{"id":23228,"date":"2023-07-13T15:22:50","date_gmt":"2023-07-13T13:22:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20901-08\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:53","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:53","slug":"20901-08","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20901-08\/","title":{"rendered":"Sofortprogramm Hochwasserschutz:\nBeseitigung der Hochwassersch\u00e4den am Umweltzentrum des Handwerks der Handwerkskammer Leipzig &#8211; Schloss Trebsen &#8211; (einschl. regenerativer Energietechnik)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Revitalisierung der durch das Augusthochwasser der Mulde 2002 zerst\u00f6rten bzw. stark besch\u00e4digten zentralen W\u00e4rmeversorgung im ehemaligen Rittergut Trebsen und Erneuerung der veralteten und stark besch\u00e4digten Heizanlage f\u00fcr das Umweltzentrum der Handwerkskammer zu Leipzig durch den Einbau einer Anlagentechnik, welche haupts\u00e4chlich regenerierte Energietr\u00e4ger nutzt. Mit dem Einsatz regenerierter Energien im Bereich der Denkmalpflege soll nicht nur die Umweltbilanz verbessert werden, sondern auch die Basisvoraussetzungen f\u00fcr eine weitere wissenschaftliche und \u00f6ffentliche Bearbeitung dieser Thematik (u. a. Bauteiltemperierung) geschaffen werden. Die Umsetzung der baulichen Konzeption stellt den Demonstrationscharakter in den Vordergrund.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.\tSchadensanalyse und Erstellungen eines Sanierungskonzeptes mit Kostenplanung durch ein Fach-planungsb\u00fcro.<br \/>\n2.\tEinbeziehung der am Projekt beteiligten Partner u. a. (Architekt, Heizungsbauer, Technikhersteller, UWZ, Vertreter der Hochschulen, Fachbeh\u00f6rden) zur Optimierung der Planung und Realisierung.<br \/>\n3.\tDenkmalschutzrechtliches\/ baurechtliches Genehmigungsverfahren.<br \/>\n4.\tBauvorbereitende Ma\u00dfnahmen durch den Projekttr\u00e4ger.<br \/>\n5.\tAusschreibungen und Vergabe der Bauleistungen an regionale Untersuchungen.<br \/>\n6.\tBauphysikalische und bauchemische Analysen der vorhandenen Bausubstanz, Auswertung und Interpretation sowie Festlegung von praxiswirksamen Umsetzungen.<br \/>\n7.\tReparatur und Instandsetzung vorhandener heiztechnischer Anlagen.<br \/>\n8.\tDurchf\u00fchrung der Bauleistungen f\u00fcr Heizraum, Holzlagerplatz sowie vorbereitende Bauma\u00dfnahmen<br \/>\n9.\tInstallation Holzkessel Verteiler sowie Heizungselemente.<br \/>\n10.\tMontage der Solarthermik- und der Fotovoltaikanlage<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die im Projekt geplanten Zielsetzungen wurden im vollen Umfang im Rahmen der Projektlaufzeit umgesetzt. Die funktional wichtigsten Teile der \u00f6kologischen W\u00e4rmeversorgung konnten bereits zum Beginn der Heizperiode 2003 versuchsweise ihren Betrieb aufnehmen. Damit erwies sich auch die umfangreiche Vorplanung und baubegleitende Projektierung von Detaill\u00f6sungen als vorteilhaft f\u00fcr den effizienten Einsatz der zur Verf\u00fcgung stehenden finanziellen Mittel.<br \/>\nDie Abweichungen der tats\u00e4chlichen Baukosten von der urspr\u00fcnglichen Kostenkalkulation belaufen sich auf < 1 %. Mehraufwendungen im Bereich der Bauleistungen z. B. Stemm- und Einsetzarbeiten, Wiederherstellung von Fu\u00dfb\u00f6den, Maler- und Anstricharbeiten konnten in Eigenleistungen durch den Bewilligungsempf\u00e4nger ausgef\u00fchrt werden, so dass der Finanzrahmen nicht durch Nachtr\u00e4ge erweitert werden musste. \nDie gew\u00e4hlten Komponenten f\u00fcr eine \u00f6kologische W\u00e4rmeversorgung unter Nutzung nachwachsender Rohstoffe (Holz) bestehen u. a. aus 1 Holzvergaserkessel Typ VISSMANN Vitolig 200 mit mikroprozessorgesteuerten Verbrennungsregelung, 2 Heizwasserpufferspeichern Vitocell 050 und einer Kapazit\u00e4t von je 900 l, 1 Wasserbereiter Vitocell V300 und 1 Solarthermieanlage Vitosol 100.\nDiese Hochleistungskollektoren mit einer Fl\u00e4che von ca. 17,9 m2 wurden als Aufdachmontage ausgef\u00fchrt. Erg\u00e4nzend wurde eine Photovoltaikanlage mit polykristallinen Solarmodulen und einer Leistung von 1,7 KWp zur Nutzung regenerativer Energien auf der Dachfl\u00e4che des Heizungsgeb\u00e4udes montiert.\nDa der gesamte Komplex des Rittergutes Trebsen unter Denkmalschutz steht erwies sich die Anbringung von Solar- und Photovoltaikelementen auf den Dachfl\u00e4chen als problematisch.\nGrunds\u00e4tzlich bestehen seitens der Denkmalschutzbeh\u00f6rden Bedenken gegen den Einsatz von Solar- und Photovoltaik an historischen Geb\u00e4uden.