{"id":23274,"date":"2023-07-13T15:22:59","date_gmt":"2023-07-13T13:22:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21025-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:01","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:01","slug":"21025-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21025-01\/","title":{"rendered":"Lernstra\u00dfe Energie"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Um Lernen in der Region zu strukturieren und zu intensivieren, soll eine Lernstra\u00dfe Energie durch die Region entwickelt werden, die zun\u00e4chst in einem r\u00e4umlichen Sinne die verschiedenen Lern-Orte (Orte, an denen z. B. Bewahrenswertes sichtbar ist, Zukunftsweisendes verwirklicht wurde, Initiativen existieren, Gelegenheit zur Kommunikation besteht usw.) miteinander verbindet. Zugleich wurde der Name Stra\u00dfe auch als Sinnbild f\u00fcr einen zeitlichen Lern- und Entwicklungsprozess gew\u00e4hlt, der aus der na-turverbrauchenden Energiegeschichte in eine nachhaltige Energiezukunft f\u00fchrt.<br \/>\nIn diesem Sinne wird das Projekt ausdr\u00fccklich als ein Proze\u00df der Lokalen Agenda 21 verstanden. Das Bewu\u00dftsein f\u00fcr die (unbedingte) Notwendigkeit und die Chancen einer nachhaltigen Entwicklung wird damit gest\u00e4rkt und zugleich werden folgende Projektziele erreicht:<br \/>\n\tVermittlung von Wissen \u00fcber erneuerbare Energietr\u00e4ger<br \/>\n\tVermittlung von Wissen \u00fcber Energieeinsparpotentiale<br \/>\n\tAufzeigen von alternativen, \u00f6kologisch fundierten Handlungsmustern, die den notwendigen \u00f6kologischen Wandel zur pers\u00f6nlichen und sinnvollen Erfahrung machen<br \/>\n\tVermittlung von Orten, die Beispielhaftes in der Oberlausitz und dem Dreil\u00e4ndereck auf dem Sektor der regenerativen Energien geschaffen haben<br \/>\n\tErstellung von regionalspezifischen Unterrichtsmaterialien f\u00fcr den schulischen und au\u00dferschulischen<br \/>\n      Bildungsbereich<br \/>\n\tF\u00f6rderung eines historischen Bewu\u00dftseins auf dem energiepolitischen Gebiet als Voraussetzung f\u00fcr eine<br \/>\n\tGegenwarts- und Zukunftsdiskussion um neue Handlungsoptionen<br \/>\n\tBewu\u00dfte Auseinandersetzung mit der ehemaligen unr\u00fchmlichen Bezeichnung Schwarzes Dreieck f\u00fcr unsere Region und Sichtbarmachen der sich in den letzten Transformationsjahren herausgebil-deten Zukunft dieser Vergangenheit (z.B. Entwicklung regenerativer Energien oder ver\u00e4nderter Umgang mit Energie)<br \/>\n\tSchaffung von Gespr\u00e4chsebenen zur Kritik an der Industriegesellschaft aus \u00f6kologischer Sicht und den Chancen eines \u00f6kologischen Umbaus der Gesellschaft und deren Elementen<br \/>\n\tAufzeigen von M\u00f6glichkeiten und Reserven f\u00fcr Agenda 21 Prozesse.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenFolgende Arbeitsschritte werden gemacht:<br \/>\n\tBestandsaufnahme der vorhandenen potentiellen Erlebnis-Lern-Orte und ihre Dokumentation (ein-schlie\u00dflich m\u00f6glicher Lernwege und Lernpfade zwischen den Orten bzw. von der Hauptstrecke der Lernstra\u00dfe Energie zu den einzelnen Orten)<br \/>\n\tEntwicklung eines Kriterien- bzw. Anforderungskatalogs als Voraussetzung f\u00fcr die Auswahl und den (didaktischen) Ausbau der Erlebnis-Lern-Orte<br \/>\n\tSchaffung einer Corporate Identity (einheitliche Symbolik, Kennzeichnung, Logo usw.), Gewinnung und Einbindung weiterer PartnerInnen<br \/>\n\tAuswahl der regionalen Erlebnis-Lern-Orte und ihre Gestaltung: Nach Sichtung des vorhandenen Potenzials m\u00fcssen anhand der Kriterien mit den \u00f6rtlichen Verantwortlichen an den einzelnen ausgew\u00e4hlten Orten die erforderlichen Weiterentwicklungen im Sinne der Zielsetzung des Projekts diskutiert, entsprechende didaktische Aufbereitungen angeregt und realisiert werden.<br \/>\nDie Lernstra\u00dfe Energie wird mit klassischen Informationsmedien, wie Informationstafeln und Faltbl\u00e4ttern beworben, aber auch mit den M\u00f6glichkeiten der neuen Medien, wie durch einen Internet-Auftritt oder auch durch die angebotenen Lern-Bausteine. Dar\u00fcber hinaus werden sich die ProjektpartnerInnen in Informationsveranstaltung und im Rahmen von Lernfesten vorstellen und bekannt machen.<br \/>\nDie Lern-Bausteine zeigen die Bandbreite, in der das Energiethema behandelt wird. Die Liste ist jedoch weder im einzelnen bindend noch abgeschlossen. Unter Umst\u00e4nden zeigt sich im Laufe der konkreten Arbeit die Notwendigkeit und\/oder Chance, die Bausteine inhaltlich anders zu gruppieren, einen Bau-stein fallenzulassen oder einen neuen in das Programm aufzunehmen.