{"id":23163,"date":"2026-01-31T10:32:07","date_gmt":"2026-01-31T09:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20597-01\/"},"modified":"2026-01-31T10:32:11","modified_gmt":"2026-01-31T09:32:11","slug":"20597-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20597-01\/","title":{"rendered":"Umsetzung und Realisierung des BDZ &#8211; Bildungs- und Demonstrationszentrum f\u00fcr dezentrale Abwasserbehandlung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der BDZ e. V. verfolgt das Ziel, einen Anlaufpunkt f\u00fcr dezentrale Abwassertechnik als Kombination von Kl\u00e4rtechnik, Wartungs- und Servicesystem auf dem Markt zu errichten und sich mit der Realisierung dauerhafter dezentraler Abwasserbehandlungstechnologien zu besch\u00e4ftigen.<br \/>\nIm BDZ sollen unterschiedliche Zielgruppen des In- und Auslands geschult und ausgebildet werden.<br \/>\nZielgruppen sind neben Herstellern, Ausr\u00fcstern und Lieferanten von (Klein-) Kl\u00e4ranlagentechnik, auch Sachverst\u00e4ndige (Kontrolle, Bedienung und Wartung von dezentralen Anlagen), Universit\u00e4ten und genehmigungspflichtige Beh\u00f6rden.<br \/>\nEin weiteres Ziel des BDZ e. V. ist, \u00fcberf\u00fchrungsrelevante FuE-Vorhaben im Themenfeld der dezentralen Abwasserreinigung zu identifizieren und umzusetzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Verein widmet sich den drei Gesch\u00e4ftsbereichen: Schulung und Ausbildung, Standing Fair und Forschung und Entwicklung. \u00dcbergeordnetes Ziel der Schulung und Ausbildung ist die Erarbeitung, Umsetzung und Durchf\u00fchrung praxisnaher Ausbildungsinhalte der dezentralen Abwasserbehandlung. Dieses Arbeitspaket wird zun\u00e4chst f\u00fcr die Bundesl\u00e4nder Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Brandenburg in unmittelbarer Zusammenarbeit mit Beh\u00f6rden und Ministerien durchgef\u00fchrt.<br \/>\nIm Mittelpunkt des Gesch\u00e4ftsbereiches standing fair stehen die Errichtung, die technische und die administrative Betreuung der BDZ- Infrastruktur. Diese bietet den technologischen Rahmen f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Schulungskurse und die Ausstellung und Demonstration dezentraler Abwasserreinigungssysteme am Modellstandort Leipzig.<br \/>\nZiel der Aktivit\u00e4ten der Forschung und Entwicklung ist die Umsetzung von Verfahren, Methoden und Forschungsergebnissen in Zusammenarbeit mit kleinen und mittleren Unternehmen im In- und Ausland, die fachliche Betreuung der Schulungskurse sowie die fachliche Betreuung der Aktivit\u00e4ten der BDZ- Infrastruktur. Neben der Projektleitung des Verbundvorhabens stehen au\u00dferdem die Sichtung, Initiierung und Durchf\u00fchrung von anwendungsorientierten Verbundvorhaben im Themenfeld der dezentralen Wasserver- und Abwasserentsorgung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit der Er\u00f6ffnung des BDZ-Standortes Leipzig-Leutzsch am 05. Juli 2006 wurde festgestellt, dass das BDZ ein richtiger Schritt zur Etablierung der dezentralen Abwasserwirtschaft in Deutschland ist und eine hervorragende Ausgangsbasis f\u00fcr die Ausbildung in- und ausl\u00e4ndischer Interessenten darstellt. Die Investition in Leipzig-Leutzsch erfolgte unter Einbeziehung des BDZ-Fachbeirates mit Vertretern des Bundesumweltministeriums, dem Umweltbundesamt, dem Deutschen Institut f\u00fcr Bautechnik und 6 Landesministerien sowie von \u00fcber 25 Fachfirmen aus Deutschland. Am Standort verf\u00fcgt das BDZ \u00fcber alle in Deutschland relevanten Entsorgungsm\u00f6glichkeiten im Kleinkl\u00e4ranlagenbereich. Die Auswahl nach Technologieformen erfolgte dabei vom Beirat des BDZ. Auf Grund der Tatsache, dass die Anlagentechnik Eigentum des BDZ ist, kann auch an diesen Anlagen aktiv gearbeitet und speziell gew\u00fcnschte Prozesse simuliert werden. Damit kann sichergestellt werden, dass die f\u00fcr die Fachkr\u00e4fte in der Perspektive ent-stehenden realen Vor-Ort-Situationen auch richtig geprobt und ausgewertet werden k\u00f6nnen. Alle befragten Fachexperten begr\u00fc\u00dfen diese Lernm\u00f6glichkeit. Neben der materielltechnischen Voraussetzung f\u00fcr eine praxisrelevante Ausbildung wurden die organisatorischen Erfordernisse einer Pr\u00fcfung bei der Handwerkskammer mit einer Pr\u00fcfungsbest\u00e4tigung zum Abschluss gebracht. Die Zielstellung der B\u00fcndelung von Fachkompetenz im Bereich dezentraler Abwasserwirtschaft wurde erreicht. Mit dem BDZ e.V., mit zurzeit \u00fcber 40 Mitgliedern und weiteren potentiellen Interessenten, hat sich eine Institution etabliert, die bez\u00fcglich