{"id":23019,"date":"2023-07-13T15:22:15","date_gmt":"2023-07-13T13:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19924-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:17","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:17","slug":"19924-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19924-01\/","title":{"rendered":"Benutzergerechte Implementierung und begleitende Wirkungsanalyse einer Kommunikationsplattform (ORISS) zur optimierten B\u00fcndelung des Individualverkehrs mit dem Ziel der CO2-Einsparung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ein Weg zur Reduktion der Umweltbelastung durch den Stra\u00dfenverkehr besteht in der Bildung von Fahrgemeinschaften. &#8211; eine M\u00f6glichkeit, die Untersuchungen vor Projektbeginn zufolge nur von einem relativ geringen Anteil der Mitglieder der Universit\u00e4t Oldenburg genutzt wurde. Ursachen hierf\u00fcr sehen wir unter anderem im Defizit an Information, Koordination und Motivation bzgl. m\u00f6glicher Fahrgemeinschaften. Anhand des Einsatzes einer Koordinationsplattform im Internet sollen Informationsdefizite abgebaut und Erfolgsfaktoren f\u00fcr die Implementierung von elektronischen Fahrgemeinschaftsvermittlungen bestimmt werden. Es gilt zu untersuchen, welche Wirkung eine solche Plattform auf die Mitglieder der Universit\u00e4t hat. Erkenntnisse \u00fcber Gr\u00fcnde der Nutzung\/Nicht-Nutzung des Systems sollen zur nut-zungsorientierten Optimierung der Internet-Plattform und zur verst\u00e4rkten Nutzungsmotivation verwendet werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen eines Modellversuchs wurde ein einj\u00e4hriger Probebetrieb einer prototypisch bereits vor Projektbeginn realisierten Internet-Plattform zur Fahrgemeinschaftsvermittlung durchgef\u00fchrt. Um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf die Internetplattform zu richten, wurden gezielt vielf\u00e4ltige universit\u00e4re und au\u00dferuniversit\u00e4re Kommunikationskan\u00e4le genutzt. Nach einer kurzen Konsolidierungsphase der Vermittlungs-Software, in der bereits erste Anpassungen an konkrete Benutzerw\u00fcnsche vorgenommen wurden,  wurden dann basierend auf einer Begleitstudie Erweiterungen und Modifikationen der Plattform mit dem Ziel einer gesteigerten Benutzerakzeptanz und einer erweiterten Nutzungsm\u00f6glichkeit umgesetzt. In dieser Begleitstudie wurde f\u00fcr den Probebetrieb &#8211; als elektronisch vermittelte Dienstleistung &#8211; die Akzeptanz und Zufriedenheit f\u00fcr relevante Dienstleistungsdimensionen gemessen. Dazu erfolgte mehrfach die Messung der Qualit\u00e4t von Potenzial- und Prozessdimensionen des Dienstleistungsange-bots. Dazu dienten mit der Internet-Plattform verlinkte, an die IOS 9241 Norm angelehnte Frageb\u00f6gen, die gleichzeitig zufriedenheitsorientiert ausgerichtet  waren, als auch Einstellungsitems zur Nutzung des Dienstleistungsangebots enthielten. Daraus resultierte ein Katalog m\u00f6glicher Probleme, der Hinweise auf Barrieren umfasste, die teilweise durch eine Weiterentwicklung des Systems bzw. durch weitere flankierende Ma\u00dfnahmen ausger\u00e4umt werden konnten. Gleichzeitig konnten f\u00f6rderliche Faktoren ermit-telt werden, die im Rahmen eines Kommunikationsansatzes spezifische Nutzungsvorteile herauszustellen erlauben.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ergebnisse des Projekts wurden in zwei Kategorien erreicht:<br \/>\na)\tEtablierung der Web-basierten Fahrgemeinschaftsvermittlungsplattform CarPooling (siehe hierzu www.fgm.uni-oldenburg.de) an der Universit\u00e4t Oldenburg,<br \/>\nb)\tAnalyse von Akzeptanz und Barrieren sowohl zur Bildung von Fahrgemeinschaften allgemein als auch in Bezug auf die Nutzung von CarPooling sowie Optimierung der CarPooling-Plattform.<br \/>\nZu a): Durch erheblichen Aufwand in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit wurde f\u00fcr das CarPooling-System bei Universit\u00e4tsangeh\u00f6rigen ein Bekanntheitsgrad von ca. 60% erreicht. Mittels gezielter Ma\u00dfnahmen in der Software und deren Benutzungsoberfl\u00e4che konnte eine hohe Stabilit\u00e4t und Verf\u00fcgbarkeit, sowie eine erheblich verbesserte Benutzbarkeit erreicht werden, so dass insgesamt ein hoher Reifegrad des Systems erreicht wurde. Es wird f\u00fcr wenigstens weitere drei Jahre an der Universit\u00e4t Oldenburg betrieben.