{"id":22771,"date":"2023-07-13T15:21:56","date_gmt":"2023-07-13T13:21:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19450-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:58","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:58","slug":"19450-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19450-01\/","title":{"rendered":"UmweltTheaterAtelier (UTA)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das UTA schl\u00e4gt neue Wege auf dem Gebiet der Umweltbildung ein und vermittelt  aktuelle Umweltthemen und \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge f\u00fcr Kinder, Jugendliche und Erwachsene \u00fcber das Medium Theater. Diese Form zieht starke multiplikatorische Effekte nach sich, da sich die DarstellerInnen, ihre Eltern und die ZuschauerInnen mit den angesprochenen Themen auseinander setzen. Ziel ist es \u00fcber das Medium Theater mit seiner k\u00fcnstlerischen Vielfalt komplexe \u00f6kologische Themen f\u00fcr alle besser verst\u00e4ndlich zu machen, wobei sie sich \u00fcber das Miteinbeziehen aller Sinne und der K\u00f6rpersprache besser einpr\u00e4gen k\u00f6nnen. Die Umsetzung eines Umwelttheaterst\u00fcckes in einem Forstbotanischen Garten macht neben der hervorragenden Kulisse den lebendigen Teil des St\u00fcckes und die Naturn\u00e4he aus.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas UTA gliederte sich in drei Phasen: in der ersten Phase fanden sich Sch\u00fclerInnen der dritten bis sechsten Klasse verschiedener Schulen als Gruppe ein und erarbeiteten zusammen mit einer Fachkraft ein Umweltst\u00fcck. Es sollte ein au\u00dferschulisches Projekt sein, welches Bildungsprozesse in einer alterna-tiven Form zum schulischen Lernen bietet. Zun\u00e4chst sprach die Gruppe  \u00fcber verschiedene Umweltthemen, wobei das Thema M\u00fcll ein geeignetes Einstiegsthema war. Zu dem gew\u00e4hlten Thema wurden ver-schiedene Theaterst\u00fccke gelesen, interpretiert und vorliegende Umweltproblematik und \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge herausgearbeitet und diskutiert. Parallel dazu sind die Kinder \u00fcber allgemeine Theater\u00fcbungen mit verschiedenen Theatertechniken vertraut gemacht worden. Anschlie\u00dfend folgte dann die Auswahl des St\u00fcckes durch die Kinder selbst und die Rollenerarbeitung. Die gesamte Probenphase fand, je nach Wetterlage, in freier Natur statt. Bei schlechtem Wetter konnten die R\u00e4umlichkeiten der WaldErlebnisWerkstatt SYLVATICON als Probenort genutzt werden. Die erste Phase schloss mit mehreren Auff\u00fchrungen des St\u00fcckes im Forstbotanischen Garten ab. In der zweiten und dritten Phase wurde ebenfalls mit einer neu formierten Gruppe von Sch\u00fclerInnen ein neues St\u00fcck mit neuem Themenschwerpunkt erarbeitet. Somit wurde jedes Jahr ein neues St\u00fcck aufgef\u00fchrt. Die p\u00e4dagogische Aufarbeitung des St\u00fcckes erfolgte stets intensiv direkt nach der St\u00fcckauswahl mit den darstellenden Kindern. Die St\u00fccke wur-den so inszeniert, dass die ZuschauerInnen mit in das Geschehen integriert wurden. Nach jeder Vorstellung hatten die ZuschauerInnen die M\u00f6glichkeit zur Diskussion in Kleingruppen mit den SchauspielerIn-nen selbst und einer Betreuungsperson \u00fcber das St\u00fcckthema.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das UTA hat sich mit drei erarbeiteten Umwelttheaterst\u00fccken und einer festen Gruppe von Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren in einer kontinuierlichen Arbeit erfolgreich in der Tharandter Region etabliert. Die Jugendlichen konnten in jeder neuen Theaterproduktion ihre gemachten Erfahrungen mit einbe-ziehen, wodurch sich geeignete Arbeitstrukturen entwickeln und verbessern konnten. Die Anf\u00e4nge des UTA waren f\u00fcr die Theatergruppe durch Kennenlern- und Vertrauensspiele gepr\u00e4gt, die sehr wichtig in Bezug auf Gruppendynamik, Spielpotential, F\u00e4higkeiten erkennen, ausbauen und sch\u00e4tzen lernen sind. Die jungen SchauspielerInnen haben schnell an B\u00fchnenpr\u00e4senz gewonnen und die erste St\u00fcckerarbeitung konnte beginnen. Die Jugendlichen w\u00e4hlten das Umweltst\u00fcck Entf\u00fchrung auf den Kreislaufplaneten zum Thema M\u00fcll aus. Nach Interpretation und Herausarbeitung der vorliegenden Umweltproblematik haben die Jugendlichen ihre Rollen gew\u00e4hlt und das St\u00fcck wurde erarbeitet. F\u00fcr den Erwerb einiger Requisiten\/Szenerie wurden M\u00fcllsammelaktionen unternommen. Die Waldkulisse des Forstgartens konnte optimal als lebendiges Element in die Szenerie miteinbezogen werden: verschiedene Szenen wurden an verschiedenen Orten im Forstgarten inszeniert, so dass das Publikum mit einem kleinen Rundgang durch den Garten voll in das St\u00fcck integriert war. Mehr