{"id":22856,"date":"2024-11-27T10:36:34","date_gmt":"2024-11-27T09:36:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19615-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:34","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:34","slug":"19615-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19615-01\/","title":{"rendered":"Vorhaben zur Wiederherstellung eines Verbundes geeigneter Waldlebensr\u00e4ume f\u00fcr die Wildkatze"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zunehmend werden Fl\u00e4chen durch Siedlungs- und Verkehrsbau beansprucht, intensiv genutzte und technisch gepr\u00e4gte Bereiche weiten sich aus und dr\u00e4ngen gering bis m\u00e4\u00dfig kulturbeeinflusste Bereiche und naturnahe Biotope mit ihren Bioz\u00f6nosen zur\u00fcck. Noch erhalten gebliebene naturnahe Lebensr\u00e4ume gehen verloren, ihre Populationen sind gef\u00e4hrdet oder an sie angepasste Arten sogar vom Aussterben bedroht. Durch die Zerschneidung der noch erhaltenen wertvollen Lebensr\u00e4ume schrumpfen deren Fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfen und es entstehen verinselte Biotop-Restfl\u00e4chen. Verkleinerung und Verinselung der Lebensr\u00e4ume  beeinflussen unter anderem die genetische Variation sowie Struktur und Dynamik von Populationen, etwa Dispersions- und Austauschprozesse, Aussterbe- und Immigrationsprozesse.<br \/>\nDer Genaustausch innerhalb und zwischen Populationen einer Art wird eingeschr\u00e4nkt, die Lebensf\u00e4higkeit von Populationen und Arten kann vermindert werden. In Mitteleuropa stellen Lebensraumfragmentierung und Verinselung naturnaher Restbiotope ein zentrales Problem des Arten- und Naturschutzes dar. Diese Erkenntnisse sind nicht neu und mit dem Konzept eines \u00fcber den klassischen Schutz von lokalen Populationen (Biotopschutz, Schutzgebiete) hinausgehenden Biotopverbundes soll dem Rechnung getragen werden. Es fehlt aber bis heute an \u00fcberregional wirksamen Programmen und Ma\u00dfnahmen des Biotopverbundes, sowie an Erfolgskontrollen derselben, um dem fortschreitenden Prozess der Verarmung und biologischen Destabilisierung von \u00d6kosystemen wirksam zu begegnen.<br \/>\nIm Rahmen des hier beantragten Projekts sollen l\u00e4nder\u00fcbergreifende Biotopverbundma\u00dfnahmen mit landesspezifisch angepassten Schwerpunkten geplant, koordiniert und umgesetzt werden. Dabei dient die Europ\u00e4ische Wildkatze (Felis silvestris SCHR.) als Zielart und Erfolgsindikator f\u00fcr die Vernetzung naturnaher Waldlebensr\u00e4ume im Teile Bayerns, Hessens und Th\u00fcringens umfassenden Projektgebiet.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenInhaltlich ist das Projekt in vier sich erg\u00e4nzende Bereiche gegliedert, die Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen und Vorarbeiten in den drei Bundesl\u00e4ndern dort in unterschiedlicher Intensit\u00e4t verfolgt werden m\u00fcssen.<br \/>\nProjektbereich Kommunikation<br \/>\nEin Naturschutzprojekt dieser Dimension hat nur dann Chancen, erfolgreich umgesetzt zu werden, wenn<br \/>\n&#8211;\tdas Vorhaben in der Bev\u00f6lkerung Begeisterung weckt und eine ausreichende Akzeptanz findet<br \/>\n&#8211;\tdas Projekt auf allen Ebenen politisch gewollt ist und entsprechende Unterst\u00fctzung erf\u00e4hrt<br \/>\n&#8211;\tin den betroffenen Beh\u00f6rden und Verb\u00e4nden Kooperationspartner zur Verf\u00fcgung stehen, die sich bereit erkl\u00e4ren, Ma\u00dfnahmen des Projektes innerhalb ihres Verantwortungsbereiches aktiv umzusetzen.