{"id":23126,"date":"2024-11-27T10:36:34","date_gmt":"2024-11-27T09:36:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20349-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:38","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:38","slug":"20349-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20349-01\/","title":{"rendered":"Konferenz: Nachhaltige Entwicklung in Seenregionen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung und die Durchf\u00fchrung von Agenda 21-Vorhaben z\u00e4hlen seit Beginn des Projektes Living Lakes zu den wichtigsten Zielen, die der GNF durch die Vernetzung und F\u00f6rderung von Initiativen zum Seen- und Trinkwasserschutz verfolgt. Anl\u00e4sslich des Weltgipfels (World Summit on Sustainable Development &#8211; WSSD) in Johannesburg im August\/September 2002 wird der Global Nature Fund die 7. Living Lakes Konferenz ebenfalls in S\u00fcdafrika als Vorfeldveranstaltung des Weltgipfels durchf\u00fchren. Inhaltliches Thema wird die Umsetzung der Agenda 21 in Seenregionen sein. Am Beispiel ausgew\u00e4hlter Praxisbeispiele werden erfolgreiche Modelle f\u00fcr die Umsetzung der lokalen Agenda 21 durch die Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen nicht staatlichen Einrichtungen (NGOs), Unternehmen und Beh\u00f6rden vorgestellt.<br \/>\nDie Vertreter deutscher Natur- und Umweltschutzverb\u00e4nde sollen des weiteren durch ihre Teilnahme am Weltgipfel die M\u00f6glichkeit erhalten, durch den Erfahrungsaustausch mit internationalen Experten und Entscheidungstr\u00e4gern Anregungen f\u00fcr eine effektive und erfolgreiche Fortf\u00fchrung und Weiterentwicklung von Projekten der Nachhaltigkeit zu erhalten bzw. geben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie an der 7. internationalen Living Lakes Konferenz teilnehmenden Wasserexperten, Wirtschaftsfachleute, Politiker und Seensch\u00fctzer werden Bedingungen f\u00fcr eine erfolgreiche Umsetzung der Agenda 21 vorstellen und diskutieren. Die einzelnen Schritte sind:<br \/>\n\u00a8\tDarstellung und Diskussion erfolgreicher Projekte und Kampagnen zu Seenschutz, Wasserschutz, Artenschutz und nachhaltige Entwicklung. \u00dcbertragbarkeit, Erfahrungs- und Wissensaustausch und Kommunikationsstrategien.<br \/>\n\u00a8\tAustausch von Erfahrungen mit Schutzma\u00dfnahmen in Seenregionen und Feuchtgebietsmanagement und die positiven Effekte auf die Artenvielfalt.\u00a8\tErarbeitung und Pr\u00e4sentation von Forderungen zum Seenschutz auf der Weltumweltkonferenz in Johannesburg.<br \/>\n\u00a8\tErarbeitung von Grundlagen und Eckdaten f\u00fcr einen Leitfaden zur Gestaltung von Partnerschaften zwischen Wirtschaft und NGOs.<br \/>\n\u00a8\tStrategien f\u00fcr nachhaltige Entwicklungskonzepte gem\u00e4\u00df Agenda 21 unter Einbindung aller Interessengruppen (Politik, Verwaltung, Wirtschaft, NGOs).<br \/>\nIn der Nachbereitung werden die Ergebnisse der Konferenz in einer umfangreichen Dokumentation und im Internet dargestellt und ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Erfahrungsaustausch und DiskussionsplattformEs gelang im Rahmen der Living Lakes-Konferenz knapp 150 Experten und Entscheidungstr\u00e4ger aus Wissenschaft, Beh\u00f6rden, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch \u00fcber Ma\u00dfnahmen, Ziele und Strategien zur Umsetzung von Agenda 21-Vorhaben zusammenzuf\u00fchren. Von deutscher Seite nahmen NGO-Vertreter von der Deutschen Umwelthilfe, dem Bund f\u00fcr Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bodensee-Stiftung und dem Deutschen Naturschutzring an der Konferenz teil. Dar\u00fcber hinaus stellten Dr. Tilmann Stottele, Leiter des Umweltamtes und Agendabeauftragter der Stadt Friedrichshafen, und Isabel Fezer, B\u00fcrgermeisterin der Stadt Radolfzell und Vorsitzende des Tourismus Untersee e. V., Struktur, Organisation, Prozesse und Projekte der Agenda 21 aus dem Bodenseeraum vor. Zu den vorgestellten Projekten aus Deutschland z\u00e4hlten Umweltvertr\u00e4gliche Kantinenk\u00fcchen am Bodensee, Betrieb von Solarbooten und F\u00f6rderung eines nachhaltigen Tourismus am Bodensee-Untersee.