{"id":23325,"date":"2023-07-14T10:34:01","date_gmt":"2023-07-14T08:34:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21116-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:03","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:03","slug":"21116-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21116-01\/","title":{"rendered":"Umsetzung exemplarischer Ma\u00dfnahmen zur Revitalisierung degradierter Uferabschnitte des Rheins im Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Wasserstra\u00dfe und Hochwasserschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Widerspruch zu ihrer gro\u00dfen \u00f6kologischen Bedeutung sind Naturschutzbelange an den gro\u00dfen Fl\u00fcssen stark vernachl\u00e4ssigt. Durch das Bundeseigentum der Fl\u00e4chen in Verbindung mit der Streuung der Zust\u00e4ndigkeiten auf Bund und L\u00e4nder und damit verbundene Kostenverteilungsprobleme sind \u00f6kologisch motivierte Ma\u00dfnahmen an Bundeswasserstra\u00dfen erheblich erschwert. Die Folge ist eine starke Strukturverarmung nahezu s\u00e4mtlicher gro\u00dfer Fl\u00fcsse in Deutschland mit ihren Folgen f\u00fcr Hochwasserschutz und \u00d6kologie. Ziel des Projektes ist die Umsetzung beispielhafter Ma\u00dfnahmen zur Revitalisierung degradierter Uferabschnitte des Rheins mit hohem Naturschutzpotenzial. Als inhaltliches Schl\u00fcsselproblem wird dabei die Initiierung dynamischer Prozesse und naturnaher Flussbett- und Uferstrukturen bei gleichzeitiger Sicherung der Funktion als Bundeswasserstra\u00dfe gesehen. Die Anreicherung mit naturnahen Struktu-ren zielt auf die Reaktivierung der Habitatfunktion f\u00fcr defizit\u00e4re Flussbioz\u00f6nosen sowie die hochwassermindernde Wirkung.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt stellt die Umsetzungsphase zum gleichlautenden DBU-F\u00f6rderprojekt zur Initiierung exemplarischer Ma\u00dfnahmen (Projektphase 1) dar. In der Umsetzungsphase wurden die in der Vorphase erarbeiteten Modellprojekte am Rhein mit den verschiedenen Projektpartnern realisiert. F\u00fcr weitere Ma\u00dfnahmen mit l\u00e4ngerem Planungs- und Genehmigungsvorlauf wurden die Planungsverfahren koordiniert sowie Machbarkeitsstudien und zum Teil Entwurfspl\u00e4ne erstellt. Die Realisierung dieser Ma\u00dfnahmen soll sich in eigenst\u00e4ndigen Projekten anschlie\u00dfen.<br \/>\nEin Projektbeirat aus Vertretern der relevanten Bundesministerien und zugeordneten Facheinrichtungen sowie der L\u00e4nder und weiterer Experten begleitete das Projekt inhaltlich. Zu einzelnen Modellvorhaben wurden Expertengespr\u00e4che organisiert und Projekt begleitende Arbeitsgruppen eingerichtet, in denen Akteure der Region, aus Beh\u00f6rden, Kommunen, Verb\u00e4nden und ggf. Grundbesitzern zu wesentlichen Pla-nungsschritten einbezogen wurden. Bei der Realisierung der Modellprojekte kamen diverse Kooperationen zum Tragen. Als Vorhabenstr\u00e4ger der Ma\u00dfnahmen fungierten u. a. Land; Gew\u00e4sserdirektion, Regie-rungspr\u00e4sidium, Kommune und Wasser- und Schifffahrtsamt. <\/p>\n<p>Auftakt- oder Er\u00f6ffnungsveranstaltungen je Bundesland zielten darauf ab, die Ma\u00dfnahmen am Rhein in einer fr\u00fchen Phase neben der breiten \u00d6ffentlichkeit insbesondere auch in die Spitzen der Politik und Verwaltung der betroffenen Kommunen und des Landes zu kommunizieren. Eine Fachtagung gegen En-de des Projektes hatte zum Ziel, die Ergebnisse des Projektes am Rhein vorzustellen und im Kontext der aktuellen politischen und EU-rechtlichen Anforderungen an die Entwicklung der Fl\u00fcsse und Wasserstra\u00dfen allgemein und des Rheins im besonderen zu diskutieren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Realisierte Projekte &#8211; Sieben Modellma\u00dfnahmen wurden innerhalb der