{"id":22802,"date":"2023-07-14T10:32:59","date_gmt":"2023-07-14T08:32:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19509-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:32:59","modified_gmt":"2023-07-14T08:32:59","slug":"19509-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19509-01\/","title":{"rendered":"Netzwerk Umwelt &#8211; Erarbeitung und Pr\u00e4sentation einer Umweltausstellung zum Thema Glauben und Handeln in der Benediktinerabtei Plankstetten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit der seit 1994 begonnen grundlegenden wirtschaftlichen Neuorientierung der Benediktiner Abtei hin zur \u00f6kologischen, regionalen Kreislaufwirtschaft hat sich das Kloster zu einem Ort mit Modellcharakter f\u00fcr eine \u00f6kologisch und zukunftsweisende Wirtschaftsweise im l\u00e4ndlichen Raum entwickelt. Die Vernetzung und die Kooperation mit der Region sind dabei entscheidende Aspekte. Das Kloster setzt damit wichtige Impulse f\u00fcr eine positive geistige, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Das Interesse an diesem konkreten Handlungsmodell ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Die Ausstellung Glauben und Handeln wird somit zu einem wesentlichen Forum, einer breiten \u00d6ffentlichkeit die \u00f6kologischen Aktivit\u00e4ten des Klosters von der Urproduktion \u00fcber die Veredlung bis zur Vermarktung zug\u00e4nglich zu machen. Information \u00fcber und Motivation zu umweltgerechten Handeln sind die \u00fcbergeordneten Ziele der Ausstellung.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Umsetzung \u00f6kologischen Wirtschaftens und der Glaube bzw. die Regel Benedikts als Fundament des \u00f6kologischen Handelns bestimmen die Ausstellung und machen ihren besonderen Charakter aus. Die Ausstellung gliedert sich in die Bereiche Glauben und Handeln. Entscheidend ist dabei, dass Beten (Glauben) und Arbeiten (Handeln) als Einheit gesehen werden &#8211; Arbeiten ist gleichsam eine Art Gottesdienst. Entsprechend stehen die Ausstellungsbereiche Glauben und Handeln nicht isoliert nebeneinander, sondern sind sowohl inhaltlich als auch gestalterisch eng miteinander verkn\u00fcpft. Vor diesem Hintergrund soll die Ausstellung den Besucher f\u00fcr die Bewahrung und den achtsamen Umgang mit der Sch\u00f6pfung sensibilisieren. Sie zeigt, dass grunds\u00e4tzlich jeder sein Handeln nach \u00f6kologischen Aspekten ausrichten kann und sie soll die Besucher motivieren, das ihnen M\u00f6gliche ebenfalls umzusetzen. Die Ausstellung bringt durch ihre Gestaltung sowie Informationsvermittlung sowohl die be-sinnliche, kontemplative als auch die frohe, lebendige Atmosph\u00e4re des Klosters zum Ausdruck. Das Vorhaben wird im Rahmen folgender Arbeitsschritte umgesetzt:<br \/>\n1.\tAusarbeitung der Ausstellungskonzeption<br \/>\n2.\tKonstruktion, Bau und Installation der Ausstellungselemente<br \/>\n3.\tEr\u00f6ffnung, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Weiterentwicklung des Projektes zu einer sog. Umweltstation des Landes Bayern.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ausstellung Glauben und Handeln erf\u00fcllt voll und ganz die an sie gestellten Anforderungen: Die Besucher erfahren viel \u00fcber das \u00f6kologische Handeln des Klosters. Sie k\u00f6nnen regionale und globale \u00f6kologische und soziale Zusammenh\u00e4nge erkennen. Sie werden angeregt, das erworbene Wissen in ihrem Alltag einzusetzen. Und nicht zuletzt erfahren die Besucher, warum in der Benediktinerabtei Plankstetten letztlich \u00f6kologisch gehandelt wird: weil Gott dem Menschen die Erde zur Bewahrung anvertraut hat und sich der Mensch ihm daf\u00fcr in Wort und Tat dankbar erweisen soll und darf. Die Regel des Heiligen Benedikt gibt hierf\u00fcr nicht nur den M\u00f6nchen, sondern jedem aufgeschlossenen Besucher gute Anregungen f\u00fcr eine \u00f6kologische Spiritualit\u00e4t des Alltags. Diese dr\u00fcckt sich dann nicht in reinem Naturschutz aus, vielmehr wird ganzheitlich der Mensch in seiner Beziehung zur Natur und zum gesamten Kosmos gesehen. Dass eine gesunde Natur die Voraussetzung f\u00fcr die Gesundheit des Menschen ist, leuchtet dann unmittelbar ein. Die Abtei versucht, mit der Ausstellung dieses Bewusstsein beim Besucher zu f\u00f6rdern.