{"id":23103,"date":"2025-04-10T10:32:16","date_gmt":"2025-04-10T08:32:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20265-01\/"},"modified":"2025-04-10T10:32:17","modified_gmt":"2025-04-10T08:32:17","slug":"20265-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20265-01\/","title":{"rendered":"Internationales Dialogzentrum Umwelt und Entwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die osteurop\u00e4ischen L\u00e4nder haben die Bedingungen f\u00fcr den EU-Beitritt im Kapitel Umwelt zeitgleich mit der Bew\u00e4ltigung von Umstrukturierungsprozessen in fast allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu erf\u00fcllen. Auch vor dem Hintergrund knapper finanzieller Ressourcen erscheint es sinnvoll, in Deutsch-land gemachte Erfahrungen mit in die Entscheidungsfindung zu nationalen Umwelt- und Entwicklungskonzepten in den neuen EU-Mitgliedsl\u00e4ndern einzubringen. Der damit verbundene Austausch von Erfah-rungen kann ein wichtiger Ansatzpunkt f\u00fcr langfristige Kooperationen mit den neuen Mitgliedsl\u00e4ndern zu Fragen des Umweltschutzes in Europa sein.<br \/>\nDas Internationale Dialogzentrum Umwelt und Entwicklung (IDCED) will Entscheidungstr\u00e4gern in der regionalen und kommunalen Verwaltung Unterst\u00fctzung beim Aufbau leistungsf\u00e4higer Infrastrukturen der Wasser-, Abfall- und Energiewirtschaft geben. Dar\u00fcber will das IDCED insbesondere deutschen Unternehmen der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft Ansatzpunkte f\u00fcr einen Zugang zu den Umweltm\u00e4rkten der neuen EU-Mitgliedsl\u00e4nder aufzeigen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden2003 soll das IDCED Netzwerk mit seiner Zentrale in Magdeburg und nationalen Zentren in Bulgarien, Rum\u00e4nien, Polen, Litauen und in der Slowakei aufgebaut werden. In den Jahren 2004 und 2005 soll das IDCED vorrangig nachfolgende Leistungsbereiche entwickeln:<br \/>\na)\tErarbeitung von Analysen zur regionalen Infrastrukturentwicklung<br \/>\nb)\tVermittlung von Partnerschaften mit deutschen Unternehmen und Kommunen<br \/>\nc)\tUnterst\u00fctzung beim Aufbau nationaler und regionaler Umweltinformationszentren<br \/>\nd)\tUmsetzung von Beispiell\u00f6sungen im betrieblichen Umweltschutz<br \/>\ne)\tInformationen zur Auftragsvergabe und Vermittlung von Unternehmenskooperationen<br \/>\nIn den Jahren 2004 und 2005 sollen mit der Arbeit des IDCED auch die Voraussetzungen f\u00fcr die Erweiterung des Netzwerkes durch nationale Zentren in anderen mittel- und osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern geschaf-fen werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>IDCED konnte sich mit seinem Netzwerk von nationalen Umwelt- und Wirtschaftsexperten zu einem leistungsf\u00e4higen internationalen Dialogzentrum zur F\u00f6rderung der europ\u00e4ischen Zusammenarbeit im Um-weltschutz entwickeln. IDCED hat in der bisherigen T\u00e4tigkeit von Oktober 2003 bis Januar 2006:<br \/>\n\u00b7\t347 Fach und F\u00fchrungskr\u00e4ften aus 6 L\u00e4ndern durch das Vermitteln von Praxiserfahrungen, insbesondere aus dem Umbau der kommunalen Ver- und Entsorgungswirtschaft und der Wirtschaft in den neuen Bundesl\u00e4ndern, Unterst\u00fctzung bei der Entscheidungsfindung zu Probleml\u00f6sungen im eigenen Land gegeben;<br \/>\n\u00b7\tin 35 internationalen Veranstaltungen 1.688 Fach- u. F\u00fchrungskr\u00e4fte \u00fcber die europ. Umweltpolitik u. Ansatzpunkte f\u00fcr Kooperationen zur Umsetzung von Umweltentlastungskonzepten informiert,<br \/>\n\u00b7\t192 Unternehmen in Deutschland \u00fcber die Rahmenbedingungen und den Zugang zu den Umweltm\u00e4rkten der erweiterten EU informiert,<br \/>\n\u00b7\t25 Kooperationen deutscher Unternehmen zur Umsetzung von Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb von Anlagen und Netzen der Ver- und Entsorgung in den L\u00e4ndern angeregt, in denen es mit na-tionalen Zentren vertreten ist,<br \/>\n\u00b7\tIn 12 Unternehmen die Einf\u00fchrung von Konzepten der umweltgerechten Unternehmensf\u00fchrung bef\u00f6rdern sowie<br \/>\n\u00b7\tden Aufbau von Partnerschaften zwischen 2 Kommunen und 31 Unternehmen der Kommunalwirtschaft aus den neuen EU-Mitglieds- und Kandidatenl\u00e4ndern mit Deutschland initiiert.