{"id":23029,"date":"2023-07-13T15:19:53","date_gmt":"2023-07-13T13:19:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16574-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:54","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:54","slug":"16574-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16574-02\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Energie sparenden Verfahrens zur Herstellung von  Winkelriemchen ohne Tr\u00e4gerstein"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zuvor war ein energie- und materialsparendes Verfahren zur Herstellung von 17 mm starken Winkelriemchen ohne Tr\u00e4gerstein entwickelt worden. Zur Vervollst\u00e4ndigung soll dieses Verfahren jetzt auf die Produktion 9 mm starker Winkelriemchen (D\u00fcnnbettriemchen) mit beliebig strukturierter Oberfl\u00e4che \u00fcbertragen werden. Au\u00dferdem soll versucht werden die Schwindplatten, die noch zwischen Ofenwagen und der ersten Lage der aufgesetzten Winkelriemchen verwendet werden m\u00fcssen, durch Flachriemchen zu ersetzen. Dadurch k\u00f6nnte weiteres Material, sowie Energie zum Trocknen und Brennen der Winkelriemchen eingespart werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm die angef\u00fchrten Ziele zu erreichen, sind folgende Arbeitsschritte (AS) vorgesehen:<br \/>\n1.\tBeseitigung des Verzugs der 9 mm starken Winkelriemchen w\u00e4hrend der Trocknung durch Rezeptur\u00e4nderung der Materialmischung;<br \/>\n2.\tBeseitigung des erh\u00f6hten Staubanfalles beim Verpressen und Besanden durch moderne Luftabsaugung mit Feinfiltrierung;<br \/>\n3.\tVerbesserung der Oberfl\u00e4chenbenarbung durch \u00c4nderung der Steigung der Extruder-Schnecke und Einbau zus\u00e4tzliche F\u00fchrungsrollen bei der Benarbung;<br \/>\n4. \tVerbesserung von Transporteinrichtungen, Sensibilisierung der Greifer der Setzroboter und Ausbau der Signal\u00fcbertragung;<br \/>\n5\tAnpassung von Sch\u00e4leinrichtung, Schneidtisch und Roboter zum Einlegen der Batzen an die labilen D\u00fcnnbettriemchen, sowie Ausbau der Abfallentsorgungsbahn f\u00fcr \u00fcbersch\u00fcssigen Ton;<br \/>\n6.\tEntwicklung der Setztechnik zum Stapeln der Winkelriemchen auf den Ofenwagen, sowie der Trocknungs- und Brennkurven;<br \/>\n7.\tErprobung der Produktion s\u00e4mtlicher nachgefragten Ausf\u00fchrungen der Winkelriemchen;<br \/>\n8.\tAbschluss des Vorhabens einschlie\u00dflich der Berichterstattung und der Verbreitung der Vorhabensergebnisse<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Vorhabensdauer konnten noch nicht alle D\u00fcnnbettriemchen &#8211; insgesamt werden \u00fcber 30 verschiedenen Ausf\u00fchrungen ben\u00f6tigt &#8211; auf das neue Produktionsverfahren umgestellt werden. Trotzdem best\u00e4rken die bisher erzielten Ergebnisse die Gewissheit, mit der beschriebenen Verfahrensent-wicklung auf dem richtigen Weg zu sein. Auch die Reaktion der Kunden ist durchaus positiv. Sie sch\u00e4tzen die h\u00f6here Winkelgenauigkeit der Winkelriemchen, die aufgrund der neu eingef\u00fchrten, maschinellen Setzweisen der Riemchen am Bau und im Fertigbau ben\u00f6tigt werden.<br \/>\nUm diesen Anspr\u00fcchen auf Dauer zu entsprechen, m\u00fcssen die Fertigungsdaten f\u00fcr alle gefertigten Ausf\u00fchrungen der Winkelriemchen gesondert festgelegt werden. Dies sind:<br \/>\nRezepturen f\u00fcr die Pressmassen,<br \/>\nVerfahrensweisen f\u00fcr die Formgebung,<br \/>\nOberfl\u00e4chenbehandlung und F\u00f6rdertechnik,<br \/>\nSetzarten, Steuerung der Setzroboter,<br \/>\nVerfahrgeschwindigkeiten und Temperaturverl\u00e4ufe beim Trocken- und Brennprozess.