<br \/>\n&#8211;\tDeshalb kommt der \u00d6ffentlichkeitsarbeit und dem Dialog mit den betroffenen Interessensgruppen eine besondere Bedeutung zu. Ziel ist es, die Betroffenen selbst zu Handelnden zu machen.<br \/>\nFolgende Methoden kommen zur Anwendung:<br \/>\nUm \u00fcber die Projektziele zu informieren und die \u00d6ffentlichkeitsarbeit zu koordinieren, bedarf es einer zentralen Organisationsstruktur im Projekt. Diese Struktur wird durch die Einrichtung eines Wildkatzenb\u00fcros geschaffen. Das Wildkatzenb\u00fcro ist zentrale Anlaufstelle f\u00fcr alle Aktivit\u00e4ten im Rahmen des Projektes und koordiniert die \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<br \/>\nDas Instrument der Zukunftskonferenz erm\u00f6glicht die Integration aller Interessengruppen, die vom Aufbau eines l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Biotopverbundes betroffen sind. Sie werden gemeinsam dazu veranlasst, einen verbindlichen Ma\u00dfnahmenkatalog zu entwickeln, mit dem sich die Projektziele verwirklichen lassen.<br \/>\nWeiterhin m\u00fcssen die folgenden Partner f\u00fcr die Umsetzung der Projektziele gewonnen werden bzw. haben ihre Unterst\u00fctzung bereits zugesagt:<br \/>\n&#8211;\tDie Naturschutzbeh\u00f6rden k\u00f6nnen fachliche Grundlagen f\u00fcr die Biotopverbundplanung zur Verf\u00fcgung stellen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie im Rahmen der Vergabe von Agrarumweltma\u00dfnahmen gezielt F\u00f6rdermittel f\u00fcr Ackerrandstreifen und extensive Fl\u00e4chennutzung zur Verf\u00fcgung stellen und Ma\u00dfnahmen als Ausgleichs- oder Ersatzma\u00dfnahmen anregen.<br \/>\n&#8211;\tDie Flurbereinigungsbeh\u00f6rden sind wichtige Partner, um Fl\u00e4chen f\u00fcr die Realisierung des Biotopverbundes verf\u00fcgbar zu machen. Durch die enge Kooperation mit der Landwirtschaft k\u00f6nnen sie au\u00dferdem bei der Umsetzung der Projektziele eine Vermittlerrolle zu den Landnutzern einnehmen.<br \/>\n&#8211;\tDie Landesforstverwaltung steht als Kooperationspartner bei Ma\u00dfnahmen im Wald zur Verf\u00fcgung.<br \/>\n&#8211;\tDer Bauernverband und der Jagdverband sollen als unmittelbar betroffene Interessensverb\u00e4nde ebenfalls f\u00fcr die Kooperation gewonnen werden.<br \/>\nEine vom Bundesverband des BUND mitgetragene Kampagne schlie\u00dflich nutzt das hohe Sympathie-Potential der Wildkatze, um die Projektziele zu f\u00f6rdern.<br \/>\nDas Projekt wird von seinem Anfang bis zum Ende von intensiver \u00d6ffentlichkeitsarbeit begleitet.<\/p>\n<p>Projektbereich Kartierung und Ma\u00dfnahmenpool<br \/>\nIn Hessen fehlen ausreichende Kenntnisse zur aktuellen Verbreitung der Wildkatze. Im laufenden Jahr 2004 wurden aber im Auftrag der Landesverwaltung hierzu erstmals systematische Erhebungen durchgef\u00fchrt. Diese sollen im Rahmen des Projekts erweitert werden. Unter Einbeziehung von Experten und mit Hilfe GIS-gest\u00fctzter  Cost &#8211; Distance &#8211; Analysen werden vor dem Hintergrund der Verbreitungssituation der Wildkatze die Defizite des Biotopverbundes f\u00fcr das gesamte Projektgebiet ermittelt. Auf der Grundlage einer eingehenden Konfliktanalyse werden in Abstimmung mit den Landesverwaltungs\u00e4mtern der drei L\u00e4nder L\u00f6sungen erarbeitet und auf drei planungsrelevanten Ma\u00dfst\u00e4ben dargestellt.