{"id":22905,"date":"2023-09-02T10:32:02","date_gmt":"2023-09-02T08:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19719-01\/"},"modified":"2023-09-02T10:32:02","modified_gmt":"2023-09-02T08:32:02","slug":"19719-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19719-01\/","title":{"rendered":"Leitbilder und Potenziale eines solaren St\u00e4dtebaus"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt will die Ziele der Bundesregierung zum Klimaschutz und zur Verbreitung der Solarenergie durch die Entwicklung und Verankerung eines solaren St\u00e4dtebaus unterst\u00fctzen.<br \/>\nUm das Leitbild eines solaren St\u00e4dtebau in Stadtplanung und Stadtumbau umsetzen zu k\u00f6nnen, werden Prototypen solarer Stadtquartiere entwickelt, die sich auf unterschiedliche Stadtr\u00e4ume beziehen, wie sie in allen St\u00e4dten anzutreffen sind. Dadurch wird das derzeitige st\u00e4dtebauliche Instrumentarium um solche Komponenten, die f\u00fcr eine nachhaltige Energiewirtschaf t erforderlich sind, erg\u00e4nzt. Auf Basis der Prototypen werden sowohl technische als auch \u00f6konomische Potentiale f\u00fcr solares Bauen, differenziert nach Stadtr\u00e4umen, identifiziert.<br \/>\nDie Ergebnisse werden in einem Fachbuch, als CD ROM und als Webseite ver\u00f6ffentlicht. Das Fachbuch soll eine seit Jahren bestehende L\u00fccke im Lehrbuchangebot f\u00fcr Stadtplaner und Architekten ausf\u00fcllen helfen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAls Grundlage werden realisierte Pilotprojekte eingeteilt in die h\u00e4ufigsten Stadtraumtypen, die zusammen ca. 87% der Bestandsgeb\u00e4ude bilden ( Gr\u00fcnderzeit, 50\/60er Jahre und Bauten der 70er Jahre), erhoben und bewertet.<br \/>\nAuf den vorhandenen Grundlagen erfolgt ein Optimierungsprozess, mit dem Ziel, diese Stadtr\u00e4ume langfristig zu 100% durch erneuerbare Energien zu versorgen.<br \/>\nAnhand der vom Expertenworkshop weiterentwickelten Kriterien zur Bewertung der st\u00e4dtebaulichen, \u00f6kologischen und energetischen Qualit\u00e4t v on Stadtumbauprojekten werden energetische L\u00f6sungsvarianten f\u00fcr die unterschiedlichen Stadtr\u00e4ume erarbeitet und berechnet, die sich im Standard des W\u00e4rmeschutzes, in der Versorgungstechnik sowie in sonstigen Umbauzielen unterscheiden.<br \/>\nVon den Workshops werden eine Weiterentwicklung der Bewertungskriterien als auch Hinweise f\u00fcr die im Anschluss zu leistende Optimierung der energetischen L\u00f6sungen erwartet.<br \/>\nDie Software Solarin wird f\u00fcr die Bewertung der Prototypen benutzt und f\u00fcr die Berechnung der Prototy-pen weiterentwickelt, um das Programm f\u00fcr eine solarenergetische Stadtplanung und den solaren Stadtumbau nutzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Expertenworkshops legten das Gewicht der Bewertungen von solaren Pilotprojekten auf Sanierungsl\u00f6sungen in typisierbaren st\u00e4dtebaulichen Strukturen.<br \/>\nDer solare Stadtumbau soll seinen Schwerpunkt auf die Sanierung der Geb\u00e4udebest\u00e4nde der 50er, 60er und 70er Jahre setzten. Dabei weisen die industriell gebauten Best\u00e4nde die geringste Eingriffsempfindlichkeit gegen\u00fcber der Integration von Solartechnik auf, bei diesen tr\u00e4gt sie im hohem Ma\u00dfe zur Aufwertung der Best\u00e4nde bei.<br \/>\nDie solaren Pilotprojekte erreichen mit unterschiedlichen technologischen Konzepten solare Deckungsraten von 20 bis 40 %, und eine CO2 Reduktion zwischen 40 und 85 %.<br \/>\nDer investive Mehraufwand f\u00fcr die optimierten energetischen L\u00f6sungen liegt nur geringf\u00fcgig h\u00f6her als bei den realisierten Pilotprojekten. Die Emissionswerte erreichen einen Zielwert, der, unter Einbezug aller Stadtr\u00e4ume, eine 80prozentige Reduzierung der CO2 Emissionen im Geb\u00e4udebestand bis 2030 erreichbar macht.<br \/>\nF\u00fcr die Ermittlung des solarurbanen Fl\u00e4chenpotenzials wurden anhand von Prototypen der Stadtr\u00e4ume solare G\u00fctezahlen f\u00fcr Dach und Fassade ermittelt. Das solarurbane Fl\u00e4chenpotenzial, das die st\u00e4dtebauliche Qualit\u00e4t ber\u00fccksichtigt, betr\u00e4gt hochgerechnet f\u00fcr die BRD 1.760 km\u00b2 f\u00fcr die D\u00e4cher, und 584 km\u00b2 f\u00fcr die Fassaden.<br \/>\nTrotz intensiver st\u00e4dtebaulicher Betrachtungen und genauen technischen und architektonischen Kriterien bei der Ermittlung dieser Fl\u00e4chen, zeigt sich hier ein, zum Teil, wesentlich h\u00f6heres Potential als in bisherigen Potenzialstudien.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>&#8211;\tDie Forschungsergebnisse werden in einem Fachbuch ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\n      Text- und Datengrundlagen basieren auf dem Forschungsprojekt.<br \/>\n&#8211;\tDie Projektdokumentationen der solaren Pilotprojekte werden Interessenten zug\u00e4nglich gemacht.<br \/>\n&#8211;\tDie gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse der Forschung werden als Lehrmaterial f\u00fcr Seminare und Weiterbildungsma\u00dfnahmen genutzt.<br \/>\n&#8211;\tFachaufsatz solarer St\u00e4dtebau in der Zeitschrift Energie-Effizientes-Bauen. (2 \/ 2003)<br \/>\n&#8211;\tBericht in der Arbeitsgruppe Bauen und Wohnen der Landesinitiative Zukunftsenergien. (7\/ 2004)<br \/>\n&#8211;\tWeitere Fachaufs\u00e4tze und Tagungsvortr\u00e4ge in Vorbereitung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>F\u00fcr 14 Stadtraumtypen wurden zukunftsweisende energetische L\u00f6sungsmodelle entwickelt, die sowohl die st\u00e4dtebaulichen als auch die energetischen Anforderungen der am Forschungsprojekt beteiligten Experten erf\u00fcllen.<br \/>\nAbgeleitet von diesen Ergebnissen entstanden Planungsempfehlungen f\u00fcr Stadterneuerung und Stadtumbau mit Integration von Energieeffizienz, Solarenergienutzung und minimierter CO2 Belastung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt will die Ziele der Bundesregierung zum Klimaschutz und zur Verbreitung der Solarenergie durch die Entwicklung und Verankerung eines solaren St\u00e4dtebaus unterst\u00fctzen. 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