{"id":23018,"date":"2024-11-27T10:36:34","date_gmt":"2024-11-27T09:36:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19911-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:36","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:36","slug":"19911-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19911-01\/","title":{"rendered":"Sustainable Communications: Durchf\u00fchrung einer Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Masterstudienganges im Bereich Umwelt und Medien"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit dieser Machbarkeitsstudie soll eruiert werden, ob ein Qualifizierungsangebot (Sustainable Communications) f\u00fcr Kommunikatoren, die zur Verbreitung des Konzeptes Nachhaltigkeit beitragen sinnvoll und wie es institutionell an der Universit\u00e4t L\u00fcneburg zu verankern ist. Dabei soll der derzeitige Diskurs um die Ausdifferenzierung innerhalb des Mediensystems aufgegriffen und als Chance genutzt werden, dem Bereich Umweltkommunikation mit der Ausrichtung auf Nachhaltigkeit einen festen Platz innerhalb des Mediensystems bzw. ein konkretes Profil zu geben. Die Machbarkeitsstudie lehnt sie an den Professionalisierungsdiskurs innerhalb der T\u00e4tigkeitsfelder der Umweltkommunikation an. Die Ergebnisse werden eine m\u00f6gliche Weiterf\u00fchrung aufzeigen bzw. weitere Bedarfsfelder aufdecken.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Studie gliedert sich in mehrere aufeinander aufbauende Teilschritte auf:<br \/>\n1.\tZuerst wird eine internetbasierte Marktanalyse durchgef\u00fchrt, deren Ergebnisse einen \u00dcberblick \u00fcber das derzeitige nationale und internationale Ausbildungsangebot f\u00fcr Umweltkommunikatoren vermitteln.<br \/>\n2.\tAus den aktuellen Diskursen um die Professionalisierung von Kommunikatoren und die Ausdifferenzierung des Mediensystems wurde ein erster Entwurf f\u00fcr ein Qualifizierungsangebot abgeleitet.<br \/>\n3.\tUm mit den Ergebnisse der Studie nicht auf der Stufe der Analyse stehen zu bleiben, wurden die ersten Ergebnisse bereits im Fr\u00fchjahr 2003 von 26 Experten aus der Praxis, Wissenschaft, Ministerien und \u00c4mtern sowie Medien im Rahmen von Experteninterviews kommentiert und erg\u00e4nzt. Dar-aufhin wurde das Konzept entsprechend modifiziert und erweitert.<br \/>\n4.\tZus\u00e4tzlich wurde eine Stellenmarktanalyse durchgef\u00fchrt, die eine Einsch\u00e4tzung zu den derzeitigen Chancen f\u00fcr m\u00f6gliche Absolventen eines potentiellen Studienangebotes erm\u00f6glicht.<br \/>\n5.\tIm Rahmen der Tagung wurde das Konzept ein weiteres Mal zur Diskussion gestellt. Die Teilnehmer der Tagung hatten in Roundtables die M\u00f6glichkeit, hierzu ihre Kommentare und Einsch\u00e4tzungen abzugeben.<br \/>\n6.\tDie Kl\u00e4rung der Voraussetzungen f\u00fcr die Realisierung eines solchen Angebotes an dem Standort L\u00fcneburg und die Analyse m\u00f6glicher Kooperationspartnern wurden abschlie\u00dfend vorgenommen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es l\u00e4sst sich feststellen, dass sich die Vorannahmen, die der Machbarkeitsstudie zugrunde lagen, zu weiten Teilen best\u00e4tigt haben. Sie wurden durch die Ergebnisse fundiert und illustriert, andere \u00dcberlegungen kamen hinzu. Auf dieser Basis l\u00e4sst sich begr\u00fcnden, warum ein Qualifizierungsangebot Sustainability Communications als Masterstudium sinnvoll und machbar erscheint.<br \/>\nDas Hauptargument, das eine so spezielle Ausbildung als sinnvoll erscheinen l\u00e4sst, ist der Ruf nach Professionalisierung und Profilsch\u00e4rfung, nicht nur in den Berufsfeldern der Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation, sondern auch in vielen Mediensparten, da diese einem rasanten fortschrittsbedingten Wandel unterworfen sind. In der Ausbildung professioneller Nachhaltigkeitskommunikatoren w\u00fcrden sich diese zwei Trends treffen, denn die Ausdifferenzierung des Mediensystems macht vor der Umwelt\/ Nachhaltigkeitskommunikation nicht halt &#8211; die neuen Medien sind auch das Medium f\u00fcr die Kommunika-tion nachhaltiger Entwicklung. Engels spricht von einem Prozess der Hybridisierung zwischen umweltbezogener Sachkompetenz und medienbezogener Fachkompetenz, der durch neue Qualifikationswege auf hohem Niveau gest\u00fctzt  werden k\u00f6nnte.