<br \/>\nDie Karten gehen als fachliche Grundlage in Landesprogramme, Landschafts- und Raumordnungspl\u00e4ne ein und werden f\u00fcr den Projektbereich Korridor herangezogen (siehe dort). <\/p>\n<p>Projektbereich Korridor<br \/>\nIm Teilprojekt Korridor werden konkrete Biotopverbundma\u00dfnahmen in die Praxis umgesetzt. Der Arbeitsschwerpunkt dieses Projektbereiches liegt in Th\u00fcringen, wo ein Br\u00fcckenschlag vom Hainich in den Th\u00fcringer Wald erreicht werden soll, an dem bereits im Vorfeld des Projekts gearbeitet wurde: so konnten in das Planfeststellungsverfahren zur Verlegung der Bundesautobahn A4 die Daten aus dem Forschungsprojekt an Wildkatzen im angrenzenden Nationalpark Hainich eingearbeitet und ber\u00fccksichtigt werden.<br \/>\nIm Zuge der Trassenverlegung wird es daher nicht zu einer Verschlechterung, sondern zu einer bedeutenden Verbesserung des Biotopverbundes kommen. Allerdings bleiben weitere Ausbreitungsbarrieren zu \u00fcberwinden. Hierzu wird auf ein bestehendes Netzwerk vielf\u00e4ltiger Kontakte zu Beh\u00f6rden, Planern und Landnutzern zur\u00fcckgegriffen, das im Rahmen des zwischen 1996 und 1999 entwickelten Artenschutzprogramms f\u00fcr die Wildkatze im Freistaat Th\u00fcringen entstanden ist. So erkl\u00e4rte sich aktuell die Th\u00fcringer Landesforstverwaltung bereit, Aufforstungsma\u00dfnahmen in Th\u00fcringen im Bereich des Korridors zu konzentrieren. In Kooperation mit dem Th\u00fcringer Landesverwaltungsamt werden A&#038;E-Ma\u00dfnahmen wann immer m\u00f6glich in den Korridor gelegt.<br \/>\nAuch Bauernverb\u00e4nde, Flurbereinigungs- und Wasserwirtschaftsbeh\u00f6rden sind aktuell wichtige Partner f\u00fcr die Etablierung weiterer Verbundelemente in der Landschaft. So werden im laufenden Flurneuordnungsverfahren  zwischen Hainich und Th\u00fcringer Wald die Belange des Biotopverbundes f\u00fcr die Wildkatze ber\u00fccksichtigt. Dabei werden auch F\u00f6rderprogramme eingesetzt, um Einkommensverluste von Landwirten zu kompensieren.<br \/>\nUm die Barrierewirkung von gro\u00dfen Siedlungs- und Gewerbefl\u00e4chen sowie Stra\u00dfen zu vermeiden, werden Wanderkorridore f\u00fcr die Wildkatze in die Landschaftsplanung integriert, sowie wildkatzengerechte Gr\u00fcnbr\u00fccken und Durchl\u00e4sse bei Stra\u00dfenbauprojekten (z.B. A 38 und A 4) aufgenommen. Kompensationsma\u00dfnahmen f\u00fcr Eingriffe werden geb\u00fcndelt und an den Lebensraumanspr\u00fcchen der Wildkatze ausgerichtet.<br \/>\nSchlie\u00dflich lassen sich zusammen mit den Gro\u00dfschutzgebietsverwaltungen und Tourismusverb\u00e4nden Konzepte zur Besucherlenkung erarbeiten, die st\u00f6rungsarme Wildkatzenlebensr\u00e4ume garantieren.<br \/>\nWeitere r\u00e4umliche Schwerpunkte im Projektbereich Korridor liegen im Umfeld des hessischen Nationalparks Kellerwald, zwischen s\u00fcdlichem Th\u00fcringer Wald und den fr\u00e4nkischen Hassbergen, sowie im S\u00fcdharzbereich.<\/p>\n<p>Projektbereich Kontrolle<br \/>\nDer Schwerpunkt dieses Projektbereiches liegt in Bayern. Hier soll am Ende des Projekts eine Bewertung des Erfolges der langj\u00e4hrigen Auswilderungen von Wildkatzen stehen. Hierzu kommen gentechnische Methoden zum Einsatz, die am Bayerischen Landesamt f\u00fcr Umweltschutz (LfU)in den letzten Jahren zur Praxisreife entwickelt wurden.