<br \/>\nZu b): Da trotz eines hohen Bekanntheitsgrades die Nutzerzahlen hinter den urspr\u00fcnglichen Erwartungen zur\u00fcck blieben, musste der Wirkungsanalyse eine Analyse auf Akzeptanzkriterien und Barrieren vorweg gestellt werden. Hierzu wurden im Rahmen der Begleitstudien mehrfach Befragungen sowohl zu Fahrgemeinschaften generell als auch zur Nutzung von CarPooling durchgef\u00fchrt. Um erkannten Barrieren zeitnah entgegen zu wirken, erfolgte hier eine noch sehr viel engere Verzahnung der Arbeitsgruppen Marketing und Umweltinformatik als in der urspr\u00fcnglichen Projektplanung vorgesehen war:<br \/>\n1.\tZur Erh\u00f6hung der Transparenz und Planbarkeit wurden eine \u00dcbersicht \u00fcber alle verf\u00fcgbaren Angebote und Gesuche sowie eine Statusanzeige f\u00fcr eigene Angebote und Gesuche eingef\u00fchrt.<br \/>\n2.\tNeben Fahrten von und zur Universit\u00e4t wurden der Freizeitbereich und die Heimfahrten sehr fr\u00fch als weiteres Potenzial erkannt  und durch die Integration eines Veranstaltungskalenders aufgegriffen.<br \/>\n3.\tZur Erh\u00f6hung des Vertrauens in Fahrgemeinschaften wurde die M\u00f6glichkeit einer Personalisierung (Angaben zur Person und zum Fahrzeug) in die Plattform integriert.<br \/>\n4.\tDurch die Hinzunahme weiterer, regionaler Kooperationspartner wurde eine Erweiterung der Nutzerbasis erreicht. Insbesondere wurden hierbei regionale, mittelst\u00e4ndische Unternehmen integriert.<br \/>\n5.\tZur weiteren Erh\u00f6hung der Flexibilit\u00e4t in der Verwendung von CarPooling wurden prototypisch Nutzungsoberfl\u00e4chen f\u00fcr PDAs und Handys neuerer Generation entwickelt.<br \/>\nZum Abschluss des Projekts sind ca. 400 Nutzer registriert, die etwa ebenso viele Angebote und Nachfragen eingestellt haben. Insgesamt konnten zentrale Faktoren zur Akzeptanz\/Nicht-Akzeptanz von Fahrgemeinschaften ermittelt werden. Diese Ergebnisse konnten unmittelbar in die Funktionalit\u00e4t der Plattform CarPooling und die Konzeption des Marketingansatzes einflie\u00dfen, deren Wirkung im konkreten Umfeld nach einem einj\u00e4hrigen Betrieb allerdings noch nicht abschlie\u00dfend bewertet werden kann.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Nach umfangreichen Aktionen zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit an der Universit\u00e4t Oldenburg erfolgte eine Ausweitung des Nutzerkreises auf die FH OOW, die EWE AG, EWE TEL und die Nordwestzeitung. \u00dcber die Initiative wurde mehrfach in der regionalen Presse, sowie im lokalen Fernsehkanal O1 berichtet. Zum Abschluss des Projekts fand ein \u00fcberregional organisierter Workshop statt, auf dem die Ergebnisse pr\u00e4sentiert und vergleichen diskutiert wurden. Eine Pr\u00e4sentation der Technik der Vermittlungsplattform erfolgte auf einer internationalen Tagung zur Umweltinformatik, auf der die Studierendengruppe, die den Prototyp der Plattform entwickelte, den Preis f\u00fcr die beste studentische Arbeit erhielt. Die Ergebnisse des Projekts werden in Form eines Abschlussberichts \u00fcberregional bekannt gemacht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Fahrgemeinschaften bieten gleicherma\u00dfen \u00f6konomische, \u00f6kologische und soziale Vorteile, was im Allgemeinen so auch anerkannt wird. Barrieren bestehen in erster Linie in der wahrgenommenen Einschr\u00e4nkung pers\u00f6nlicher Unabh\u00e4ngigkeit und Flexibilit\u00e4t durch die erforderliche Koordination von Fahrten sowie in der Fixierung auf Mobilit\u00e4tsgewohnheiten. Zu ersterem Punkt kann eine Vermittlungsplatt-form wie CarPooling einen wichtigen, attraktivit\u00e4tssteigernden Beitrag leisten. Die zweite Feststellung best\u00e4tigte sich auch darin, dass mit einem hohen Bekanntheitsgrad eines solchen Angebots nicht automatisch ein hoher Nutzungsgrad begr\u00fcndet wurde. Hierzu w\u00e4ren flankierende Ma\u00dfnahmen wie etwa eine Parkraumbewirtschaftung zu \u00fcberlegen, die die wirtschaftlichen und \u00f6kologischen Kosten des Individualverkehrs transparenter werden lassen und massivere Anst\u00f6\u00dfe zur Reflexion der eigenen Mobilit\u00e4tsgewohnheiten liefern. Dar\u00fcber hinaus w\u00e4re es zweifellos sinnvoll, ein solches Angebot auf \u00fcberregionaler Ebene f\u00fcr einen offenen Nutzerkreis zu untersuchen, was jedoch weit \u00fcber den  Rahmen des durchgef\u00fchrten Projekts, das auf die Unterst\u00fctzung einer geschlossenen Benutzergruppe zielte, hinausgegangen w\u00e4re.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ein Weg zur Reduktion der Umweltbelastung durch den Stra\u00dfenverkehr besteht in der Bildung von Fahrgemeinschaften. &#8211; eine M\u00f6glichkeit, die Untersuchungen vor Projektbeginn zufolge nur von einem relativ geringen Anteil der Mitglieder der Universit\u00e4t Oldenburg genutzt wurde. Ursachen hierf\u00fcr sehen wir unter anderem im Defizit an Information, Koordination und Motivation bzgl. 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