{"id":23016,"date":"2026-03-01T10:32:03","date_gmt":"2026-03-01T09:32:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19909-01\/"},"modified":"2026-03-01T10:32:03","modified_gmt":"2026-03-01T09:32:03","slug":"19909-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19909-01\/","title":{"rendered":"Symposium und Publikation: Natur und Kultur &#8211; Ambivalente Dimensionen unseres Erbes mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Welterbe-Kulturg\u00fcter Potsdam und W\u00f6rlitz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens ist die Organisation und Durchf\u00fchrung eines internationalen Symposiums zum Thema Natur und Kultur &#8211; ambivalente Dimensionen unseres Erbes im Rahmen der UNESCO Tagung 30 Jahre Welterbekonvention von 6. &#8211; 8. Juni 2002 in Potsdam. Dieses Symposium soll neben einer Diskussion der Konflikte zwischen Natur und Kultur aus einer internationalen Perspektive besonders auf die deutschen UNESCO Welterbest\u00e4tten Potsdam und Dessau-W\u00f6rlitz eingehen. Neben zwei Fachvortr\u00e4gen wird eine begleitende Ausstellung diese beiden St\u00e4tten vorstellen.<br \/>\nZiel des Symposiums ist eine Bewusstseinsbildung der Teilnehmer f\u00fcr die skizzierten Ambivalenzen von Natur und Kultur. Dieses gilt besonders im Hinblick auf deren historische Entwicklung, unterschiedliche nationale Auspr\u00e4gung und Entwicklungen von Nutzungs- oder Tourismuskonzepten<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der ersten Organisationsphase der Konferenz erfolgte eine Auswahl von international renommierten Wissenschaftlern und Vertretern der Berufspraxis, welche sich im Schwerpunkt mit der Erhaltung und Nutzung von Kulturlandschaften besch\u00e4ftigen. Diese wurden als Vortragende zum Symposium eingeladen. Die Referenten wurden in zwei thematische Gruppen unterteilt, deren erste auf dem Symposium die Vereinnahmung des Naturbegriffs im historischen Prozess aus einer internationalen Perspektive vorstellen wird. Die zweite Gruppe pr\u00e4sentiert Natur als Subjekt anhand der Betrachtung von Kulturlandschaften im Perspektivenwechsel.<br \/>\nGleichzeitig wurden zu Beginn des Jahres an der Brandenburgischen Technischen Universit\u00e4t Cottbus f\u00fcnf Studienprojekte initiiert. Aufgabe der studentischen Teilnehmer dieser Projekte ist die Gestaltung eines Beitrages f\u00fcr die Ausstellung.<br \/>\nDie Organisation des Symposiums erfolgt in enger Kooperation mit der Stiftung Preu\u00dfische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten und der deutschen UNESCO Kommission, welche als Veranstalter der Tagung 30 Jahre Welterbekonvention auftreten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Symposium Natur und Kultur &#8211; ambivalente Dimensionen unseres Erbes fand am 07. Juni 2002 in der Orangerie im Neuen Garten, Potsdam statt. Erfreulicherweise konnten alle Referenten, Moderatoren und Begr\u00fc\u00dfende an der Veranstaltung teilnehmen, so dass das Programm der Veranstaltung exakt der Vorank\u00fcndigung im Antrag des Projektes entsprach. Die Diskussion w\u00e4hrend der Veranstaltung war in allen Abschnitten lebhaft und kontrovers. W\u00e4hrend der ersten drei Vortr\u00e4ge von Prof. Thomas Heyd (University of Victoria, Kanada), Dr. Sven Ouzman (National Museum of South Africa) und Mercedes Podesta (Institute of Anthropology, Buenos Aires) \u00fcber die