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus werden f\u00fcr das gesamte Projektgebiet die Voraussetzungen f\u00fcr eine langfristige Erfolgskontrolle (= Langzeitmonitoring) geschaffen. Hierzu wird der genetische Status Quo dokumentiert, indem vorhandenes Probenmaterial von Wildkatzen aus den drei Bundesl\u00e4ndern (Museumspr\u00e4parate, Todfunde) am LfU analysiert wird. Das gegenw\u00e4rtig im Spessart eingesetzte Verfahren zur Gewinnung von Wildkatzenprobenmaterial (Haaren) im Freiland wird dazu bedarfsweise auf solche Gebiete ausgedehnt, aus denen kein Probenmaterial vorliegt. Schon in der Anfangsphase des Projekts werden die verf\u00fcgbaren Wildkatzenproben (allein aus Th\u00fcringen ca. 90 eingelagerte Proben aus den letzten 10 Jahren) dem LfU zugeleitet. Die Dokumentation des Status Quo erlaubt sp\u00e4ter die Rekonstruktion von Ausbreitungsvorg\u00e4ngen innerhalb der genetisch charakterisierten Teilpopulationen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Projektbereich  Kommunikation<br \/>\nEs ist im Laufe des Projekts gelungen, eine gro\u00dfe Vielzahl von Untert\u00fctzern und Mitstreitern zu gewinnen, die substantielle Beitr\u00e4ge f\u00fcr das Rettungsnetz Wildkatze leisteten. Etwa 100 Institutionen  &#8211; im Abschlussbericht im Abschnitt Dank aufgelistet, waren konstruktiv mit dem Projekt verbunden. Meilensteine der Kommunikation sind weiter unter im Abschnitt \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation nach Zeitr\u00e4umen aufgelistet. <\/p>\n<p>Projektbereich  Kartierung und Ma\u00dfnahmenpool<br \/>\nAls konzeptionelle Grundlage f\u00fcr Herleitung und konkrete Planung von Biotopverbundma\u00dfnahmen f\u00fcr die Wildkatze als Zielart wurde in diesem Projektbereich ein Wildkatzenwegeplan entwickelt &#8211; zun\u00e4chst f\u00fcr das Projektgebiet.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wurden f\u00fcr Hessen zwei sich aus der Logik des Wildkatzenwegeplans ergebende konkrete Biotopverbundplanungen im Ma\u00dfstab 1:25.000 f\u00fcr die zwei wichtigsten Teilregionen realisiert (Biotopverbundkonzept Rothaargebirge-Burgwald-Kellerwald-Kn\u00fcll und Rheingau-Taunus\/Rot-haargebirge\/Nordosthessisches Bergland).<br \/>\nVorhandene und zu erwartende Ausbreitungsbarrieren werden darin beschrieben und notwendige Ma\u00dfnahmen zu ihrer Beseitigung in einem Ma\u00dfnahmenplan zusammengestellt.<br \/>\nDie drei Biotopverbundkonzepte wurden in der jeweils betroffenen Region kostenlos an bis zu 80 Entscheidungstr\u00e4ger aus den Bereichen Landesentwicklung\/Landschaftsplanung\/Landnutzung auf CD versandt und weitere Hilfestellung angeboten. Adressaten waren u. a. die Landtagsfraktionen, das Hessische Ministerium f\u00fcr Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV), das Hessische Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL), die Regierungspr\u00e4sidien, Kommunen, Unteren Naturschutzbeh\u00f6rden, Forst\u00e4mter und BUND-Gruppen.<br \/>\nZu umfassenden Gespr\u00e4chen \u00fcber den Wildkatzenwegeplan Hessen kam es mit dem HMUELV und dem HMWVL, die abschlie\u00dfend eine Ber\u00fccksichtigung des Planwerks bei der Neufassung des Hessischen Landesentwicklungsplans zusicherten.<br \/>\nAusfluss der Planwerke war ferner eine tier\u00f6kologisch fundierte Vorschlagsliste mit potenziellen Standorten f\u00fcr Gr\u00fcnbr\u00fccken, die den Ministerien sowie dem Hessischen Landesamt f\u00fcr Stra\u00dfen- und Verkehrswesen zur Umsetzung im Rahmen des Konjunkturpakets II eingereicht wurde.