{"id":23137,"date":"2023-07-28T10:32:05","date_gmt":"2023-07-28T08:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20451-01\/"},"modified":"2023-07-28T10:32:05","modified_gmt":"2023-07-28T08:32:05","slug":"20451-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20451-01\/","title":{"rendered":"Subterra &#8211; der Erde unter die Haut geschaut"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Subterra vermittelt dem Besucher auf anschauliche Weise Wissen \u00fcber die komplexe Welt in dem Boden unter seinen F\u00fc\u00dfen. So wird er f\u00fcr einen Teil seiner Umwelt sensibilisiert, den er wahrscheinlich noch nicht einmal bewusst wahrgenommen hat, um in Zukunft Begegnungen mit dem Thema Boden in seinem Alltag besser zu verstehen, einordnen und entsprechend handeln zu k\u00f6nnen. Um sinnvoll mit der Res-source Boden umzugehen, reicht es nicht aus, wenn die Bodenkunde lediglich ein Gebiet der Wissenschaftler und Fachleute bleibt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Einf\u00fchrung zum neuen Ausstellungs- und Erlebnisbereich Subterra erh\u00e4lt der Besucher durch ein unterirdisches Bodenlabyrinth. Er wird bewusst unter die Erdoberfl\u00e4che geschickt. Der Eingang zum Labyrinth bildet ein Abwasserkanalsystem, mit der Gegen\u00fcberstellung alt und neu. Es wird die Problematik Verschwendung von Trinkwasser und Aufbereitung von Abw\u00e4ssern aufgegriffen. \u00dcber verschiedene Ebenen gelangt der Besucher in den nat\u00fcrlichen Wurzeltunnel und macht die Bekanntschaft mit dem Unterirdischen. Im gesamten Labyrinth werden verschiedene Themen erlebnisorientiert angeboten. Im Labyrinth werden bewusst Irrwege und Sackgassen genutzt. Dadurch wird auf Probleme und Schwierigkeiten hingewiesen. Das Labyrinth kann nur \u00fcber den richtigen Weg verlassen werden. Nach dem Labyrinth geht es auf Bodentour in das Gel\u00e4nde des Natur- und Umweltparks. 14 Stationen warten mit \u00dcber-raschungen auf und laden zum Wissenstest ein. Das erworbene Wissen soll damit vertieft werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Konzeption des Bodenlehrpfades mit Bodenlabyrinth und Au\u00dfenstationen erfolgte unter Beachtung der nat\u00fcrlichen und infrastrukturellen Potenziale des NUP G\u00fcstrow. Die auf engem Raum zusammentreffende pleistoz\u00e4ne Mor\u00e4nenlandschaft mit den holoz\u00e4nen Moorbildungen im postglazial gepr\u00e4gten Nebeltal liefert besonders gute Voraussetzungen f\u00fcr die Darstellung typischer Faktoren der Landschaftsgenese Mecklenburg-Vorpommerns. Entsprechend der Bodenbildung erfolgte eine inhaltliche Zweiteilung des Lehrpfades in mineralische und organische B\u00f6den. Beide Abschnitte sind unabh\u00e4ngig von einander begehbar und thematisieren Genese, Eigenschaften, Nutzung und Gef\u00e4hrdung des jeweils anstehenden Bodens.<br \/>\nAls Einstieg in den Bodenlehrpfad wurde eine alte B\u00e4renanlage in ein Bodenlabyrinth umgebaut. Der Besucher geht \u00fcber eine alte Kanalisation unter die Erde. Dort erf\u00e4hrt er wie ein altes Abwassersystem aufgebaut ist, wie Trinkwasser zu Abwasser wird und dieses wieder aufbereitet wird. Er macht die Begegnung mit unterirdisch lebenden Tieren und kommt \u00fcber verschiedene Ebenen in einen Wurzeltunnel, wo der Gegensatz \u00fcberbauter und nicht \u00fcberbauter Boden sehr deutlich zum Ausdruck kommt.<br \/>\nAls Zielgruppe des Bodenlehrpfades werden bodenkundliche Laien, schwerpunktm\u00e4\u00dfig Familien und Se-nioren sowie Sch\u00fcler anvisiert. Im Vergleich zur fachlich vorgebildeten Zielgruppe muss bei der Ansprache von bodenkundlichen Laien neben geringen Grundkenntnissen auch von einem geringeren Interesse am Thema ausgegangen werden. Die didaktische Herausforderung lag daher zum einen in der ansprechenden, interessanten und verst\u00e4ndigen Vermittlung von Inhalten, zum anderen in der Ansprache einer weitgefassten Zielgruppe bez\u00fcglich des Alters. Daher wurde ein erlebnisorientiertes Konzept mit einer Kombination von beschreibender und interaktiver Wissensvermittlung, der M\u00f6glichkeit von sinnlicher Erfahrung und Anregung zum aktiven Erkunden und Erforschen der f\u00fcr viele noch weitgehend unbekannten Bodenwelt entwickelt. Der Name des Erkundungsweges, Subterra &#8211; der Erde unter die Haut geschaut, soll dieses Konzept einpr\u00e4gsam und anschaulich ausdr\u00fccken. Gleichzeitig wird durch den lateinischen Namen Subterra ein Bezug zur bestehenden Aqua-Ausstellung im Umweltbildungszentrum des NUP hergestellt.<br \/>\nDer Erkundungspfad f\u00fchrt den Besucher auf einem 2.800 m langen und als Rundweg gestalteten Erkundungsweg durch den Wald und das Moor des NUP. An einzelnen Stationen entlang des Weges erf\u00e4hrt der Besucher im wahrsten Sinne des Wortes Schritt f\u00fcr Schritt Hintergr\u00fcnde \u00fcber die -Entstehung, Eigenschaften und Bedeutung des Bodens.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Da der NUP G\u00fcstrow j\u00e4hrlich von 130.000 G\u00e4sten frequentiert wird ist eine breite \u00d6ffentlichkeitsarbeit m\u00f6glich. Das Projekt Bodenlehrpfad einschlie\u00dflich Bodenlabyrinth wird in allen Werbebrosch\u00fcren des Natur- und Umweltparks G\u00fcstrow pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit der Einsicht, dass ein Bewusstsein f\u00fcr den Boden in der breiten Bev\u00f6lkerung Voraussetzung f\u00fcr den Schutz dieser Lebensgrundlage ist, ist Subterra eine sinnvolle Erg\u00e4nzung der in den einzelnen Bundesl\u00e4ndern existierenden  Bodenlehrpfade. Durch die gezielte Ansprache bodenkundlicher Laien mit erleb-nisorientierten Methoden hebt sich das vorliegende Projekt von anderen Bodenlehrpfaden ab. Ob es mit Subterra gelingt, Neugierde f\u00fcr das Umweltmedium Boden zu wecken und zur Bildung eines Bodenbewusstseins beizutragen werden die Erfahrungen der n\u00e4chsten Jahre zeigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Subterra vermittelt dem Besucher auf anschauliche Weise Wissen \u00fcber die komplexe Welt in dem Boden unter seinen F\u00fc\u00dfen. 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