<br \/>\nDie Vorgehensweise im einzelnen:<br \/>\n\tErstellung von Expos\u00e9s zu den ausgew\u00e4hlten Bausteinen (inhaltliche Schwerpunktsetzung; Anbindung an bestimmte konkrete Erlebnis-Lern-Orte; Ausrichtung auf bestimmte Zielgruppen) durch eine (oder mehrere) der am Projekt beteiligten regionalen Bildungseinrichtungen.<br \/>\n\tDiskussion der Expos\u00e9s in Workshops.<br \/>\n\tErprobung der Bausteine in Pilotveranstaltungen durch die jeweiligen Bildungseinrichtungen mit einer (oder mehreren) typischen Zielgruppe(n).<br \/>\n\tAuswertung der Erfahrung in Theorie\/Praxis-ExpertInnenseminaren zu jedem Lern-Baustein.<br \/>\n\tErstellung von Lernmaterialien (u. a. multimedial) f\u00fcr jeden Baustein.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>10.10.03\tPONTES und die Lernstra\u00dfe Energie w\u00e4hrend der Veranstaltung zur Sprengung der Dampfkessel in Hagenwerder durch den Landrat vorgestellt<br \/>\n14.-16.10.03\tDreil\u00e4ndereckskonferenz in Dresden zu Fragen von Bildung und EU-Osterweiterung<br \/>\n05.-06.11.03\tGeschichtskonferenz des deutsch-tschechischen Frauenforum in CZ\/Liberec; Pr\u00e4sentation des PONTES-Projektes<br \/>\n10.-12.11.03\tMitarbeit am Film Lernende Regionen RBB Brandenburg zum Thema Arbeitsmarkt aktu-ell<br \/>\n15.-16.11.03\tOst-West AG Berlin NGO-Treffen Osteuropa-Politik PONTES &#8211; und Lernstra\u00dfe Energie in der Euroregion Nei\u00dfe vorgestellt.<br \/>\n07.01.04\tKontakt zum polnischen Spiegelprojekt &#8211; Schlo\u00df Czarne in Jelenia G\u00f3ra, Vorstellung des Projektvorhabens<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es soll noch einmal ausdr\u00fccklich betont werden, dass das Projekt als Teil des Agenda 21-Prozesses verstanden wird. Das bedeutet insbesondere f\u00fcr die einzelnen Lern-Bausteine entschiedene inhaltliche Orientierung am Leitprinzip Nachhaltigkeit. Es geht nicht an um ein bisschen mehr Umweltschutz, der Ma\u00dfstab ist wesentlich strenger. Die Menschen m\u00fcssen Kompetenten erlangen, die sie zu Auseinandersetzung mit den Folgen ihres Tuns in der nat\u00fcrlichen und sozialen Umwelt bewegen und sie zur Gestaltung einer sozial und \u00f6kologisch vertr\u00e4glichen Gesellschaft bewegen. Dieser Doppelaspekt des Lernens ist mit dem Stichwort Erkundungs- und Gestaltungslernen gemeint. Zum einen geht es darum, neues zu entdecken, Zusammenh\u00e4nge und Wechselwirkungen zu erkennen und Komplexit\u00e4t und Vernetzung wahrzunehmen, gerade zwischen scheinbar getrennten Bereichen (Energiewirtschaft, Landschaftsstruk-tur, Klimaschutz, Landwirtschaft, Walderhaltung, eigene Lebensweise usw.). Zum anderen muss Wissen nutzbar gemacht werden, um Eingriffs und Gestaltungsm\u00f6glichkeiten zu entwickeln &#8211; sei es im privaten Bereich durch Ver\u00e4nderung eigenes Lebenspraxis, durch \u00dcberpr\u00fcfung bisherigen Konsumgewohnheiten, umwelt- und sozialbewussten Einkauf usw., sei es im politischen Einflussnahme zusammen mit anderen, im lokalen, regionalen und globalen Raum. Gerade die globale Ebene kann auch in einem regionalen Projekt nicht ausgeblendet werden, wenn das Leitprinzip Nachhaltigkeit ernst genommen werden soll und lokal\/regionales Handeln nicht wirkungslos sein soll.<br \/>\nEin weiterer wichtiger Aspekt ist, dass das Projekt Lernstra\u00dfe Energie auch im engeren Sinne auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, d h. \u00fcber das Projektende hinaus lebensf\u00e4hig sein wird. Bei der Auswahl der ProjektteilnehmerInnen wird darauf geachtet, dass nur Vereine oder PartnerInnen mit \u00e4hnlich festen Strukturen und satzungsgem\u00e4\u00df, passend zum Projekt verankerten Zielen in Betracht kommen. Die mehrj\u00e4hrige Zusammenarbeit w\u00e4hrend des Projekts wird zudem zwischen den ProjektteilnehmerInnen eine feste Beziehung schaffen, die die Vorteile einer Zusammenarbeit deutlich und Synergieeffekte er-lebbar machen. Eine finanzielle Abh\u00e4ngigkeit wird durch das Projekt nicht geschaffen, daf\u00fcr das Bewusstsein f\u00fcr den wirtschaftlichen Hintergrund von Projekten und die Kompetenz zur Beantragung von F\u00f6rdermittel zur etwaigen weitern Projektentwicklung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Um Lernen in der Region zu strukturieren und zu intensivieren, soll eine Lernstra\u00dfe Energie durch die Region entwickelt werden, die zun\u00e4chst in einem r\u00e4umlichen Sinne die verschiedenen Lern-Orte (Orte, an denen z. B. Bewahrenswertes sichtbar ist, Zukunftsweisendes verwirklicht wurde, Initiativen existieren, Gelegenheit zur Kommunikation besteht usw.) miteinander verbindet. 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