{"id":22915,"date":"2023-07-13T15:22:07","date_gmt":"2023-07-13T13:22:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19740-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:09","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:09","slug":"19740-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19740-01\/","title":{"rendered":"Bewahrung ausgew\u00e4hlter umweltgesch\u00e4digter historischer Parkanlagen im Land Sachsen-Anhalt mit nationaler Bedeutung als Modellprojekt zur partnerschaftlichen Integration umweltrelevanter Belange (Konzeptentwicklung und Umsetzung)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Sachsen-Anhalt verf\u00fcgt \u00fcber ca. 1000 historische G\u00e4rten mit Denkmalstatus. Mangelndes Interesse und Verst\u00e4ndnis f\u00fchrten zu deren Vernachl\u00e4ssigung, zu unvertr\u00e4glichen Nutzungen oder Zerst\u00f6rungen, so dass ihr Fortbestand in Teilen gef\u00e4hrdet ist. Im Vorhaben Gartentr\u00e4ume &#8211; Historische Parks in Sachsen-Anhalt werden national wertvolle Park- und Kulturlandschaftsanlagen als Netzwerk zusammengefasst, um umweltrelevante Erkenntnisse auszutauschen und zu verbreiten. Es stellt ein Modellprojekt dar, das sich f\u00fcr die Anwendung in anderen Bundesl\u00e4ndern eignet und unter marktwirtschaftlichen Konditionen zeitnah umgesetzt werden kann: Sichtbarmachung des kulturellen Erbes, Schadensanalyse und -bewertung, Wiederherstellung und Restaurierung, Erarbeitung von umfassenden Informationen f\u00fcr den Erhalt des Kulturgutes und nachhaltige Verbesserung der \u00f6kologischen Gesamtsituation. Neue Wege der Kommunikation und des Wissensaustausches unter Verwendung modernster Medien werden begangen, indem politische Entscheidungstr\u00e4ger, Verwaltung, Planer, Eigent\u00fcmer, Wissenschaftler, Akteure vor Ort, Verb\u00e4nde, kleinere und mittlere Unternehmen und Kultur\/Garten-interessierte zusammengef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenSchwerpunkte im Rahmen des Projektes Gartentr\u00e4ume wurden in folgenden Bereichen gesetzt:<br \/>\n\u00b7\tKonstituierung einer funktionsf\u00e4higen, effektiv wirksamen Organisationsstruktur unter Einbeziehung aller f\u00fcr die Erf\u00fcllung der Zielstellungen des Projektes notwendigen Akteure<br \/>\n\u00b7\tIn-Kenntnissetzung der Beteiligten \u00fcber die Projekt- sowie Organisationsstruktur<br \/>\n\u00b7\tGew\u00e4hrleistung eines reibungslosen Informationsflusses zwischen den Projektbeteiligten, u. a. durch Workshops zu gartendenkmalpflegerischen Problemen und Konfliktpunkten<br \/>\n\u00b7\tErarbeitung und Diskussion denkmalpflegerischer Rahmenkonzeptionen und deren Umsetzung unter Konfliktausgleich kultureller, \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Interessen<br \/>\n\u00b7\tPr\u00e4sentation des Projektes in der \u00d6ffentlichkeit<br \/>\n\u00b7\twissenschaftliche Begleitung und Verallgemeinerung des praxisrelevanten Erkenntnisgewinns<br \/>\n\u00b7\tErstellung eines Handbuches Gartentr\u00e4ume, einschl. \u00f6ffentlicher \u00dcbergabe \/ Pr\u00e4sentation<br \/>\n\u00b7\tHerstellung projektbezogener, \u00f6ffentlichkeitswirksamer Werbetr\u00e4ger<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes Gartentr\u00e4ume wurden erste grundlegende und richtungsweisende Projektbausteine initiiert bzw. entwickelt, die einen weiteren effektiven aber auch erfolgversprechenden Verlauf des Gesamtprojektes garantieren helfen. Oberste Priorit\u00e4t galt darin zun\u00e4chst der Konstituierung der Strukturen eines effizient funktionierenden Netzwerkes, dass neben den Ma\u00dfnahmen zur Erhaltung der G\u00e4rten und Parks bzw. deren schrittweiser Wiederherstellung auch dazu dient, den spezifischen Erholungs- und Bildungswert der historischen Anlagen herauszustellen, gesicherte und umfassende Informationen als Basis f\u00fcr eine nachhaltige Verbesserung der \u00f6kologischen Gesamtsituation den unterschiedlichsten Zielgruppen zur Verf\u00fcgung zu stellen sowie den Austausch und der Verbreitung von gesammel-ten Erkenntnissen durch Kombination vielf\u00e4ltiger und unterschiedlicher Kommunikationsformen und mittels Einsatz von vielf\u00f6rmigen Medieninstrumenten zu erm\u00f6glichen. Neue Wege der Umweltkommunikation und des Wissensaustauschs werden begangen, in dem politische Entscheidungstr\u00e4ger, Verwaltung, Planer, Eigent\u00fcmer, Wissenschaftler, Akteure vor Ort, Verb\u00e4nde, kleine und mittlere Unternehmen und Garteninteressierte