\nDie Realisierung des Trebsener Projektes stellt somit auch einen wichtigen Beitrag zur Weiterf\u00fchrung der Diskussion zur Nutzung alternativer Energien im Denkmal dar. Aus \u00f6konomischer Sicht war die Entscheidung zu oben beschriebener W\u00e4rmeversorgung ein Beitrag f\u00fcr die Sicherung des Standortes Trebsen und der damit verbundenen Arbeitspl\u00e4tze. Neben der Kostenreduzierung muss auch die potenzielle Umweltentlastung durch den Einsatz von Holz als Brennstoff und Sonnenenergie zur W\u00e4rmeversorgung betrachtet werden. Die erzielte Umweltbilanz stellt sich dabei nicht nur CO2 neutral dar, sondern f\u00fchrt langfristig zu weiteren positiven Effekten.\nEin Teil der zur Verf\u00fcgung stehenden solaren W\u00e4rmeenergie wird \u00fcber direkten Kontakt zum Bauteil zur Trocknung der Au\u00dfenw\u00e4nde im Kellerbereich eingesetzt. Mauerwerksuntersuchungen bez\u00fcglich der Feuchtereduzierung und Salzverteilung ergaben ca. 10 Monate nach dem Hochwasserereignis noch S\u00e4ttigungsfeuchten in 5 cm Mauertiefe. Damit muss festgestellt werden, dass die durchgef\u00fchrten Trocknungsverfahren mit Kondensatentfeuchtern wenig effizient sind und eine m\u00f6gliche Alternative die Bauteiltemperierung darstellen k\u00f6nnte.\nUm dies These wissenschaftlich zu untermauern sollte ein spezielles Projekt konzipiert werden.\n\n\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation\n\nDie Ergebnisse des Projektes werden bedingt durch den \u00f6ffentlichen Rahmen der Arbeit des Umwelt- und Transferzentrums der HWK zu Leipzig sowie des F\u00f6rdervereins f\u00fcr Handwerk und Denkmalpflege e. V. - Schlo\u00df Trebsen - im Zuge von Bildungsangeboten besonders kleinen und mittelst\u00e4ndigen Unternehmen pr\u00e4sentiert. Dar\u00fcber hinaus tr\u00e4gt die touristische Nutzung der historischen Anlage zur Animation und Auseinandersetzung mit der Thematik bei.\n\n\nFazit\n\nDie regenerative W\u00e4rmeversorgung des Umweltzentrums der HWK zu Leipzig hat sich nach anf\u00e4nglichen technischen Problemen in der Anlagenelektronik und deren Abstimmung als neue Qualit\u00e4t der W\u00e4rmeversorgung am Standort erwiesen. Durch die praktische Erfahrung werden neue Aufgabenstellungen f\u00fcr noch vorhandene traditionelle Heizungsanlagen entwickelt. Dabei sollte die Verbesserung der bauphysikalischen Qualit\u00e4ten des Bauwerkes und seiner Teile zuk\u00fcnftig eine st\u00e4rkere Aufmerksamkeit und Beachtung finden. Aufbauend auf den Ergebnissen des Projektes wird mit Studenten der Leipziger Hochschule an der Thematik der Bauteiltemperierung gearbeitet.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Revitalisierung der durch das Augusthochwasser der Mulde 2002 zerst\u00f6rten bzw. stark besch\u00e4digten zentralen W\u00e4rmeversorgung im ehemaligen Rittergut Trebsen und Erneuerung der veralteten und stark besch\u00e4digten Heizanlage f\u00fcr das Umweltzentrum der Handwerkskammer zu Leipzig durch den Einbau einer Anlagentechnik, welche haupts\u00e4chlich regenerierte Energietr\u00e4ger nutzt. Mit dem Einsatz regenerierter Energien im Bereich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2422,68,2423,53],"class_list":["post-23228","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-landnutzung","tag-sachsen","tag-umweltkommunikation","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"20901\/08","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"20901-08-ki.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"69.000,00","dbu_projektdatenbank_firma":"F\u00f6rderverein f\u00fcr Handwerk undDenkmalpflege e. V.- Schloss Trebsen -","dbu_projektdatenbank_strasse":"Thomas-M\u00fcntzer-Gasse 4c","dbu_projektdatenbank_plz_str":"04687","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Trebsen","dbu_projektdatenbank_p_von":"2003-02-17 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2004-02-17 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"1 Jahr","dbu_projektdatenbank_telefon":"034383\/92310","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Sachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"92","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23228","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23228\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36231,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23228\/revisions\/36231"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23228"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23228"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23228"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}