<br \/>\nDie Ver\u00f6ffentlichung der Planwerke nutzte der BUND Hessen zu reger \u00d6ffentlichkeitsarbeit, die hessenweit zu vielen Presseartikeln und einem TV-Bericht in der Hessenschau f\u00fchrte und die Allgemeinheit f\u00fcr die Themen Wildkatze und Biotopverbund sensibilisierte.<br \/>\nK\u00fcnftiges Anliegen des BUND Hessen ist es nun, in Zusammenarbeit mit den Zust\u00e4ndigen vor Ort die Verbundkorridore durch Anpflanzungen, Landnutzungsoptimierungen und Querungsbauwerke in der Fl\u00e4che umzusetzen.<br \/>\nIm Juni 2009 \u00fcbernahm Umweltministerin Silke Lautenschl\u00e4ger auf dem Hessentag in Langenselbold die Schirmherrschaft f\u00fcr das Rettungsnetz Wildkatze in Hessen.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wurde eine bundesweite Vorschlagsliste mit Standorten f\u00fcr Entschneidungsma\u00dfnahmen an Bundesverkehrsstra\u00dfen, die den zust\u00e4ndigen L\u00e4nderministerien zur Umsetzung im Rahmen des Konjunkturpakets II vorgelegt wurde.<br \/>\nMit dem am Umweltforschungszentrum Halle im Auftrag des Bund entwickelten Bundesweiten Wildkatzenwegeplan wurde schlie\u00dflich 2007 \u00fcber den Projektauftrag hinaus erstmals ein schl\u00fcssiges Gesamtkonzept f\u00fcr den Verbund von Waldlebensr\u00e4umen in Deutschland vorgelegt. Der bundesweite Wildkatzenwegeplan ist unter der Adresse www.wildkatzenwegeplan.de in Form einer interaktiven, frei skalierbaren Karte im Internet ver\u00f6ffentlicht. Beh\u00f6rden, Planer und NGOs k\u00f6nnen hier schnell pr\u00fcfen, ob ihr Wirkungsraum im Wildkatzenwegeplan eine Rolle spielt. Hochaufl\u00f6sende Luftbilder steuern entscheidende Hintergrundinformation bei und vermitteln einen sehr genauen \u00dcberblick \u00fcber die jeweilige landschaftliche Situation.<br \/>\nProjektbereich Korridor<br \/>\nVon 2004 bis 2006 stand die Realisierung des entscheidenden L\u00fcckenschlusses im Korridor Hainich &#8211; Th\u00fcringer Wald zwischen Nessetal und H\u00f6rselbergen als zentrales Modellprojekt im Mittelpunkt.<br \/>\nIn der Publikation Wie ein Br\u00fcckenschlag f\u00fcr die Wildkatze gelang (M\u00f6lich &#038; Vogel 2007) sowie in aktualisierter Form im Abschlussbericht werden die Randbedingungen, die Chronologie der Ereignisse, und die aus Sicht des BUND f\u00fcr den Erfolg ausschlaggebenden Faktoren beschrieben. Das letztlich durch intensiven Dialog mit den Stakeholdern zum Erfolg gef\u00fchrte Projekt ist das erste dieser Art in Deutschland und besitzt eine weit \u00fcberregionale Signalwirkung im Sinne eines Best Practice Beispiels. Dar\u00fcber hinaus gelangen in Th\u00fcringen weitere L\u00fcckenschl\u00fcsse entlang des Wildkatzenwegeplans, die in Kooperation mit unterschiedlichen Akteuren wie der Th\u00fcringer Forstverwaltung, Agrargenossenschaften und Flurbereinigungsbeh\u00f6rden umgesetzt werden konnten. Zunehmend wurde der Wildkatzenwegeplan auch seitens der Stra\u00dfenbauverwaltung und Landesplanung aufgegriffen. Er ist nach Ablauf des Projekts Grundlage f\u00fcr beh\u00f6rdliche Fachkonzepte zum Biotopverbund von Waldlebensr\u00e4umen und Entscheidungskonzepten und damit Bestandteil der Landesplanung in Th\u00fcringen geworden.