{"id":23170,"date":"2023-07-13T15:22:38","date_gmt":"2023-07-13T13:22:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20630-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:40","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:40","slug":"20630-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20630-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung einer Machbarkeitsstudie sowie vorbereitende Ma\u00dfnahmen zum Vorhaben Naturum im Klosterspeicher Dargun"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Aufgabe der Machbarkeitsstudie ist, die Voraussetzungen f\u00fcr einen Hauptantrag zu kl\u00e4ren, der im Erfolgsfalle helfen soll, in dem baulich gut erhaltenen Klosterspeicher, einem hochrangigen sp\u00e4tmittelalterlichen Baudenkmal des ehemaligen Zisterzienserklosters und sp\u00e4teren Schlosses Dargun (Kreis Demmin, Mecklenburg-Vorpommern), ein Naturum einzurichten, eine Einrichtung der Information, Bildung und Forschung \u00fcber die regionalen Umwelt- und Naturschutzprojekte und die z. T. bis heute erfahrbaren Leistungen des Zisterzienserklosters Dargun f\u00fcr die Landes- und Landschaftsentwicklung.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAn der sechsmonatigen Machbarkeitsstudie haben unter der Leitung des B\u00fcrgermeisters der Stadt Dargun vier Kooperationsbereiche zusammen gearbeitet: Stadt Dargun f\u00fcr die lokale und regionale Seite, die Kunsthistorikerin Dr. Christine Kratzke zusammen mit M. A. phil. Tim Tepper (beide Leipzig) und Dr. Helmut Kr\u00fcger (Dargun) f\u00fcr den historischen sowie kultur- und wirtschaftshistorischen Bereich. die Nationalpark-Service OHG in Federow, vertreten durch Klaus Klemmer, und als Projektmanager die ARSU GmbH Oldenburg, vertreten durch Prof. Dr. Thomas H\u00f6pner. Besondere Arbeitsschritte waren die Verhandlungen mit dem Darguner F\u00f6rderverein Schloss\/Kloster, dem Museumsverein f\u00fcr das in einem Klostergeb\u00e4ude untergebrachten Heimatmuseums Uns l\u00fctt Museum, den Initiatoren eines Projektes Festspiele Dargun und vor allem ein Workshop unter Beteiligung von Museums- und Naturschutz-Projektleitern in M.-V. und dar\u00fcber hinaus. F\u00fcr den Schlussbericht sind Teilberichte der o. g. Kooperationsbereiche zusammengestellt worden. Ihre Schwerpunkte sind die Eignung des Klosterspeichers und die Vorleistungen der Stadt Dargun, die Darstellung und W\u00fcrdigung der regionalen Kulturgeschichte der Zisterzienser und der Kloster- und Schlossbauten, die im Naturum darzustellenden Naturschutzfl\u00e4chen und ihrer Publikumserschlie\u00dfung, die Vorstellungen f\u00fcr die Nutzung des Klosterspeichers und schlie\u00dflich Pro- und Contra-Argumente und ihre Abw\u00e4gung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Architektur der ehemaligen Kloster-Schlo\u00df-Anlage Dargun besitzt einen einzigartigen Rang und erweist sich als eines der wichtigsten Denkm\u00e4ler des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit kultur- und architekturhistorischer Bedeutung. Der ehemalige Darguner Klosterspeicher, in dem das Naturum eingerichtet werden soll, ist im Kern eines der wenigen erhaltenen kl\u00f6sterlichen Wirtschaftsgeb\u00e4ude aus dem Mittelalter im s\u00fcdwestlichen Ostseegebiet. Obwohl seine urspr\u00fcngliche Raumaufteilung sich aufgrund einer Geb\u00e4udeaufstockung in der zweiten H\u00e4lfte des 16. Jahrhunderts und sp\u00e4terer Umbauten nicht erhalten hat, ist er ein au\u00dferordentlich wichtiges Zeugnis des zisterziensischen Wirtschaftslebens im Kernbereich der ehemaligen Klosteranlage und zugleich ein Zeugnis des herrschaftlichen Einflusses der Herz\u00f6-ge zu Mecklenburg-G\u00fcstrow zu Beginn der Neuzeit. Dar\u00fcber hinaus ist die unter Denkmalschutz stehende Gesamtanlage f\u00fcr das Selbstverst\u00e4ndnis und die Identit\u00e4t der Darguner Bev\u00f6lkerung von hohem Wert.<br \/>\nEs konnte ein \u00dcberblick \u00fcber die mittelalterlichen und neuzeitlichen Quellen, die Fachliteratur sowie die archivalischen und musealen Best\u00e4nde, die Auskunft \u00fcber Dargun geben, gewonnen werden. Entsprechend gelang eine Bestandsaufnahme des regionalen Naturschutzpotentials und der bereits vorhandenen Besucherinformation. Es zeigt sich, dass gen\u00fcgend Material und Notwendigkeit vorliegt, um kultur-historische Themen zum Ort Dargun in einem Naturum zu pr\u00e4sentieren. Der Nutzen eines Naturums in Dargun mit Studienzentrum, Ausstellung und den avisierten Veranstaltungen liegt auf der didaktischen Vermittlung von Wissen \u00fcber die Natur- und Kulturlandschaft. Dadurch w\u00fcrde mit einem solch ambitionierten Unterfangen wie dem Naturum in Dargun eine feste, wichtige und innovative Einrichtung in der Region etabliert, die eine Art Modellcharakter f\u00fcr das Land bes\u00e4\u00dfe. Ein Naturum im