{"id":23139,"date":"2023-07-13T15:19:13","date_gmt":"2023-07-13T13:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15627-30\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:15","slug":"15627-30","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15627-30\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung des Umweltbildungsprojektes Kindgerechte und naturnahe Gestaltung des Schulgel\u00e4ndes der Realschule Ochtrup"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Sch\u00fcler, Lehrer und Eltern der Realschule Ochtrup hatten sich zum Ziel gesetzt, das Schulgel\u00e4nde, das in seinem IST-Zustand \u00fcberwiegend gepflastert und wenig gegliedert ist, mit nat\u00fcrlichen Mitteln unter Ber\u00fccksichtigung der \u00f6rtlichen Gegebenheiten zu einem Ort umzugestalten, wo Kinder und Jugendliche zu Bewegungen und lebendigem Spiel angeregt werden. Die Gestaltung des Au\u00dfengel\u00e4ndes sollte der Lan-geweile, Nullbockhaltung und Aggressivit\u00e4t durch vielf\u00e4ltige Bewegungsangebote, r\u00e4umliche Gliederung und individuelle Gestaltungsm\u00f6glichkeiten (Materialecke) entgegenwirken. Dabei sollte das Gel\u00e4nde nach Abschluss der Ma\u00dfnahmen nicht fertig gestellt sein, sondern auch zuk\u00fcnftig dem Spielverhalten und den W\u00fcnschen der Sch\u00fcler angepasst werden k\u00f6nnen, also ver\u00e4nderbar und damit lebendig bleiben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie ersten \u00dcberlegungen zur Schulhofgestaltung sowie die Bildung einer Arbeitsgruppe bestehend aus Sch\u00fcler\/innen, Eltern und Lehrer\/innen gingen in den September 2001 zur\u00fcck: Sch\u00fcler\/innen entwickelten Vorschl\u00e4ge zur Schulhofgestaltung &#8211; Lehrer\/innen informierten sich \u00fcber Modellvorhaben anderer Schulen in der Nachbarschaft (Oktober 2001). Nach der Kontaktaufnahme der Arbeitsgruppe Schulhofgestaltung mit der Holunderschule referierte  Frau M\u00fcller, Mitarbeiterin dieser Einrichtung, in einer Lehrerkon-ferenz \u00fcber M\u00f6glichkeiten der naturnahen Schulumfeldgestaltung. Die Lehrerkonferenz und anschlie\u00dfend die Schulkonferenz der Realschule Ochtrup beschlossen nach Diskussionen in den anderen Mitwirkungsgremien (Elternpflegschaft, Sch\u00fclerrat), die naturnahe und kindgerechte Umgestaltung des Schulhofes in die Fortschreibung des Schulprogramms der St\u00e4dtischen Realschule Ochtrup aufzunehmen, innerhalb der n\u00e4chsten 3 Jahre umzusetzen und die Antr\u00e4ge dem Schultr\u00e4ger vorzulegen (Januar 2002).<br \/>\nDie Arbeitsgruppe Schulhofgestaltung entwickelte unter Federf\u00fchrung von Frau M\u00fcller (Holunderschule) im Rahmen einer schulinternen Fortbildungsma\u00dfnahme Gestaltungskonzepte und Kostenermittlungen zur Umgestaltung des Schulhofes. Der Schul- und Kulturausschuss der Stadt Ochtrup stimmte dem Gestaltungskonzept der kindgerechten und naturnahen Schulhofumgestaltung an der Realschule Ochtrup zu. Das Konzept wurde gleichzeitig \u00fcber die \u00f6rtliche Presse der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt (Mai 2002). Zur Finanzierung des Eigenanteils der geplanten Ma\u00dfnahme trugen alle Sch\u00fcler\/innen der Realschule Ochtrup im Rahmen eines Sponsorenlaufs am 12.11.2002 bei.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im ersten Bauabschnitt wurden im Oktober und November 2002 und insbesondere im Rahmen eines Aktionstags Schulhofumgestaltung am 21.11.2002 folgende Ma\u00dfnahmen realisiert:<br \/>\n\u00b7\tteilweises Aufheben des Pflasters und Gestaltung einer Mittelinsel mit B\u00e4umen, Kletterb\u00e4umen und Sitzgelegenheiten<br \/>\n\u00b7\tlandschaftliche und sicherheitstechnische Gestaltung eines Gel\u00e4ndes als Vorbereitung auf die Installation einer Kletterwand &#8211; Installation der Kletterwand<br \/>\n\u00b7\tBegr\u00fcnung und k\u00fcnstlerische Gestaltung eines Zaunes zur Abgrenzung eines M\u00fcllcontainerplatzes<br \/>\n\u00b7\tGestaltung des Treffpunktes unter den Eichen, einem Aufenthaltsort der Sch\u00fcler, mit einer Hecke im Halbrund als Sichtschutz; B\u00e4nke und Findlinge erg\u00e4nzen diesen Aufenthaltsort der Sch\u00fcler<br \/>\nIm zweiten Bauabschnitt wurden im M\u00e4rz 2003 und wiederum im Rahmen eines zweiten Aktionstags Schulhofumgestaltung am 10.03.2003 folgende Ma\u00dfnahmen realisiert:<br \/>\n\u00b7\tUm das Basketballfeld herum, das asphaltiert ist, wurde das Pflaster aufgehoben, um hier zur optischen Gliederung des Gesamtgel\u00e4ndes einen Heckenstreifen anlegen zu k\u00f6nnen.