{"id":23106,"date":"2023-09-17T10:32:01","date_gmt":"2023-09-17T08:32:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17400-26\/"},"modified":"2023-09-17T10:32:04","modified_gmt":"2023-09-17T08:32:04","slug":"17400-26","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17400-26\/","title":{"rendered":"Demonstration umweltgerechter Ver- und Entsorgungssysteme f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Berg- und Schutzh\u00fctten am Beispiel des Hochjoch-Hospizes auf 2.413 m \u00fc. NN in den \u00d6tztaler Alpen \/ \u00d6sterreich"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In den Bereichen Trinkwasser, Abwasser und Abfall waren 2003 auf dem Hochjochhospiz keine projektbezogenen Ma\u00dfnahmen erforderlich; diese Bereiche waren bereits auf hohem Niveau geregelt. Auf dem Gebiet des Brandschutzschutzes stand die Sektion in Diskussion mit dem Baubezirksamt Imst. Das Projekt bezog sich auf ein neues Energiekonzept f\u00fcr das Hochjoch-Hospiz. Grundlage f\u00fcr die baulichen Um-setzungen waren die Planungen der Firma NET Neue Energie Technik GmbH, A &#8211; Salzburg. Geplant war die Umsetzung einer umweltgerechten Energieversorgung, elektrisch und thermisch, f\u00fcr Sommer- und Fr\u00fchjahrsbetrieb. Ziel war es, Diesel- und Heiz\u00f6l sowie Koks und Steinkohle zu eliminieren (Ausbau des alten Dieselaggregats und Heizkessels). Eingebaut werden sollten ein BHKW auf Pflanzen\u00f6lbasis, eine Photovoltaikanlage, Wasser- thermie sowie eine neue Dachhaut.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEs war vorgesehen, das Geb\u00e4ude w\u00e4rmetechnisch durch eine Dachd\u00e4mmung sowie Fenstererneuerungen zu sanieren. Des Weiteren sollte die elektrische Leistung auf 28,8 kW reduziert werden. Dieses sollte \u00fcberwiegend durch den Ersatz eines W\u00e4schetrockners (3 statt 16 kW) und die Verbesserung der Beleuchtung (1,3 statt 5,4 kW) geschehen. Der Stromverbrauch wurde mit rund 120 kWh pro Tag prognostiziert.<br \/>\nAls k\u00fcnftige Komponenten der Energieversorgung waren geplant:<br \/>\n&#8211;\tPflanzen\u00f6l-BHKW: 17 kVA; sanierte Wasserkraftanlage: 7 kVA;<br \/>\n&#8211;\tSolargenerator: 4,5 kWp;<br \/>\n&#8211;\tBatteriesatz: 1600 Ah, 48 VDC (= 76,8 kWh Kapazit\u00e4t);<br \/>\n&#8211;\tWechselrichter: 10,5 kVA;<br \/>\n&#8211;\tHeizkessel mit Pflanzen\u00f6lbrenner und Thermische Solaranlage mit einer Kollektorfl\u00e4che von<br \/>\n      16 m2 Vakuumflachkollektoren.<br \/>\nDas Kochen erfolgte mit Gas und teilweise mit Holz. Die neue energiesparende Heizungsanlage sollte es erm\u00f6glichen, verschiedene Heizkreise aufzubauen. Ein Pufferschichtspeicher war f\u00fcr die thermische Energiespeicherung verantwortlich, der in den vorhandenen Heizraum eingebaut werden sollte. Dieser Pufferspeicher sollte die thermische Energie von BHKW, Pflanzen\u00f6lbrenner und von der Solaranlage als auch \u00fcbersch\u00fcssige elektrische Energie vom Wasserkraftwerk aufnehmen und in das Heizungsnetz verteilen k\u00f6nnen. Der eigene Brauchwasserboiler war f\u00fcr die Warmwasserversorgung vorgesehen. Alle Warmwasser-leitungen waren noch zu isolieren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>2004 wurden die urspr\u00fcnglich geplanten technischen Anlagen auf dem Hochjochhospitz in Betrieb genommen. Diese bestanden im Wesentlichen aus folgenden Komponenten:<br \/>\n&#8211;\tNeuinstallation eines Pflanzen\u00f6l betriebenes BHKWs und \u00d6lbrenners, einer Photovoltaikanlage, einer solarthermischen Anlage inkl. Pufferspeichern, Neuverkabelung der H\u00fctte inkl. Brandmeldeanlage<br \/>\n&#8211;\tEinbau von einem AC gekoppelten Drehstromsystem \u00fcber Wechselrichter und einer neuen Systemsteuerung, Installation eines Batteriespeichers<\/p>\n<p>Bereits von Anfang an haben in diesem neuen Energieverbund einzelne Systeme nicht oder nur unzureichend und entsprechend unzuverl\u00e4ssig betrieben werden k\u00f6nnen (siehe auch Beschreibungen im ausf\u00fchrlichen Schlussbericht).<br \/>\nIm Fr\u00fchjahr 2008 wurde aufgrund der gro\u00dfen Probleme mit dem BHKW und der Systemsteuerung die Energieanlage umgebaut bzw. erneuert. So wurde ein neues BHKW, eine neue Batterieanlage, neue Wechselrichter und eine v\u00f6llig \u00fcberarbeitete elektrische und thermische Systemsteuerung installiert.<br \/>\nDie immer schon vorhandene Wasserkraftanlage wurde erstmals komplett in das System mit integriert. Dies f\u00fchrte dazu, dass im Sommer das BHKW nicht mehr laufen muss.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Vorstellung des ersten Ausbaus auf dem 6. Internationalen Fachseminar Umweltgerechte Konzepte f\u00fcr Berg- und Schutzh\u00fctten in Benediktbeuern 2006; Pr\u00e4sentation der \u00dcberarbeitung im Rahmen des 10. Internationalen Fachseminars 2010.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Auf dem Hochjochhospitz sind bei der ersten Umr\u00fcstung 2004 die grunds\u00e4tzlichen Voraussetzungen geschaffen worden, die H\u00fctte im Winter \u00fcberhaupt wieder er\u00f6ffnen zu k\u00f6nnen. Die Auswahl der damals eingebauten Komponenten muss im Nachhinein sowohl im Einzelnen wie auch im Energieverbund als unzureichend angesehen werden. Trotzdem wurde hier versucht, ein neues BHKW, einen Pflanzen\u00f6lbrenner und die entsprechende Systemtechnik zu installieren. Dass sich bei der F\u00f6rderung von Neuheiten unter anderem im Nachhinein herausstellen kann, dass die verwendeten Techniken nicht in diesem Ma\u00dfe f\u00fcr den Einsatz auf z.B. einer exponierten Bergh\u00fctte geeignet sind, ist ein ungl\u00fccklicher Umstand, aber gerade bei Demonstrations- und Versuchsobjekten m\u00f6glich.<br \/>\n2008 wurden dann die technischen Fehler z.T. durch Neubau, z.T. durch eine andere Einstellung und Einbindung in das komplette System ausgemerzt. Seither l\u00e4uft die Energieversorgung der H\u00fctte ohne Schwierigkeiten und sogar mit einer Einsparung von 1.400 l Pflanzen\u00f6l gegen\u00fcber 2007.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In den Bereichen Trinkwasser, Abwasser und Abfall waren 2003 auf dem Hochjochhospiz keine projektbezogenen Ma\u00dfnahmen erforderlich; diese Bereiche waren bereits auf hohem Niveau geregelt. 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