<br \/>\nProjektbereich Kontrolle<br \/>\nLeider konnten die Ziele in diesem Projektbereich nicht unter den vereinbarten Voraussetzungen verfolgt werden. Die bayerische Verwaltungsstrukturreform f\u00fchrte am Bayerischen Landesamt f\u00fcr Umwelt &#8211; dem entscheidenden Partner im Projektbereich Kontrolle &#8211; zu weitreichenden Ver\u00e4nderungen, so dass 2006 weder Labore noch Mitarbeiter f\u00fcr die gemeinsame Projektarbeit noch zur Verf\u00fcgung standen. Keiner der an der Projektpartnerschaft beteiligten Mitarbeiter blieb am LfU und es mussten im laufenden Projekt neue Partnerschaften aufgebaut werden. Seit 2007 arbeitet der BUND diesbez\u00fcglich eng mit dem Forschungsinstitut Senckenberg zusammen.<br \/>\nDennoch ist festzuhalten, dass mit der fl\u00e4chenhaften Einf\u00fchrung und Optimierung der Lockstockmethode durch das Projekt Rettungsnetz Wildkatze seit 2004 ein sprunghafter Erkenntnisgewinn hinsichtlich der Verbreitung der Wildkatze in Deutschland und insbesondere im Schwerpunktraum Bayern zu verzeichnen war. Neue Nachweise der Wildkatze gelangen u.a. f\u00fcr das Fichtelgebirge und insbesondere f\u00fcr die Rh\u00f6n. In der Rh\u00f6n wurden erstmals sowohl Tiere der mitteldeutschen, autochthonen Population nachgewiesen, als auch ein verwandtschaftlich dem Auswilderungsprojekt des BN in Bayern (Spessart) zuzuordnendes Tier. Weitere vom Rettungsnetz Wildkatze angeregte, extern finanzierte Lockstockprojekte in Th\u00fcringen lieferten neue Erkenntnisse zum aktuellen Vorkommen der Wildkatze im Th\u00fcringer Wald, im Kyffh\u00e4usergebirge und im Elstertal bei Greiz &#8211; dem derzeit \u00f6stlichsten sicher nachgewiesenen Vorkommen in Deutschland.Im Zusammenhang mit der Entwicklung des hessischen Wildkatzenwegeplans konnten in Zusammenarbeit mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und der hessischen Forstverwaltung 34 Nachweise au\u00dferhalb des bis dahin f\u00fcr Hessen abgesicherten Verbreitungsareals erbracht werden. Ermutigt durch die methodischen Fortschritte und den erfolgreichen Einsatz von Lockst\u00f6cken im Rahmen des Rettungsnetz Wildkatze wurden auch in weiteren Bundesl\u00e4ndern Lockstockprojekte initiiert. So gelang Mitarbeitern der Forstlichen Versuchsanstalt Baden &#8211; W\u00fcrttemberg 2007 der erste Wildkatzennachweis seit Jahrzehnten f\u00fcr dieses Bundesland Seit 2009 hat auch der Freistaat Bayern, leider erst mit dem Ende des DBU F\u00f6rderzeitraums, wieder eigene Kapazit\u00e4ten zur Durchf\u00fchrung von Lockstockuntersuchungen und genetischen Analysen aufgebaut.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Auftaktpressekonferenz im Th\u00fcringer Landtag mit dem Th\u00fcringer Umweltminister Sklenar und dem Pr\u00e4sidenten des Bayerischen Landesamtes f\u00fcr Umweltschutz, C. Himminghoffen.\t2004<br \/>\nBUND &#8211; Beteiligung am Flurbereinigungsverfahren Wenigenlupnitz &#8211; Forderung nach Implementierung eines Biotopverbund &#8211;  Korridors vom Hainich zum Th\u00fcringer Wald.\t2004 &#8211; 2007<br \/>\nKorridor &#8211; Konferenz im Th\u00fcringer  Umweltministerium\t2005<br \/>\nWettbewerb Wer malt die sch\u00f6nste Wildkatze an Th\u00fcringer Grundschulen und F\u00f6rderzentren, Preisverleihung durch den Th\u00fcringer Umweltstaatssekret\u00e4r.\t2005<br \/>\nStatusseminar Rettungsnetz Wildkatze in Eisenach mit Beteiligung zahlreicher Beh\u00f6rdenvertreter aus den drei Bundesl\u00e4ndern.\t2005<br \/>\nBenefizkonzert f\u00fcr den Artenschutz der Gemeinschaft Deutscher Zoof\u00f6rderer. Das Rettungsnetz Wildkatze wird im Foyer der Neuen Oper, Erfurt (volles Haus) pr\u00e4sentiert.