dezentraler Abwasserbehandlung alle erforderlichen Fachkompetenzen vereint. Innerhalb der BDZ-Struktur entstand eine Herstellervereinigung, mit zurzeit \u00fcber 25 Fachfirmen, die in Deutschland einen Marktanteil gr\u00f6\u00dfer 80 % besitzen. Seit der Er\u00f6ffnung des BDZ wird es als Demonstrationsstandort von vielen Interessengruppen, wie z. B. Sch\u00fcler, Auszubildende, Zweckverb\u00e4nde, Beh\u00f6rden und Ministe-rien zu Fragen der Information angesprochen und besucht. Die sich daraus ergebende Verbesserung des Wissens im Umgang mit dezentraler Abwasserbehandlung ist nicht messbar. In Auswertung der durchgef\u00fchrten Besuche und Veranstaltungen in den Monaten September\/Oktober 2006 l\u00e4sst sich jedoch feststellen, dass die Erwartungen an das BDZ weitestgehend erf\u00fcllt werden, aber das m\u00f6gliche Potential bei weitem noch nicht ausgesch\u00f6pft ist.<br \/>\nIm Projektzeitraum ist es weiterhin gelungen, ein Expertennetzwerk auszubauen. Dabei wurde besonderer Wert auf die Etablierung von internationalen Zusammenschl\u00fcssen von Partnern aus kleinen und mittleren Unternehmen, Regierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen und Universit\u00e4ten gelegt.<br \/>\nDurch die bisherigen Aktivit\u00e4ten und Erfahrungen zur Initiierung und Durchf\u00fchrung von anwendungsorientierten Verbundvorhaben im Themenfeld der dezentralen Wasserver- und Abwasserentsorgung wurde das Ausland als Hauptgesch\u00e4ftsfeld f\u00fcr zuk\u00fcnftige Forschungs- und Entwicklungsaktivit\u00e4ten identifiziert. Themen wie Abwasserhygiene, spezielle Abwasserinhaltsstoffe, nachhaltiges Wassermanagement und die sozio\u00f6konomischen Rahmenbedingungen stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses.<br \/>\nDie Vorbereitung von F\u00f6rderantr\u00e4gen zu praxisrelevanten Forschungsthemen f\u00fchrte bislang zu der Bewilligung von vier Verbundvorhaben. Das BDZ hat F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 269.767 Euro eingeworben. Der gr\u00f6\u00dfte Anteil von ca. \u20ac 150.000,00 entf\u00e4llt dabei auf Personalkosten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Akteure des BDZ haben auf zahlreichen Veranstaltungen Ergebnisse der BDZ-Arbeit vorgestellt, B\u00fcrger oder Institutionen zu abwassertechnischen Fragen beraten oder Besuchergruppen empfangen.<br \/>\nZahlreiche Pressemitteilungen wurden ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das BDZ ist ein gemeinn\u00fctziger Verein mit 40 Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltungseinrichtungen. Innerhalb der Vereinsstruktur gibt es eine Herstellervereinigung in der 25 Kleinkl\u00e4r-anlagenhersteller mitwirken. Sie verf\u00fcgen \u00fcber einen gesch\u00e4tzten Marktanteil von ca. 80 % in Deutschland. Die Arbeit des BDZ e. V. wird von einem Beirat begleitet, in dem zurzeit das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, das Deutsche Institut f\u00fcr Bautechnik sowie die Landesministerien Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Th\u00fcringen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mitwirken. Auf dieser Grundlage besteht die M\u00f6glichkeit, die Entscheidungstr\u00e4ger in die konzeptionelle BDZ-Entwicklung effizient einzubinden. Das BDZ verf\u00fcgt als einziger Verein \u00fcber ein eigenes Trainingszentrum zur Ausbil-dung von Fachkr\u00e4ften f\u00fcr das In- und Ausland. Das BDZ ist anerkannter Kooperationspartner des DWA gem\u00e4\u00df Kooperationsvertrag. Es gibt gemeinsame parit\u00e4tische Arbeitsgruppen. Mit der Handwerkskammer zu Leipzig wurde die Fortbildungsqualifizierung Fachkraft f\u00fcr Kleinkl\u00e4ranlagen mit Handwerkskammerpr\u00fcfung, genehmigt vom S\u00e4chsischen Staatsministerium f\u00fcr Wirtschaft und Arbeit, entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem SHK-Fachverband Sachsen wurden 2 Sachkundelehrg\u00e4nge durchgef\u00fchrt. Weiterhin wurde vom BDZ 5 zum meist internationale Verbundvorhaben der Wirtschaft mit Forschungseinrichtungen zur Thematik Integriertes Wasserressourcenmanagement eingeworben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der BDZ e. V. verfolgt das Ziel, einen Anlaufpunkt f\u00fcr dezentrale Abwassertechnik als Kombination von Kl\u00e4rtechnik, Wartungs- und Servicesystem auf dem Markt zu errichten und sich mit der Realisierung dauerhafter dezentraler Abwasserbehandlungstechnologien zu besch\u00e4ftigen. Im BDZ sollen unterschiedliche Zielgruppen des In- und Auslands geschult und ausgebildet werden. 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