{"id":22725,"date":"2023-07-13T15:21:53","date_gmt":"2023-07-13T13:21:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19360-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:54","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:54","slug":"19360-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19360-01\/","title":{"rendered":"Umweltkommunikation im Sport &#8211; Nachhaltige Entwicklung als Kommunikationsproblem"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Umweltkommunikation gilt als ein weiches Instrument der Umweltpolitik, im Gegensatz beispielsweise zum Ordnungsrecht. Doch ohne Verst\u00e4ndnis der Sporttreibenden f\u00fcr Ge- oder Verbote (z. B. Sperrungen von Kletterfelsen) bleiben die h\u00e4rteren Instrumente h\u00e4ufig unwirksam. Auch die sogenannten informatorischen Instrumente der Umweltpolitik wie Umweltberatung oder Umweltbildung wirken nicht immer im gew\u00fcnschten Ma\u00dfe, wenn sie nicht erfolgreich kommuniziert werden. Ohne Kommunikation geraten Umweltprobleme zum Teil gar nicht oder nur sehr sp\u00e4rlich in das \u00f6ffentliche Bewusstsein, wie das Beispiel Ozonloch in der Vergangenheit gezeigt hat. Der Umweltkommunikation kommt insofern eine erhebliche Bedeutung zu, da sie &#8211; v. a. bei fehlender unmittelbarer Erfahrung &#8211; Umweltprobleme und ihre potenziellen Auswirkungen in die menschliche Wahrnehmung \u00fcbersetzen kann. Ihre Qualit\u00e4t h\u00e4ngt u. a. davon ab, ob es ihr gelingt, handlungswirksame Konzepte zielgruppengerecht zu vermitteln. Umwelt-kommunikation im Sport hat nicht nur die Aufgabe, Menschen in Bewegung zu bringen und latente Engagementpotenziale zu aktivieren, sondern sie bildet auch eine Grundlage f\u00fcr die Anschlussf\u00e4higkeit und Funktionsf\u00e4higkeit aller anderen umweltpolitischen Instrumente, die den Sport betreffen. Ziel des Symposiums ist es, Art und Weise der Umweltkommunikation im Sport und deren Bedeutung innerhalb der Sportorganisationen kritisch zu reflektieren sowie m\u00f6gliche Voraussetzungen, Chancen und Grenzen einer erfolgreichen Umweltkommunikation im Sport aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMit der Veranstaltung Umweltkommunikation im Sport fand die langj\u00e4hrige Tradition der Symposien zu \u00f6kologischen Zukunftsfragen ihre Fortsetzung. Das Ziel dieser Experten-Treffen besteht darin, grundlegende Themen aktueller und k\u00fcnftiger Sportentwicklungen aufzugreifen und Anst\u00f6\u00dfe zur L\u00f6sung von Umwelt-Konflikten zu geben. Wie bereits in den Jahren zuvor wurde ausschlie\u00dflich in einem relativ kleinen Kreis von ExpertInnen debattiert. Das gemeinsame Gespr\u00e4ch (erg\u00e4nzt um Impulsreferate und kurze Statements) stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Aufgrund der interdisziplin\u00e4ren Anlage der Sport-Umwelt-Thematik wurden ExpertInnen aus Landessportb\u00fcnden, Fachverb\u00e4nden, Umwelt- und Naturschutzorganisationen, Bundes- und Landesministerien und wissenschaftlichen Institutionen eingeladen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Diskussion hat verdeutlicht, dass auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft, einer effektiven Umweltkommunikation &#8211; nicht nur im Sport &#8211; k\u00fcnftig eine besondere Bedeutung zukommt. Dabei gilt es, zwecks m\u00f6glichst zielgenauer Ansprache potenzieller Zielgruppen, die neuesten Ergebnisse aus der Lebensstilforschung ebenso zu ber\u00fccksichtigen wie praktische Erfahrungen mit aktuellen Kampagnen im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes.