{"id":23382,"date":"2023-07-13T15:23:14","date_gmt":"2023-07-13T13:23:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21288-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:15","slug":"21288-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21288-01\/","title":{"rendered":"Boden-Bildung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der Umweltbildung wurde dem Boden bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das Projekt Boden-Bildung hat dieses Umweltmedium st\u00e4rker in Umweltbildungsveranstaltungen integriert.<br \/>\nMit verschiedenen Zielgruppen (Jugendliche, Familien, Umweltp\u00e4dagogInnen, WissenschaftlerInnen) wurden insgesamt 30 Modellveranstaltungen durchgef\u00fchrt, um M\u00f6glichkeiten daf\u00fcr zu erproben. Zum Abschluss wurde eine methodisch-didaktische Handreichung \u00fcber Vermittlungsformen und -inhalte im Bereich des Bodens f\u00fcr andere Institutionen entwickelt und u. a. auf der webseite www.ibz-marienthal.de bei Projekt 9 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Veranstaltungsplanung, Durchf\u00fchrung und Evaluation f\u00fcr die 30 Veranstaltungen erfolgte \u00fcber den gesamten Projektzeitraum verteilt.<br \/>\nZwischenauswertungen erfolgten neben den j\u00e4hrlichen Zwischenberichten gegen\u00fcber der DBU v. a. in den j\u00e4hrlich zwei Treffen des eingerichteten Beirats.<br \/>\nNeue Kooperationspartner wurden w\u00e4hrend der gesamten Projektlaufzeit gesucht.<br \/>\nDie Methodik wurde an die Vielfalt von Themen und Zielgruppen angepasst. Dementsprechend finden sich zahlreiche Methoden in dem Projekt wieder, wie Vortr\u00e4ge, Naturbeobachtungen, Experimente, Exkursionen, Arbeit mit Naturmaterialen, unmittelbarer Kontakt mit der Natur, umweltp\u00e4dagogische Spiele, Simulationsspiele und Simulation, moderierte Diskussionen, praktische Arbeit auf dem Gebiet des Bodenschutzes, Arbeit mit Naturprodukten und weitere kreative T\u00e4tigkeiten, Theaterspiele und \u00c4sthetik, Erfassen des Bo-dens mit allen Sinnen sowie Durchf\u00fchrung verschiedener Umweltbildungsprogramme.<br \/>\nWo m\u00f6glich, wurde bei den Veranstaltungen projektbezogen gearbeitet. Weiterhin wurde bei der Seminarkonzeption auf die Problem- und Handlungsorientierung, \u00fcberschaubare Gruppengr\u00f6\u00dfen, Alltagsbezug, Orientierung an der Ganzheitlichkeit und Orientierung an identit\u00e4tsst\u00e4rkenden Impulsen geachtet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Folgende Ergebnisse hat das Projekt gebracht:<br \/>\n\u00b7\tDurchf\u00fchrung von 30 Modellveranstaltungen zu verschiedenen Themen der Bodenkunde mit den Zielgruppen Jugendliche, Familien, Multiplikatoren und Wissenschaftlern.<br \/>\n\u00b7\tErstellung einer methodisch-didaktischen Handreichung f\u00fcr andere Umweltbildungsinstitutionen.<br \/>\n\u00b7\tVermittlung von Kenntnissen in der Bodenkunde, \u00fcber Bodenleben, Bodenwasser und Bodenluft, \u00fcber Gefahren f\u00fcr einen intakten Boden in Deutschland und weltweit (wie z. B. Erosion, Fl\u00e4cheninanspruchnahme durch Siedlungen und Verkehr, Gentechnik, stoffliche Bodenbelastung aus diffusen Quellen, Bodenverdichtung, Altlasten, Klima\u00e4nderung)<br \/>\n\u00b7\tAnregungen neuer, umweltfreundlicher Handlungsweisen und L\u00f6sungen (wie z.B. \u00f6kologische Landwirtschaft, innovative Abwasserkl\u00e4rung, Altlastensanierung),<br \/>\n\u00b7\tVermittlung von Kenntnissen \u00fcber das Zusammenwirken in verschiedenen \u00d6kosystemen (z. B. Wald), um die Komplexit\u00e4t des Lebens deutlich zu machen,<br \/>\n\u00b7\tThematisierung des Begriffes Nachhaltigkeit und seiner Bedeutung f\u00fcr die menschliche Lebensweise,<br \/>\n\u00b7\tDie verschiedenen Zielgruppen n\u00e4herten sich dem Thema Boden in den Workshops auf unterschiedliche Art und Weise. Dabei wurde Fachwissen, Kunst, Musik, Literatur, Wissenschaft, Emotionen etc. einbezogen.