Projektlaufzeit geplant und umgesetzt, vier weitere liegen als Planungen vor, konnten aber aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht realisiert werden. Bei den realisierten Projekten handelte es sich \u00fcberwiegend um relativ einfach umzusetzende Vorhaben, wie dem R\u00fcckbau von Uferbefestigungen und dem \u00f6kologischen Umbau von Strombauele-menten, die ohne langwierige Planfeststellungsverfahren realisiert werden konnten. Zu diesen Ma\u00dfnahmen erfolgten Erfolgskontrollen in Form der Erhebung verschiedener Parameter vor und nach der Um-setzung.<br \/>\nPlanungsprojekte &#8211; Sechs Modellvorhaben widmeten sich weitergehenden Fragestellungen und Zielen, die nicht innerhalb von 5 Jahren zu realisieren waren, so etwa der Anlage von Nebenrinnen oder dem Umbau von Buhnenfeldern und Leitwerken. Zu diesen Vorhaben erstellte der NABU innerhalb der Projektlaufzeit Machbarkeitsstudien und z. T. Entwurfspl\u00e4ne. Deren Realisierung soll sich im Rahmen weiterer Projekte anschlie\u00dfen. Der zeitliche und finanzielle Umfang des Projektes erforderte die Beschr\u00e4nkung auf eine Auswahl zu bearbeitender Themen aus der Gesamtpalette struktureller Probleme des Rheinstromes. Die Modellprojekte lassen sich folgenden Themen bzw. Handlungsfeldern zuordnen:<br \/>\nR\u00fcckbau von Uferbefestigungen \/ Redynamisierung der Ufer &#8211; Steinsch\u00fcttungen, Steinpackungen und Ufermauern wurden in sechs Modellprojekten in unterschiedlichen naturr\u00e4umlichen und strombauli-chen Situationen r\u00fcckgebaut und damit insgesamt etwa 2,6 km Rheinufer entsteint. Bei einzelnen Ma\u00dfnahmen wurden zus\u00e4tzlich Uferpartien abgeflacht. Die weitere Gestaltung wurde der Dynamik des Rheins \u00fcberlassen. &#8211; Diskussion und Bewertung: Der Ansatz erweist sich grunds\u00e4tzlich als zielf\u00fchrend. R\u00fcckbau nicht mehr ben\u00f6tigter Uferbefestigungen ist an allen betrachteten Rheinabschnitten eine wichtige Option zur Verbesserung der Situation der Ufer. Die Frage der Machbarkeit im Hinblick auf die Belan-ge der Wasserstra\u00dfe h\u00e4ngt entscheidend an Einzelpersonen. Neben den Belangen der Wasserstra\u00dfe ergeben sich H\u00fcrden auch aus Naturschutzaspekten und aus Belastungen und Altlasten. Die Ma\u00dfnahmen haben alle zu wesentlich naturn\u00e4heren und \u00f6kologisch hochwertigeren Ufersituationen gef\u00fchrt. Bei einzelnen Projekten konnten bereits wieder entsprechende, auf naturnahe Ufersituationen spezialisierte Laufk\u00e4ferarten nachgewiesen werden. Das Monitoring zur Erfolgskontrolle der Ma\u00dfnahmen sollte dringend noch einige Jahre fortgef\u00fchrt werden.<br \/>\n\u00d6kologischer Umbau von Strombauelementen &#8211; An vielen Abschnitten des Rheins kann mit R\u00fccksicht auf die Wasserstra\u00dfe, dem Hochwasserschutz oder anliegender Bebauung auf die Strombauelemente und Befestigungen nicht verzichtet werden. F\u00fcnf Modellprojekte stellen Beispiele vor, wie durch bauliche Anpassungen auch \u00f6kologische Ziele integriert werden k\u00f6nnen, ohne die strombaulichen Funktionen zu beeintr\u00e4chtigen. &#8211; Diskussion und Bewertung: Der Aufwand, insbesondere der Aufwand f\u00fcr Nachweise und Gutachten, erwies sich bei den entsprechenden Modellvorhaben als recht hoch. Die oft komplexen Steuerungsfunktionen vorhandener baulicher Einrichtungen erschwerten die Umgestaltung insbesondere dort, wo die gew\u00fcnschte Funktion gew\u00e4hrleistet ist, aus wasserbaulicher Sicht also kein Handlungsbedarf gesehen wird.