{"id":23038,"date":"2025-04-09T10:32:15","date_gmt":"2025-04-09T08:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20066-01\/"},"modified":"2025-04-09T10:32:16","modified_gmt":"2025-04-09T08:32:16","slug":"20066-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20066-01\/","title":{"rendered":"Erstellung und Verbreitung eines Naturfilmes \u00fcber die S\u00e4chsisch-B\u00f6hmische Schweiz (Film, DVD, Internet, VHS-Kassetten f\u00fcr 1000 Schulen)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Oktober 2001 wurde das Nationalparkhaus in Bad Schandau er\u00f6ffnet. Das Haus ist nicht nur Besucherzentrum sondern auch Begegnungsst\u00e4tte (Umweltbildungsveranstaltungen). Der gro\u00dfe Saal erm\u00f6glicht thematische Kinovorf\u00fchrungen. Die Vorstellung der Region S\u00e4chsisch-B\u00f6hmische Schweiz mit sei-ner Natur- und Kulturlandschaft, den Kern des Nationalparkgedankens im Kontext mit den dynamischen Prozessen von der Entstehungsgeschichte bis zu den heutigen Fragen der Nachhaltigkeit in einer struk-turschwachen europ\u00e4ischen Region, die dennoch von einer einmaligen naturr\u00e4umlichen Ausstattung und gro\u00dfer kultureller Tradition gepr\u00e4gt wurde, in der einzigartige Sch\u00f6nheiten oder auch eine gro\u00dfe Artenvielfalt zu bewahren ist, damit sie k\u00fcnftigen Generationen erhalten bleiben &#8211; all das soll emotional deutlich gemacht werden. Umweltbildung ohne Zeigefinger! Dabei soll das<br \/>\nErgebnis von der klassischen Pr\u00e4sentation bis hin zum interaktiven Schulungsfilm zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Stiftung vergibt den Auftrag (Vertragsgestaltung) an eine Produktionsfirma mit der Ma\u00dfgabe, die inhaltlichen Anforderungen an die Zielstellung in einem 60 Minuten-Material umzusetzen. Dabei wird sie von einem Expertenteam, das die Stiftung zusammenruft, begleitet. Zun\u00e4chst wird vom Auftragnehmer ein Drehbuch erstell und die Dramaturgie des Films entworfen. Bereits hier setzt das begleitende Expertenteam inhaltlich an. Neben den bereits vorhandenen Tierbeobachtungen (Archiv MDR) werden neue Filmaufnahmen ben\u00f6tigt (hier sollen neue Aufnahmetechniken zum Einsatz kommen). Die DVD-Technik erschlie\u00dft vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten wie VHS, Mehrsprachigkeit, Hinterlegung von Zusatz- und Hintergrundinformationen. Aus dem dann vorhandenen Material wird eine Rohfassung erstellt, die mit der Stiftung hinsichtlich der Zielsicherung diskutiert wird. Danach wird der Feinschnitt vollzogen. Anschlie\u00dfend werden die \u00dcbersetzungen vorgenommen. Erstellung der 1000 DVD\/VHS Kopien. Nach der Testphase (mit verschiedenen Nutzern) und letzten Arbeiten, wird eine Premiere veranstaltet, die in der \u00d6ffentlichkeit Aufmerksamkeit erregen soll. Die Projektnachbearbeitung und Dokumentations-Erstellung schlie\u00dft das Projekt ab.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Naturfilm zur Nationalparkregion S\u00e4chsisch-B\u00f6hmische Schweiz erhielt von der Autorin den Titel Comeback f\u00fcr Lachs und Luchs. Bereits im Titel sind der Nationalparkgedanke und die m\u00f6glichen Hilfestellungen enthalten, die in einem Ziel-Nationalparkkonzept enthalten sind: Die eine Art (Lachs) ben\u00f6tigt menschlichen Beistand, um zur\u00fcckzukommen. Die Andere Art (Luchs) kommt ohne menschliche Hilfe, wenn der Mensch Natur Natur sein l\u00e4sst.<br \/>\nDas Team, das die fachlichen Anforderungen f\u00fcr so ein Projekt erf\u00fcllen konnte, wurde erst nach dem zweiten Wechsel gefunden. Dieser zweimalige Wechsel verz\u00f6gerte den Projektfortgang.<br \/>\nDas endg\u00fcltige Film-Team wurde im November 2003 zusammengestellt. Es wurden drei Einzelvertr\u00e4ge abgeschlossen: Produzent Carsten Kr\u00fcger Film- und Fernsehproduktions-GmbH, Berlin; f\u00fcr die Regie erhielt David Menzhausen, geb\u00fcrtiger Dresdner und Filmproduzent in M\u00fcnchen, einen Vertrag; f\u00fcr das Drehbuch verpflichteten wir Dr. Caroline M\u00f6hring, Wissenschaftsjournalistin aus Dresden. Mit den Vertr\u00e4gen wurden die Aufgaben (45 Minuten fernsehtauglicher Film) durch den Auftraggeber (LaNU) klar definiert. Durch die Einzelvertragsgestaltung entstand f\u00fcr die Projektleitung (Herz) mehr Koordinierungsaufwand.