{"id":22742,"date":"2023-07-13T15:21:56","date_gmt":"2023-07-13T13:21:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19393-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:57","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:57","slug":"19393-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19393-01\/","title":{"rendered":"Coaching zur Finanzierung von nachhaltigen Energieprojekten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Eines der gro\u00dfen Hindernisse bei der F\u00f6rderung erneuerbarer Energien und Energiespartechnologien ist die mangelnde Kommunikation zwischen Unternehmen und Geldgebern.<br \/>\nDas Projekt Coaching zur Finanzierung von nachhaltigen Energieprojekten soll ma\u00dfgeschneidertes, innovatives und praxisorientiertes Coaching f\u00fcr deutsche Unternehmer aus kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz sowie f\u00fcr Finanzdienstleister anbieten. Das Coaching soll ihnen dabei helfen, ihre Kommunikationsprobleme zu \u00fcberwinden, um eine fundierte, langfristige strategische Gesch\u00e4ftspartnerschaft bilden zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDas langfristige Ziel des Projektes ist es, durch das Matching zwischen Kapital und Projekten die verbreitete Einf\u00fchrung von nachhaltigen Energien zu f\u00f6rdern, um einen Beitrag f\u00fcr den Klimaschutz, den Frieden und den Abbau der Verletzlichkeit durch Terror zu liefern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie angestrebten Ziele des Projektes sollen durch folgende Elemente und Methoden erreicht werden:<br \/>\n\u00b7\tEntwicklung des Coaching-Konzeptes f\u00fcr Unternehmen und Investoren<br \/>\n\u00b7\tPilot-Workshop, danach \u00dcberarbeitung des Konzeptes<br \/>\n\u00b7\tTeilnehmer-Akquisition, Internet-Auftritt, Herstellung von Marketingmaterial<br \/>\n\u00b7\tDurchf\u00fchrung eint\u00e4giger Coaching-Workshops f\u00fcr Unternehmer und f\u00fcr Investoren<br \/>\n\u00b7\tAbschlussveranstaltung und Evaluierung, Internationale Verbreitung der Ergebnisse<br \/>\nBei den einzelnen Arbeitsschritten, die aufeinander aufbauen, wird es immer wieder eine inhaltliche und konzeptionelle R\u00fcckkopplung mit der Zielgruppe der Coaching-Workshops geben, ob deren Bed\u00fcrfnisse durch das Training ad\u00e4quat befriedigt werden. Der erste Pilot-Workshop ist im Herbst 2002 geplant. Die Coaching-Workshops f\u00fcr Unternehmer und Investoren finden 2003 und 2004 statt, die Abschlussveran-staltung im Jahr 2005.<br \/>\nDer Kooperationspartner BASE (Basel Agency for Sustainable Energy) wirkt insbesondere bei der inhaltlichen Konzeptentwicklung und der Verbreitung der Projektergebnisse auf der internationalen Ebene mit.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>\u00dcber 200 Unternehmer und Projektentwickler aus der Branche der regenerativen Energie und Energieeffizienz haben die zw\u00f6lf veranstalteten Coaching-Seminare dazu genutzt, ihre Kenntnisse \u00fcber die Anfor-derungen des Finanzsektors zu verbessern. An diesen Zahlen l\u00e4sst sich messen, dass gro\u00dfer Bedarf an gezielten Informationen \u00fcber das Thema Finanzierung vorherrscht und mit Hilfe des Projekts eine Angebotsl\u00fccke geschlossen werden konnte.<br \/>\nDie Konzeption des Coachings sah eine m\u00f6glichst realit\u00e4tsnahe Informationsvermittlung vor. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, ihre Projekte selbst vorzustellen und ihre Pr\u00e4sentation auf etwaige M\u00e4ngel sowie die Wirkung auf die anwesenden Financiers zu \u00fcberpr\u00fcfen. Auf interaktive Weise konnten somit die unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Anspr\u00fcche herausgearbeitet und wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. So wurde z. B. deutlich, dass Risikokapital oder Private Equity nur in wenigen F\u00e4llen als Finanzierungsform in Frage kommen, da die Renditeaussichten und Projektvolumina in der nachhaltigen Energiebranche in der Regel zu niedrig sind. Bei allen Finanzinstitutionen wird aber ein professioneller Auftritt erwartet und fundierte Informationen m\u00fcssen bereitgestellt werden, um eine ad\u00e4quate Risikoeinsch\u00e4tzung vornehmen zu k\u00f6nnen. Es zeigte sich allerdings auch, dass viele Projekte stark von den vorhandenen Rahmenbedingungen im Finanzsektor abh\u00e4ngen. Zum Beispiel stellen die mangelnden Fach-kenntnisse des Kapitalgebers bei der Technologiebewertung eine gro\u00dfe H\u00fcrde dar. Damit erschwert sich bei den typischerweise eher kleinen Projektvolumina die Kapitalgenerierung, da die anfallenden Transaktionskosten beim Kreditinstitut h\u00e4ufig als zu hoch angesehen werden.