<br \/>\nWeitere Argumente liefert der inl\u00e4ndische Stellenmarkt. Hier konnte ein spezifischer Bedarf an professionellen Kommunikatoren f\u00fcr Nachhaltigkeit nachgewiesen werden und damit gleichzeitig ein neuer Markt, der jenseits des klassischen Medienmarktes liegt: Vor allem Unternehmen und K\u00f6rperschaften haben Stellen f\u00fcr die spezifische Aufgabe der Umwelt-\/Nachhaltigkeitskommunikation eingerichtet.<br \/>\nAllerdings werden hier hohe Anspr\u00fcche gestellt. Die hybride Doppelqualifikation, die das Studienangebot implizieren soll, wird in den Stellenanzeigen schon heute gefordert. Derzeit gibt es jedoch hierzulande keine Ausbildung, die eine solche Verschr\u00e4nkung der Lerninhalte bieten w\u00fcrde. Vielmehr wird in den wenigen bestehenden Angeboten f\u00fcr Umweltjournalisten nur das verst\u00e4ndliche Schreiben im Sinne von Public Understanding of Science gelehrt. Und auch im Ausland gibt es noch nichts, was der neuen Qualit\u00e4t des Vorhabens Sustainability Communication entsprechen w\u00fcrde, n\u00e4mlich eine fundierte Auseinandersetzung dem komplexen Thema nachhaltiger Entwicklung im Zeitalter der Globalisierung f\u00fcr k\u00fcnftige Medienakteure. Vom Ausland k\u00f6nnen wir  jedoch lernen, dass sich Qualifizierungsangebote f\u00fcr Umweltkommunikatoren an Universit\u00e4ten gut realisieren lassen.<br \/>\nBetrachtet man die derzeitigen Ver\u00e4nderungsprozesse an den deutschen Hochschulen (Bologna-Prozess, BA\/MA), so erscheint das Vorhaben gerade deshalb so machbar, weil es der Logik entspricht, dass auf einen BA in den Umwelt- oder Naturwissenschaften folgend noch ein MA als M\u00f6glichkeit der H\u00f6herqualifizierung angeboten werden sollte. So erscheint ein konsekutiver Master Sustainability Com-munications als ein Gebot der Zeit.<br \/>\nLetztendlich entscheiden die Studierenden mit ihrer Berufsentscheidung \u00fcber das Schicksal eines Studiengangs. Da sich derzeit  jeweils Hunderte von Interessenten auf eine Zahl von 20-30 Studienpl\u00e4tzen f\u00fcr fachjournalistische Ausbildungswege bewerben, d\u00fcrften kaum Zweifel an der Nachfrage nach einer zukunftsweisenden und anspruchsvollen  Qualifizierungsm\u00f6glichkeit bestehen. Die an das  Modell gestellten Anspr\u00fcche sind hoch, sie k\u00f6nnen durch die drei Schlagw\u00f6rter innovativ, interdisziplin\u00e4r und international, die in den Befragungen geradezu als Bedingungen f\u00fcr die Sinnhaftigkeit und Zukunftsf\u00e4higkeit des Vorhabens formuliert wurden, bezeichnet werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>&#8211;\tTagung Sustainability Communications &#8211; zukunftsf\u00e4hige Umweltkommunikation &#8211; ver\u00e4nderte Me-dienlandschaft &#8211; innovative Qualifikation (25. bis 26. September 2003)<br \/>\n&#8211;\tP\u00d6 Forum Nachhaltigkeitskommunikation. Strategien, Projekte, Visionen<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Machbarkeitsstudie endet mit dem Fazit, dass ein Masterstudiengang Sustainability Communications als Angebot f\u00fcr eine begrenzte Zahl Studierender sinnvoll und machbar erscheint.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dieser Machbarkeitsstudie soll eruiert werden, ob ein Qualifizierungsangebot (Sustainable Communications) f\u00fcr Kommunikatoren, die zur Verbreitung des Konzeptes Nachhaltigkeit beitragen sinnvoll und wie es institutionell an der Universit\u00e4t L\u00fcneburg zu verankern ist. 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