{"id":22863,"date":"2023-07-13T15:22:03","date_gmt":"2023-07-13T13:22:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19621-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:22:06","modified_gmt":"2023-07-13T13:22:06","slug":"19621-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19621-01\/","title":{"rendered":"Aufbau einer Umweltberatung f\u00fcr kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen im Kammerbezirk Konin (Polen)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel ist der Aufbau eines Umweltb\u00fcros bei der Wirtschaftskammer Konin, unterst\u00fctzt und angeleitet durch Erfahrungen der IHK Frankfurt (Oder). Das Umweltb\u00fcro ist u.a. verantwortlich f\u00fcr Umweltkommunikation und -sensibilisierung im Wirtschaftsraum Konin sowie die Durchf\u00fchrung einer bedarfsgerechten Umweltberatung f\u00fcr ausgew\u00e4hlte polnische KMU zur Integration des Umweltschutzes in das Unternehmensmanagement. Ziel ist auch die schnelle Harmonisierung\/Anpassung an die europ\u00e4ische Umweltschutzgesetzgebung im Hinblick auf den Beitritt Polens zur EU. Dar\u00fcber hinaus geht es um die Schaffung einer \u00fcber die Projektlaufzeit hinausgehenden eigenst\u00e4ndigen institutionellen Umwelt-Struktur, die fest in die T\u00e4tigkeit der Wirtschaftskammer Konin einbezogen ist. Das Modellprojekt ist auf andere Wirtschaftskammern Polens \u00fcbertragbar.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Schulung des Mitarbeiters des Umweltb\u00fcros finden regelm\u00e4\u00dfig Anleitungen und Erfahrungsaustausche durch die IHK Frankfurt (Oder) statt. Gleichzeitig wird eine Bestandsaufnahme (Befragung) des ben\u00f6tigten Umweltberatungsbedarfs in einer Reihe von Unternehmen durchgef\u00fchrt, von denen dann ca. 25 ausgew\u00e4hlt werden, die eine Umweltberatung nach bestimmten Kriterien beantragen k\u00f6nnen. Die Umweltberatung wird von kompetenten polnischen Beratungsunternehmen ausgef\u00fchrt, die per Ausschreibung ausgew\u00e4hlt werden. Die im Verlauf des Projekts wachsende \u00f6kologische Fachkompetenz des Mitarbeiters f\u00fchrt dazu, die Umweltpolitik in der lokalen Wirtschaft zu koordinieren und sich zu einem unabdingbaren Ansprechpartner im Umweltschutz zu entwickeln.<br \/>\nDas Projekt erreicht seine interne und externe Nachhaltigkeit u. a. durch Methoden wie: kontinuierliche Information an Presse, Funk und Fernsehen, Aufbau einer Internetseite, projektbegleitende Evaluation, Arbeit des Beirats, zweimonatliche Kernteamtreffen zwischen Wirtschaftskammer\/Projektgesellschaft\/IHK, st\u00e4ndige \u00dcberpr\u00fcfung der Projektzielstellung im Sinne eines kontinuierlichen Verbesse-rungsprozesses. Den Abschluss des Projekts bildet eine Landesumweltkonferenz und eine Publikation zur Pr\u00e4sentation der Projektergebnisse.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Projektlaufzeit erlangte der Umweltschutz einen h\u00f6heren Stellenwert im Wirtschaftsraum Konin, im Kammergebiet und in den beteiligten Unternehmen. Das am Anfang des Projekts sehr niedrige Umweltbewusstsein der polnischen kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen wurde im Laufe der Durchf\u00fchrung des Projekts erheblich erh\u00f6ht. Es wurde dadurch ersichtlich, dass viele KMU erst dank des w\u00e4hrend mehrerer Informationsveranstaltungen und Gespr\u00e4chen vermittelten Wissens ihre Proble-me im Bereich des Umweltschutzes identifizieren konnten. Diese erste Phase dauerte l\u00e4nger als bei der Vorbereitung des Projekts angenommen und zeigte deutlich einen Bedarf an Wissenstransfers im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes. Erst das Entstehen von Problembewusstsein der Unternehmen erm\u00f6glichte eine erfolgreiche Projektarbeit: Kenntnis der umweltbezogenen Problematik und m\u00f6glichen Folgen bei der Missachtung der Umweltschutznormen f\u00fchrte zu einer breiten Akzeptanz des Umwelt-schutzes als Bestandteil der Unternehmenspolitik.