<br \/>\nDiese Datenmenge soll in einer Datenbank organisiert werden. Es wird angestrebt, bei Fertigung einer bestimmten Ausf\u00fchrung der Winkelriemchen eine automatische Programmierung der relevanten Fertigungseinrichtungen aufgrund der Datenbank zu erreichen. Diese konsequente Verkn\u00fcpfung des Informationsflusses mit der Fertigung d\u00fcrfte in der gesamten Keramik- und Ziegelindustrie einmalig sein.<br \/>\nDer Entwicklungsprozess f\u00fcr die einzelnen Fertigungsschritte war sehr langwierig, weil die zahlreichen \u00c4nderungen bei der Formgebung, bei der Oberfl\u00e4chenbehandlung und bei der F\u00f6rdertechnik jeweils umfangreiche maschinentechnische \u00c4nderungen erforderten. Die Lieferfristen zogen sich oft qu\u00e4lend in die L\u00e4nge. Das Gleiche gilt f\u00fcr die \u00c4nderungen der Steuersoftware, die jeweils ausf\u00fchrlich auf Fehlerfreiheit getestet werden musste.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Verfahren wurde durch breit gestreute Druckerzeugnisse bekannt gegeben. Au\u00dferdem wurden entsprechende Informationen durch Ver\u00f6ffentlichungen in Tageszeitungen sowie im Internet verbreitet. Ferner wurde die neuartige Fertigungstechnik im M\u00e4rz 2003 einer Gruppe polnischer Stipendiaten vorgef\u00fchrt, die auf Einladung der DBU in Deutschland weilten. Pr\u00e4sentation und Werksbesichtigung fanden gro\u00dfen Anklang.<br \/>\nDie Klinkerriemchen einschlie\u00dflich der Winkelriemchen sind im Internet ausf\u00fchrlich beschrieben. Alle Ausf\u00fchrungen k\u00f6nnen nach Farbe und Oberfl\u00e4che sortiert einzeln abgerufen werden. Zus\u00e4tzlich weisen Baustoffh\u00e4ndler im Internet auf die Feldhaus-Produkte hin.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im vorhergehenden Entwicklungsvorhaben wurde eine Verfahrenstechnik entwickelt, um Winkelriemchen mit einer St\u00e4rke von 18 mm ohne Tr\u00e4gerstein herzustellen. Ziel des Anschlussvorhabens war der \u00dcbertrag des Verfahrens auf die Produktion von 9 mm starken Winkelriemchen. Aufgrund der \u00e4u\u00dferst labilen Werkst\u00fccke mussten erhebliche \u00c4nderungen und Erg\u00e4nzungen am Verfahren vorgenommen werden, wie die Entwicklung neuer Presskopf-Einlagen und Vorsatzplatten, Umbau der Extruderpresse, um eine h\u00f6here Schubkraft am Strangaustritt und damit eine h\u00f6here Dichte der Formlinge zu erzeugen. Neue Materialzusammensetzungen waren erforderlich, die Oberfl\u00e4chenbehandlung der d\u00fcnnen Riemchen musste verbessert werden. Das Setzen der Riemchen auf die Ofenwagen und die Trocken- und Brenntechnik mussten erheblich ge\u00e4ndert werden.<br \/>\nDurch den Wegfall des bisher notwendigen Tr\u00e4gersteins zur Herstellung von Winkelriemchen wird eine erhebliche Energie- und Materialeinsparung erzielt. Die \u00f6kologischen Ziele wurden somit erreicht. Die technologische Bewertung ergibt, dass mit dem Vorhaben ein neuer technischer Stand der kerami-schen Industrie in Formgebung, F\u00f6rdertechnik und Trocken- und Brenntechnik erreicht wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zuvor war ein energie- und materialsparendes Verfahren zur Herstellung von 17 mm starken Winkelriemchen ohne Tr\u00e4gerstein entwickelt worden. Zur Vervollst\u00e4ndigung soll dieses Verfahren jetzt auf die Produktion 9 mm starker Winkelriemchen (D\u00fcnnbettriemchen) mit beliebig strukturierter Oberfl\u00e4che \u00fcbertragen werden. 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