{"id":23327,"date":"2023-07-13T15:23:07","date_gmt":"2023-07-13T13:23:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21172-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:09","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:09","slug":"21172-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21172-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung des Projektes Umweltmarketing im Handwerk im Rahmen des Programms Rahmenf\u00f6rderkonzept der Umweltzentren des Handwerks"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Themenfeld Marketing wird vom Handwerk in vielen Bereichen noch immer vernachl\u00e4ssigt. Das Handwerk muss heute nicht nur eine hohe technische Qualifizierung vorweisen, sondern ebenso in der Lage sein Kunden umfassend zu beraten sowie seine Angebote wirksam zu vermarkten.<br \/>\nDas Wissen zu den vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten des umweltgerechten Bauens ist sowohl auf Kundenseite als auch auf der Seite des Handwerks noch nicht hinreichend vorhanden. Dar\u00fcber hinaus ist es f\u00fcr interessierte Kunden schwierig, speziell f\u00fcr \u00f6kologische Bauma\u00dfnahmen geeignete Anbieter zu finden.<br \/>\nHauptziel des Projektes war die Unterst\u00fctzung des Bau- und Ausbauhandwerks bei der Entwicklung von Angeboten des \u00f6kologischen Bauens, durch die gezielte Vermarktung \u00f6kologischer Produkte und Dienstleistungen, flankiert durch Information und Sensibilisierung von Verbrauchern zu den vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten des \u00f6kologischen Bauens.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Realisierung der genannten Projektziele wurden die folgende Arbeitspakete umgesetzt:<br \/>\n&#8211;\tBestandsaufnahme durch eine Fragebogenaktion bei Handwerkern und Verbrauchern zur Ermittlung der Angebots- und Nachfragesituation im Bereich des umweltgerechten Bauens<br \/>\n&#8211;\tInformation und Sensibilisierung von Handwerkern und Endverbrauchern f\u00fcr \u00f6kologische Produkte und Dienstleistungen durch Informationsveranstaltungen, Messeteilnahmen und Beratungsangebote<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung von Seminaren und Workshops f\u00fcr Handwerker zum Umweltmarketing, Vermittlung von praxis- und anwendungsnahen Marketingkenntnissen, Sicherung eines gro\u00dfen Praxisbezuges durch Best-Practice-Beispiele<br \/>\n&#8211;\tErstellung eines Marketinghandbuches mit den Schwerpunkten Beziehungsmarketing und Einsatz verschiedener Marketingtechniken<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung und Betrieb einer Wanderausstellung zum umweltgerechten Bauen<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung eines elektronischen Katalogs zur einfachen Suche nach Anbietern \u00f6kologischer Produkte und Dienstleistungen im Baubereich<br \/>\nZur Sicherung eines hohen Praxisbezuges wurden in die Projektdurchf\u00fchrung Handwerksbetriebe aus<br \/>\nverschiedenen Gewerken eingebunden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<br \/>\nDie zu Beginn des Projektes durchgef\u00fchrte Bestandsaufnahme ergab f\u00fcr Angebote des \u00f6kologischen Bauens ein durchaus positives Bild. Es wurden jedoch die vermuteten Defizite, die auch die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Durchf\u00fchrung des Projektes waren, best\u00e4tigt. So ergaben sich als wesentliche M\u00e4ngel u.a. die noch ungen\u00fcgende Bekanntheit und unzureichende Information zu den Angeboten des \u00f6kologischen Bauens auf Seiten der Verbraucher und wenig erfolgreiche Marketingaktivit\u00e4ten auf Handwerkerseite. Es zeigte sich jedoch auch, dass ein hoher Anteil an Betrieben bereits Leistungen des \u00f6kologischen Bauens anbietet und dass der Preis bei der Entscheidungsfindung zwar eine dominierende Rolle spielt, jedoch nicht prinzipiell ausschlaggebend ist und Kunden sich trotz h\u00f6herer Kosten bewusst f\u00fcr \u00f6kologische Ma\u00dfnah-men entscheiden.<br \/>\nUm den ermittelten Informationsdefiziten gezielt entgegenzuwirken, wurden eine Vielzahl Aktivit\u00e4ten durchgef\u00fchrt, die die Sensibilisierung von Bauherren und Immobilienbesitzern zum Ziel hatten. So wur-den 28 Informationsveranstaltungen und Vortr\u00e4ge mit \u00fcber 820 Teilnehmern durchgef\u00fchrt sowie \u00fcber 500 dokumentierte Beratungen realisiert. Dar\u00fcber hinaus erfolgte eine Beteiligung an 12 Messen.