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus ist es gelungen, eine \u00fcber die Projektlaufzeit hinausgehende und eigenst\u00e4ndige, institutionelle Umweltstruktur, die fest in die T\u00e4tigkeit der Wirtschaftskammer Konin einbezogen ist, zu schaffen. Die \u00f6kologische Fachkompetenz der Mitarbeiter ist in diesen 15 Monaten enorm gestiegen und wurde durch die Unternehmen hoch gesch\u00e4tzt. 43% der befragten Unternehmen fanden die bei der Wirtschaftskammer Konin erhaltenen Informationen sehr gut; 57% der Unternehmen bewerteten sie als gut. Es wurden dadurch die besten Voraussetzungen daf\u00fcr geschaffen, dass sich das Umweltb\u00fcro auch in Zukunft als unabdingbarer Ansprechpartner in allen Fragen des Umweltschutzes etablieren kann.<br \/>\nBesonders effektiv war die komplexe Beratung \u00fcber die Auswirkungen der Unternehmenst\u00e4tigkeit auf die Umwelt. Dank des im Projektverlauf gewonnenen Wissens konnten die Unternehmen ihre Investitionen unter Ber\u00fccksichtigung der neuen rechtlichen Anforderungen vorbereiten. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr stellt die Umsetzung ins polnische Recht der Richtlinie 94\/63\/WE dar. Die polnischen Unternehmen haben bis Ende 2005 Zeit, sich auf die europ\u00e4ischen Anforderungen bez\u00fcglich der Emissionskontrolle vorzubereiten. Sieben am Projekt teilnehmende Unternehmen sind in der Autobranche t\u00e4tig; die in Anspruch genommene Beratung zielte auf die Anpassung an die neue Rechtslage ab. Aufgrund der Beratung wurden in einigen Unternehmen noch vor Ende des Projekts umweltentlastende Investitionen geplant und durchgef\u00fchrt. In fast 40% der beteiligten KMU wurden wegen des erworbenen Wissens noch vor Abschluss des Projekts umweltsch\u00fctzende Ma\u00dfnahmen vollgezogen.<br \/>\nAuch der Erfahrungsaustausch w\u00e4hrend des Aufenthalts der polnischen KMU in Brandenburg wurde durch die Teilnehmer als sehr informativ und interessant bewertet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber die Durchf\u00fchrung des Projekts wurden die deutschen und polnischen Medien st\u00e4ndig informiert. Im November 2003 wurde die Homepage des Projekts aktiviert. Alle Informationen \u00fcber die Durchf\u00fchrung des Projekts und Projektpartner wurden aktualisiert. Dar\u00fcber hinaus wurde das Projekts w\u00e4hrend des Umweltkongresses am 13.05.2004 in Frankfurt (Oder) dargestellt. Schlie\u00dflich wurden die Ergebnisse des Projekts w\u00e4hrend der Abschlusskonferenz in Konin am 14.09.2004 der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert und \u00fcber eine Publikation ver\u00f6ffentlicht. Die Publikation wurde kostenlos allen anderen polnischen Kammern, Umweltschutzorganisationen und anderen interessierten Tr\u00e4gern mit umweltrelevanten Zielen zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass der Wirtschaftsraum Konin den Umweltschutz-Anforderungen der Europ\u00e4ischen Union besser gerecht werden kann und dadurch die Umweltbelastungen in betr\u00e4chtlichem Umfang reduziert werden k\u00f6nnen. Eine wichtige Schlussfolgerung ist, dass das Umweltbewusstsein von kleinen Unternehmen in Polen oft nicht ausreichend ist, um komplexe Fragen der Umweltschutzproblematik zu l\u00f6sen. F\u00fcr das notwendige Transferwissen muss deswegen gen\u00fc-gend Zeit eingeplant werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel ist der Aufbau eines Umweltb\u00fcros bei der Wirtschaftskammer Konin, unterst\u00fctzt und angeleitet durch Erfahrungen der IHK Frankfurt (Oder). Das Umweltb\u00fcro ist u.a. verantwortlich f\u00fcr Umweltkommunikation und -sensibilisierung im Wirtschaftsraum Konin sowie die Durchf\u00fchrung einer bedarfsgerechten Umweltberatung f\u00fcr ausgew\u00e4hlte polnische KMU zur Integration des Umweltschutzes in das Unternehmensmanagement. 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