<br \/>\nDie Arbeit des internationalen Dialogzentrums wird in direkter Zusammenarbeit zwischen IDCED Deutschland in Magdeburg (Zentrale von IDCED) und dem in das IDCED-Netzwerk eingebundenen nationalen Zentren in Bulgarien, Litauen, Polen, Rum\u00e4nien, der Slowakei und Ungarn geleistet.<br \/>\nDie strategische Arbeit des IDCED wird durch den internationalen Beirat des IDCED beratend begleitet. Er gibt fachliche Anregung f\u00fcr die Herausarbeitung der Arbeitsschwerpunkte des Dialogzentrums und Unterst\u00fctzung beim Umsetzen der f\u00fcr die einzelnen L\u00e4nder festgelegten Arbeitsschwerpunkte. Neben Vertretern deutscher Institutionen sind die Umweltministerien, Vertreter der Kommunalenspitzenverb\u00e4nde und andere wichtige Akteure aus den IDCED-Netzwerk-L\u00e4ndern vertreten.<br \/>\nAls Anerkennung des internationalen Netzwerkes wird die Arbeit des IDCED in den Jahren 2005 und 2006 \u00fcber ein F\u00f6rderprogramm f\u00fcr haupts\u00e4chlich im Umweltschutz t\u00e4tige Nichtregierungsorganisationen aus Mitteln der Generaldirektion Umwelt der Europ\u00e4ischen Union gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der \u00d6ffentlichkeitsarbeit hat IDCED von Anbeginn einen gro\u00dfen Stellenwert zugeordnet. IDCED steht heute f\u00fcr Kompetenz und Engagement f\u00fcr die Umwelt in Europa. Grundlage war hier ein rechtzeitig ent-wickeltes und j\u00e4hrlich fortgeschriebenes Marketingkonzept. Hauptlinien der \u00d6ffentlichkeitsarbeit sind<br \/>\n\u00a7\tdas Internetportal www.idced.com<br \/>\n\u00a7\tdie Ver\u00f6ffentlichung von periodischen Informationen (Reports),<br \/>\n\u00a7\tdie Ver\u00f6ffentlichung von Fachbeitr\u00e4gen zu den Umweltm\u00e4rkten in Fachzeitschriften und<br \/>\n\u00a7\tdie Vermittlung von Informationen und Kontakten \u00fcber IDCED-Veranstaltungen.<br \/>\nIm Projektzeitraum wurden 2 IDCED-Reports und 5 IDCED-Infrastrukturreports ver\u00f6ffentlicht. Auf die ebenfalls geplante azyklische Herausgabe von IDCED-Positionen wurde verzichtet. Diese wurden in Artikeln f\u00fcr Fachzeitschriften eingebunden. Dar\u00fcber hinaus wurde ab 2005 in viertelj\u00e4hrlicher Ver\u00f6ffentlichung IDCED\/IWU Aktuell herausgegeben.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>IDCED ist mit seinen nationalen Zentren heute ein anerkannter Partner von Politik und Wirtschaft in Deutschland und in den L\u00e4ndern, in denen es mit nationalen Zentren vertreten ist. Die IDCED-Struktur und die spezialisierte Zielstellung wurden in Deutschland und in den IDCED-Partnerl\u00e4ndern bisher noch nicht praktiziert. Die weitere Arbeit wird wesentlich davon gepr\u00e4gt sein, wie es gelingt die Akteure und Interessenten an internationalen Kooperationen an einer Zusammenarbeit mit IDCED zu interessieren. Der bisher erreichte Grad der Bekanntheit von IDCED ist auszubauen, um fachliche und wirtschaftliche Allianzen im In- und Ausland weiter aufbauen zu k\u00f6nnen. Die IDCED-Arbeit macht deutlich, wie wichtig es war die nationalen Akteure mit in die Planung und Entscheidung einzubinden. So konnte die Arbeit zuverl\u00e4ssig an den nationalen Bed\u00fcrfnissen zur Zusammenarbeit bei der Umsetzung nationaler Umweltstrategien ausgerichtet werden. Die F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten in den neuen Mitgliedsstaaten der EU sind vorrangig auf die Unterst\u00fctzung durch Mittel der EU und die Kofinanzierung gro\u00dfer Investitionsprojekte ausgerichtet. F\u00fcr dringend erforderliche Aufgaben der regionalen und kommunalen Entwicklungs- und Umweltplanung und auch f\u00fcr Weiterbildung der Fachkr\u00e4fte stehen nationale Mittel nur sehr begrenzt zur Verf\u00fcgung. IDCED wird sicher noch das Jahr 2006 brauchen, um sich wirtschaftlich weiter stabilisieren zu k\u00f6nnen, um als unabh\u00e4ngiger Akteur aus einer neutralen Position heraus unterst\u00fctzend wirken zu k\u00f6nnen. IDCED hat den ersten Schritt getan, um aus eigener Kraft weiter arbeiten zu k\u00f6nnen. Es hat sich als leistungsf\u00e4higer und in der Umsetzung zuverl\u00e4ssiger Projektpartner etabliert. Zunehmend werden auch die angebotenen Leistungen kostendeckend finanziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die osteurop\u00e4ischen L\u00e4nder haben die Bedingungen f\u00fcr den EU-Beitritt im Kapitel Umwelt zeitgleich mit der Bew\u00e4ltigung von Umstrukturierungsprozessen in fast allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu erf\u00fcllen. 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