<br \/>\nProf. Dr. Klaus T\u00f6pfer, Exekutivdirektor der Umweltbeh\u00f6rde der Vereinten Nationen (UNEP), unterstrich als Hauptredner die Bedeutung von Kooperationen zwischen NGOs und Unternehmen als wichtiger Beitrag zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung.<br \/>\nAuf der Konferenz wurde die Erkl\u00e4rung Zw\u00f6lf Prinzipien f\u00fcr nachhaltige Entwicklung von Seenregionen verabschiedet. Die zw\u00f6lf Prinzipien zeigen notwendige gesetzliche Rahmenbedingungen f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung auf und lassen sich auf Seen- und Feuchtgebiete ebenso wie auf andere \u00d6kosysteme anwenden. Die Erkl\u00e4rung wurde vom GNF auf dem Weltgipfel im Rahmen mehrer Diskussionsver-anstaltungen vorgestellt. Damit konnte auch ein substantieller Beitrag zur gegenw\u00e4rtigen Diskussion \u00fc-ber eine Weltseenvision geleistet werden. Ein weiteres Ergebnis der Konferenz ist die Erarbeitung eines Leitfadens (Toolkits) mit Anleitungen und Hilfestellung zur Initiierung und erfolgreichen Umsetzung von Kooperationsprojekten (u. a. Sponsoring) zwischen Wirtschaftsunternehmen und NGOs unter Einbeziehung staatlicher Organe. Neben vier neuen Seenkandidaten (Viktoriasee, Chapala-See, Poyang-See, Peipsi- und Vortsj\u00e4rvsee) wurde w\u00e4hrend der Konferenz der antarktische Wostok See als Ehrenmitglied in das Living Lakes-Netzwerk aufgenommen. Neue Umwelt- und Sozialprojekte zur F\u00f6rderung einer nachhaltigen Entwicklung am St. Lucia See wurden von mehreren Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem GNF und seinen s\u00fcdafrikanischen NGO-Partnern im Rahmen der Konferenz lanciert.<br \/>\nZwei vom GNF organisierten Diskussionsveranstaltungen zu den Themen Schutz von Seen und S\u00fc\u00dfwasserreservoirs sowie Nachhaltige Entwicklung und Renaturierung von Feuchtgebieten und Seen boten deutschen und internationalen Experten wichtige Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ziel der \u00d6ffentlichkeitsarbeit war es, insbesondere deutsche Experten und Entscheidungstr\u00e4ger und die breite \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Ergebnisse der Living Lakes-Konferenz und die Living Lakes-Beitr\u00e4ge zum Weltgipfel zu informieren. Neben der Ver\u00f6ffentlichung eigener Pressemitteilungen und Beitr\u00e4ge im GNF-Newsletter und anderen Publikationen, begleiteten auf Einladung des GNF Medienvertreter aus Deutschland die Living Lakes-Konferenz und den Weltgipfel. W\u00e4hrend des Weltgipfels wurde im Rahmen eines Umwelt-Filmfestivals in Johannesburg eine 44-min\u00fctige Dokumentation \u00fcber das Living Lakes-Netzwerk gezeigt. Das Living Lakes-Projekt war w\u00e4hrend des Weltgipfels in Johannesburg vom 17. August bis 4. September 2002 im Ubuntu-Dorf im Rahmen der offiziellen Modellprojekte-Ausstellung vertreten. Dar\u00fcber hinaus nutzte der GNF die M\u00f6glichkeit seine Pr\u00e4sentation auf den WaterDome auszudehnen. Rund 13.000 Personen besuchten die beiden Seen-Ausstellungen. Der Global Nature Fund war neben der Bundesregierung der einzige deutsche Aussteller auf diesen beiden Messen. Es wurde eine 74-seitige Konferenzdokumentation mit praktischen Beispielen zum Thema nachhaltige Entwicklung und Agenda 21 produziert. Um eine m\u00f6glichst weite Verbreitung zu erzielen, wird die Publikation auch auf den Webseiten des GNF (www.globalnature.org, www.livinglakes.org und www.livingwetlands.org) als PDF-File zum kostenlosen Download angeboten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Projekt konnte ein wichtiger Beitrag zur Diskussion \u00fcber eine Verbesserung aquatischer \u00d6kosysteme und der nachhaltigen Entwicklung von Seenregionen geleistet werden. Es wurde Grundstein f\u00fcr eine fortgesetzte Beteilung und Zusammenarbeit deutscher Repr\u00e4sentanten bei der nationalen und internationalen Entwicklung und Umsetzung von Projekten zur nachhaltigen Seenentwicklung gelegt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung und die Durchf\u00fchrung von Agenda 21-Vorhaben z\u00e4hlen seit Beginn des Projektes Living Lakes zu den wichtigsten Zielen, die der GNF durch die Vernetzung und F\u00f6rderung von Initiativen zum Seen- und Trinkwasserschutz verfolgt. 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