{"id":23349,"date":"2023-08-07T10:32:02","date_gmt":"2023-08-07T08:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21215-01\/"},"modified":"2023-08-07T10:32:03","modified_gmt":"2023-08-07T08:32:03","slug":"21215-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21215-01\/","title":{"rendered":"50 Solard\u00e4cher in Tschechien &#8211;  Die Kirchen f\u00fcr die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Solarenergie in kirchlichen Einrichtungen in Deutschland wird vom Ansatz her zum Vorbild genommen, um 50 Demonstrationsanlagen mit Vorbildcharakter in tschechischen Pfarreien und weiteren kirchlichen Einrichtungen aufzubauen. Dabei werden nicht nur die \u00f6kologische, sondern auch die \u00f6konomische und die soziale Bedeutung der Nutzung erneuerbarer Energien in den Rahmenbedingungen der Tschechischen Republik in der Praxis demonstriert. Das Projekt baut dabei auch auf den Arbeiten des Demonstrationszentrums f\u00fcr die Nutzung erneuerbarer Energien in Vil\u00e9mov auf und nutzt die aktive Unterst\u00fctzung des tschechischen staatlichen Umweltfonds.<br \/>\nDurch die praktische Installation der Anlagen kann das Umweltbewusstsein nicht nur der kirchlichen Mitarbeiter, sondern vor allem auch der kirchlich orientierten Bev\u00f6lkerung in der jeweiligen Gemeinde positiv beeinflusst werden. Das pers\u00f6nliche Beispiel kann zu Multiplikatoreffekten im Umfeld der installierten Anlagen f\u00fchren. Nicht zuletzt tragen die installierten Anlagen zur Umweltentlastung und zur Emissionsminderung bei.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenVorgesehen war die Installation von 50 einheitlichen Solarsystemen zur Warmwasseraufbereitung. Am Anfang des Projekts standen die Erarbeitung von Informationsmaterialien und die Durchf\u00fchrung von Informationsveranstaltungen f\u00fcr potenzielle Interessenten im kirchlichen Umfeld. Auch wurden f\u00fcr die in den Kirchengemeinden am Projekt Beteiligten Weiterbildungsveranstaltungen zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit angeboten. F\u00fcr interessierte Kirchengemeinden wurden Energie-Audits durchgef\u00fchrt und Hilfestellungen f\u00fcr die Erarbeitung der Antr\u00e4ge beim tschechischen staatlichen Umweltfonds gegeben. Diese Dokumentationen waren die Grundlage f\u00fcr die Entscheidung \u00fcber die Installation der Anlagen. Die Ausschreibung der Installation wurde vom Projekttr\u00e4ger zentral durchgef\u00fchrt, die Installation der Anlagen kontrolliert. Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit in den Gemeinden wurde begleitet, das Projekt als Ganzes mit einer zentralen \u00d6ffentlichkeitsarbeit und durch den Aufbau einer Internet-Pr\u00e4senz dokumentiert. Das Projekt wurde auch auf einschl\u00e4gigen tschechischen Umweltmessen und auf mehreren internationalen kirchlichen Veranstaltungen europaweit pr\u00e4sentiert. Daf\u00fcr wurden Materialien f\u00fcr eine Ausstellung erarbeitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Problem, das sich im Rahmen des Projekts \u00fcberraschend stellte, bestand darin, dass der staatliche tschechische Umweltfonds immer wieder die Annahme von Antr\u00e4gen generell stoppte, eingegangene Antr\u00e4ge \u00e4u\u00dferst langsam bearbeitete und w\u00e4hrend der Projektlaufzeit die Vergabebedingungen f\u00fcr F\u00f6rderprojekte mehrfach ohne vorherige Ank\u00fcndigung \u00e4nderte. Dies f\u00fchrte zu einer Unterbrechung des Projekts f\u00fcr ein halbes Jahr. Nicht alle Projekt-Interessenten haben es auf sich genommen, den erh\u00f6hten b\u00fcrokratischen Aufwand des tschechischen Umweltfonds zu