{"id":23328,"date":"2023-07-13T15:29:11","date_gmt":"2023-07-13T13:29:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/29914-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:29:12","modified_gmt":"2023-07-13T13:29:12","slug":"29914-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/29914-02\/","title":{"rendered":"Technische Umsetzung von innovativen Ideen zur Stoff- und Energieersparnis beim Schmelzemulgieren von Trennmitteln"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Bei der Formgebung von Kunststoffbauteilen werden die Formwerkzeuge zur einwandfreien Entformung der Formbauteile sehr h\u00e4ufig mit einem Trennmitteln versehen. W\u00e4ssrige Trennmittelemulsionen bestehen meist aus Aktivstoffen, z.B. Silikone, Fette und\/oder Wachse mit Wasser als Tr\u00e4germedium. Zus\u00e4tzlich enthalten solche Emulsionen notwendiger Weise Emulgatoren, welche oft gesundheitssch\u00e4dlich und\/oder umweltgef\u00e4hrlich sind.<br \/>\nDie w\u00e4ssrigen Formulierungen werden vielfach, so auch bei ACMOS, mit Hilfe des energieaufwendigen Phaseninversionstemperaturverfahrens (PIT-Verfahren) hergestellt. Dazu wird zun\u00e4chst der Aktivstoff zusammen mit den Emulgatoren aufgeschmolzen. Umweltbelastende L\u00f6sungsmittelbestandteile helfen die Schmelztemperatur zu reduzieren aber auch die Trennmittelperformance zu steigern. Ein Wasseranteil muss zudem erhitzt werden, um eine vorzeitige Erstarrung der aufgeschmolzenen Aktivstoffe w\u00e4hrend des Emulgierprozesses zu verhindern. Der fertige Ansatz muss nach dem Emulgierprozess zur Sicherstellung einer einheitlichen Produktstabilit\u00e4t und -qualit\u00e4t vor der Abf\u00fcllung mittels einer energieaufw\u00e4ndigen K\u00e4ltetechnik wieder herunter gek\u00fchlt werden. Zur Herstellung von Emulsionen werden also trennaktive Rohstoffe, z.T. umweltbelastende Emulgatoren und L\u00f6sungsmittel sowie eine gro\u00dfe Menge an Energie f\u00fcr das Aufschmelzen und das sp\u00e4tere Abk\u00fchlen ben\u00f6tigt.<br \/>\nIm Zuge des von der DBU gef\u00f6rderten Vorprojektes \u0084Innovative Ideen zur Energieersparnis beim Schmelzemulgieren von Trennmitteln (Az. 29914-21\/2)\u0093 konnte mit Hilfe der am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT), Bereich Lebensmittelverfahrenstechnik (LVT), entwickelten simultanen Emulgier- und Mischblende (SEM-Blende) anhand einer kleinen Laboranlage ausgew\u00e4hlte Trennmittelemulsionen hergestellt werden. Diese Herstellungsmethode ist deutlich energieeffizienter und damit umweltfreundlicher. Der ermittelte Energieverbrauch des neuen Herstellungsprozesses lag ca. 30% unter dem Energiebedarf eines PIT-Verfahrens. In Technikums- und Feldversuchen wurde die technische Verwendbarkeit der \u00fcber das neue Herstellungsverfahren erzeugten Trennmittel positiv gepr\u00fcft.<br \/>\nIn diesem hier zusammen mit dem KIT als Kooperationspartner beantragten Folgeprojekt \u0084Technische Umsetzung von innovativen Ideen zur Stoff- und Energieersparnis beim Schmelzemulgieren von Trennmitteln\u0093 wurde die produktionstechnische Umsetzbarkeit anhand einer gr\u00f6\u00dferen Pilotanlage (Up-Scalling) aufgezeigt. Die hierf\u00fcr verwendete Pilotanlage wurde schon im Vorprojekt konzeptioniert und kann erheblich gr\u00f6\u00dfere Mengen (<100 kg) an Trennmittelemulsionen herstellen als es mit der urspr\u00fcnglichen Laboranlage (<5 kg) gelang.\nZus\u00e4tzlich wurde untersucht, ob sich die Einsatzmenge der umweltentlastenden Emulgator- und L\u00f6sungsmittelbestandteilen in Emulsionen reduzieren lassen. Dies konnte im Zuge des nur einj\u00e4hrigen Vorprojektes nicht untersucht werden. In Technikums- und Feldversuchen wurde die technische Verwendbarkeit der \u00fcber das neue Herstellungsverfahren erzeugten Trennmittel, auch mit reduziertem Emulgator- und L\u00f6sungsmittegehalt positiv gepr\u00fcft.\nEine erneute \u00d6kobilanzierung konnte aufzeigen, dass sich auch gr\u00f6\u00dfere, gro\u00dfvolumigen Produktionsmengen mit Hilfe der SEM-Technologie mit knapp 30% geringen Energiebedarf herstellen lassen. \nDie erfolgreiche Realisierung dieses Projektes ist ein gutes Beispiel f\u00fcr eine nachhaltige Produktionsweise und einen produktionsintegrierten Umweltschutz, da sie zum einen durch weniger Energieeinsatz den CO2-Ausstoss senken hilft, die Umwelt durch reduzierten Einsatz von umweltbelastenden Rohstoffen schont und zum anderen hilft, Produktions- und Rohstoffkosten zu senken und damit die Wettbewerbsf\u00e4higkeit von ACMOS mit seinem deutschen Produktionsstandort zu erh\u00f6hen.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Bei der Formgebung von Kunststoffbauteilen werden die Formwerkzeuge zur einwandfreien Entformung der Formbauteile sehr h\u00e4ufig mit einem Trennmitteln versehen. 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