{"id":23147,"date":"2023-07-13T15:19:13","date_gmt":"2023-07-13T13:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15627-31\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:15","slug":"15627-31","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15627-31\/","title":{"rendered":"Naturnahe Schulhofgestaltung am Schulzentrum Kirchlinteln"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der vordere Schulhof unseres Schulzentrums ist zum gr\u00f6\u00dften Teil gepflastert. Ein Basketballfeld ist vorhanden und es befindet sich eine Reihe hoher B\u00e4ume auf dem Gel\u00e4nde. Sitzgelegenheiten gibt es sehr wenig. Immer wieder wurde von Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen der Wunsch ge\u00e4u\u00dfert, das Pausengel\u00e4nde anders zu gestalten.<br \/>\nDie Zielsetzung der Umgestaltung umfasst drei Aspekte: F\u00f6rderung des Umweltbewusstseins (die Sch\u00fcler\/innen sollen Verhaltensweisen und Einstellungen entwickeln, die sie bef\u00e4higen, Verantwortung f\u00fcr Natur und Umwelt zu \u00fcbernehmen und zu deren Schutz beizutragen), Gewaltpr\u00e4vention, und die Schaffung von M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Lernen in konkreten Zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEin Grundsatz unserer Schulhofumgestaltung ist die m\u00f6glichst weitgehende Beteiligung der Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen bei der Planung und Durchf\u00fchrung der Gestaltung und sp\u00e4ter bei der Pflege des Gel\u00e4ndes. Nach einem Vortrag von Heinrich Benjes \u00fcber naturnahe Schulhofgestaltung wurden in den Klassen Ideen gesammelt (Modelle und Bilder) und danach ein Workshop unter fachkundiger Leitung zur konkreten Planung durchgef\u00fchrt. Hier nahmen Sch\u00fcler\/innen, Lehrkr\u00e4fte, Eltern, Hausmeister und Vertreter des Schultr\u00e4gers teil. Ein wesentliches Ergebnis dieser Planungen f\u00fcr den vorderen Schulhof war die Schaffung von gr\u00fcnen schattigen Sitzecken. In einer ersten Aktionswoche im Herbst soll die Pflasterung und der sandige Untergrund in mehreren Bereichen entfernt werden und mit Mutterboden aufgef\u00fcllt werden. Im Fr\u00fchjahr sollen dann B\u00fcsche und B\u00e4ume gepflanzt werden. Dabei sollen ausschlie\u00dflich heimische Arten verwendet werden. Die dadurch entstehen Biotope schaffen f\u00fcr die Sch\u00fcler\/innen R\u00e4ume f\u00fcr vielf\u00e4ltige Naturerlebnisse. Im Unterricht k\u00f6nnen diese Erlebnisse aufgegriffen und die Kenntnisse von Tieren und Pflanzen, sowie \u00f6kologischer Zusammenh\u00e4nge vertieft werden.<br \/>\nDie \u00dcbertragung von Verantwortung an die Sch\u00fcler\/innen, das Angebot von zus\u00e4tzlichen Bewegungsm\u00f6glichkeiten und die Schaffung von R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten sollen zur Gewaltpr\u00e4vention beitragen. M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Unterrichtsprojekte bieten sich bei der Planung und Durchf\u00fchrung der Schulhofgestaltung sowie am fertigen Gel\u00e4nde.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der im Herbst 2002 geplante Beginn der Schulhofumgestaltung  musste verschoben werden, da die Finanzierung noch nicht endg\u00fcltig gesichert war. So planten wir eine Projektwoche vom 24.M\u00e4rz bis zum 28. M\u00e4rz 2003. In dieser Woche sollten die 7. bis 10. Klassen unserer Haupt- und Realschule auf dem Schulhof arbeiten. Gem\u00e4\u00df unseren Grunds\u00e4tzen war es uns wichtig, dass alle Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen einbezogen wurden.. D.h. 17 Klassen sollten an den Arbeiten beteiligt werden.<br \/>\nMehrere Planungssitzungen fanden statt, bei denen die Arbeitsgruppe Schulhofgestaltung, teilweise in Zusammenarbeit mit Thomas Benjes, die Arbeitsschritte untergliederte und auch Klassenlehrkr\u00e4fte und Elternvertreter informierte. Ein Werklehrer \u00fcbernahm die genaue Planung und den Bau der Pergola zusammen mit  Sch\u00fclerInnen seiner Klasse.<br \/>\nDie Fl\u00e4chen, in denen Pflastersteine entfernt werden sollten, wurden in 4 Bereiche eingeteilt. In jedem Bereich sollten die Klassen eines Jahrgangs nacheinander arbeiten.<br \/>\nDie Arbeitsschritte in der Projektwoche wurden wie folgt eingeteilt:<br \/>\nAm Montag wurden die Pflastersteine von den Sch\u00fclerInnen aufgenommen und auf Paletten gestapelt. Nachmittags wurde der Sand entfernt (Landwirt Luttmann).