<br \/>\nDie gezielte Weitergabe von Informationen \u00fcber Natur und Umwelt sowie die Wirkung des menschlichen Handelns ist und bleibt ein wichtiges Instrument im Bereich der Umweltbildung. Dar\u00fcber hinaus sind Information und Aufkl\u00e4rung unverzichtbar, wenn es darum geht, eine m\u00f6glichst breite Akzeptanz f\u00fcr getrof-fene Ma\u00dfnahmen im Umwelt- und Naturschutz zu erzielen. Der blo\u00dfe Appell an die Einsicht wird jedoch in der Regel nur die bereits \u00dcberzeugten erreichen. Wer neue Zielgruppen erschlie\u00dfen m\u00f6chte, muss die Menschen anr\u00fchren, d. h. emotional ansprechen und\/oder mit \u00fcberzeugenden authentischen Vorbildern versuchen zu \u00fcberzeugen. Der Sport stellt in diesem Zusammenhang ein geeignetes Medium dar, um Menschen f\u00fcr Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, vorausgesetzt. die einzelnen Sportler werden gezielt und differenziert angesprochen und der Eigennutz bzw. Vorteil einer nachhaltigen Lebensweise (eines nachhaltigen Sporttreibens) wird positiv herausgestellt. Unerl\u00e4sslich f\u00fcr eine effektive Umweltkommunikation ist jedoch die Schaffung von akzeptablen Rahmenbedingungen, die gleicherma\u00dfen Natur, Umwelt und den Menschen n\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die wichtigsten Ergebnisse und Beitr\u00e4ge wurden redaktionell bearbeitet und werden gemeinsam vom Deutschen Sportbund (DSB) und Sport mit Einsicht e.V. in der Schriftenreihe Sport und Umwelt des DSB herausgegeben.<br \/>\nSchriftenreihe Sport und UmweltHeft 20: Umweltkommunikation im Sport. Dokumentation des 9. Symposiums zur \u00f6kologischen Zukunft des Sports vom 6.-7. Dezember 2001 in Bodenheim\/Rhein, 2002<br \/>\nISBN: 3-89152-607-5<br \/>\nDer Bezug \u00fcber den DSB ist kostenlos.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Eine lebensstilbasierte Umweltkommunikation, die die Gef\u00fchle der Menschen ber\u00fccksichtigt und auf \u00fcberzeugende Vorbilder setzt, verspricht dort Erfolge, wo von Beginn an auf weiche Instrumente der Umweltpolitik &#8211; im Sinne freiwilliger Vereinbarungen &#8211; gesetzt wird. Weit wichtiger scheint jedoch zu sein, dass mit einer differenzierten Ansprache auch die Akzeptanz f\u00fcr den Einsatz h\u00e4rterer Instrumente (z.B. Ge- und Verbote) erh\u00f6ht werden k\u00f6nnte. Was eine erfolgreiche Umweltkommunikation aber nicht ersetzen kann, ist eine vorsorgende &#8211; an naturr\u00e4umlichen bzw. umweltbezogenen Nachhaltigkeitskriterien orientierte &#8211; Umweltpolitik. Das hei\u00dft letztendlich, es kommt in erster Linie auf die Qualit\u00e4t der Inhalte an und nicht nur auf deren attraktive Verpackung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Umweltkommunikation gilt als ein weiches Instrument der Umweltpolitik, im Gegensatz beispielsweise zum Ordnungsrecht. Doch ohne Verst\u00e4ndnis der Sporttreibenden f\u00fcr Ge- oder Verbote (z. B. Sperrungen von Kletterfelsen) bleiben die h\u00e4rteren Instrumente h\u00e4ufig unwirksam. Auch die sogenannten informatorischen Instrumente der Umweltpolitik wie Umweltberatung oder Umweltbildung wirken nicht immer im gew\u00fcnschten Ma\u00dfe, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[61,2423],"class_list":["post-22725","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-hamburg","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"19360\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-19360-ki.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"11.350,68","dbu_projektdatenbank_firma":"Sport mit Einsicht e. V.","dbu_projektdatenbank_strasse":"Max-Brauer Allee 22","dbu_projektdatenbank_plz_str":"22765","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Hamburg","dbu_projektdatenbank_p_von":"2001-09-10 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2002-08-31 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"12 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"040\/306851-0","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Hamburg","dbu_projektdatenbank_foerderber":"93","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22725","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22725\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35728,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/22725\/revisions\/35728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22725"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22725"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22725"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}