<br \/>\nDie zwei Kolloquien f\u00fcr Investoren hatten schlie\u00dflich zum Ziel, diese Problematik ansatzweise zu \u00fcberwinden und alternative Finanzierungsl\u00f6sungen zu finden. Mit insgesamt \u00fcber 80 Teilnehmern zeugt auch die Resonanz auf die Kolloquien vom gestiegenen Interesse auf Seiten des Finanzsektors. Es lie\u00df sich feststellen, dass sich die verschiedenen Finanzinstitute zwar um den Aufbau von Fachkompetenzen bem\u00fchen, es aber insbesondere den lokalen und regionalen Banken und Sparkassen an Kapazit\u00e4ten und Ressourcen mangelt. In diesem Zusammenhang zeigte sich, dass es kaum speziell f\u00fcr den Finanzsektor aufbereiteten Informationsquellen gibt. Zum Beispiel w\u00e4re es f\u00fcr die Projektpr\u00fcfung w\u00fcnschenswert, wenn sich Kapitalgeber an einheitlichen Bewertungskriterien, zuverl\u00e4ssigen Kennzahlen und praktischen Checklisten orientieren k\u00f6nnten.<br \/>\nEin wichtiger Aspekt, der bei den Coaching Seminaren als gew\u00fcnschter Nebeneffekt auftrat, ist der  Aufbau und die Intensivierung von Partnerschaften zwischen den Akteuren. Denn wer Teil eines funktionierenden Netzwerks ist, kann in schwierigen Phasen einfacher die Kooperation mit anderen suchen und damit auf wertvolle Synergieeffekte bauen. In der Projektabschlussveranstaltung Impulsforum f\u00fcr nachhaltige Energien in Osnabr\u00fcck, zeigte sich, dass ein verst\u00e4rkter Austausch zwischen den Akteuren sehr begr\u00fc\u00dft wird und als ein wichtiger Schl\u00fcssel f\u00fcr die weitere Entwicklung der nachhaltigen Energie angesehen werden kann.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>F\u00fcr die in 4 Halbjahresbl\u00f6cke eingeteilten Coaching-Seminare f\u00fcr Unternehmer wurde jeweils eine Veranstaltungsbrosch\u00fcre erstellt und \u00fcber den Verteiler an ca. 2.000 Adressen verschickt. In Veranstaltungskalendern von vielen Internetseiten zum Thema Energie\/ Erneuerbare Energie wurden die Seminare angek\u00fcndigt. Die Termine wurden au\u00dferdem \u00fcber den IWR-Pressedienst als Meldung verbreitet.<br \/>\nF\u00fcr die Investoren-Kolloquien wurde ebenfalls ein Faltblatt erstellt und \u00fcber einen professionellen Adressdienst an insgesamt 5.000 personalisierte Adressen gesendet. \u00dcber den Online-Finanz-Nachrichtendienst Ecoreporter wurden die Veranstaltungen ebenfalls angek\u00fcndigt.  BASE hat au\u00dferdem gezielt Kontakt zu verschiedenen Organisationen und Institutionen aufgenommen, um das Coaching gemeinsam zu bewerben.<br \/>\nAls wichtiges Instrument wurde f\u00fcr das Coaching eine eigene Website eingerichtet. Auf der Website werden die Ziele und Inhalte der Seminare erl\u00e4utert, womit Interessierte sich einen guten Eindruck \u00fcber das Angebot machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das entwickelte Konzept der Coachingseminare hat sich als geeignete Form f\u00fcr die Vermittlung des so wichtigen Finanzierungs-Know-Hows erwiesen. Auf diese Weise konnte das Coaching seinen Teil dazu beitragen, dass sich die Branche auch im Umgang mit den Investoren und Kapitalgebern schrittweise professionalisieren konnte. Dies hat letztlich dazu gef\u00fchrt, dass sich nachhaltige Energie bei der Politik und in der \u00d6ffentlichkeit zunehmend als ernst zu nehmender Wirtschaftsfaktor etablieren konnte und nicht mehr l\u00e4nger als Nischensektor angesehen wird. Und auch die Finanzbranche erkennt vermehrt die \u00f6konomische Bedeutung und das Marktpotential der regenerativen Energiesparte. Die Kolloquien f\u00fcr In-vestoren und das Impulsforum in Osnabr\u00fcck haben dies deutlich demonstriert. Dennoch l\u00e4sst sich sagen, dass der Bedarf an fundierter Informationsvermittlung f\u00fcr kapitalgebende Institutionen und Investoren noch gro\u00df ist. Das formulierte Ziel des Projekts, n\u00e4mlich der Abbau von Kommunikationsbarrieren, war demnach ein Schritt in die richtige Richtung. Diesen Weg gilt es nun weiter zu verfolgen, indem das Thema Finanzierung gemeinsam mit allen  Akteuren kontinuierlich bearbeitet und diskutiert wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Eines der gro\u00dfen Hindernisse bei der F\u00f6rderung erneuerbarer Energien und Energiespartechnologien ist die mangelnde Kommunikation zwischen Unternehmen und Geldgebern. 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