{"id":22684,"date":"2023-07-13T15:21:49","date_gmt":"2023-07-13T13:21:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19301-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:52","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:52","slug":"19301-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19301-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung von Symposien und Projektpr\u00e4sentationen sowie Herausgabe einer Publikation zum Thema \u00d6kologische \u00c4sthetik"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zentrale Kategorien \u00f6kologischer \u00c4sthetik hat der deutsche, in Spanien lebende Landschaftsk\u00fcnstler Herman Prigann in seinen Arbeiten und Konzepten entwickelt. Als Initiator des Projektes versuchte er in diesem unterschiedliche Personen und Orte aufeinander zu beziehen und ins Gespr\u00e4ch zu bringen. Zusammen mit anderen K\u00fcnstlern und mit Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Fachbereichen entwickelte er die Grundlagen f\u00fcr einen Perspektivenwechsel in Kunst und Kultur, der die aktuellen Problemen unserer Lebensumwelt als Gestaltungsaufgaben sieht.<br \/>\nF\u00fcr den Museumsp\u00e4dagogischen Dienst Berlin stellte das Projekt eine Weiterf\u00fchrung des Projektes Kunst in der Natur, das er seit Ende der 80er Jahre begleitete und im Auftrag und unter Beteiligung der Senatsverwaltung f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kultur auf der Biennale in Venedig 1991 vorgestellt hatte. Das Thema \u00d6kologische \u00c4sthetik ist ein herausragendes Beispiel f\u00fcr die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und K\u00fcnstlern, weil hier unterschiedliche Kultureinrichtungen in einem innovativen Pro-jekt zur Zusammenarbeit gef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAn v\u00f6llig unterschiedlichen Orten und mit unterschiedlicher Zielsetzung wurden im Verlauf des Projektes drei Symposien durchgef\u00fchrt: vom 10. bis 12. Oktober 2001 in Leipzig, am 10. November 2002 in Bad Muskau, vom 13. bis 14. Oktober in Berlin. Auf dem Berliner Symposion wurden zus\u00e4tzlich die Ergebnisse des gesamten Projektes vorgestellt und diskutiert.<br \/>\nDie Symposien als Bestandteil des Projektes f\u00fchrten unterschiedliche Projekte und Problemstellungen, die sich aus der Rekultivierung von Industrielandschaften, der Neugestaltung r\u00fcckgebauter Stadtareale und der Renaturierung von Flussregionen ergeben, zusammen, um sie im Kreis von K\u00fcnstlern, Wissenschaftlern, Politikern und Betroffenen zu diskutieren. Hierbei ging es v.a. um die Bedeutung und Qualit\u00e4t k\u00fcnstlerischer Entw\u00fcrfe als L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr \u00f6kologische Probleme. Auf den Symposien kamen v. a. die Themen zur Sprache, die dann auch den Inhalt der Publikation dieses Projektes bestimmten.<br \/>\nIm Zentrum des Projektes aber stand in Zusammenarbeit mit dem Birkh\u00e4user-Verlag die Herausgabe eines \u00dcbersichtswerkes zur \u00d6kologischen \u00c4sthetik, das neben den Werken von Herman Prigann Arbeiten von mehr als 50 international t\u00e4tigen K\u00fcnstlern und Landschaftsarchitekten in sich vereinigt. Das Buch beschreibt die vielf\u00e4ltigen Aspekte \u00f6kologischer \u00c4sthetik aus der Sicht von K\u00fcnstlern, Landschaftsarchitekten, Wissenschaftlern, Philosophen und Politikern. Anhand von mehr als einhundert Projekten von Gestaltern aus den USA, Japan, Deutschland, D\u00e4nemark, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien und Italien wird das konzeptionelle Repertoire einer \u00f6kologischen \u00c4sthetik vorgestellt, die nat\u00fcrliche Wachstums-, Zerst\u00f6rungs- und Erneuerungsprozesse in die k\u00fcnstlerischen und landschaftsarchitektonischen Entw\u00fcrfe einbezieht. Das Buch erschien im April 2004.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Als Ergebnis des Projektes liegt die Publikation \u00d6kologische \u00c4sthetik. Theorie und Praxis k\u00fcnstlerischer Umweltgestaltung. Initiiert von Herman Prigann, herausgegeben von Heike Strelow unter Mitwirkung von Vera David, erschienen beim Birkh\u00e4user-Verlag, Basel-Berlin-Boston, Umfang 255 Seiten mit zahlreichen Abbildungen vor.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Soweit die Symposien im Kooperation mit anderen Institutionen stattfanden, \u00fcbernahmen diese Institutionen auch die \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr die Veranstaltungen, wobei sie bei ihrer Arbeit auch vom Projekt her unterst\u00fctzt wurden. F\u00fcr das 3. Symposium in Berlin, das einen \u00dcberblick \u00fcber die Themen des im Rahmen des Projektes erstellten Buches und \u00fcber die k\u00fcnstlerischen Arbeiten von Herman Prigann gab, wurde ein eigener Flyer herausgegeben und vom MD gezielt Personen angesprochen und eingeladen.<br \/>\nF\u00fcr das Buch bem\u00fchten sich neben dem Verlag vor allem Frau Dr. Strelow um Rezensionen in den ent-sprechenden Fachpublikationen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Sowohl mit dem Buch \u00d6kologische \u00c4sthetik &#8211; Theorie und Praxis k\u00fcnstlerischer Umweltgestaltung als auch mit den drei Symposien zum gleichen Thema wurde ein bisher in der \u00d6ffentlichkeit kaum wahrgenommener Schwerpunkt in der Beziehung von Kunst, Wissenschaft und \u00d6kologie gesetzt. Vor allem wurde deutlich, welche herausragende Bedeutung der Kunst als Moderator zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessen in Bezug auf die Gestaltung von Kulturlandschaften zukommt. Sie gestaltet nicht nur Landschaft, sondern sie gestaltet auch die Beziehungen der Menschen, die mit Landschaft umgehen. Um der Bedeutung des Themas und der Inhalte auch im internationalen Rahmen gerecht zu werden, wurde neben der deutschen Ausgabe auch eine englische Ausgabe vom Verlag herausgegeben. F\u00fcr den Museumsp\u00e4dagogischen Dienst verweist die Arbeit an diesem Projekt zugleich auf die besonde-re Bedeutung der Kunst als Instrument der Vermittlung auch und gerade im nichtk\u00fcnstlerischen Bereich. Dabei ist sie nicht nur Medium, sondern vor allem Herausforderung zu bewusstem und verantwortlichen Handeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zentrale Kategorien \u00f6kologischer \u00c4sthetik hat der deutsche, in Spanien lebende Landschaftsk\u00fcnstler Herman Prigann in seinen Arbeiten und Konzepten entwickelt. 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