<br \/>\nDie im Projekt entwickelte Wanderausstellung zum \u00f6kologischen Bauen wurde u. a. bei Messeauftritten und bei Veranstaltungen genutzt. Die Wanderausstellung besteht aus einem flexibel einsetzbaren Stand-bausystem, in dem Informationsposter pr\u00e4sentiert werden. Erg\u00e4nzt wird die Ausstellung durch Handmus-ter verschiedener Baustoffe sowie durch Modelle. Die Konzeption der Wanderausstellung l\u00e4sst jederzeit eine Erg\u00e4nzung bzw. Aktualisierung der vorgestellten Themen zu. Sie kann von interessierten Handwerksbetrieben und Institutionen ausgeliehen werden.<br \/>\nAls Bindeglied zwischen Anbietern und Nachfragern wurde ein internetbasierter Anbieterkatalog entwickelt. Der Katalog soll einerseits Nutzer bei ihrer Suche nach Firmen unterst\u00fctzen, andererseits Hand-werkern, Planern, Herstellern sowie H\u00e4ndlern die Gelegenheit geben, ihr Unternehmen und Leistungs-profil darzustellen. Voraussetzung f\u00fcr den Erfolg des Katalogs ist eine hohe Akzeptanz bei den Nutzern. Um die Qualit\u00e4t der Eintr\u00e4ge und somit des gesamten Katalogs auf einem hohen Niveau zu halten, wurden Teilnahmebedingungen erarbeitet, zu deren Einhaltung sich die Nutzer des Katalogs vor Eintragung verpflichten m\u00fcssen. Der Katalog ist im Internet unter www.umweltgerecht-bauen.de nutzbar.<br \/>\nF\u00fcr Handwerksbetriebe wurden u. a. drei Best-Practice-Workshops und zwei Marketingwerkst\u00e4tten durchgef\u00fchrt. Im Zuge der Best-Practice-Workshops stellten verschiedene Betriebe aus den Bereichen Solar, Passivhaus sowie W\u00e4rmepumpen ihre Marketingaktivit\u00e4ten vor und diskutierten diese mit den Teilnehmern der Workshops.<br \/>\nDas Ziel der Marketingwerkst\u00e4tten war, die Teilnehmer bei der Erarbeitung betriebsbezogener Pr\u00fcflisten zum Marketing sowie bei der Skizze eines Marketingkonzeptes f\u00fcr ihre Betriebe zu unterst\u00fctzen. Die Werkstatt wurde von den Teilnehmern aktiv genutzt. So konnten bereits vorhandene Marketingmittel vorgestellt und bisherige sowie m\u00f6gliche zuk\u00fcnftige Marketingaktivit\u00e4ten mit dem Referenten und den Werkstattteilnehmern diskutiert werden.<br \/>\nAls vorbereitende und begleitende Teilnehmerunterlage zur Marketingwerkstatt wurde ein Handbuch zum Marketing \u00f6kologischer Produkte und Dienstleistungen im Bauhandwerk erarbeitet. Inhaltlich orientiert sich das Handbuch an den Themen der Marketingwerkstatt. Unter dem Titel \u00d6ko und noch etwas werden auf insgesamt 76 Seiten in einer gut verst\u00e4ndlichen, praxisnahen Sprache schwerpunktm\u00e4\u00dfig das Beziehungsmarketing und der Einsatz verschiedener Marketingtechniken behandelt. Allen Handwerks-kammern in Deutschland wurden zur Ansicht mehrere Exemplare des Handbuches zur Verf\u00fcgung gestellt. Das Handbuch fand eine sehr positive Resonanz.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00f6ffentliche Pr\u00e4sentation und Darstellung des Projektes erfolgte durch eine Vielzahl ganz unterschied-licher Aktivit\u00e4ten. Angefangen bei der Information im Internet \u00fcber die Seiten der Handwerkskammer zu Leipzig und das Beratungs- und Informationssystem (BIS) des Zentralverbands des Deutschen Hand-werks (ZDH), \u00fcber Vortr\u00e4ge und Pr\u00e4sentationen im Rahmen von Veranstaltungen, mittels Flyern und In-formationspostern bis hin zu Messeteilnahmen. So wurde das Projekt auf insgesamt 12 Messen vorgestellt, u. a. mehrmals auf der mitteldeutschen handwerksmesse und der BauFach-Messe in Leipzig sowie auf der Internationalen Handwerksmesse in M\u00fcnchen.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus konnte das Projekt im Jahr 2007 auf der Woche der Umwelt im Park des Schloss Belle-vue pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projektes Umweltmarketing im Handwerk stehen die entwickelten und erprobten Projektergebnisse f\u00fcr die Weiter- und Nachnutzung zur Verf\u00fcgung. Das Projekt hat aufgezeigt, wie wichtig es gerade f\u00fcr Angebote des \u00f6kologischen Bauens ist, dass diese angemessen pr\u00e4sentiert und vermarktet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Themenfeld Marketing wird vom Handwerk in vielen Bereichen noch immer vernachl\u00e4ssigt. 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