{"id":23124,"date":"2023-07-13T15:22:28","date_gmt":"2023-07-13T13:22:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20343-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:29","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:29","slug":"20343-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20343-01\/","title":{"rendered":"Unterst\u00fctzung des internationalen Studentenwettbewerbs und Verleihung eines Sonderpreises Umwelt der DBU anl\u00e4sslich des Weltkongresses der Architektur in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Veranstalter des Architektur-Weltkongresses, der erstmals in Deutschland stattfand, waren die Union Internationale des Architectes (UIA) und der Bund Deutscher Architekten BDA, der den Kongress als nationale UIA-Sektion vorbereitete und organisierte. Unter dem Leitthema Ressource Architektur war der XXI. Architektur-Weltkongress UIA Berlin 2002 in Fortsetzung des vor einem Jahrzehnt begonnenen interdisziplin\u00e4ren Dialogs \u00fcber die Verbesserung der weltweiten Lebens- und Umweltbedingungen (Umweltkonferenz 1992 in Rio de Janeiro, Weltsiedlungskonferenz HABITAT II 1996 in Istanbul, Weltst\u00e4dtekonferenz URBAN 21 in Berlin) eine Plattform, Strategien nachhaltigen Bauens und der zukunftsf\u00e4higen Gestaltung der St\u00e4dte und l\u00e4ndlichen R\u00e4ume zu ent-wickeln. Der berufliche Nachwuchs wurde, wie bei keinem vorherigen Kongress, auf vielf\u00e4ltige Art und Weise in das Programm einbezogen. Fester Bestandteil des Kongressprogramms war der Internationale UIA Studentenwettbewerb Defining an Architecture for the 21st Century mit dem Ziel Vorstellungen f\u00fcr die Entwicklung eines innerst\u00e4dtischen Quartiers in Berlin zu erhalten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Wettbewerbsaufgabe und die notwendigen Planunterlagen wurden in Zusammenarbeit des UIA Ber-lin 2002, der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung Berlin und den Eigent\u00fcmern des Gel\u00e4ndes formuliert und zusammengestellt. Die Auslobungsunterlagen mit Daten, Fotos, Pl\u00e4ne und Analysen waren seit dem 1. September 2001 zum Download unter www.uia-berlin2002.com erh\u00e4ltlich. Die Auslobung erfolgte als offener, internationaler, einstufiger Ideenwettbewerb, das Verfahren war anonym, die Wettbewerbssprache Englisch. Teilnahmeberechtigt waren Studierende mit mindestens zweij\u00e4hriger Studienpraxis der Fachrichtungen Architektur und\/oder St\u00e4dtebau; Studierende der Fachrichtungen Landschaftsplanung\/-architektur und Kunst konnten in Zusammenarbeit mit Studierenden der Fachrichtungen Architek-tur und\/oder St\u00e4dtebau teilnehmen. R\u00fcckfragen wurden schriftlich im Internet und bis einschlie\u00dflich Freitag, 16. November 2001 gestellt. Die Fragen und Antworten wurden vom Auslober zusammengestellt und den Teilnehmern \u00fcber die Homepage zug\u00e4nglich gemacht. Die Beitr\u00e4ge in Form von zwei A1-Bl\u00e4ttern (84,1cm x 59,4 cm) plus einer Kopie, Erl\u00e4uterungsbericht und nach M\u00f6glichkeit auch auf CD-ROM (Format .dxf) waren bis Samstag, 27. April 2002, beim UIA Berlin 2002 e. V. einzureichen.<br \/>\nDas Architekturb\u00fcro [phase eins]. wurde am 9. April 2002 in Berlin beauftragt und pr\u00fcfte \u00fcber 540 Wettbewerbsbeitr\u00e4ge aus aller Welt vor. Die international zusammengesetzte Jury wurde im Juli 2001 eingeladen die besten Entw\u00fcrfe zu pr\u00e4mieren. Sie tagte am 16. und 17. Mai 2002 in Berlin.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Neben den nat\u00fcrlichen Ressourcen ist in einer zunehmend verst\u00e4dterten Welt die gebaute Architektur eines der wertvollsten G\u00fcter der Menschheit, eine Quelle des Dialogs der Zivilisationen. Die gebaute Umwelt ist als das Produkt technischer, politischer, \u00f6konomischer und kulturell-gesellschaftlicher Prozesse in ihren physischen Qualit\u00e4ten der Rohstoff unserer Lebensumst\u00e4nde. Diese zu erhalten und zu entwickeln, ist die gro\u00dfe Aufgabe der Architektur im 21. Jahrhundert.<br \/>\nDie Herausforderungen, die heute und in Zukunft an die st\u00e4dtebauliche Entwicklung und das Leben gestellt werden, umfassen mehr als nur die Befriedigung der Grundbed\u00fcrfnisses. Die Pluralit\u00e4t der Gesell-schaft, unterschiedliche Wohn- und Freizeitbed\u00fcrfnisse, vom Single \u00fcber die junge Familie bis hin zur Pflegebed\u00fcrftigkeit  und Vereinzelung, Vernetzung von Wohnen und Arbeiten, bestimmt unseren Alltag und bed\u00fcrfen einer flexiblen, differenzierten und nachhaltigen Betrachtung und Umsetzung.