internationale Perspektive des Konfliktes stand vor allem die Wahrnehmung von Natur in verschieden kulturellen Umfeldern im Vordergrund. Wichtig scheint hervorzuheben, dass bereits bei der Abgrenzung der Begrifflichkeit Natur und Kultur kontroverse Positionen hervortraten. Im zweiten Teil der Veranstaltung, welche die Verbindung von Natur und Kultur in der UNESCO Welterbekonvention und die Position der Garten- und Landschaftsdenkmalpflege in Deutschland wiederspiegelte wurden die Konflikte zwischen Natur- und Denkmalschutz deutlich. Kritik an der in der praktischen Anwendung h\u00e4ufig widerspr\u00fcchlichen Gesetzeslage war gleichzeitig das Hauptthema der anschlie\u00dfenden Diskussion. Frau Mechthild R\u00f6ssler (Welterbezentrum der UNESCO, Paris) stellte an ausgew\u00e4hlten UNESCO Welterbest\u00e4tten vor, wie W\u00fcrdigung von Natur und Kultur als Erbe der Menschheit vereinbar sein k\u00f6nnen. Prof. G\u00fcnther Bayerl (BTU-Cottbus), Prof. Michael Seiler (Stiftung Preu\u00dfische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten) und Ludwig Trauzettel (Kulturstiftung Dessau-W\u00f6rlitz) je-doch zeigten in ihrem Beitr\u00e4gen wie weit die Gartendenkmalpflege in Deutschland noch immer von dem Idealdenken der Vereinbarkeit von Natur und Kultur entfernt ist. Mit ca. 170 geladenen G\u00e4sten war das Symposium erfreulich gut besucht, der Saal an den Grenzen seiner Platzkapazit\u00e4t. F\u00fcr das leibliche Wohl der G\u00e4ste wurde ein Mittagsimbiss vor Beginn der Veranstaltung sowie Kaffe und Kuchen in einer nachmitt\u00e4glichen Pause gereicht. Die Simultan\u00fcbersetzung aller Veranstaltungsteile (Deutsch &#8211; Englisch) erm\u00f6glichte den nationalen und internationalen G\u00e4sten die Veranstaltung zu verfolgen und sich an den anschlie\u00dfenden Diskussionen zu beteiligen. Leider war der Veranstaltungsort nicht sehr gl\u00fccklich gew\u00e4hlt. Durch das unerwartet schlechte Wetter gestaltete sich der Vorraum zur Orangerie, in dem gleichzeitig die vielfach gelobte Ausstellung der Studierenden der BTU pr\u00e4sentiert wurde als sehr eng. Bei sch\u00f6nen Wetter w\u00e4re die Verk\u00f6stigung au\u00dferhalb des Geb\u00e4udes erfolgt und die genannte Problematik sicherlich nicht existent gewesen. Der Vortragsaal lie\u00df sich durch die gro\u00dfen historischen Fensterfl\u00e4chen nur ungen\u00fcgend verdunkeln, was zu Schwierigkeiten in der Betrachtung der Projektionen der Vortragenden, vor allem aus dem hinteren Bereich des sehr langen Saales f\u00fchrte. Leider existierte keine M\u00f6glichkeit einer Raum\u00e4nderung, da die Vergabe \u00fcber die Stiftung Preu\u00dfische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten erfolgte, deren Raumkapazit\u00e4ten zum Veranstaltungszeitraum beschr\u00e4nkt waren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Symposium Natur und Kultur &#8211; ambivalente Dimensionen unseres Erbes wird in einer Publikation, die Bestandteil des Projektes ist, noch einmal f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit reflektiert. Die Vorbereitung der Publikation ist beinahe abgeschlossen und der Druck wird in K\u00fcrze erfolgen. Die Publikation geht dabei \u00fcber das Symposium hinaus und beinhaltet auch Beitr\u00e4ge, welche in der K\u00fcrze der Veranstaltung nicht durch Referenten repr\u00e4sentiert werden konnten. Die Publikation mit dem Titel