\t2005<br \/>\nFachtagung Kleine Katzen &#8211; Gro\u00dfe R\u00e4ume in Hessen mit ca. 100 Teilnehmern aus Wissenschaft, Verb\u00e4nden, Beh\u00f6rden. Anschlie\u00dfend Publikation eines gleichnamigen Tagungsbandes (2006)\t2005<br \/>\nDas ZDF portr\u00e4tiert das Projekt Rettungsnetz Wildkatze in der Reihe Wunderbare Welt (45 Minuten, ausgestrahlt 2006, zahlreiche Wiederholungen auf anderen Sendern.\t2005 &#8211; 2006<br \/>\nErste Veranstaltung RUNNING WILD &#8211; Der Lebenslauf f\u00fcr die Wildkatze vom Hainich zum Th\u00fcringer Wald. 370 aktive Teilnehmer; mehrere tausend Besucher aus der Region.\t2006<br \/>\nAnl\u00e4sslich des 10 &#8211; j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Gemeinde H\u00f6rselberg h\u00e4lt Projektleiter Thomas M\u00f6lich auf Einladung des B\u00fcrgermeisters einen Festvortrag zum Thema Rettungsnetz Wildkatze\t2006<br \/>\nWoche der Umwelt im Schloss Bellevue, Berlin. Bundespr\u00e4sident Horst K\u00f6hler besucht Info &#8211; Stand des Rettungsnetz Wildkatze (Fotos!).\t2007<br \/>\nSpatenstich Korridor Hainich &#8211; Th\u00fcringer Wald. Besuch und Gru\u00dfworte von Minister Sklenar, BUND &#8211; Chefin A. Zahrnt, Regionalpolitikern, Projektf\u00f6rderern. In den folgenden Wochen Pflanzung von 20.000 B\u00fcschen und B\u00e4umen entsprechend dem vom BUND vorgelegten Konzept.\t2007<br \/>\nPublikation Wie ein Br\u00fcckenschlag f\u00fcr die Wildkatze gelang.\t2007<br \/>\nKonsensl\u00f6sung mit Landwirtschaft und Amt f\u00fcr Landentwicklung, den zweiten Abschnitt des Korridors Hainich &#8211; Th\u00fcringer Wald im Rahmen eines Flurneuordnungsverfahrens zu realisieren.\t2007<br \/>\nDer im Auftrag des BUND am Umweltforschungszentrum Halle entwickelte bundesweite Wildkatzenwegeplan wird in Berlin vorgestellt und an den Vorsitzenden der Umweltministerkonferenz \u00fcbergeben.\t2007<br \/>\nDer SPIEGEL bringt einen ausf\u00fchrlichen Artikel zum Wildkatzenwegeplan und Rettungsnetz Wildkatze:<br \/>\n Wege ins Katzenparadies ( Der SPIEGEL 38 \/ 2007 ).\t2007<br \/>\nBundesweite Wildkatzenkampagne des BUND &#8211; Bundesverbandes<br \/>\n(eigenfinanziert)  &#8211; ca. 80 Mio. Medienkontakte.\t2008<br \/>\nKonferenz Verbinden, was zusammen geh\u00f6rt in Berlin (Veranstalter BfN, BUND, Nabu, Deutscher Jagdschutzverband, Schmidt &#8211; Stiftung f\u00fcr Umwelt und Verkehr \t2008<br \/>\nBeschluss der Bund &#8211; L\u00e4nder &#8211; Arbeitsgemeinschaft Forst (Forstchefkonferenz) zur bundesweiten Unterst\u00fctzung des Rettungsnetz Wildkatze.\t2008<br \/>\nGenetik &#8211; Workshop in Mitwitz mit breiter Beteiligung der in Deutschland und der Schweiz am Thema arbeitenden Forscher.\t2008<\/p>\n<p>Publikation Der Wildkatzenwegeplan &#8211; ein strategisches Instrument des Naturschutzes in Naturschutz und Landschaftsplanung.\t2009<br \/>\nAnordnung des Flurbereinigungsverfahrens K\u00e4lberfeld durch Th\u00fcringer Umweltministerium mit Zielvorgabe Realisierung des 2. Abschnitts des Korridors Hainich &#8211; Th\u00fcringer Wald.\t2009<br \/>\nZukunftskonferenz Rh\u00f6n mit Vertretern aus Stra\u00dfenbau, Landwirtschaft, Naturschutz und Landesplanung aus Bayern, Hessen und Th\u00fcringen.