{"id":23174,"date":"2023-07-13T15:22:42","date_gmt":"2023-07-13T13:22:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20636-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:42","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:42","slug":"20636-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20636-01\/","title":{"rendered":"Der Beitrag der Astronomie zur Umweltbildung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Projektidee ist hervorgegangen aus einer mehrj\u00e4hrigen Astronomie-Arbeitsgemeinschaft, die sie sich in ihrem Verlauf als Mittel zur als notwendig erkannten Verdeutlichung der Unverzichtbarkeit wirklichen Umweltschutzes erwies, wenn der Kontrast zwischen der Bewohnbarkeit der Erde und den unwirtlichen Weiten des Kosmos gezeigt wurde. Die Zielsetzung dieses Projektes ist es, dem Lernenden die Folgen globalen \u00f6kologischen Fehlverhaltens anhand der Astronomie zu zeigen und die terrestrischen Lebensbedingungen als ein kostbares, fragiles Faktorengef\u00fcge bewusst zu machen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer methodische Ansatz, der hier zur Anwendung kommt, wird als \u00f6kologische Astronomie bezeichnet. Er gibt Sch\u00fclern wie einer interessierten \u00d6ffentlichkeit die M\u00f6glichkeit, die naturwissenschaftlichen Grundlagen von Umweltproblemen, die solar-terrestrische bzw. kosmisch-terrestrische Beziehungen ber\u00fchren und von globaler Dimension sind, kennenzulernen oder zu erarbeiten. Dazu geh\u00f6ren z. B. die Geschichte der Biosph\u00e4re, das Ozonloch, der Treibhauseffekt, das Terraforming des Mars, die Untersuchung der Sonne als Energielieferant, etc. Zur Erreichung des Ziels sollen die Lernenden durch das Stellaskopion einen Blick auf die Sternenwelt werfen. Aufgrund der Sch\u00f6nheit einer solchen Sicht sind Lernende bereit, sich mit neuen Wissensinhalten zu besch\u00e4ftigen und die f\u00fcr das Leben auf der Erde existentiellen Grundtatbest\u00e4nde zu betrachten. Gleichzeitig werden sie dazu angeregt, die Konsequenzen menschlichen Handelns zu durchdenken. Ferner wird ihnen durch die realen physikalischen Oberfl\u00e4chenbedingungen auf Planeten und durch die enormen Entfernungen bewusst, dass Umweltschutz kein Planspiel, sondern eine \u00dcberlebensnotwendigkeit ist. Ein Blick auf die Sonne zeigt, welch gro\u00dfe Energien der Menschheit zur Verf\u00fcgung stehen k\u00f6nnten. Die drei zentralen Aspekte, die somit die Methodik bestimmen, sind die Ehrfurcht vor der Komplexit\u00e4t der Lebensbedingungen, die Sorge um ihren Erhalt und das berechtigte Hoffen auf eine L\u00f6sung der Probleme.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In den zwei Jahren ihres Bestehens hat sich die Sternwarte des Gymnasium Antonianum zu einem Ort reger Mitarbeit durch die Sch\u00fcler der Astronomie &#8211; AG der Schule, wiederholter Einbindung der Sch\u00fclerschaft des Antonianums und anderer Sch\u00fcler anderer Schulen bei astronomischen Anl\u00e4ssen sowie der Pr\u00e4sentation f\u00fcr die interessierte \u00d6ffentlichkeit entwickelt.<br \/>\nParallel zum Theorieunterricht w\u00f6chentlich in einer Doppelstunde am fr\u00fchen Abend wurde w\u00e4hrend der Projektdauer zwei Sch\u00fclerjahrg\u00e4ngen die M\u00f6glichkeit geboten durch eigene Beobachtung, Messungen, digitale Fotografie, Auswertung und Diskussion ihre Kenntnisse und inneren Einstellungen zur Bedeutung der Erde im Kosmos und zur Besonderheit des Lebens auf der Erde zu entwickeln. Begleitend wurden die Sch\u00fcler in Instrumentenkunde unterwiesen. Die ihnen \u00fcbertragene Verantwortung durch Aush\u00e4ndigung der Sternwartenschl\u00fcssel nach Unterzeichnung einer Haftungsverpflichtung im Schadensfalle, die die jederzeitige Nutzung der Sternwarte erm\u00f6glichte, st\u00e4rkte ihr Selbstbewusstsein und f\u00f6rderte ihre Per-s\u00f6nlichkeitsentwicklung.