{"id":22928,"date":"2023-07-28T10:32:05","date_gmt":"2023-07-28T08:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19778-01\/"},"modified":"2023-07-28T10:32:05","modified_gmt":"2023-07-28T08:32:05","slug":"19778-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19778-01\/","title":{"rendered":"Bergschau Oberstdorf -Besucherlenkung und Besucherinformation im Projektgebiet Fellhorn\/Kanzelwand &#8211; Hofer Ifen &#8211; Breitachklamm"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projektgebiet Fellhorn \/Kanzelwand &#8211; Hofer Ifen &#8211; Breitachklamm ist ein grenz\u00fcberschreitendes bevorzugtes Fremdenverkehrsgebiet mit hochwertiger Naturausstattung. Im viel besuchten Projektgebiet fehlte eine naturkundliche Information, die gleichzeitig die Besucherlenkung im empfindlichen Naturraum verbessern kann.<br \/>\nNach der Einrichtung der beiden naturkundlichen Ausstellungsr\u00e4ume Bergschau 813 in Oberstdorf und Bergschau 2037 auf dem Fellhorn in den Jahren 2000\/2001 sollte im Rahmen des aktuellen Projektes die Ausstellung am Fellhorn durch einen Ausstellungsraum im Erdgeschoss der Gipfelstation erweitert werden. Weiter sollt an ausgew\u00e4hlten Typlokalit\u00e4ten im Projektgebiet drau\u00dfen im Gel\u00e4nde im Rahmen eines Leitsystems an so genannten dezentralen Infostationen naturkundliche Zusammenh\u00e4nge erkl\u00e4rt werden und auf bestimmte Ph\u00e4nomene hingewiesen werden. Erg\u00e4nzt und miteinander verbunden werden die Stationen durch Naturlehr- und Erlebnispfade, wobei bestehenden Naturlehrpfade in das gesamte System integriert werden.<br \/>\nDie einzelnen Elemente Ausstellungsraum &#8211; Informationsstationen und Wanderweg bilden ein eng aufeinander abgestimmtes Gesamtkonzept. Dieses beinhaltet die Implementierung eines hierarchisch abgestuften Informationsnetzes \u00fcber das Projektgebiet. Dabei werden die zentralen Dauer-Ausstellungsr\u00e4ume und die dezentralen naturkundlichen Informationsstationen durch die Natur- und Erlebnispfade entlang der Wanderwege gleicherma\u00dfen miteinander verbunden und stellen so eine netzartige Struktur dar. Die einzelnen Bestandteile der naturkundlichen Information erg\u00e4nzen sich in inhaltlicher Form und zeigen dies durch ein einheitliches Erscheinungsbild (Layout) und das Bergschau-Logo.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt wurde auf der Basis der Machbarkeitsstudie Besucherlenkung und Besucherinformation im Projektgebiet Fellhorn\/Kanzelwand &#8211; Hofer Ifen &#8211; Breitachklamm durchgef\u00fchrt, im Rahmen welcher die M\u00f6glichkeiten und Standorte f\u00fcr eine Besucherlenkung und naturkundliche Besucherinformation untersucht und dargestellt wurden.<br \/>\nDie Konzeption der BERGSCHAU beruht auf der Philosophie, mit der naturkundlichen Information bewusst dorthin zu gehen, wo die Menschen sind. Naturkundliche Information soll vor Ort in den Zentren der Besucherstr\u00f6me vermittelt werden. Der Grundgedanke des Projekts beabsichtigt, eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Anzahl von Menschen zu erreichen und f\u00fcr die Belange der \u00d6kologie und des nat\u00fcrlichen Umfeldes zu sensibilisieren. Besucher und Einheimische sollen durch Information f\u00fcr die alpine Umwelt sensibilisiert werden und durch gezielte Information zu einem bewussten und verantwortungsvollen Umfang mit ihrer Umwelt angehalten werden.<br \/>\nIm Rahmen der Besucherinformation werden grundlegende Informationen zu Natur und Landschaft, Pflanzen und Tieren vermittelt. Weiter wird das menschliche Wirtschaften im Projektgebiet und die daraus abzuleitenden Folgen thematisiert. Der Schwerpunkt wird hierbei auf die Verdeutlichung der Viel-fachnutzung von Natur und Landschaft durch Tourismus, Alpwirtschaft, Forstwirtschaft und Jagd &#8211; die vielf\u00e4ltigen Nutzungsanspr\u00fcche und die sich daraus ergebenden Probleme &#8211; gelegt.<br \/>\nParallel  zur Besucherinformation erfolgt eine Besucherlenkung entlang der Wanderwege und auf den Natur-Erlebnispfaden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>\u00a7\tLehr- und Erlebnispfade<br \/>\n\u00b7\tFellhornweg<br \/>\nDer erste im Jahr 2004 realisierte Lehr- und Erlebnispfad, der Fellhornweg, verl\u00e4uft zwischen Fellhornbahn-Gipfelstation entlang des Fellhorngrats bis zum Gundsattel und von dort weiter \u00fcber die Alpfl\u00e4chen der Alpe Obere Bierenwang zur Mittelstation und endet am Schlappoldsee unterhalb der Fellhornbahn Mittelstation. Er erl\u00e4utert an sechs Informationspunkten in anschaulicher Art und Weise direkt vor Ort naturkundliche Themen wie Leben im Gebirge, Leben am Grat, Lebensraum Moore und Alpwiesen, Lebensraum Bergwald, Lebensraum Flyschtobel, Lebensraum Alpiner See am Schlappoldsee.