<br \/>\nWesentlich gr\u00f6\u00dfere Chancen, \u00f6kologisch motivierte Gestaltungselemente einbringen zu k\u00f6nnen, bestanden an Abschnitten, an denen auch die wasserbauliche Situation nicht befriedigend war. Standen auch von Seiten der Wasserstra\u00dfenverwaltung Umbauten an, lie\u00dfen sich ggf. mit relativ wenig Aufwand \u00f6kologische Gestaltungselemente integrieren. Unter diesen Rahmenbedingungen wurden durchaus auch explizit Win-Win-Situationen m\u00f6glich. So kann die Schaffung einer Nebenrinne durch Unterbrechung der Buhnen nahe der Buhnenwurzel \u00f6kologisch hochwertige, durchstr\u00f6mte Buhnenfelder schaffen und zugleich zu einer Entlastung des Hauptstroms und damit zur Minderung der Sohlenerosion beitragen.<br \/>\nDie Schutzwirkung von Leit- und Parallelwerken f\u00fcr dahinter liegende Uferbereiche d\u00fcrfte erhebliche Potenziale zur Revitalisierung der entsprechenden Ufer aufweisen. Allerdings wird durch die relativ gesch\u00fctzte Lage zugleich auch das Potenzial zur Ausbildung hochwertiger dynamischer Uferbereiche eingeschr\u00e4nkt. Dennoch sind diese Abschnitte als Suchr\u00e4ume f\u00fcr die Schaffung unbefestigter Ufer zu empfehlen.<br \/>\nNebenrinnen, Stromverzweigungen, Nebengew\u00e4sser &#8211; Den nat\u00fcrlichen Rheinstrom pr\u00e4gte die enge Verzahnung von Strom und Aue. Inseln, Stromverzweigungen, Nebenrinnen, Flutrinnen und Altarme wa-ren Elemente einer amphibischen Stromlandschaft mit einer kleinr\u00e4umigen Vielfalt an Tiefen-, Str\u00f6-mungs- und Substratverh\u00e4ltnissen. Der Ausbau zu einer dauerhaft befahrbaren Schifffahrtsstra\u00dfe konzentrierte das Wasser immer st\u00e4rker auf den Hauptstrom. Damit verschwand die nat\u00fcrliche Vielfalt der<br \/>\nGew\u00e4sserstrukturen zunehmend. Die Wiederherstellung solcher Gew\u00e4sserstrukturen in direkter Verbindung zum Rhein ist Gegenstand mehrerer Planungsprojekte. &#8211; Die Ergebnisse zu den Planungsprojekten liegen in Form von Entwurfsplanungen und Machbarkeitsstudien vor. Demnach ist ihre Anlage am Niederrhein mit der Wasserstra\u00dfe vereinbar. Dabei ist der Durchfluss durch die Nebenrinne vorerst auf 2% des Gesamtabflusses begrenzt. Erfahrungen liegen au\u00dferhalb des Deltarheins noch nicht vor. Die Realisierung der Ma\u00dfnahmen soll im Zuge von Folgeprojekten erfolgen und dann von einem umfassenden Monitoring sowohl im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Wasserstra\u00dfe als auch im Hinblick auf die \u00f6kologischen Ziele begleitet werden<br \/>\nVerfahrens- und Verwaltungsaspekte &#8211; Im Zuge der Planung und Umsetzung der Modellprojekte am Rhein wurden diverse Verfahrens- und Verwaltungsfragen von grunds\u00e4tzlichem Interesse f\u00fcr die weitere Praxis der Uferrevitalisierung an Wasserstra\u00dfen er\u00f6rtert. Hier erwies sich insbesondere die Ressort \u00fcbergreifende Diskussion im Beirat als wichtiges Element f\u00fcr den Erfolg des Projektes. Den Beiratsmitgliedern gilt unser besonderer Dank. Verschiedene Aspekte, wie Entscheidungsstrukturen, Nachweis- und Gew\u00e4hrleistungsauflagen, R\u00fcckbauklauseln und Unterhaltungskosten durch \u00f6kologisch motivierte Ma\u00dfnahmen werden im Abschlussbericht zum Projekt ausf\u00fchrlich dokumentiert.<br \/>\nEinbindung in Projekte, Programme, Forschungsvorhaben &#8211; Um die Ergebnisse des Projektes all-gemein und der Modellprojekte im besonderen m\u00f6glichst konkret f\u00fcr die weitere Umsetzung des Programms Rhein 2020 und der EG-Wasserrahmenrichtlinie bekannt und nutzbar zu machen, wurden gezielt Kooperationen mit einschl\u00e4gigen Projekten und Programmen angestrebt. Aspekte der Modellprojekte flossen unter anderem in folgende Programme ein: \u00d6kologische Neuorientierung der Bundeswasserstra\u00dfenbewirtschaftung (FKZ 204 21 210), Untersuchungen zu alternativen technisch-biologischen Ufersicherungen an Bundeswasserstra\u00dfen &#8211; F+E-Vorhaben der Bundesanstalt f\u00fcr Wasserbau und der Bundesanstalt f\u00fcr Gew\u00e4sserkunde; Vorbereitung Ma\u00dfnahmenprogramme im Rahmen der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen (u. a. Katalog Ziele der Gew\u00e4sser-entwicklung f\u00fcr den rheinland-pf\u00e4lzischen Rhein), Rheinprogramm 2020.