<br \/>\n\u00b7\tEntlang der Sporthalle wird die Pflasterfl\u00e4che in der Breite der Eingangsstufen aufgenommen. So entsteht eine breitere Pflanzfl\u00e4che f\u00fcr standortgerechte einheimische Geh\u00f6lze. Auf einem Teil dieser Fl\u00e4che vor der Turnhalle wird Sandaufgebracht und ein Reck aufgestellt.<br \/>\nDie Sanierung des Realschulgeb\u00e4udes f\u00fchrte im Jahr 2004 zu einer Unterbrechung der Schulhofumgestaltung. Da die Fassadensanierung noch nicht abgeschlossen ist, konnte in einem weiteren Bauabschnitt im April 2005 die urspr\u00fcngliche Planung eingeschr\u00e4nkt wieder aufgenommen werden:<br \/>\n\u00b7\tNeben dem Verwaltungseingang wird eine Trockenmauer aus Sandstein errichtet als Spiel- und Sitzgelegenheit f\u00fcr Sch\u00fcler mit Initialpflanzung einer Auswahl typischer Mauerpflanzen. Von hier ausgehend wird eine neue Bepflanzung f\u00fcr die Beete entlang des Schulgeb\u00e4udes aus gemischten einheimischen Geh\u00f6lzen mit einem Heckenweg und Experimentier-Weidenh\u00e4usern entsprechend der urspr\u00fcnglichen Planung umgesetzt. Dazu werden weitere Fl\u00e4chen entsiegelt.<br \/>\n\u00b7\tEinsaat einer  rustikalen und trittfesten Rasenfl\u00e4che mit schon bestehenden eingestreuten Geh\u00f6lzen wie z. B. Kornelkirsche (Cornus mas), Jasmin (Jasminum officinale), Blutahorn (Acer platanoides Crimson King) sowie mit eingelassenen Eichenst\u00e4mmen als Spiel- und Sitzgelegenheiten.<br \/>\nDa das Ende der Geb\u00e4udesanierung auch im Juni 2005 noch nicht abzusehen ist, wird mit den bisher umgesetzten Ma\u00dfnahmen zur Schulhofumgestaltung dieses Projekt zun\u00e4chst abgeschlossen. Die Nachhaltigkeit der urspr\u00fcnglichen Zielsetzung wird auch dadurch gef\u00f6rdert, dass durch weitere Aktionstage mehr Sch\u00fclergenerationen in die Ma\u00dfnahmen eingebunden werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Alle Ma\u00dfnahmen wurden von der \u00f6rtlichen Presse begleitet. Au\u00dferdem wurde auf der Homepage der Realschule Ochtrup unter der Adresse http:\/\/www.realschuleochtrup.de der jeweils aktuelle Stand der Arbeiten regelm\u00e4\u00dfig ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>\u00b7\tAlle bisherigen Ma\u00dfnahmen sind in enger Zusammenarbeit von Sch\u00fclern, Eltern, Lehrern und Mitarbeitern des Schultr\u00e4gers mit gro\u00dfem Engagement erfolgreich umgesetzt worden. Die Konzentration aller Kr\u00e4fte auf die Umsetzung der geplanten Ma\u00dfnahmen darf jedoch nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass zur nachhaltigen Pflege der Anlagen noch weitere organisatorische Ma\u00dfnahmen ergriffen werden m\u00fcssen.<br \/>\n\u00b7\tDie umgestalteten Gel\u00e4ndefl\u00e4chen werden von den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern in den Pausen und nach dem Unterricht intensiv genutzt. Insbesondere auf der Mittelinsel und an der Kletterwand k\u00f6nnen die Sch\u00fcler\/innen ihren Bewegungsdrang ausleben.<br \/>\n\u00b7\tZerst\u00f6rungen auf den umgestalteten Fl\u00e4chen sind bislang w\u00e4hrend der Schulzeiten nicht aufgetreten. Die bef\u00fcrchteten Zerst\u00f6rungen bei der nachmitt\u00e4glichen und abendlichen Nutzung des Schulgel\u00e4ndes halten sich bislang in Grenzen.<br \/>\n\u00b7\tDie Motivation zur Umgestaltung des Schulgel\u00e4ndes ist bei den Beteiligten der Arbeitsgruppe trotz der durch die Geb\u00e4udesanierung mehrfach unterbrochenen Ma\u00dfnahmen unver\u00e4ndert gro\u00df. Dennoch haben sich auch organisatorische Schwierigkeiten ergeben, die darin begr\u00fcndet lagen, dass durch die Inanspruchnahme des Sabbatjahres von einzelnen Kolleginnen und Kollegen die Verantwortlichkeiten innerhalb der Arbeitsgruppe mehrfach wechselten, was im Zusammenwirken und bei Absprachen mit anderen Kooperationspartnern zu zeitlichen Verz\u00f6gerungen f\u00fchrte.<br \/>\n\u00b7\tEin weiteres wichtiges Ziel, gro\u00dfe Teile der gepflasterten Schulhoffl\u00e4che zu entsiegeln, konnte durch die bisher vollendeten Ma\u00dfnahmen kontinuierlich in die Tat umgesetzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Sch\u00fcler, Lehrer und Eltern der Realschule Ochtrup hatten sich zum Ziel gesetzt, das Schulgel\u00e4nde, das in seinem IST-Zustand \u00fcberwiegend gepflastert und wenig gegliedert ist, mit nat\u00fcrlichen Mitteln unter Ber\u00fccksichtigung der \u00f6rtlichen Gegebenheiten zu einem Ort umzugestalten, wo Kinder und Jugendliche zu Bewegungen und lebendigem Spiel angeregt werden. 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