<br \/>\nWenn auch eine Sternwarte kein Ort dauerhafter Massennutzung durch gro\u00dfe Besuchergruppen ist, so kann sie es doch zu bestimmten Anl\u00e4ssen sein. Das war sie insbesondere f\u00fcr die Sch\u00fclerschaft des Antonianums am 7.Mai 2003 beim Merkurtransit, am 8.Juni 2004 beim Venustransit und am Antoniusfest 2003, f\u00fcr die gro\u00dfen Besuchergruppen an den Tagen der offenen T\u00fcr 2004 und 2005 und f\u00fcr die \u00d6ffent-lichkeit zu Zeiten der Mars-Opposition 2003 und guter Sichtbarkeiten von Jupiter und Saturn. Genannt sei auch der wertvolle Einsatz der Sternwarte als Lernort f\u00fcr die Teilnehmer des Astronomiekurses der Sch\u00fclerakademie des Oldenburger M\u00fcnsterlandes, einer Einrichtung der Hochbegabtenf\u00f6rderung der neun Gymnasien der Region, in den Herbstferien der Jahre 2003 und 2004.<br \/>\nAnfragen kleiner und mittlerer Gruppen unterschiedlicher Herkunft (Grundschule, Universit\u00e4t, Nachbargymnasien, Vereine, Dammer Sternfreunde, ..) wurde stets mit Freude nachgekommen, wenn auch wegen widriger Wetterverh\u00e4ltnisse ein Besuchstermin zuweilen ausfallen musste.<br \/>\nDas Konzept, einen Besuchsabend nie ohne begleitenden, einf\u00fchrenden Vortrag abzuhalten, hat sich bew\u00e4hrt. Aufgrund der faszinierenden Fakten ist der Besucher auch dann von seinem Besuch angetan, wenn seine Beobachtungen nicht seinen gro\u00dfen mitgebrachten Erwartungen entsprechen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation der Ergebnisse der Sternwartenarbeit finden tagt\u00e4glich im Geb\u00e4ude des Gymnasium Antonianum statt, indem im sechsw\u00f6chigen Wechsel eine gutplatzierte Vitrine mit den Ergebnissen der Sternwartenarbeit, insbesondere mit gelungenen und mit wesentlichen Informationen erg\u00e4nzten Bildern, best\u00fcckt wird. Thema der Vitrine ist folgerichtig\u0082 Bilder aus unserer Sternwarte. So ist die Sternwarte selbstverst\u00e4ndlicher Teil des Schullebens geworden und in den K\u00f6pfen der Sch\u00fcler pr\u00e4sent.<br \/>\nEine Pr\u00e4sentation der in der Projektzeit erzielten Sternwartenergebnisse wurde dem Gesamtkollegium des Antonianums angeboten und vorgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Sternwarte ist wegen ihrer ausgezeichneten Ausr\u00fcstung und ihrer guten Lage auf dem Schulgrundst\u00fcck im Projektzeitraum zu einem sehr fruchtbaren Lernort im Gymnasium Antonianum geworden, ganz so wie es sich die Projektinitiatoren vorgestellt hatten und wie es die reichhaltige Anlage zum Abschlussbericht widerspiegelt. Die Grundidee, Menschen mit einem sonst nicht zug\u00e4nglichen St\u00fcck Umwelt, dem Kosmos, in Kontakt zu bringen und ihre Verantwortung f\u00fcr ihre hiesigen Verh\u00e4ltnisse reifen zu lassen, ist aufgegangen und tr\u00e4gt Fr\u00fcchte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Projektidee ist hervorgegangen aus einer mehrj\u00e4hrigen Astronomie-Arbeitsgemeinschaft, die sie sich in ihrem Verlauf als Mittel zur als notwendig erkannten Verdeutlichung der Unverzichtbarkeit wirklichen Umweltschutzes erwies, wenn der Kontrast zwischen der Bewohnbarkeit der Erde und den unwirtlichen Weiten des Kosmos gezeigt wurde. 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