<br \/>\nNat\u00fcrlich kann die Ausstellung aufgrund der starken Vereinfachung komplexer Themen und der kurzen Verweildauer nur eine zun\u00e4chst oberfl\u00e4chliche Besch\u00e4ftigung mit Glauben und \u00f6kologischem Handeln erzielen. Sie soll aber die Lust wecken weiter zu fragen. Folgerichtig steht die Ausstellung nicht f\u00fcr sich alleine, sondern ist eingebunden in die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten, sich im Kloster mit Glauben und \u00d6kologie auseinander zu setzen (z. B. in der Bibliothek, in Kursen oder auf dem Klostergut).<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ausstellung Glauben und Handeln wurde Ende September 2004 f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht. Bereits einen Monat sp\u00e4ter zeigen die zahlreichen Eintragungen der Besucher in das G\u00e4stebuch, auf welche positive Resonanz Inhalt und Umsetzung der Ausstellung sto\u00dfen. Eine gro\u00dfe Er\u00f6ffnungs- und Einweihungsfeier, zu der hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie Vertreter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt eingeladen werden sollen, ist f\u00fcr das Fr\u00fchjahr 2005 geplant.<br \/>\nDas Kloster Plankstetten hat zahlreiche Besucher, die im Kloster zur Ruhe kommen m\u00f6chten, die Kirche besichtigen, im Klosterhofladen einkaufen oder in der Klosterschenke einkehren. Es ist zu erwarten, dass etliche dieser Besuchergruppen auch die Ausstellung besuchen werden. Zus\u00e4tzlich werden verschiedene Medien eingesetzt, um die Ausstellung und somit das \u00f6kologische Konzept des Klosters Plankstetten in der \u00d6ffentlichkeit bekannt zu machen. Dazu geh\u00f6ren neben den Printmedien auch Rundfunk und Fernsehen, die seit vielen Jahren regelm\u00e4\u00dfig Beitr\u00e4ge \u00fcber das Kloster Plankstetten senden. Besonders um die Touristen anzusprechen, wird ein Flyer erstellt, der innerhalb und au\u00dferhalb des Klosters ausgelegt wird. Und auch \u00fcber das Internet k\u00f6nnen sich potenzielle Besucher \u00fcber die Ausstellung und weitere Angebote des Klosters Plankstetten informieren.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit der Ausstellung Glauben und Handeln ist ein wesentliches Forum geschaffen worden, wo die \u00f6kologischen Aktivit\u00e4ten des Klosters von der Urproduktion \u00fcber die Veredelung bis zur Vermarktung einer breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht werden. Sie ist dabei ein wichtiger Mosaikstein unter den M\u00f6g-lichkeiten, die das Kloster Plankstetten seinen Besuchern bietet, um zu sich selbst und zu Gott zu kommen, aus der Balance geratenes Leben in sich und in den Beziehungen zu Menschen und zur Natur wieder auszugleichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit der seit 1994 begonnen grundlegenden wirtschaftlichen Neuorientierung der Benediktiner Abtei hin zur \u00f6kologischen, regionalen Kreislaufwirtschaft hat sich das Kloster zu einem Ort mit Modellcharakter f\u00fcr eine \u00f6kologisch und zukunftsweisende Wirtschaftsweise im l\u00e4ndlichen Raum entwickelt. Die Vernetzung und die Kooperation mit der Region sind dabei entscheidende Aspekte. 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