{"id":23264,"date":"2023-07-13T15:22:59","date_gmt":"2023-07-13T13:22:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20998-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:23:00","modified_gmt":"2023-07-13T13:23:00","slug":"20998-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20998-01\/","title":{"rendered":"Veranstaltung und Publikation: Ohne Boden &#8211; bodenlos"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Trotz der gro\u00dfen Bedeutung, die B\u00f6den f\u00fcr die Ern\u00e4hrung des Menschen und seine Umwelt haben, sind der \u00d6ffentlichkeit die vielf\u00e4ltigen Funktionen von B\u00f6den und deren Gef\u00e4hrdung durch Eingriffe kaum bewusst. Mit Hilfe des F\u00f6rdervorhabens sollen die Grundlagen f\u00fcr die Verbesserung des Bodenbewusstseins in der \u00d6ffentlichkeit und die Rahmenbedingungen f\u00fcr eine gezielte Medienkampagne erarbeitet werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Grundlagen zur Verbesserung des Bodenbewusstseins in der \u00d6ffentlichkeit werden in Form einer Denkschrift mit dem Titel Ohne Boden &#8211; bodenlos zusammengestellt, die vom Wissenschaftlichen Beirat Bodenschutz beim BMU erarbeitet wird. In dieser Denkschrift wird auf die Wahrnehmung von B\u00f6den in der \u00d6ffentlichkeit, auf die Funktionen von B\u00f6den und ihre Gef\u00e4hrdung eingegangen. Die Empfehlungen zur Verbesserung des Bodenbewusstseins richten sich in getrennten Abschnitten an den sehr breit gestreuten Kreis von Ansprechpartnern, der von P\u00e4dagogen aller Fachrichtungen \u00fcber die Medien, Verb\u00e4nde, Museen bis zu K\u00fcnstlern reicht.<br \/>\nMit dem Ziel, einen Ansto\u00df zur Umsetzung der in der Denkschrift erarbeiteten Empfehlungen zu geben, veranstaltet der Wissenschaftliche Beirat Bodenschutz gemeinsam mit dem Zentrum f\u00fcr Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Stadt Osnabr\u00fcck am 28.4.2003 in Osnabr\u00fcck eine eint\u00e4gige Veranstaltung, zu der bundesweit potentielle Multiplikatoren f\u00fcr das Thema Boden und Bodenschutz eingeladen werden. \u00dcbergeordnete Themen sind Kommunikation und Umweltbewusstsein und Aufgaben und Ziele von Akteuren im Bodenschutz. Das Ergebnis wird ein Thesenpapier sein, in dem die Rahmenbedingungen f\u00fcr eine Medienkampagne zur Verbesserung des Bodenbewusstseins dargestellt werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Denkschrift des Wissenschaftlichen Beirats Bodenschutz Ohne Boden &#8211; bodenlos beginnt mit einer Darstellung des derzeitigen Stands der Wahrnehmung der B\u00f6den und ihrer Funktionen. Es folgt ein Kapitel, in dem beispielhaft die Bedeutung der B\u00f6den f\u00fcr den Menschen und seine Umwelt  dargestellt wird. Ausgew\u00e4hlt wurden die Funktionen Produktion von Nahrungsmitteln, Boden als Lebensraum, die Bedeutung der B\u00f6den f\u00fcr den Wasserhaushalt, die Leistungen von B\u00f6den beim Schadstoffabbau, die Rolle der B\u00f6den f\u00fcr das Klima der bodennahen Luftschicht, B\u00f6den als Informationstr\u00e4ger der Natur- und Kulturgeschichte und die Bedeutung des Bodens als Rohstoffquelle. Ein weiteres Kapitel besch\u00e4ftigt sich mit den negativen Einfl\u00fcssen auf den Boden. Dabei werden Stoffeintr\u00e4ge (Schadstoffe Arzneimittel), die Einfl\u00fcsse der Gentechnik und einer Klima\u00e4nderung, der Funktionsverlust durch \u00dcberbauung und Erosion betrachtet. Das folgende Kapitel widmet sich den sehr unterschiedlichen Zielgruppen im Bodenschutz. Sie reicht von P\u00e4dagogen aller Kategorien \u00fcber die Medien, Museen, zu Bodennutzern (Grundst\u00fcckeigent\u00fcmer, Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau) und Bodensch\u00fctzern (Naturschutz und Sanierung). Ausgehend vom Stand der Ber\u00fccksichtigung des Themas Bodenschutz in den unterschiedlichen Bereichen, werden f\u00fcr jede Gruppe Empfehlungen zur Verbesserung des Bodenbewusstseins erarbeitet. Das abschlie\u00dfende Kapitel besch\u00e4ftigt sich mit der Wahrnehmung der B\u00f6den in der Kunst. Jedes Kapitel wird durch ausf\u00fchrliche Verweise auf weitere Informationen erg\u00e4nzt. Fachbegriffe werden in einem Glossar erl\u00e4utert.