als 500 ZuschauerInnnen sahen das St\u00fcck (im Forstgarten und auch anl\u00e4sslich externer Event) und lie\u00dfen sich in Diskussionsrunden mit den DarstellerInnen in die Thematik involvieren. Die positive Kritik seitens der ZuschauerInnen und der Presse best\u00e4rkten das UTA in der Fortf\u00fchrung seiner Arbeit. Problematisch ist das St\u00fcck als Umweltbildungsveranstaltung an verschiedenen Schulen anzubieten, da die SchauspielerInnen selbst noch zur Schule gehen und f\u00fcr eine solche Veranstaltung nicht frei bekommen k\u00f6nnen. Vor diesem Hintergrund hat sich das UTA im Laufe der Projektzeit alternative Veranstaltungsm\u00f6glichkeiten gesucht, bei denen Nachmittags-, Abend- und Wochenendvorstellungen m\u00f6glich sind. F\u00fcr Stabilit\u00e4t, Festigung der Strukturen, Ausbau der Talente, so-ziales Engagement und Weiterentwicklung in der Theaterarbeit, sorgte ein fest bestehender Gruppenkern, der immer offen war f\u00fcr neue MitspielerInnen. Die Jugendlichen wurden schnell mit verschiedenen Theatertechniken vertraut, so dass schon im zweiten Projektjahr ein eigenes St\u00fcck entwickelt werden konnte. Das zweite St\u00fcck, die Zeitreise durch Tharandt, sprach mit seinem regionalen Bezug ein generations\u00fcbergreifendes Publikum an und konnte neben der Geschichte der Region und der Entstehung des Forstbotanischen Gartens Tharandt verschiedene Umweltthemen wie Evolution in der Tier- und Pflanzenwelt, Gesteine, Fauna und Flora der Region, Hochwasser und das Prinzip der Nachhaltigkeit aufgreifen. Auch hier zeigten uns die gut besuchten Vorstellungen eine positive Resonanz seitens der ZuschauerInnen. Parallel zur Auff\u00fchrungsphase der Zeitreise durch Tharandt begann einer der Jugendli-chen einen Geschichtsplot f\u00fcr das dritte St\u00fcck zu schreiben. In diesem St\u00fcck, die magische Kugel, hat sich das UTA mit dem Entwicklungsstand der Erde in 100 Jahren, ausgehend von heutigen Entwicklungstendenzen, besch\u00e4ftigt. Die Diskussionen mit den Jugendlichen \u00fcber Zukunftsvisionen und die darauf folgende szenische Arbeit brachte automatisch eine intensive Reflektion und Auseinandersetzung der eigenen individuellen Lebensart und -weise mit sich, die daraus resultierenden Konsequenzen und damit die Fragestellung an sich selbst: M\u00f6chte ich diese Entwicklung durch mein Verhalten f\u00f6rdern oder stoppen? Restmittel des Projektes, deren Verwendung \u00fcber den Projektzeitraum hinaus bereits genehmigt wurden, sowie weitere eingeworbene Finanzmittel erm\u00f6glichen den Fortbestand des UTA auch nach dem Projektende im Februar 2005.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das UTA ist neben der Presse durch Wettbewerbe (Lokale Agenda 21, IBEU &#8211; Informations- u. Beratungsinstitut f\u00fcr Energiesparen und Umwelt) und Fachvortr\u00e4ge (IZOP &#8211; Jugend recherchiert Umwelt, LE-ADER &#8211; die europ\u00e4ische Initiative f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum) pr\u00e4sentiert worden (siehe Mappe).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Aufbau des UTA zeigt, dass sich Theater hervorragend als Medium in der Umweltbildungsarbeit einsetzen l\u00e4sst. Als au\u00dferschulisches Freizeitangebot bietet es den Jugendlichen ein optimales Bildungsangebot neben der Schule, wo sie sich spielerisch und kreativ in der freien Natur mit Umweltthemen auseinander setzen k\u00f6nnen. Gerade die eigene Entwicklung von St\u00fccken mit biographischem Material und das Einsetzen der F\u00e4higkeiten eines jeden Mitspielenden, bindet die Jugendlichen stark an diese Arbeit und l\u00e4sst sie sich automatisch intensiv mit der jeweiligen Thematik besch\u00e4ftigen. Sie selbst k\u00f6nnen kreativ werden, was wiederum den St\u00fccken eine Lebendigkeit und Authenzit\u00e4t verschafft, die das Publikum st\u00e4rker an das erlebte St\u00fcck bindet und auch ihnen eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema bietet. Neben den umweltp\u00e4dagogischen Zielen der Arbeit des UTA sind die sozialen nicht zu vernachl\u00e4ssigen, denn durch die kontinuierliche dreij\u00e4hrige Arbeit haben sich die teilnehmenden Jugendlichen positiv in ihrer Pers\u00f6nlichkeit  und ein starkes, selbstbewusstes Auftreten entwickelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das UTA schl\u00e4gt neue Wege auf dem Gebiet der Umweltbildung ein und vermittelt aktuelle Umweltthemen und \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge f\u00fcr Kinder, Jugendliche und Erwachsene \u00fcber das Medium Theater. Diese Form zieht starke multiplikatorische Effekte nach sich, da sich die DarstellerInnen, ihre Eltern und die ZuschauerInnen mit den angesprochenen Themen auseinander setzen. 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