{"id":23152,"date":"2024-11-27T10:36:34","date_gmt":"2024-11-27T09:36:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20559-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:38","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:38","slug":"20559-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20559-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines solarbetriebenen, vakuumged\u00e4mmten K\u00fchlschrankes f\u00fcr medizinische Anwendungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Es soll eine Transportbox f\u00fcr den temperaturstabilen Transport insbesondere f\u00fcr Medikamente in hei\u00dfen  L\u00e4ndern entwickelt und als Prototyp hergestellt werden. Diese Thermo-Transportbox enth\u00e4lt neben einer hocheffektiven Vakuumisolation eine aktive K\u00fchlung auf Basis der Peltiertechnik sowie ein selbstregulierendes Energiemanagement, das den Energieverbrauch der Box auf die jeweilige Situation anpasst.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr die Thermotransportbox (kurz: Solarbox) wurden zun\u00e4chst die notwendigen Phasenwechselmaterialien charakterisiert im Hinblick auf ihr Speicherverm\u00f6gen, ihre thermische Be- und Entladung und Ihre Zyklenstabilit\u00e4t. Anschlie\u00dfend wurde die thermische Isolation optimiert. Als Geh\u00e4use der Box wurde ein standardisiertes Bausystem verwendet, das eine hohe mechanische Stabilit\u00e4t garantiert. Parallel zu dieser Entwicklung wurde die Peltiertechnik entwickelt. Dazu z\u00e4hlte neben der Auswahl der Module auch die Entwicklung der Elektronik, die das Energiemanagement regelt. In das thermisch und mechanisch optimierte Geh\u00e4use wurde die Peltiertechnik integriert. Das Komplettsystem wurde zun\u00e4chst im Labor optimiert und dann einem Feldtest erfolgreich unterzogen.<br \/>\nParallel zu den hier genannten technischen Entwicklungen wurden Anwender in der Praxis befragt. Dadurch ist der Bedarf nach einer kompletten Systeml\u00f6sung bestehend aus einem Lagerk\u00fchlschrank, der zu entwickelnden Solarbox und einer kleinen leichten, rein passiven Transportbox, die ebenfalls im Rahmen des Projektes unter Zugriff auf einige Vorerfahrung entwickelt worden ist, deutlich geworden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die umfangreichen \u00dcberlegungen und Befragungen zeigten, dass f\u00fcr die Praxis nur eine komplette L\u00f6sung von der Krankenstation bis hin zum Patienten im Camp sinnvoll ist. Dabei muss permanent der Temperaturbereich von +2\u00b0C bis 8\u00b0C eingehalten werden.<br \/>\nDie notwendigen Komponenten f\u00fcr die komplette Systeml\u00f6sung wurden entwickelt. Dabei konnte f\u00fcr die Lagerhaltung (z. B. in der Missions- oder Krankenstation) auf eine sehr energieeffiziente K\u00fchltruhe aus dem Programm der Phocos AG zur\u00fcckgegriffen werden. Die Tragebox, die ebenfalls Vakuumisolationspaneele enth\u00e4lt und rein passiv wirkt, soll als Transportsystem auf dem Feld, also z. B. im Lager zur Verteilung von Impfstoffen, verwendet werden. Die gew\u00fcnschte Funktionsweise konnte erreicht werden. Die Solarbox als Herzst\u00fcck des Systems kann einerseits zum Zwischenlagern der Medikamente verwendet werden, andererseits als Transporteinheit auf einem Fahrzeug. Die Solarbox funktioniert in aufgeladenem Zustand ca. 1 bis 2 Tage bei 2\u00b0C bis 8\u00b0C ohne weitere externe Energiezufuhr. Die Energiezufuhr kann \u00fcber eine Solaranlage erfolgen oder \u00fcber eine andere elektrische Energieversorgung, z. B. die Autobatterie. Dabei wird die Energie dem Versorgungssystem nur dann entzogen, wenn die Energiezufuhr ausreichend gegeben ist. Ansonsten vertraut die Solarbox auf ihre passiven Qualit\u00e4ten.<br \/>\nEs zeigte sich, dass die entwickelte Solarbox sehr gut funktioniert und dass der gew\u00fcnschte Temperaturbereich selbst bei hohen Au\u00dfentemperaturen von \u00fcber 30oC gew\u00e4hrleistet werden kann. Die erforderliche mechanische Robustheit ist gegeben. Ebenso konnte die Funktion der passiven Tragebox f\u00fcr ca. 24 Stunden gezeigt werden.<br \/>\nDas System hat also seine volle Machbarkeit demonstriert. Die Untersuchungen in den Feldtests in Tansania und bei anderen Eins\u00e4tzen sind noch nicht abgeschlossen. Die Solarbox kann mit den verwendeten Systemen und Materialien problemlos hergestellt werden. Sollte sich ein gr\u00f6\u00dferer Bedarf einstellen, so ist das generelle Design der Box zu \u00fcberdenken. Es k\u00f6nnten dann eventuell spezielle Formen f\u00fcr die Her-stellung der Box beschafft werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Von der Solarbox und dem Komplettsystem wurde ein Flyer erstellt, die bei verschiedenen Anl\u00e4ssen verteilt wurde und werden wird. Zudem ist die Solarbox in verschiedene Produktbrosch\u00fcren, Pr\u00e4sentationen und Internetdarstellungen aufgenommen.<br \/>\nBei der IKK Messe in Hannover im November 2005 wurde die Solarbox auf dem Stand der DBU ausgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Solarbox und das die Solarbox erg\u00e4nzende Equipment darf als eine sehr interessante und technisch ausgereifte L\u00f6sung f\u00fcr einen sicheren und thermisch stabilen Transport auch bei thermisch extremen Anwendungen betrachtet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Es soll eine Transportbox f\u00fcr den temperaturstabilen Transport insbesondere f\u00fcr Medikamente in hei\u00dfen L\u00e4ndern entwickelt und als Prototyp hergestellt werden. 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