{"id":23044,"date":"2023-07-13T15:22:18","date_gmt":"2023-07-13T13:22:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20105-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:20","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:20","slug":"20105-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20105-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte Entwicklung von Konservierungskonzepten f\u00fcr den stark umweltgesch\u00e4digten Trachyt an den Domen zu K\u00f6ln und Xanten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Trachyt vom Drachenfels im Siebengebirge war im Mittelalter einer der wichtigsten Bausteine des Rheinlandes. Er wird seit dem fr\u00fchen 19. Jhd. nicht mehr abgebaut.<br \/>\nDie mittelalterlichen Teile des K\u00f6lner Domes bestehen nahezu ausschlie\u00dflich aus diesem Material, am Dom zu Xanten stellt es einen Teil der Originalsubstanz. Das eigentlich recht verwitterungsfeste Gestein zeigt seit Beginn der Industrialisierung und der dadurch verursachten Luftverpestung Verfallserscheinungen, die immer schneller zunehmen; heute sind viele Bauteile in alarmierendem Zustand. Es gibt f\u00fcr diesen schwer zu behandelnden Stein keine gesicherten anwendbaren Konservierungsverfahren. In der Vergangenheit hat man angewitterte Partien oft abgearbeitet oder durch neues, anders geartetes Steinmaterial ersetzt; manche Ersatzsteinsorten sind mit dem Originalmaterial unvertr\u00e4glich und haben zus\u00e4tz-liche Sch\u00e4den daran verursacht. In dem Projekt sollen Methoden zur Konservierung des originalen Drachenfelstrachyts entwickelt und Ersatzmaterialien gefunden werden, die man unumg\u00e4nglichen Falles in den Originalbestand einbauen kann, ohne ihn zus\u00e4tzlich zu besch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenFr\u00fchere Konservierungsversuche an verschiedenen Objekten werden zun\u00e4chst auf ihr Resultat hin untersucht. Die am meisten Erfolg versprechenden Methoden werden von den Restauratoren und den Handwerkern der Dombauh\u00fctten K\u00f6ln und Xanten an Musterfl\u00e4chen sogleich in der Praxis angewendet. Es kommen in Frage: Reinigung, Schalenhinterf\u00fcllung, Festigung, Klebung von Rissen, Anb\u00f6schen und Verf\u00fcllen von Fehlstellen, Schl\u00e4mmen; all das jeweils mit verschiedenen Materialien. Je nach den Erfahrungen, die gemacht werden, sind die Methoden abzu\u00e4ndern und zu verbessern. Die Ergebnisse der Anwendung werden durch parallele wissenschaftliche Untersuchungen \u00fcberpr\u00fcft, wobei die Untersuchungsergebnisse wieder in die weitere Anwendung eingehen. Es gibt eine fortw\u00e4hrende R\u00fcckkopplung zwischen restauratorischer und handwerklicher Arbeit und wissenschaftlicher Untersuchung. Ein kleiner Teil des Projektes ist der Suche nach geeigneten Ersatzmaterialien und ihrer Pr\u00fcfung gewidmet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die im Rahmen des Projektes gestellten Fragen konnten erwartungsgem\u00e4\u00df nicht in allen Punkten abschlie\u00dfend beantwortet werden. Es hat sich gezeigt, dass die praxisnahe Beobachtung und die daraus entwickelte Fragestellung an die Wissenschaftler das Fundament einer erfolgbringenden Vorgehensweise ist. Erst nach eingehender Analyse der Schadensph\u00e4nomene und mit dem hieraus entwickelten An-forderungsprofil an die Konservierung wird eine Modifikation, Entwicklung bzw. die Einsch\u00e4tzung vorhan-dener Methoden m\u00f6glich. Die schnelle R\u00fcckkopplung der wissenschaftlichen Ergebnisse mit der Anwendung ist Voraussetzung f\u00fcr den Erfolg.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Regionalpresse wurde informiert und berichtete \u00fcber dieses Projekt. Kurzberichte \u00fcber den aktuellen Stand hat Dombaumeisterin Prof. Schock-Werner in den Bauberichten der K\u00f6lner Dombl\u00e4tter ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nHerr Schubert referierte w\u00e4hrend der internationalen Dombaumeistertagung 2004 in Halberstadt \u00fcber dieses Projekt.<br \/>\nIm Mai 2006 hat bereits durch Vermittlung des Izop eine Gymnasialklasse aus Eschweiler mit ungarischen Austauschsch\u00fclern in K\u00f6ln \u00fcber das Projekt recherchiert.<br \/>\nNach dem Ende des Projektes wird ein Kolloquium zum Thema stattfinden. Eine Kurzfassung der Ergebnisse des Projektes wird im K\u00f6lner Domblatt 2006 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Res\u00fcmierend kann festgestellt werden, dass nun erstmalig eine Zusammenfassung der Erfahrungen und Untersuchungen vorliegt und somit dem Praktiker der Einstieg in diese umfangreiche Materie der Trachytkonservierung erleichtert wird. Wir verstehen dieses Werk als Stand der Technik heute und w\u00fcn-schen uns f\u00fcr die Zukunft einen breiten Dialog und Fortschreibung dieses Leitfadens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Trachyt vom Drachenfels im Siebengebirge war im Mittelalter einer der wichtigsten Bausteine des Rheinlandes. Er wird seit dem fr\u00fchen 19. Jhd. nicht mehr abgebaut. Die mittelalterlichen Teile des K\u00f6lner Domes bestehen nahezu ausschlie\u00dflich aus diesem Material, am Dom zu Xanten stellt es einen Teil der Originalsubstanz. 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