ehemaligen Klosterspeicher zu errichten, erweist sich daher aus historischer, kunstwissenschaftlicher und kulturgeschicht-licher Sicht als sinnvoll und w\u00fcnschenswert, sofern die oben aufgef\u00fchrten Punkte ber\u00fccksichtigt werden. Die Machbarkeit l\u00e4sst sich als Abw\u00e4gung zwischen Pro- und Contra-Argumenten darstellen: Contra: Dargun ist wenig bekannt, die Besucherzahlen sind niedrig. &#8211; Die Region ist touristische wenig erschlossen. &#8211; Die erreichbaren Zielgruppen sind heterogen. &#8211; Der Klosterspeicher ist kein genuines Ausstellungsgeb\u00e4ude und bautechnische Gegebenheiten m\u00fcssen wegen des Denkmalsschutzes akzeptiert werden. &#8211; Der mittelfristige Finanzierungsplan ist unsicher. &#8211; Marketing- und Betriebswirtschaftskompetenz fehlen noch. &#8211; Die flankierenden Planungen, Menschen nach Dargun zu bringen, sind noch offen. Pro: Die Kloster\/Schloss-Anlage einschlie\u00dflich des Klosterspeichers ist sehenswert und interessant. &#8211; Das Kloster\/Schloss-Gel\u00e4nde ist in sehr gutem Zustand. &#8211; Die Entwicklung vom Kloster zum Schloss ist -gerade als Ruinen- sehr gut sichtbar und verst\u00e4ndlich. &#8211; Dargun liegt in einem Schnittpunkt von Natur-schutzfl\u00e4chen, deren Substanz ein Informationszentrum rechtfertigt. &#8211; Die Natur-Ausstellungsinhalte haben die n\u00f6tige geographische Alleinstellung. &#8211; Das Ausstellungsthema wirtschaftliche Leistungen der Zisterzienser hat die n\u00f6tige Alleinstellung. &#8211; F\u00fcr die Kulturgeschichte des Kloster\/Schlosses gibt es solide wissenschaftliche Vorarbeit. &#8211; Es gibt keine konkurrierenden Vorstellungen f\u00fcr die Nutzung des Kloster-speichers. &#8211; Die Darguner Veranstaltungen haben eine gute Resonanz. &#8211; Auch au\u00dfer der Naturum-Planung gibt es Bestrebungen, die Besucherzahlen Darguns zu steigern. &#8211; Dargun l\u00e4sst sich in ein touristisches Netzwerk von praktikablen Dimensionen einbauen. &#8211; Entsprechendes gilt f\u00fcr das Netzwerk der Zisterzienserkl\u00f6ster bis hin zu den Beziehungen zum Tochterkloster Bukow (Polen). &#8211; Die Stadt Dargun hat wertvolle Vorleistungen erbracht. &#8211; Die Unterst\u00fctzung der Stadt, des Kreises und des Landes ist gut.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde in \u00f6ffentlichern Vortr\u00e4gen von Dr. C. Kratzke und Prof. Dr. Th. H\u00f6pner in Dargun bei angemessener regionaler Presse-Resonanz pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es ist die \u00dcberzeugung der Stadt Dargun und aller, die sie unterst\u00fctzen, dass es machbar ist, im Kloster-speicher ein Naturum zu betreiben, wobei die Stadt selbst als Betreiber aufzutreten bereit ist. Der Klosterspeicher steht in Dargun und nicht woanders, und er l\u00e4sst sich nicht versetzen an einen Ort h\u00f6herer Besucherzahlen. Und noch eines: Der Klosterspeicher braucht Nutzung, und wenn es nicht gelingt, ihm diese zu verschaffen, dann wird die Unterhaltung unter den gegenw\u00e4rtigen wirtschaftlichen Umst\u00e4nden unm\u00f6glich &#8211; ein der Bedeutung des Baudenkmals unangemessenes Schicksal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Aufgabe der Machbarkeitsstudie ist, die Voraussetzungen f\u00fcr einen Hauptantrag zu kl\u00e4ren, der im Erfolgsfalle helfen soll, in dem baulich gut erhaltenen Klosterspeicher, einem hochrangigen sp\u00e4tmittelalterlichen Baudenkmal des ehemaligen Zisterzienserklosters und sp\u00e4teren Schlosses Dargun (Kreis Demmin, Mecklenburg-Vorpommern), ein Naturum einzurichten, eine Einrichtung der Information, Bildung und Forschung \u00fcber die regionalen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[63,50,2423],"class_list":["post-23170","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-mecklenburg-vorpommern","tag-naturschutz","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"20630\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-20630-ki.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"30.372,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Stadt Dargun","dbu_projektdatenbank_strasse":"Diesterwegstr. 26","dbu_projektdatenbank_plz_str":"17159","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Dargun","dbu_projektdatenbank_p_von":"2003-03-04 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2003-09-04 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"6 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"039959\/2530","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Mecklenburg-Vorpommern","dbu_projektdatenbank_foerderber":"92","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23170\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36173,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/23170\/revisions\/36173"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}