\t2009<br \/>\nAbschlusskonferenz Rettungsnetz Wildkatze in Eisenach \t2009<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen der Abschlusskonferenz zum Rettungsnetz Wildkatze am 30. November in Eisenach hat der BUND f\u00fcr das seit Juli 2004 laufende Projekt Bilanz gezogen und von den weit \u00fcber hundert Teilnehmern aus Wissenschaft, Verwaltung und Verb\u00e4nden ein \u00fcberaus positives Echo erhalten. Die Konferenz in Eisenach hat auch anderen namhaften Projekten, die in Deutschland das Thema des l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Verbunds von Lebensr\u00e4umen anpacken, Raum und vielen Aktiven Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch gegeben. Die Zeit f\u00fcr die Umsetzung dieser Ideen scheint auch in Deutschland gekommen zu sein und daran hat das von DBU und ZGF  gef\u00f6rderte Rettungsnetz f\u00fcr die Wildkatze mit Sicherheit bedeutenden  Anteil.<br \/>\nIm April 2010 k\u00fcndigte Bundesumweltminister R\u00f6ttgen in Berlin ein Bundesprogramm Wiedervernetzung an und auf zentralen Veranstaltungen der Fachwelt, wie den Deutschen Naturschutztagen in Stralsund oder dem Dialogforum Biotopverbund in Bonn nahm das Thema breiten Raum ein. In Stralsund wurde auch deutlich, dass Lebensraumkorridore allein vor dem Hintergrund des prognostizierten Klimawandels zu einer schieren Notwendigkeit werden, wenn der dramatische Verlust der Biodiversit\u00e4t in Europa gestoppt werden soll. Dank innovativer Ans\u00e4tze bei der Konzeptentwicklung, Forschung und Kommunikation hat das Rettungsnetz f\u00fcr die Wildkatze eine ungeahnte Dynamik entfaltet und wird offensichtlich weiter wachsen.<br \/>\nGef\u00f6rdert durch das EU -Life Programm wird der BUND seine Kommunikation zum Thema Wildkatze und Landschaftszerschneidung fortf\u00fchren und ausbauen k\u00f6nnen. 9 Bundesl\u00e4nder und der \u00f6sterreichische Nationalpark Thayatal sind daran beteiligt.<br \/>\nDie imProjekt vollzogene l\u00e4nder\u00fcbergreifende Einf\u00fchrung und Weiterentwicklung der Lockstockmethode in Kombination mit genetischen Analysen m\u00fcndet aktuell in ein vom Bundesumweltministerium gef\u00f6rdertes Modellvorhaben zur fl\u00e4chenhaften Erfassung und vergleichenden genetischen Charakterisierung aller bekannten deutschen Wildkatzenvorkommen.<br \/>\nIn Th\u00fcringen  werden in den kommenden Jahren weiterhin Ma\u00dfnahmen des Waldverbundes den Arbeitsschwerpunkt bilden, die mit Unterst\u00fctzung durch Europ\u00e4ische Union und Freistaat Th\u00fcringen m\u00f6glich werden. Diese Anschlussprojekte w\u00e4ren undenkbar gewesen ohne das mit Hilfe von DBU und ZGF gekn\u00fcpfte Netzwerk von Menschen, die das Rettungsnetz f\u00fcr die Wildkatze mit Leben erf\u00fcllen.<br \/>\nAllerdings hat das Projekt auch aufgezeigt, dass f\u00fcr die Sicherung und den Erwerb von Fl\u00e4chen in der intensiv genutzten Landschaft extrem aufwendige Kommunikationsprozesse und mehrj\u00e4hrige Kontinuit\u00e4t des Verhandelns erforderlich sind. Das Ziel eines raumgreifenden Verbundes von Waldlebensr\u00e4umen im Sinne einer funktionierenden gr\u00fcnen Infrastruktur, f\u00fcr den inzwischen schl\u00fcssige Konzepte vorliegen, kann bei der gebotenen Eile nur erreicht werden, wenn die Gew\u00e4hrung von F\u00f6rdermitteln f\u00fcr Landnutzer (EU Agrarsubventionen) k\u00fcnftig konsequent mit \u00f6kologischen Dienstleistungen auf der Grundlage der vorhandenen Konzepte verkn\u00fcpft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zunehmend werden Fl\u00e4chen durch Siedlungs- und Verkehrsbau beansprucht, intensiv genutzte und technisch gepr\u00e4gte Bereiche weiten sich aus und dr\u00e4ngen gering bis m\u00e4\u00dfig kulturbeeinflusste Bereiche und naturnahe Biotope mit ihren Bioz\u00f6nosen zur\u00fcck. 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