, 5, 6). Eine ver\u00e4nderte Wahrnehmung in Bezug auf gebrauchte Baustoffe konnte bei allen Teilnehmern festgestellt werden. Auf Exkursionen sahen sie mehrere gelungene Beispiele, und im Praxisprojekt Baustelle stellten sie eine Trockenmauer und die Bodenpflasterung selbst her (Bau eines vertieften Sitzplatzes). Das war f\u00fcr mehrere Teilnehmer Anlass, ebenfalls einen solchen Sitzplatz  im eigenen Garten, auf dem Schulgel\u00e4nde oder anderswo zu planen. Altmaterial wie Betonbrocken, Dachziegel, Baustoffreste etc. wurden nicht mehr als Abfall bewertet,  sondern als wertvoller Rohstoff f\u00fcr kreative Bauten und Gel\u00e4ndegestaltung.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Berichte zu Ank\u00fcndigung und \u00fcber Ergebnisse in Braunschweiger Zeitung und in der PAZ Peiner Allgemeine Zeitung. Werbung \u00fcber Vereine landes- und bundesweit: (NABU, Naturgarten e. V.), Nieders. Kultusministerium (SVBl 8\/2003), Bezirksregierung Braunschweig, Modellprojekte in Niedersachsen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Ein gelungener Lehrgang mit hoher Akzeptanz der Teilnehmer zur NaturErlebnisR\u00e4ume-Idee und der Benutzerbeteiligung. Hohe Identifikation mit dem erworbenen Wissen und hohe Motivation, sich zu diesen Themen weiterzubilden. Mehrere Lehrgangsteilnehmer wollen ihr Wissen k\u00fcnftig der KVHS Peine und anderen Umweltbildungseinrichtungen anbieten bzw. selbst vermarkten oder in ihrem Berufsfeld anwenden. 7 der 9 Projektarbeiten befanden sich zum Zeitpunkt des Kolloquiums  in der praktischen Umsetzung, waren fertig gestellt bzw. sollen noch in diesem Jahr begonnen werden. Gute Au\u00dfenwirkung des Themas, besonders in Kooperation mit der DBU. Hervorragende Auswahl der Kooperationspartner durch Teilnehmer best\u00e4tigt, nur geringe \u00c4nderungen inhaltlich und bei Auswahl der Kooperati-onspartner. Der hohe Praxisbezug und die vielen praktischen Anteile waren f\u00fcr die Teilnehmer sehr wertvoll. Dennoch w\u00fcnschten sie sich mehr Baustellenpraxis. Im Folgelehrgang sind 1 &#8211; 1,5 Tage mehr eingeplant. Der Leiter des Regionalen Umweltbildungszentrums Harz, Grundschullehrer und Teilnehmer des Modell-Lehrgangs wird Kooperationspartner im Folgelehrgang.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Planung, Bau und Pflege eines Au\u00dfengel\u00e4ndes gemeinsam mit den Nutzern, mit heimischen Wildpflanzen f\u00fcr Naturerlebnisse im unmittelbaren Lebens-, Lern- und Arbeitsfeld, wirtschaftlich und nach-haltig. 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