<br \/>\nDie rege Nachfrage, die dazu f\u00fchrte, dass die Denkschrift bereits nach einem halben Jahr vergriffen war, und die positiven R\u00fcckmeldungen zeigen, dass die Ziel, einen Beitrag zur Verbesserung des Bodenbewusstseins zu leisten, erreicht wurde.<br \/>\nAuf der f\u00fcr die Fach\u00f6ffentlichkeit gedachten Tagung Ohne Bodenbewusstsein in der \u00d6ffentlichkeit &#8211; kein nachhaltiger Bodenschutz wurden die Themen Kommunikation und Umweltbewusstsein, Boden in Schule, Universit\u00e4t, Umweltschutzverb\u00e4nden, Medien, kommunaler \u00d6ffentlichkeitsarbeit und im Internet diskutiert. Eingeladene Redner f\u00fchrten mit Referaten in die unterschiedlichen Teilthemen ein, die anschlie\u00dfend vom Auditorium, teilweise sehr ausf\u00fchrlich diskutiert wurden. Zusammengefasst ergab sich, dass es keinen Mangel an Aktivit\u00e4ten im Bereich \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Bodenschutz gibt, dass aber die Reichweite der Aktionen sehr begrenzt ist und h\u00e4ufig die eigentliche Zielgruppe, die \u00d6ffentlichkeit, nicht wirksam erreicht wird. Als wichtige Voraussetzung f\u00fcr die Verbesserung der Situation wird die Einrichtung eines Netzwerkes gesehen, mit dessen Hilfe die Aktivit\u00e4ten koordiniert, professionalisiert  und die Verbreitung verbessert werden k\u00f6nnen. Diese Empfehlung gibt auch die Working Group on Research, der EU Soil Thematic Strategy. Durch eine Befragung wurden Vorschl\u00e4ge zu den Aufgaben, der Struktur und der Finanzierung eines Netzwerks Bodenkommunikation entwickeln &#8211; Bodenbewusstsein st\u00e4rken gesammelt. Es wird empfohlen, das Netzwerk unter der Leitung von Bodenverb\u00e4nden, wie dem Bundesverband Boden und Altlasten oder der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft zu realisieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die rege Nachfrage der Denkschrift zeigt, dass die \u00d6ffentlichkeitsarbeit des Projekts erfolgreich war. Interessenten sind v.a. Lehrer, Umweltverb\u00e4nde, Umweltbeh\u00f6rden, also vor allem Multiplikatoren, von denen weitere Aktivit\u00e4ten zu erwarten sind. Die Empfehlungen der Denkschrift wurden publiziert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt konnte einen Beitrag zur Verbesserung des Bodenbewusstseins in der \u00d6ffentlichkeit leisten.<br \/>\nDie Denkschrift Ohne boden &#8211; bodenlos, die nach einem halben Jahr bereits vergriffen war, hat einen breiten Kreis von Betroffenen erreicht. Ein Nachdruck ist geplant. Die Veranstaltung Ohne Bodenbewusstsein in der \u00d6ffentlichkeit &#8211; kein nachhaltiger Bodenschutz war gut besucht. In Vortr\u00e4gen und Diskussion wurden die Themenbereiche Umweltkommunikation, Boden in Schule, Universit\u00e4t, Medien, In-ternet und Verwaltung diskutiert. Die wichtigste Aufgabe ist die Etablierung eines Netzwerks zur Verbesserung des Bodenbewusstseins. Entscheidend f\u00fcr eine erfolgreiche Fortsetzung der Bem\u00fchungen wird die Einrichtung des vorgeschlagenen  Netzwerkes Bodenkommunikation entwickeln &#8211; Bodenbewusstsein st\u00e4rken sein, das die bestehenden Aktivit\u00e4ten b\u00fcndeln, neue Aktivit\u00e4ten entwickeln und erfolgreich umsetzen soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Trotz der gro\u00dfen Bedeutung, die B\u00f6den f\u00fcr die Ern\u00e4hrung des Menschen und seine Umwelt haben, sind der \u00d6ffentlichkeit die vielf\u00e4ltigen Funktionen von B\u00f6den und deren Gef\u00e4hrdung durch Eingriffe kaum bewusst. 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