<br \/>\nIm gleichberechtigten interdisziplin\u00e4ren und internationalen Austausch k\u00f6nnen durch Studierende aus der ganzen Welt die dringendsten Aufgaben zur Gestaltung einer lebenswerten Umwelt angegangen, Fragen gestellt und L\u00f6sungsans\u00e4tze aufgezeigt werden.<br \/>\nExemplarisch erfolgte die Auseinandersetzung mit dem konkreten Standort Heidestra\u00dfe in Berlin-Mitte zum Thema Entwicklung, Vernetzung und Verdichtung von innerst\u00e4dtischen Brachfl\u00e4chen in St\u00e4dten, die einen Beitrag f\u00fcr eine m\u00f6gliche Entwicklung von Strategien nachhaltigen Bauens im Sinne der Kreislaufwirtschaft leisten. 10 Jahre nach der Wiedervereinigung beider Stadth\u00e4lften, die von Aufbruch, Euphorie, Aufschwung, Experiment aber auch Entt\u00e4uschung und Depression bestimmt waren, pr\u00e4gen Stagnation, Leerst\u00e4nde und Zwischennutzungen das Areal, bisweilen bestehen Interimsl\u00f6sungen im Ansatz.<br \/>\nAuf der Grundlage der dargelegten Erkenntnisse und der Herausforderungen, die an die zuk\u00fcnftige gesellschaftspolitische und st\u00e4dtebauliche Entwicklung gestellt werden, sollten f\u00fcr das Bearbeitungsgebiet Ideen entwickelt werden, die auf die heutigen und k\u00fcnftigen gesellschaftlichen Bed\u00fcrfnisse eingehen und das Areal in seiner Gesamtheit ber\u00fccksichtigen und gleichzeitig in das Stadtgef\u00fcge integrieren. Unter Einbeziehung der benachbarten Gebiete, wurden Ideen und Perspektiven gewonnen, die L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die Zukunft der Stadt skizzieren und dieses innerst\u00e4dtische Quartier mit dem restlichen Stadtgef\u00fcge vernetzten und somit Br\u00fccken zwischen den einzelnen Quartieren schaffen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind auf der Homepage des UIA Berlin 2002 unter ww.uia-berlin2002.com einzusehen. Zum XXI. Architektur-Weltkongress erschien in Zusammenarbeit mit dem Birkh\u00e4user Verlag eine Publikation, die die Wettbewerbsaufgabe dokumentiert und die Entw\u00fcrfe der Preis- und Anerkennungstr\u00e4ger vorstellt.<br \/>\nKongressbegleitend wurden die Pl\u00e4ne in einer Ausstellung pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen &#8211; europ\u00e4ische Stadt, soziale Stadt, Umweltkommunikation, Mobilit\u00e4t, Dienstleistungs-Wissensgesellschaft &#8211; stellt sich die Frage nach der zuk\u00fcnftigen Ausrichtung und der Architektursprache unserer St\u00e4dte. Die Erhaltung und Modernisierung bestehender Strukturen muss mit der Erfindung und Weiterentwicklung von Bauformen einhergehen, die sich den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft stellen. Unter diesen und ressourcenschonenden Aspekten wurde der konkrete Standort Heidestra\u00dfe in Berlin-Mitte zum Thema Entwicklung, Vernetzung und Verdichtung von innerst\u00e4dtischen Brachfl\u00e4chen bearbeitet. Die Wettbewerbsaufgabe, die zusammen mit den Eigent\u00fcmern des Gel\u00e4ndes, DB Immobiliengesellschaft mbH und Vivico formuliert wurde, richtete sich auf st\u00e4dtebauliche L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr eine zukunftsorientierte Nutzung des Gel\u00e4ndes, zwischen Spandauer Schifffahrtskanal und den alten Gleisanlagen in unmittelbarer N\u00e4he des k\u00fcnftigen Zentralbahnhofs Berlin.<br \/>\nAus einer Vielfalt an interessanten L\u00f6sungsans\u00e4tzen von \u00fcber 540 Entw\u00fcrfen, mit mehr als 1.000 Teilnehmern aus 46 L\u00e4ndern, verlieh die internationale Jury den UNESCO-Preis der Architektur und zeichnete weitere 17 Entw\u00fcrfe mit Preisen und Anerkennungen aus. Die ausgew\u00e4hlten Entw\u00fcrfe zeigen verschiedene Wege und Perspektiven auf und stellen damit einen wertvollen Beitrag zur k\u00fcnftigen Entwicklung der Stadt dar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Veranstalter des Architektur-Weltkongresses, der erstmals in Deutschland stattfand, waren die Union Internationale des Architectes (UIA) und der Bund Deutscher Architekten BDA, der den Kongress als nationale UIA-Sektion vorbereitete und organisierte. Unter dem Leitthema Ressource Architektur war der XXI. 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