{"id":23226,"date":"2023-07-13T15:22:50","date_gmt":"2023-07-13T13:22:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20901-06\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:52","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:52","slug":"20901-06","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20901-06\/","title":{"rendered":"Beseitigung der Hochwassersch\u00e4den an der Benno-Kirche in Meissen (Teil des Soforthilfeprogramms zur Beseitigung von Hochwassersch\u00e4den an national wertvollen Kulturg\u00fctern)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Hochwasserkatastrophe im August 2002 wurde auch die St. Benno- Kirche \u00fcberflutet. Neben allgemeinen N\u00e4ssesch\u00e4den stellten das partielle unkontrollierte Absenken des Kirchenfu\u00dfbodens infolge Kornumlagerungen und durch Aussp\u00fclung entstandene Hohlr\u00e4ume die gravierendsten Sch\u00e4den dar. Anstehende Ma\u00dfnahmen waren die Wiederherstellung der Tragf\u00e4higkeit des Fu\u00dfbodens und die Sanierung der hochwassergesch\u00e4digten Bauteile. Ziel war dabei, den gemachten Erfahrungen Rechnung zu tragen und k\u00fcnftigen \u00dcberschwemmungen vorausschauend zu begegnen. Durch den Einsatz von technischen L\u00f6sungen und bauphysikalisch geeigneten Aufbauten, sowie durch die Auswahl geeigneter Materialien sollte gew\u00e4hrleistet werden, dass bei k\u00fcnftigen Flutkatastrophen grundlegende Sch\u00e4digungen der Geb\u00e4udesubstanz ausgeschlossen und unvermeidbare Sch\u00e4den mit geringst m\u00f6glichem Aufwand behoben werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMit der Beseitigung der Hochwassersch\u00e4den ist die Idee aufgekommen, nicht nur den alten Zustand der Kirche wieder herzustellen, sondern den Kirchenraum nach zeitgem\u00e4\u00dfen liturgischen Anforderungen entsprechend neu zu gestalten. In einem ersten Arbeitsschritt wurde der alte Fu\u00dfboden mit Unterbau herausger\u00e4umt. Bis in eine Tiefe von ca. 1 m wurde ein Bodenaustausch vorgenommen. Als neuer Unterbau dient nun ein Einkornkies, der setzungsunempfindlich ist. Die S\u00e4ulenfundamente wurden unter-fangen. Der Fu\u00dfboden wurde in seiner Dimensionierung so gestaltet, dass seine M\u00e4chtigkeit und sein hohes Eigengewicht einen hochwasserbedingten Auftrieb k\u00fcnftig entgegen wirken. Als Estrich wurde ein Gussasphalt \u00fcber n\u00e4sse unempfindliche W\u00e4rmed\u00e4mmplatten aus Schaumglas eingebracht. Der neue Kirchenfu\u00dfboden besteht aus gelbem, feink\u00f6rnigem Sandstein Golden Stone, verlegt in Bahnenware. Er korrespondiert mit den Sandsteinpfeilern im Kirchenschiff, die wegen der Optik und wegen besserer Austrocknung von dicken Farbschichten befreit wurden. Sie wurden steintechnisch instandgesetzt. Der Altarplatz &#8211; halbkreisf\u00f6rmig im Grundriss gestaltet und weit in den Gemeinderaum hineingezogen &#8211; erhielt einen Fu\u00dfboden aus sienarotem Ortsterrazzo. Die Heizungsanlage wurde komplett erneuert und &#8211; um eine Sch\u00e4digung bei k\u00fcnftigem Hochwasser zu vermeiden &#8211; im Dachboden installiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit der Verwirklichung des Plankonzeptes ist es gelungen den Kirchenraum nach dem Hochwasser wieder herzustellen und unter zeitgem\u00e4\u00dfen liturgischen Aspekten neu zu gestalten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Vorhaben wurde der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Nach Abschluss der Erneuerung der Kirche gestaltete die Kirchgemeinde eine Festwoche. Presse, Funk und Fernsehen berichteten ausf\u00fchrlich dar\u00fcber. Ausz\u00fcge sind in der Anlage beigef\u00fcgt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das F\u00f6rderziel wurde erreicht. Nach Beseitigung der Hochwassersch\u00e4den wurde die Kirche nach zeitgem\u00e4\u00dfen liturgischen Gesichtspunkten neu gestaltet. So grausam zun\u00e4chst auch die Zerst\u00f6rung der Kirche durch das Hochwasser erschien, bot sie doch auch eine Chance zur Umgestaltung und umfassenden Erneuerung des Kirchengeb\u00e4udes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens W\u00e4hrend der Hochwasserkatastrophe im August 2002 wurde auch die St. Benno- Kirche \u00fcberflutet. Neben allgemeinen N\u00e4ssesch\u00e4den stellten das partielle unkontrollierte Absenken des Kirchenfu\u00dfbodens infolge Kornumlagerungen und durch Aussp\u00fclung entstandene Hohlr\u00e4ume die gravierendsten Sch\u00e4den dar. Anstehende Ma\u00dfnahmen waren die Wiederherstellung der Tragf\u00e4higkeit des Fu\u00dfbodens und die Sanierung der hochwassergesch\u00e4digten Bauteile. 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