{"id":23083,"date":"2023-07-13T15:22:21","date_gmt":"2023-07-13T13:22:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20213-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:24","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:24","slug":"20213-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20213-01\/","title":{"rendered":"Bremer Colloquium: Produktionsintegrierte Wasser-\/ Abwassertechnik 2002 &#8211; Nachhaltige Produktion in der Getr\u00e4nke- und Lebensmittelindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Jahre 2001 ist es in Deutschland, ausgel\u00f6st durch die Lebensmittelskandale der letzten Jahre (u. a. BSE-Krise), zu einer kritischen Diskussion \u00fcber die Art der Nahrungsmittelproduktion gekommen, in der au\u00dfer der Lebensmittelqualit\u00e4t und -sicherheit auch ethische und \u00f6kologische Aspekte eine wichtige Rolle spielen.<br \/>\nDie nachhaltige Produktion von Lebensmitteln stellt somit eine der zentralen Herausforderungen der Gesellschaft dar, da sie f\u00fcr die menschliche Existenz und dessen Einflussnahme auf die Umwelt mit entscheidend ist. Dar\u00fcber hinaus hat sie eine fundamentale Bedeutung f\u00fcr die wirtschaftliche Konkurrenzf\u00e4higkeit Europas, da hier eine direkte Kopplung zwischen biotechnologischer Innovation und Umweltverfahrenstechnik gegeben ist. Die Lebensmittelherstellung geh\u00f6rt zu den wasserintensivsten Produktionen, wobei die Wasserressource weltweit immer geringer wird und die Weltbev\u00f6lkerung ansteigt. Des Weiteren f\u00fchrt die offensichtliche Belastung von Mensch und Umwelt mit gef\u00e4hrlichen Wirkstoffen zu immensen Kosten im Gesundheitswesen und damit zu hohen volkswirtschaftlichen Sch\u00e4den. Die Erforschung und Umsetzung von neuen Erkenntnissen der Grundlagenforschung bis zur gro\u00dftechnischen Anwendung steht daher im Zentrum des Interesses.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Bremer Kolloquium Produktionsintegrierte Wasser-\/Abwassertechnik 2002 ist auf eine nachhaltige Produktion in der Lebensmittelindustrie ausgerichtet, wobei fetthaltige Produkte und Getr\u00e4nke im Fokus des Interesses stehen. Die f\u00fcr eine nachhaltige Produktion erforderlichen neuen Produktionsans\u00e4tze, integrierte Wasser-\/Abwassertechniken und neue Entwicklungsrichtungen sollen vorgestellt werden.<br \/>\nDie Ausrichtung des Bremer Kolloquiums auf integrierte Probleml\u00f6sungen, die bereits bei der Entwicklung von Produkten und Verfahren ansetzen, ist zukunftsorientiert und bisher einzigartig in Europa. Infolgedessen hat das Bremer Kolloquium in Bezug auf die Darstellung der Innovationsleistung, des Leistungsangebots und der Konkurrenzf\u00e4higkeit im europ\u00e4ischen Vergleich eine sehr hohe Bedeutung.<br \/>\nDas Bremer Kolloquium kann somit dazu beitragen, die einzelbetrieblichen Wettbewerbsbedingungen u.a. von kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen zu verbessern, die Standortvorteile in dem zukunftstr\u00e4chtigen Bereich des integrierten Umweltschutzes insgesamt weiter zu entwickeln und die internationale Markt- und Konkurrenzf\u00e4higkeit zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Bremer Kolloquium Produktionsintegrierte Wasser-\/Abwassertechnik fand vom 16. bis 17. September 2002 im Congress Centrum Bremen statt. Als Mitveranstalter bzw. Sponsoren des Bremer Kolloquiums traten die DLG (Veranstalter der Anuga Foodtec), die DBU, die GVC sowie die DE-CHEMA auf.<br \/>\nF\u00fcr die Programmerstellung wurde auf eine freie Ausschreibung (Call for Papers) verzichtet. Statt dessen wurde ein Programmausschuss eingerichtet, in dem Mitglieder aus der Fachwelt die Vortragsthemen sowie die Vortragenden ausw\u00e4hlten bzw. akquirierten. Hierzu war ein Mehraufwand durch das IUV zu leisten, insbesondere durch einen vermehrten Zeitaufwand f\u00fcr die Akquisition von Teilnehmern f\u00fcr den Programmbeirat sowie Vortragenden (h\u00f6herer Personaleinsatz), die Erstattung von Reisekosten (Programmbeirat), etc..