Nature and Culture &#8211; ambivalent dimensions of our heritage besch\u00e4ftigt sich vor allem mit dem Perspektivenwandel in der Erhaltung von Natur und Kulturerbe. Hierzu wird in einem ersten Teil, einer Art Retrospektive, zun\u00e4chst ein \u00dcberblick \u00fcber die vergangenen 30 Jahre der UNESCO Welterbekonvention mit Schwerpunkt auf Denkmalschutz, Naturschutz und Tourismus gegeben. Ein zweiter Teil nimmt die Ver\u00e4nderungen in der Wahr-nehmung des Welterbes vor allem im Hinblick auf das kulturelle Ged\u00e4chtnis auf. Die Analyse der Ver\u00e4n-derungen leitet dabei gleichzeitig den dritten Teil der Publikation, die Vereinnahmung und Neubewertung der Welterbes ein. Gleichzeitig sollen die w\u00e4hrend des Symposiums gezeigten studentischen Ausstellungsbeitr\u00e4ge in gek\u00fcrzter Form in die Publikation eingehen. W\u00e4hrend des Symposiums und der vorangehenden Pressekonferenz zeigten zahlreiche Journalisten reges Interesse an der Veranstaltung. Die M\u00f6glichkeit eines Tonmitschnitts w\u00e4hrend der Vortr\u00e4ge und Diskussionen wurde zus\u00e4tzlich von zwei Radiosendern genutzt. Ein Pressespiegel zu beiden Veranstaltungsteilen w\u00fcrde durch die Abteilung \u00d6ffentlichkeitsarbeit der Stiftung Preu\u00dfische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten erstellt. Demnach wurden Beitr\u00e4ge \u00fcber die Festveranstaltung zum 30-j\u00e4hrigen Bestehen der UNESCO Welterbekonvention und dem Symposium Natur und Kultur &#8211; ambivalente Dimensionen unseres Erbes in der regionalen und \u00fcberregionalen Presse ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Konflikte zwischen Natur und Kultur in der UNESCO Welterbekonvention und die M\u00f6glichkeiten der Verbindung der ambivalenten Dimensionen als Erbe der Menschheit wurden durch die Vortr\u00e4ge und Diskussionsbeitr\u00e4ge w\u00e4hrend des Symposiums deutlich. Das Ziel der Bewusstseinsbildung dieser ambivalenten Dimensionen unter den anwesenden G\u00e4sten konnte sicherlich erreicht werden. Dennoch schien w\u00e4hrend der Veranstaltung mehr Interesse an einer kontroversen Diskussion zu bestehen als der gesetzte Zeitrahmen der Veranstaltung zulie\u00df. Es w\u00e4re daher zu \u00fcberlegen eine weitere Veranstaltung zu einer \u00e4hnlichen Thematik mit einem gr\u00f6\u00dferen Zeitbudget, vielleicht \u00fcber zwei Veranstaltungstage, zu versehen. Dieses w\u00fcrde dem augenscheinlich sehr gro\u00dfen Bed\u00fcrfnis an einer Diskussion in dieser Thematik Rechnung tragen. Die Ausweitung der Diskussion wird in diesem Projekt jedoch noch ausf\u00fchrlicher in der Publikation erfolgen, welche neben den ambivalenten Dimensionen von Natur und Kultur auch deren Vereinnahmungen, ihre Neubewertung und ihrer Bedeutung im kulturellen Ged\u00e4chtnis der Menschheit diskutiert. Durch diese Publikation erh\u00e4lt das Projekt einen w\u00fcrdigen Abschluss und wird auch f\u00fcr die nicht zum Symposium geladene \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich und begreifbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Vorhabens ist die Organisation und Durchf\u00fchrung eines internationalen Symposiums zum Thema Natur und Kultur &#8211; ambivalente Dimensionen unseres Erbes im Rahmen der UNESCO Tagung 30 Jahre Welterbekonvention von 6. &#8211; 8. Juni 2002 in Potsdam. 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