bew\u00e4ltigen<br \/>\nDennoch konnten die Projektschritte in der geplanten Weise durchgef\u00fchrt werden. Nach der Auftaktphase wurden bei den Projekt-Interessenten die vorgesehenen Energie-Audits durchgef\u00fchrt und die Antragsunterlagen erarbeitet. Die Ausschreibung f\u00fchrte zur Auswahl eines Anlagenlieferanten. Nach der zeitlich sehr versetzten Genehmigung von Projektantr\u00e4gen wurden die Installationen durchgef\u00fchrt. Ein Teil der Projektpartner habe auf Antragstellung beim staatlichen Umweltfonds ganz verzichtet oder &#8211; nach einem ablehnenden Bescheid &#8211; es sogar zuwege gebracht, die Anlagen komplett mit Eigenmitteln zu finanzieren.<br \/>\nDer Projektabschluss bestand in einer sorgf\u00e4ltigen Evaluation der Arbeit aller Projektbeteiligter und erbrachte in der Regel eine hohe Zufriedenheit der Projektpartner, die auch bei der Abschlussveranstaltung noch einmal sichtbar wurde. Das Projekt wird in den n\u00e4chsten Jahren &#8211; je nach Interesse weiterer Pro-jektpartner &#8211; im Rahmen der Kr\u00e4fte der Orthodoxen Akademie Vil\u00e9mov fortgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>FEST und Orthodoxe Akademie Vil\u00e9mov haben sich w\u00e4hrend der gesamten Projektlaufzeit um eine kontinuierliche \u00d6ffentlichkeitsarbeit bem\u00fcht. Dies geschah durch mehrere \u00f6ffentliche Veranstaltungen (u. a. in Prag, Pilsen, Most, Vil\u00e9mov), teilweise mit Partnern der tschechischen Umweltverb\u00e4nde, \u00fcber die in Radiosendungen und Presseartikeln sowie Internet-Beitr\u00e4ge berichtet wurde. Daneben erfolgte die \u00d6ffentlichkeitsarbeit vor Ort in den Gemeinden der Projektpartner. \u00dcber das Projekt wurde weiterhin bei einer Reihe kirchlicher internationaler Veranstaltungen auf europ\u00e4ischer Ebene informiert (European Chris-tian Environmental Network, Veranstaltungen in Schweden und der Schweiz, Deutscher Evangelischer Kirchentag in K\u00f6ln, Dritte Europ\u00e4ische \u00d6kumenische Versammlung in Hermannstadt\/Rum\u00e4nien). Dazu wurden Informationstafeln in tschechischer und englischer Sprache erstellt  Ein Handbuch \u00fcber Energiemanagement in osteurop\u00e4ischen kirchlichen Einrichtungen ist in Arbeit und wird 2008 publiziert werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ziele des Projekts konnten quantitativ nicht ganz erreicht werden; die Zahl der installierten Anlagen bleibt bis heute hinter unserem Plan zur\u00fcck, obwohl sich das Ergebnis noch verbessern wird, da einige Anlagen noch als unmittelbare Folge des Projekts aus Eigenmitteln installiert werden. Qualitativ sind alle Ziele des Projekts erreicht worden. Die praktische Umweltarbeit hat ein klares Zeichen f\u00fcr den konkreten Erfolg der kirchlichen \u00d6kumene in Tschechien gegeben; die installierten Anlagen haben Vorbild- und Multiplikatorfunktion am jeweiligen Ort und in der jeweiligen Region, da gezeigt werden konnte, dass Solarenergie eine realisierbare Alternative darstellt; durch die installierten Anlagen k\u00f6nnen Energieverbr\u00e4uche und Umweltbelastungen messbar reduziert werden. Das Projekt hat \u00fcberdies Langzeitwirkungen f\u00fcr die kommenden Jahre, da davon auszugehen ist, dass aus den nun bestehenden Kooperationen weitere Umweltprojekte erwachsen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Solarenergie in kirchlichen Einrichtungen in Deutschland wird vom Ansatz her zum Vorbild genommen, um 50 Demonstrationsanlagen mit Vorbildcharakter in tschechischen Pfarreien und weiteren kirchlichen Einrichtungen aufzubauen. 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