{"id":23220,"date":"2023-07-13T15:22:55","date_gmt":"2023-07-13T13:22:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20902-10\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:55","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:55","slug":"20902-10","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20902-10\/","title":{"rendered":"Sofortprogramm Hochwasserschutz:\nWiederaufbau und Instandsetzung der abwassertechnischen Versuchsanlage der Technischen Universit\u00e4t Dresden auf der Kl\u00e4ranlage Dresden-Kaditz einschlie\u00dflich der Mess- und Regeltechnik"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Seit 1994 betreibt das Institut f\u00fcr Siedlungs- u. Industriewasserwirtschaft der TU Dresden auf dem Gel\u00e4nde der Kl\u00e4ranlage Dresden-Kaditz eine halbtechnische Versuchsanlage nach dem Belebungsverfahren. Neben der Ermittlung von Bemessungsparametern f\u00fcr die Erweiterung der Kl\u00e4ranlage Dresden-Kaditz wurde die Versuchsanlage insbesondere zur praktischen Ausbildung im Rahmen des Studiums und zur Bearbeitung von Forschungsthemen sowie zahlreicher Diplomarbeiten genutzt und stellte einen unverzichtbaren Bestandteil der Institutsstruktur dar. Durch das Augusthochwasser 2002 wurde die Versuchsanlage fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. Im Sinne der Wissenschaft, Forschung sowie der Erhaltung der in Deutschland bisher einzigartigen Ausbildung in einem Studiengang f\u00fcr Wasserwirtschaft wurde der Wiederaufbau der Versuchsanlage angestrebt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenNach den Aufr\u00e4umarbeiten und der Instandsetzung der Geb\u00e4udekomplexe wurde mit der Planung einer neuen Versuchsanlage begonnen, die nach den Richtlinien des ATV-DVWK Arbeitsblattes A 131 bemessen wurde und die Erfahrungen des bisherigen Versuchsbetriebes ber\u00fccksichtigte. Ziel war die Errichtung einer m\u00f6glichst flexiblen Versuchsanlage sowie die Wiederverwendung der nicht zerst\u00f6rten Anlagentechnik. Die Erstellung des Steuer- und Regelkonzeptes f\u00fcr die Programmierung des Prozessleitsystems und der speicherprogrammierbaren Steuerung ist mit der IWA-Benchmark-Anlage vergleichbar und wurde gemeinsam mit der Firma AIS Automation Dresden GmbH entwickelt. Nach der Planungsphase erfolgte die Ausschreibung f\u00fcr die einzelnen Lose, die grob gegliedert wie folgt zusammengefasst werden k\u00f6nnen: Beh\u00e4lterbau, Anlagentechnik, Elektroinstallation, Mess- u. Regeltechnik, Software- und Steuertechnik. Der Aufbau und die Installation der einzelnen Ger\u00e4te und Anlagenteile erfolgten durch die Mitarbeiter des Institutes in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Firmen. Nach Fertigstellung der Anlage erfolgten Zahlreiche Test auf Dichtheit und Funktion der Anlagenteile. Nach Abschluss der Testphase wurde am 18.09.2004 mit dem Einfahrbetrieb begonnen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die folgende Anlagenbeschreibung soll einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die verwirklichte Versuchsanlage und deren Einsatzm\u00f6glichkeiten geben:<br \/>\nZulauf<br \/>\nDas Rohabwasser wird aus dem Zulaufkanal der Kl\u00e4ranlage Dresden, unmittelbar nach dem Sandfang entnommen und mittels Pumpe (400-6.500 l\/h) zur Versuchsanlage geleitet.<br \/>\nmechanische Vorreinigung<br \/>\nDie mechanische Vorreinigung verf\u00fcgt \u00fcber eine Trommelsiebanlage (Siebweite 0,5 mm) und einem Vorkl\u00e4rbecken, dessen Durchfu\u00dfzeit von 0,2 bis 3,0 Stunden variiert werden kann. Aus einer im Vorkl\u00e4rbecken integrierten Vorlage wird die biologische Stufe der Versuchsanlage mittels einer Zulaufpumpe (0-1.000 l\/h) beschickt.<br \/>\nbiologische Stufe<br \/>\nDie biologische Stufe ist einstra\u00dfig ausgelegt und besteht aus einem Belebungsbecken mit f\u00fcnf Kaskaden sowie einem vertikal durchstr\u00f6mten Nachkl\u00e4rbecken. Die Belebungsbeckenkaskaden besitzen ein Volumen von je 1,25 m3 und sind mit einem R\u00fchrwerk und einem Gummimembranbel\u00fcfter ausgestattet. Durch herausnehmbare Trennw\u00e4nde kann das Volumen und die Anzahl der Kaskaden variiert werden. Das Nachkl\u00e4rbecken ist als Dortmundbrunnen ausgef\u00fchrt und besitzt ein Volumen von rd. 2,1 m3.<br \/>\nMess- und Regeltechnik<br \/>\nDie Anlage ist mit einer umfangreichen Mess- und Regeltechnik ausgestattet und wird \u00fcber eine frei programmierbare Steuerung betrieben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Versuchsanlage wurde am 15.12.2004 feierlich eingeweiht und diente bereits als  Ausbildungsanlage der im Rahmen der ATV-DVWK durchgef\u00fchrten Kl\u00e4rw\u00e4rterausbildung. Derzeit werden drei Forschungsthemen an der Versuchsanlage bearbeitet. Weiterhin werden im Zusammenhang mit dem Einfahrbetrieb der neuen Belebungsanlage der Kl\u00e4ranlage Dresden-Kaditz drei Diplomarbeiten an der Versuchsanlage durchgef\u00fchrt. Im Rahmen der feierlichen Einweihung der neuen biologischen Stufe der Kl\u00e4ranlage Dresden-Kaditz wurde die Versuchsanlage zum Tag der offenen T\u00fcr am 04.06.2005 der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die neu errichtete Versuchsanlage ist eine der modernsten und gr\u00f6\u00dften seiner Art und erm\u00f6glicht dem Institut f\u00fcr Siedlungs- u. Industriewasserwirtschaft der TU Dresden die Fortsetzung einer erfolgreichen Forschungs- u. Ausbildungst\u00e4tigkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Seit 1994 betreibt das Institut f\u00fcr Siedlungs- u. Industriewasserwirtschaft der TU Dresden auf dem Gel\u00e4nde der Kl\u00e4ranlage Dresden-Kaditz eine halbtechnische Versuchsanlage nach dem Belebungsverfahren. 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