{"id":23212,"date":"2023-07-13T15:22:46","date_gmt":"2023-07-13T13:22:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20799-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:49","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:49","slug":"20799-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20799-01\/","title":{"rendered":"Aufbau eines \u00f6kologischen Lehr- und Lernstandortes zur praxisorientierten Umweltbildung f\u00fcr Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anlass des Vorhabens war die Tatsache, dass einem au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Interesse nordth\u00fcringer Schulen an au\u00dferschulischen Umweltbildungsveranstaltungen kaum ein ad\u00e4quates Angebot gegen\u00fcberstand. Projektziel war, dass die Kinder und Jugendlichen sich interdisziplin\u00e4r Wissen und Kenntnisse zu verschiedensten Umweltthemen aneignen, also Sach- und Methodenkompetenz erwerben und diese Kompetenzen aber auch in der Schule ebenso wie in ihrem sp\u00e4teren Leben anwenden und einsetzen k\u00f6nnen. Zum anderen sollen die Bildungsangebote aber auch der Pers\u00f6nlichkeitsbildung dienen, so dass die Kinder und Jugendlichen auch Selbst- und Sozialkompetenz ein\u00fcben. Im Ergebnis entsteht ein Bildungsziel, welches sich aus einem ganzen B\u00fcndel kognitiver, sozialer und emotionaler Kompetenzen ab-leitet. Diese werden unter dem Begriff Gestaltungskompetenz zusammengefasst<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDurch didaktische Prinzipien wie<br \/>\n\tGanzheitlichkeit sinnlich-\u00e4sthetischer Wahrnehmung<br \/>\n\tInterdisziplinarit\u00e4t<br \/>\n\tHandlungs-, Situations-, Probleml\u00f6sungs- und Kooperationsorientierung<br \/>\nwurde auf das Ziel der St\u00e4rkung von Gestaltungskompetenz bei Kindern und Jugendlichen hingearbeitet. An einem au\u00dferschulischen Lernort konnten die Kinder und Jugendlichen ihre F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten im Sinne einer Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung auf altersbezogenen Qualifikationsebenen erweitern<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>An einem au\u00dferschulischen Lernort sollten die Kinder und Jugendlichen ihre F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten im Sinne einer Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung auf altersbezogenen Qualifikationsebenen erweitern k\u00f6nnen durch<br \/>\n\tWahrnehmen und beobachten der \u00f6rtlichen Umwelt mit allen Sinnen<br \/>\n\tPr\u00fcfen und bewerten des Ist- Zustands<br \/>\n\tErkennen der Funktionsweise und Kreisl\u00e4ufe eines \u00d6kosystems<br \/>\n\tErkennen und Systematisieren von St\u00f6rungen und Nutzungskonflikten<br \/>\n\tErfassen von Ursache-Wirkungsgef\u00fcgen<br \/>\n\tPartizipieren bei der Suche und Umsetzung von L\u00f6sungsalternativen und Kompromissen<br \/>\nAuf diesem Wege sollten die Kinder und Jugendlichen m\u00f6glichst viele Teilkompetenzen der Gestaltungskompetenz i. S. v. DE HAAN erwerben oder weiter ausbauen k\u00f6nnen. Diese methodisch-didaktischen Prinzipien fanden Anwendung in Umweltbildungsveranstaltungen im erweiterten Sinn. Soweit in den Bildungsveranstaltungen reine Umwelt- oder Naturthemen behandelt wurden, geschah dies dergestalt, dass die Kenntnisse aus m\u00f6glichst vielen anderen Schulf\u00e4chern dabei eingesetzt und so ge\u00fcbt werden konnten, so z. B. berechnen der Flie\u00dfgeschwindigkeit eines Gew\u00e4ssers und deren Wechselwirkung mit Gew\u00e4ssergrunds- und Uferstruktur, Beschreibungen und Zeichnungen von Pflanzen anfertige, so dass diese auch von anderen genutzt werden k\u00f6nnen, eigene Arbeitsergebnisse f\u00fcr andere verst\u00e4ndlich aufbereiten und pr\u00e4sentieren usw. Dar\u00fcber hinaus wurden aber auch Br\u00fccken zum musisch-gestalterischen Bereich geschlagen. Schulklassen fertigten aus Holz oder Abfallstoffen verschiedene Musikinstrumente an, verzierten diese und lernten darauf zu spielen. In Land Art &#8211; Workshops schufen sie Kunstwerke aus Naturmaterialien in der Natur und beobachteten, wie sich die Natur diese allm\u00e4hlich zur\u00fcckeroberte und welche Ver\u00e4nderungen diese Kunstwerke dabei durchliefen &#8211; nicht nur rein optisch, sondern, damit verbunden, auch in ihrer Bedeutung. So lernten sie, dass nichts in der Natur best\u00e4ndig ist au\u00dfer dem Wandel und schlugen auf diesem Weg eine Br\u00fccke zum Begriff Prozessschutz. Durch ein in sich konsistentes Evaluationssystem konnte belegt werden, dass die auf dieser methodisch-didaktischen Grundlage durchgef\u00fchrten Bildungsveranstaltungen auf hohe Akzeptanz stie\u00dfen, von allen Beteiligten als sinnvolle Erg\u00e4nzung zur schulischen Bildung empfunden wurden und als Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit den Erwerb von Gestaltungskompetenz in besonderer Weise bef\u00f6rderten. Dabei gelang es, passende Bildungsangebote sowohl f\u00fcr die Primarstufe, als auch f\u00fcr die unterschiedlichen Schulformen in den Sekundarstufen eins und zwei zu entwickeln und erfolgreich einzusetzen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt pr\u00e4sentierte sich am 1. Juli 2007 am Naturkindertag auf der Bundesgartenschau in Ronneburg\/Th\u00fcr. und vom 27. &#8211; 30. Mai 2008 auf der Expo der Vielfalt im Rahmen der 8. UNESCO-Biodiversit\u00e4tskonferenz in Bonn.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das partizipative methodisch-didaktische Konzept hat sich vollauf bew\u00e4hrt und tut dies weiterhin. Die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Fortschritte im Bereich der Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwick-lung konnten erfolgreich in das Konzept eingearbeitet und in der Bildungsarbeit implementiert werden. Dadurch befand und befindet sich der \u00f6kologische Lehr- und Lernstandort in Teistungen theoretisch wie praktisch auf der H\u00f6he der Zeit und wird seinem Anspruch und Charakter vollauf gerecht. Das inhaltliche Angebot sowie die Art der Umsetzung des methodisch-didaktischen Konzepts konnten st\u00e4ndig erweitert werden. Die dabei gewonnenen wertvollen Erkenntnisse werden in die zuk\u00fcnftige Umweltbildungsarbeit in Teistungen einflie\u00dfen. Die dokumentiert hohe Qualit\u00e4t des Angebots und seiner Umsetzung hat dazu gef\u00fchrt, dass alle Schulen, mit denen Veranstaltungen stattfanden, als Stammkunden gewonnen werden konnten. Weil diese Schulen den \u00f6kologischen Lehr- und Lernstandort bestens weiterempfehlen, ist dies mittlerweile ein sich verselbst\u00e4ndigender Prozess geworden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anlass des Vorhabens war die Tatsache, dass einem au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Interesse nordth\u00fcringer Schulen an au\u00dferschulischen Umweltbildungsveranstaltungen kaum ein ad\u00e4quates Angebot gegen\u00fcberstand. 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