<br \/>\n\u00b7\tEntwicklung von Veranstaltungsprototypen zum Thema Boden, die Modellcharakter f\u00fcr andere Umweltbildungseinrichtungen besitzen.\u00b7\tEinbindung des Projektes Boden-Bildung in die bestehende Projektlandschaft der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung und des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal<br \/>\n\u00b7\tZusammenf\u00fchrung von Jugendlichen, Erwachsenen und Familien verschiedener Nationen, unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Nachbarl\u00e4nder Tschechien und Polen, im Rahmen einer praxisorientierten Umwelterziehung, F\u00f6rderung des Miteinanders von Menschen unterschiedlicher Generationen,<br \/>\n\u00b7\tFachlicher Austausch zwischen wissenschaftlichen Experten<br \/>\nDurch Veranstaltungen mit verschiedenen Zielgruppen wurde eine breite, internationale \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die gro\u00dfe Bedeutung des Bodens in aller Vielschichtigkeit dieses Themas informiert. Das Augenmerk wurde so verst\u00e4rkt auf den Boden als Lebensgrundlage gelegt und er r\u00fcckte so mehr ins Rampenlicht &#8211; auch der Politik. Das Projekt durch Veranstaltungen ca. 1.200 Menschen erreicht, die teilweise bedeutende Multiplikatorenwirkung haben. Die Veranstaltungen hatten ebenfalls zum Ziel, dass die TeilnehmerInnen nicht die Umweltmedien, hier besonders den Boden, isoliert wahrnehmen, sondern die Komplexit\u00e4t des nachhaltigen Lebens erfassen. Nur wenn sich das Wissen dar\u00fcber auch grenz\u00fcberschreitend ausbreitet, kann Umweltbildung dazu beitragen, dass die einzelnen Umweltmedien gesch\u00fctzt werden und so das Leben auf der Erde auf Dauer gesichert wird.<br \/>\nVon den gesammelten Projekterfahrungen k\u00f6nnen andere Umweltzentren profitieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt hat w\u00e4hrend seiner Laufzeit ca. 60 s\u00e4chsische, polnische und tschechische Umweltbildungszentren mit einbezogen. So wurde eine Fach\u00f6ffentlichkeit schon in der Projektlaufzeit erreicht. Durch andere Veranstaltungen, Pressearbeit, Internet wurde die breite \u00d6ffentlichkeit erreicht. Mit dem Handbuch, das die Projekterfahrungen zusammenfasst, wird das Projekt einer breiten Fach\u00f6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das international angelegte Bildungsprojekt erreichte mit den 30 Veranstaltungen ca. 1.200 Menschen der Zielgruppen Jugendliche, Familien, Multiplikatoren und Fachwissenschaftler. Mit verschiedenen theoretischen und praktischen Zug\u00e4ngen, neben der Naturwissenschaft auch aus anderen Fachwissenschaften (Boden und Kunst etc.), wurden Wege gesucht, das Thema Boden in Umweltbildungsveranstaltun-gen zielgruppengerecht zu integrieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der Umweltbildung wurde dem Boden bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. 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