<br \/>\nDie erste Drehbuchfassung war im Februar 2004 fertig. Dazu fanden fachliche Abstimmungen mit der Nationalparkverwaltung statt. Gleichzeitig stimmte der Regisseur seine Forderungen an das Drehbuch mit der Autorin ab. Das Wetter erm\u00f6glichte jedoch erst im April 2004 den Beginn der Dreharbeiten. Die Dreharbeiten zogen sich bis Ende Mai hin. Das Film-Team arbeitete sehr effektiv zusammen. Neben dem eigenen Film-Material war geplant, MDR-Archivmaterial (vor allen Tieraufnahmen) einzusetzen. Das erwuchs sich zum Problem aus. Die Tieraufnahmen, die wir f\u00fcr den Film ben\u00f6tigten, entstanden zwar 2000\/02 mit selbstloser Hilfe der damaligen Nationalparkverwaltung S\u00e4chsische Schweiz. Die Nutzung dieser Aufnahmen war jedoch sehr kompliziert. Die Lizenz-Rechte wurden nur begrenzt erteilt. Davon kann die TV-Nutzung betroffen sein.<br \/>\nEine qualitative Verbesserung f\u00fcr das Projekt wurde durch die extra f\u00fcr den Film komponierte Musik erzielt, die zun\u00e4chst nicht vorgesehen war, aber das emotionale Element hervorhob.<br \/>\nIm Juni 2004 wurde der Film geschnitten und gemischt. Am 16.06.04 fand die Rohschnittabnahme unter Beteiligung der LaNU, der Filmemacher, des Leiters des Nationalpark- und Forstamtes S\u00e4chsische Schweiz, Dr. Stein, Vertreter der B\u00f6hmischen Schweiz, ehrenamtlicher Natursch\u00fctzer Dr. Baer statt. Es wurden wenige aber wesentliche Hinweise f\u00fcr die Fertigstellung des Films erteilt. Am 02. 07. 2004 hatte die LaNU die erste Kopie des Films vorliegen.<br \/>\nDurch den Wechsel des Produzenten und da die Drehtage wetterabh\u00e4ngig waren, konnte die geplante Projektlaufzeit nicht eingehalten werden. Das Projekt konnte jedoch in der urspr\u00fcnglichen Kostenkalkulation umgesetzt werden. Erg\u00e4nzt wurden zwei Sprachen (Poln. Span.). Die Mehrkosten tr\u00e4gt die LaNU.Der Film tr\u00e4gt wesentlich dazu bei, das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Schutzstrategien in der Nationalparkregion S\u00e4chsisch-B\u00f6hmische Schweiz zu erh\u00f6hen, und er vermittelt Wissen und Handlungskompetenz f\u00fcr den Natur- und Umweltschutz sowie einer nachhaltigen Entwicklung.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es gab zwei \u00f6ffentliche Premieren f\u00fcr den Film: Am 05. Juli 2004 im Nationalparkhaus in Bad Schandau und am 06. Juli 2004 zu den Filmn\u00e4chten am Elbufer im Beisein von Generalsekret\u00e4r Dr. Fritz Brickwedde, der, wie Umweltminister Steffen Flath, eine kurze Ansprache hielt. Es waren zu beiden Premieren mehr als 2000 Besucher anwesend. Sowohl Fachspezialisten wie auch sonstige Zuschauer lobten den Film als sehr gelungen. Beide Termine wurden durch Pressemitteilungen angek\u00fcndigt. Die \u00dcbergabe der 1000 DVDs an die Schulen (Medienstelle am 27.01.2005) erfolgt ebenfalls medienwirksam. Es werden weitere Anwendungen f\u00fcr die Lehrplangestaltung gepr\u00fcft. Weitere \u00d6A sind \u00fcber das Nationalparkhaus (Filmvorf\u00fchrungen) und TV-Anstalten geplant. Im November 2004 lief eine Version des Films auf 3SAT (zwei Sendepl\u00e4tze). Die  Deutsche Welle hat ebenfalls Interesse angemeldet. Da der Film f\u00fcr den Environmental Communication Award nominiert wurde, wurde auch hierf\u00fcr eine Pressemeldung ver\u00f6f-fentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Film Comeback f\u00fcr Lachs und Luchs ist ein Abenteuer durch Zeit und Raum mit Mensch und Natur. Er ist voller Spannung und faszinierender Bilder. Er informiert und unterh\u00e4lt den Zuschauer auf packende Weise. Er ist der erste und einzige Film, der die Nationalparkregion S\u00e4chsisch-B\u00f6hmische Schweiz in ihrer grenz\u00fcberschreitenden Vielfalt zeigt. Der Film erkl\u00e4rt eindrucksvoll, warum beide &#8211; die weitgehend unber\u00fchrte Natur und die vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft &#8211; sch\u00fctzens- und erhaltenswert sind. Der Film \u00fcberzeugt mit seinem Anliegen und l\u00e4dt in die Region ein. Er bereitet 45 Minuten pures Vergn\u00fcgen und bildet seine Zuschauer zudem.<br \/>\nDie Nutzung des Films in den Schulen wird die Sch\u00fcler mit anwendungsorientiertem Wissen ausstatten. Er ist in besonderer Weise f\u00fcr den Einsatz im f\u00e4cherverbindenden und fach\u00fcbergreifenden Unterricht geeignet. Somit wird der Film einen Beitrag zu einer neuen Lehr- und Lernkultur leisten, der den Wandel der Gesellschaft zu einer Informations- und Wissensgesellschaft begleitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Oktober 2001 wurde das Nationalparkhaus in Bad Schandau er\u00f6ffnet. 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