<br \/>\nNach den Gru\u00dfworten von Frau Senatorin Wischer (Bremer Senat f\u00fcr Bau und Umwelt) und Herrn Prof. R\u00e4biger (IUV) wurde mit drei \u00dcbersichtsbeitr\u00e4gen \u00fcber die Rahmenbedingungen f\u00fcr nachhaltiges Wirt-schaften &#8211; IPP (Dipl.-Ing. Rebhan, AR\u00d6W GmbH), Gesetzliche Grundlagen zum Einsatz von Trink- und Betriebswasser (Dr. Bartel, Umweltbundesamt, Berlin) sowie das Kontaminationspotenzial von Biofilmen (Prof. Flemming, Institut f\u00fcr Wasserchemie und Wassertechnologie) in die Thematik einge-f\u00fchrt. Im daran anschlie\u00dfenden Vortragsblock wurden Neuentwicklungen und Fortschritte im Bereich Reinigungstechniken in der Lebensmittelindustrie aufgezeigt.<br \/>\nF\u00fcr die gew\u00e4hlten Schwerpunktthemen fetthaltige Produkte und Getr\u00e4nke wurde in verschiedenen Bl\u00f6cken f\u00fcr einen ausgew\u00e4hlten Industriezweig zum einen auf neue Produktionsans\u00e4tze und zum anderen auf produktionsintegrierte Umweltschutzma\u00dfnahmen (PIUS) der Wasser-\/Abwassertechnik eingegangen. Ferner wurden in einem weiteren Block f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Units neue Entwicklungen und Anwendungsm\u00f6glichkeiten vorgestellt (Vortragsbl\u00f6cke B und C). In einem weiteren f\u00fcr die Lebensmittelindustrie fokussierten Schwerpunktthema wurden neue biotechnologische Ans\u00e4tze aufgezeigt (Vortragsblock D), die sich in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen der Produktion, Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung nicht nur weiter etabliert haben, sondern als Zukunftstechnologie gelten.<br \/>\nAlle Beitr\u00e4ge des Kolloquiums sind in einem Preprint-Band zusammengefasst und ver\u00f6ffentlicht worden (siehe http:\/\/www-user.uni-bremen.de\/~colloq\/preprint7.htm ).<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>&#8211;\tBekanntgabe des Kolloquiums in verschiedenen Veranstaltungskalendern von Zeitschriften und Internet-Homepages<br \/>\n&#8211;\tArtikel in der Zeitschrift Lebensmitteltechnik: Nachhaltige Produktion; 7-8\/2002; Seite 16- 17<br \/>\n&#8211;\tInternetpr\u00e4sentation: http:\/\/www.uni-bremen.de\/~colloq\/<br \/>\n&#8211;\tPreprint-Band Produktionsintegrierte Wasser-\/Abwassertechnik &#8211; Nachhaltige Produktion in der Getr\u00e4nke- und Lebensmittelindustrie, Institut f\u00fcr Umweltverfahrenstechnik, Bremen 2002<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Erwartungen der Teilnehmer an das Kolloquium wurden mehr als erf\u00fcllt, was durch die Ergebnisse der Besucherbefragung belegt wird. Das Kolloquium sei ein \u00e4u\u00dferst effizientes Forum, um Trends zu diskutieren, neue Kontakte zu schlie\u00dfen und neuen Entwicklungen zum Durchbruch zu verhelfen, so das Fazit der Teilnehmer.<br \/>\nDie ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen der Wirtschaft in diesem Jahr haben allerdings dazu gef\u00fchrt, dass alle Veranstalter eine ca. 30 &#8211; 40 %ige geringere Teilnehmerzahl registrieren mussten. Die Industrie ist derzeit nicht bereit, Mitarbeiter auf Tagungen oder Weiterbildungsveranstaltungen zu schicken. Auch bei uns haben sich unsere Erwartungen leider nicht erf\u00fcllt und wir mussten eine Reduktion in der erwarteten Teilnehmerzahl registrieren, allerdings nur um 20 %. Vor diesem Hintergrund konnten die vorher kalkulierten Einnahmen f\u00fcr die Veranstaltung nicht erreicht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Jahre 2001 ist es in Deutschland, ausgel\u00f6st durch die Lebensmittelskandale der letzten Jahre (u. a. BSE-Krise), zu einer kritischen Diskussion \u00fcber die Art der Nahrungsmittelproduktion gekommen, in der au\u00dfer der Lebensmittelqualit\u00e4t und -sicherheit auch ethische und \u00f6kologische Aspekte eine wichtige Rolle spielen. 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