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Rahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit zum Projekt kamen folgende Instrumente zum Einsatz: Website www.lebendiger-rhein.de, Faltbl\u00e4tter zum Gesamtprojekt und zu einzelnen Modellprojekten, ein Newsletter, eine Ausstellung und Infost\u00e4nde zu regionalen und \u00fcberregionalen Anl\u00e4ssen, Informationstafeln und Baustellenschilder bei den einzelnen Modellma\u00dfnahmen im Gel\u00e4nde, Vortr\u00e4ge und F\u00fchrungen, Auftakt-veranstaltungen, Flugeins\u00e4tze eines Luftschiffs, ein eint\u00e4giges Seminar in Form einer Schiffstour auf dem Rhein, Beitr\u00e4ge zu zahlreichen Fachveranstaltungen und Workshops auf L\u00e4nder-, Bundes- und internationaler Ebene (insbesondere Internationale Kommission zum Schutz des Rheins) sowie eine gezielte Presse- bzw. Medienarbeit.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit insgesamt etwa 3 km exemplarisch umgestalteten Ufern und weiteren etwa 12 km beplanter Uferstrecke konnte das Projektziel auf der Ma\u00dfnahmenebene weitgehend erreicht werden. Mit den Beispielen an den naturr\u00e4umlichen Hauptabschnitten Oberrhein, Inselrhein und Niederrhein zu unterschiedlichen Themen und unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen konnte das Projekt Impulse f\u00fcr die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie an Wasserstra\u00dfen und des Rheinprogramms 2020 setzen.<br \/>\nNeben den konkreten Ma\u00dfnahmen war die Kommunikation ein zentraler Zielaspekt des Projektes. Die Vielfalt der Belange an der Wasserstra\u00dfe und Siedlungsachse Rhein in Verbindung mit der Aufteilung von Zust\u00e4ndigkeiten und Ressorts waren als Randbedingung zu ber\u00fccksichtigen. Es wurde angenom-men, dass neben den fachlichen Aspekten insbesondere auch die Verwaltungsstruktur zu H\u00fcrden, nicht nur f\u00fcr die Realisierung der geplanten Modellvorhaben, sondern auch f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zur Strukturver-besserung an Wasserstra\u00dfen allgemein f\u00fchrt. Deshalb wurden verschiedene Instrumente zur gezielten F\u00f6rderung von Kommunikation und Austausch \u00fcber Ressortgrenzen hinweg in das Projekt aufgenom-men. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Ausrichtung des Projektes auf laufende Programme und Richtlinien. Die Modellvorhaben sollten als Pilotprojekte Impulse f\u00fcr die weitere Umsetzung des Rheinprogramms 2020 und der EG Wasserrahmenrichtlinie liefern. Der R\u00fcckwirkung auf Fachpolitik und Ver-waltung waren entsprechend weiteren Instrumenten gewidmet. Sowohl innerhalb des Projektes, als auch in der Au\u00dfenwirkung des Projektes kann festgestellt werden, dass das Angebot angenommen wurde, die Instrumente im Sinne der Projektziele wirksam waren und genutzt wurden.<br \/>\nDie gro\u00dfe Resonanz auf die Fachtagung in Mainz im Februar 2007 mit \u00fcber 180 Teilnehmern, darunter ein erheblicher Anteil aus der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie der lebhafte und konstruktive Austausch unter den Teilnehmern kann als Beleg daf\u00fcr gewertet werden, dass auch die be-absichtigte Kommunikation der Ans\u00e4tze und Ergebnisse des Projektes und eine R\u00fcckkopplung auf Rheinschutzpolitik und Verwaltungshandeln grunds\u00e4tzlich erreicht wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Widerspruch zu ihrer gro\u00dfen \u00f6kologischen Bedeutung sind Naturschutzbelange an den gro\u00dfen Fl\u00fcssen stark vernachl\u00e4ssigt. 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