auf breiter Basis zusammengef\u00fchrt und vernetzt werden. Langfristig erzeugt das Netzwerk Gartentr\u00e4ume somit das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr historische G\u00e4rten und auch f\u00fcr die \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge, so dass sich aus dem fundierte Begreifen eine erh\u00f6hte Handlungsbereitschaft und Motivation zur Erhaltung der Anlagen und der nat\u00fcrlichen Ressourcen entwickeln kann. Zur internen Kommunikation und Informationsvermittlung wurden verschiedene Foren des Netzwerkes eingerichtet. Dazu z\u00e4hlen insbesondere: Projektmanagement, Wissenschaftlicher Beirat Gartentr\u00e4ume, Interministerieller Tourismusbeirat Gartentr\u00e4ume, Marketingbeirat Gartentr\u00e4ume der Landesmarketing Sachsen-Anhalt GmbH, J\u00e4hrliche Regionalworkshops, J\u00e4hrliches Symposium, Einmalige, bedarfsorientierte Veranstaltungen. Zu den Kommunikationsmitteln innerhalb des Netzwerkes z\u00e4hlen: Infobrief, Leitfaden f\u00fcr die Eigent\u00fcmer \/ Rechtstr\u00e4ger sowie f\u00fcr die beteiligten Planungsb\u00fcros.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Eine wesentliche Rolle spielt insbesondere die Arbeit in und mit der \u00d6ffentlichkeit. Ein abgestimmtes \u00d6ffentlichkeitskonzept mit seinen Bausteinen wendet es sich hier\u00fcber an alle Beteiligte des Projektes, die Nutzer der Parks vor Ort und an Interessierte allgemein. \u00dcber Ver\u00f6ffentlichungen und der Einbeziehung von Massenmedien werden gesammelte Informationen, Erkenntnisse und Erfahrungen einer breiten \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung gestellt, ausgetauscht und verbreitet. Zur internen sowie externen Kommuni-kation und Informationsvermittlung wurden u. a. folgende Kommunikationsmittel des Netzwerkes eingerichtet bzw. erarbeitet: Gartentr\u00e4ume &#8211; Logo, Handbuch Gartentr\u00e4ume einschl. \u00f6ffentlichkeitswirksamer \u00dcbergabe, Internetauftritt, Jahresbericht. Die externe Kommunikation und Informationsvermittlung wurde mittels Informationstafeln, Faltblatt Gartentr\u00e4ume, Reisef\u00fchrer, Vortr\u00e4ge auf Fachveranstaltungen, Publikationen gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Bislang einzigartig ist die innovative Herangehensweise und Strategie, die gew\u00e4hlt wurde. Erstmals wurden 40 historische G\u00e4rten ausgew\u00e4hlt und in ein Gesamtprojekt integriert. Dies geschieht sowohl zentral auf der Ebene des neu konstituierten Managements aus Ministerien, Landes\u00e4mtern und einem beauftragten Dienstleister, als auch dezentral in den bereits bestehenden privaten und \u00f6ffentlichen Strukturen unter Einbeziehung von Fachplanern und mittelst\u00e4ndischen Fachfirmen. Die ausgew\u00e4hlten Anlagen de-cken dabei, auch um ein breites Band an Erkenntnissen zu gewinnen, die gartenkunst-historische Entwicklung im Land Sachsen-Anhalt ab und beziehen eine Vielzahl gartentypologischer Formen der Gartenkunst ein. Mit der gezielten Sichtbarmachung des kulturellen Erbes wird eine umfassende denkmal-pflegerische, touristische Markts\u00e4ule entwickelt, die in der Bundesrepublik Deutschland f\u00fcr diesen Bereich und in einer derartigen Gr\u00f6\u00dfenordnung einzigartig ist und somit Vorbildwirkung erlangen kann. Das Netzwerk dient der Erhaltung nat\u00fcrlicher Ressourcen. Im Bereich Natur- und Umweltschutz f\u00f6rdert das Netzwerk somit die Entwicklung und Vernetzung von Biotopen, die Erweiterung des Artenspektrums, den Erhalt von pflanzlichen Genpotentialen, die Verbesserung des Klimas, die Gr\u00fcnvernetzung im besiedelten Bereich sowie die Sicherung und der Erhalt des nat\u00fcrlichen Wasserregimes in einzelnen Anla-gen und ihre Vernetzung mit der hydrologischen Situation im Umfeld. Gartentr\u00e4ume initiiert au\u00dferdem nachhaltig auch die Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen in wissenschaftlichen und planerischen Disziplinen, im Handwerk und Gewerbe, in der umweltbewussten Tourismus- und Reisebranche mit und in kulturellen und k\u00fcnstlerischen Projekten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Sachsen-Anhalt verf\u00fcgt \u00fcber ca. 1000 historische G\u00e4rten mit Denkmalstatus. Mangelndes Interesse und Verst\u00e4ndnis f\u00fchrten zu deren Vernachl\u00e4ssigung, zu unvertr\u00e4glichen Nutzungen oder Zerst\u00f6rungen, so dass ihr Fortbestand in Teilen gef\u00e4hrdet ist. 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