<br \/>\n\u00b7\tAlpweg<br \/>\nDer grenz\u00fcberschreitende Alpweg zwischen Schrattenwang und Riezlern mit insgesamt f\u00fcnf Stationen wurde im Herbst 2004 fertig gestellt. Hier werden s\u00e4mtliche Fragen im Zusammenhang mit der alm- bzw. alpwirtschaftlichen Nutzung im Gebirge bis hin zur Produktion von Bergk\u00e4se anschaulich erl\u00e4utert und gezeigt.<br \/>\n\u00b7\tWaldweg<br \/>\nDer dritte Lehr- und Erlebnispfad, der Waldweg mit wasserwirtschaftlichen und forstlichen Themen, verl\u00e4uft von der Stillach \u00fcber Freibergsee zum S\u00f6llereck mit vier Stationen. Fertigstellung war im Herbst 2005.<br \/>\n\u00a7\tErweiterung des Ausstellungsraumes in der Gipfelstation der Fellhornbahn Durch eine von der Fellhornbahn durchgef\u00fchrte Umbauma\u00dfnahme, bei der der gesamte Erdgeschossbereich neu gestaltet und der Ankunftsbereich der Kabinenbahn an der Gipfelstation \u00fcberdacht wurde, ergab sich die M\u00f6glichkeit einer direkten Besucherlenkung vom Ankunftsbereich in den Ausstellungsraum.<br \/>\nDer Ausstellungsraum (ca. 80 m\u00b2), der gleichzeitig Durchgangsraum f\u00fcr die ankommenden G\u00e4ste der Fellhornbahn und Wartebereich f\u00fcr die abfahrenden G\u00e4ste ist, wurde als dunkler Ausstellungsraum gestaltet. Zentrales Element ist eine mehr als 9m lange und 2,50m hohe hinterleuchtete Glaswand mit einem spektakul\u00e4ren, farbigen Panorama der Allg\u00e4uer Hochalpen an der s\u00fcdwestlichen Wand. Die Umbauma\u00dfnahmen erlaubte eine Freilegung des am Fellhorngrat anstehenden Flyschgesteines, das an der nord\u00f6stlichen Wand des Ausstellungsraumes von den Besuchern regelrecht bef\u00fchlt werden kann (Flyschfenster). Ferner werden an dieser Seite die beiden wichtigsten anderen im Projektgebiet vorkommenden Gesteinsarten ausgestellt (Hauptdolomit und Schrattenkalk). Diese wurden als sog. Trockensteinmauern aus ges\u00e4gtem Originalgestein hoch gemauert. Integriert in diese Steinmauer sind hinterleuchtete Glasbilder bzw. Text und Bildinformationen zur jeweiligen Gesteinsart. An einem K\u00f6pfh\u00f6rer abrufbar erz\u00e4hlt jede Gesteinsart ihre Geschichte. Erg\u00e4nzt werden die Exponate durch einzelne 3D-Bilder.<br \/>\n\u00a7\tDezentrale Info-Stationen<br \/>\nAn  dezentralen Informationsstationen im Projektgebiet soll anhand des Informationstr\u00e4gers Stele direkt im Gel\u00e4nde auf naturkundlichen Zusammenh\u00e4nge verweisen und auf Besonderheiten an Ort und Stelle aufmerksam gemacht werden.<br \/>\nStandorte: Freibergsee (Entstehung und \u00d6kologie eines alpinen Sees) und Stillach (alpiner Wildfluss)<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Fertigstellung der einzelnen Stationen wurden jeweils mit einer Er\u00f6ffnungsfeier eingeweiht. Dazu erfolgte jeweils eine Berichterstattung in der Presse und im lokalen Fernsehen. Als Werbemittel wurde ein Flyer sowie ein Internet-Auftritt erstellt. In Vorbereitung ist au\u00dferdem eine Info-Mappe f\u00fcr Schulen, Exkursionsgruppen und weitere Interessierte. Das Projekt wird vom gesamten Tourismus im Oberallg\u00e4u und Kleinwalsertal, insbes. durch die Marktgemeinde Oberstdorf und die Fellhornbahn beworben.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Erfahrungen und Besucherz\u00e4hlungen in den bestehenden Ausstellungsr\u00e4umen Altes Rathaus und Fellhorn erwiesen sich bereits als \u00fcberaus positiv. Die Besucherzahlen dort sind nach wie vor auf hohem Niveau. Auf den neu installierten Lehrpfaden sind die Besucher zahlenm\u00e4\u00dfig nicht zu erfassen. Die eingerichteten Informationsstationen sto\u00dfen aber bei den Besuchern \/ Wanderern auf gro\u00dfes Interesse, wie immer wieder beobachtet werden kann.<br \/>\nAls Erfolg des Konzeptes kann auch gewertet werden, dass sich weitere Institutionen in der Region dem Konzept anschlie\u00dfen wollen und ihre naturkundliche Information nach dem Konzept der Bergschau vermitteln wollen. Somit wird das Gesamtsystem BERGSCHAU weiter fortgef\u00fchrt und sinnvoll erg\u00e4nzt (Bsp. Gemeinde Mittelberg, Breitachklamm, Fellhornbahn).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projektgebiet Fellhorn \/Kanzelwand &#8211; Hofer Ifen &#8211; Breitachklamm ist ein grenz\u00fcberschreitendes bevorzugtes Fremdenverkehrsgebiet mit hochwertiger Naturausstattung. Im viel besuchten Projektgebiet fehlte eine naturkundliche Information, die gleichzeitig die Besucherlenkung im empfindlichen Naturraum verbessern kann. 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