<br \/>\nAm Dienstag wurden an den neu entstandenen R\u00e4ndern neue Bordsteine in Beton gesetzt. Dazu wurde ein Teil der aufgenommenen Steine hochkant verwendet. Unter der Anleitung von Thomas Benjes wur-den auch Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen an dieser Arbeit beteiligt.<br \/>\nMittwoch war ein Ruhetag in der Projektwoche eingeplant. Der Beton musste abbinden und es wurde ein Teil der notwendigen Pflasterarbeiten von der Organisation Holunderschule erledigt. Nachmittags wurde Mutterboden und Holzh\u00e4cksel angeliefert. Holzst\u00e4mme wurden als zus\u00e4tzliche Begrenzung gesetzt.<br \/>\nAm Donnerstag wurde Mutterboden von den Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen mit Hilfe von Schubkarren verteilt. Holzh\u00e4cksel wurde in den sp\u00e4teren Sitzbereichen verteilt. In einem kleinen Bereich wurde schon ge-pflanzt.<br \/>\nAm Freitag war Pflanztag. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der B\u00fcsche wurde laut Pflanzplan gepflanzt und angegossen. Danach wurden die Pflanzfl\u00e4chen gemulcht.<br \/>\nDie Organisation der Sch\u00fclerInnenbeteiligung wurde vorher genau geplant. In jedem Bereich arbeitete immer zwei Stunden lang eine Klasse, danach wurde gewechselt. Das Abwechseln erfolgte so, dass innerhalb der Jahrg\u00e4nge jede Klasse 2 bis 3mal in dieser Woche arbeitete. Parallel dazu liefen teilweise andere Klassenprojekte oder auch manchmal normaler Unterricht. auch in der Orientierungsstufe fand eine Projektwoche zu einem anderen Oberthema statt. So konnten alle Klassenlehrkr\u00e4fte ihre Klassen betreuen. Die Fachlehrkr\u00e4fte waren jeweils einer Klasse  zugeordnet.<br \/>\nJedem der 4 Arbeitsbereiche war eine Lehrkraft als Koordinator zugeordnet. Diese Kollegen wurden vorher genau in die Arbeitsschritte eingewiesen und hatten die Aufgabe, die alle zwei Stunden wechselnden Sch\u00fclerInnengruppen in die Arbeiten einzuweisen und zu betreuen. Die Klassenlehrkr\u00e4fte unterst\u00fctzten dabei. Diese Organisation erwies sich als sehr hilfreich. So war in jedem Bereich immer eine Lehrkraft, die den Stand der Arbeiten genau kannte und eine Lehrkraft, die alle Sch\u00fcler kannte.<br \/>\nParallel zu diesen Arbeiten wurde im Eingangsbereich die Pergola gebaut. Dabei gab es etwas Probleme, weil sich herausstellte, dass eine zus\u00e4tzliche Stabilisierung notwendig war. Diese wurde in Zusammenarbeit mit unserem Hausmeister geplant.<br \/>\nNach dem Ende der Projektwoche waren nur noch einige Pflasterarbeiten n\u00f6tig, die von der Organisation Holunderschule erledigt wurden.<br \/>\nNach Abschluss der Projektwoche wurde ein Pflegeplan erstellt. In jedem Bereich ist pro Woche eine Klasse zust\u00e4ndig, um die neuangepflanzten B\u00fcsche zu gie\u00dfen und den Bereich in Ordnung zu halten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>In der Projektwoche erschien in zwei Zeitungen ein Artikel \u00fcber die Umgestaltung unseres Schulhofes.<br \/>\nWenn die B\u00fcsche wachsen, soll in einem Biologieprojekt ein Naturlehrpfad entstehen. Zumindest f\u00fcr die Eltern sollen dann auch F\u00fchrungen \u00fcber das Schulgel\u00e4nde mit Erkl\u00e4rungen zu den nat\u00fcrlichen Zusammenh\u00e4ngen in den entstandenen Lebensr\u00e4umen durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Bei unserer Umgestaltung wurden fast 300 m2 gepflasterte Fl\u00e4che in mit heimischen B\u00fcschen bepflanzte Fl\u00e4chen und gemulchte Sitzfl\u00e4chen umgewandelt. Nach den Osterferien verteilten wir Baumst\u00e4mme als Sitzm\u00f6glichkeiten. Die B\u00fcsche sind zwar noch recht klein, aber die entstandenen Ecken werden schon jetzt gut angenommen. Die Sitzm\u00f6glichkeiten sind bei gutem Wetter alle benutzt und bei schlechterem Wetter dienen sie Balancier- und Bewegungs\u00fcbungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der vordere Schulhof unseres Schulzentrums ist zum gr\u00f6\u00dften Teil gepflastert. Ein Basketballfeld ist vorhanden und es befindet sich eine Reihe hoher B\u00e4ume auf dem Gel\u00e4nde. Sitzgelegenheiten gibt es sehr wenig. Immer wieder wurde von Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen der Wunsch ge\u00e4u\u00dfert, das Pausengel\u00e4nde anders zu gestalten. 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