{"id":22667,"date":"2023-07-14T10:32:56","date_gmt":"2023-07-14T08:32:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19500-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:32:59","modified_gmt":"2023-07-14T08:32:59","slug":"19500-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19500-01\/","title":{"rendered":"Geschenk der DBU an die Jugend:\nJugend recherchiert Umwelt &#8211; 100 Schulen im Dialog"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Nach mehr als 10 Jahren deutsch-deutscher Einheit betrachten sich die Menschen in den neuen und in den alten Bundesl\u00e4ndern einander mit gr\u00f6\u00dferer Skepsis und Distanz als noch in den ersten Jahren nach dem Fall der Mauer. Damit auch im Inneren zusammenw\u00e4chst, was zusammengeh\u00f6rt (W. Brandt), zielt das innerdeutsche Partnerschaftsprojekt Jugend recherchiert Umwelt &#8211; 100 Schulen im Dialog im Rahmen der Initiative von Bundespr\u00e4sident Johannes Rau schulpartnerschaften.de darauf ab, \u00fcber ge-genseitige Besuche deutscher Schulklassen aus Ost und West und mit Hilfe journalistischer Recherchen \u00fcber Umweltthemen das Umweltbewusstsein vor allem junger Menschen zu st\u00e4rken, Land und Leute im anderen Teil Deutschlands besser kennen zu lernen und dazu beizutragen, die innere Einheit Deutschlands voranzubringen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden50 Schulen aus den neuen und den alten Bundesl\u00e4ndern arbeiten \u00fcber drei Jahre in bilateralen Partnerschaften mit j\u00e4hrlich wechselnden Projektklassen eng zusammen. Jede Projektklasse besucht ihre Partnerschulklasse im anderen Teil Deutschlands. Die Sch\u00fcler leben w\u00e4hrend dieser Zeit in den Familien ihrer Partnersch\u00fcler, damit sie sich \u00fcber die direkte pers\u00f6nliche Begegnung in ihren Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Besonderheiten besser kennen und verstehen lernen, N\u00e4heres voneinander aus erster Hand und nicht \u00fcber Dritte erfahren und auf diesem Wege Vorurteile \u00fcberwinden helfen.<br \/>\nJede Klasse recherchiert ein intensiv vorbereitetes Umweltthema in der Region der Partnerschule. Insgesamt 20 deutsche Tageszeitungen stellen den Projektklassen der aus ihrem Verbreitungsgebiet sich rekrutierenden Projektschulen eine journalistische Plattform f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse ihrer Umweltrecherchen zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nUm die umweltp\u00e4dagogischen Anliegen des Projekts zu verst\u00e4rken, den innerdeutschen Ann\u00e4herungsprozess zu befl\u00fcgeln und die medienp\u00e4dagogischen Ziele (Lese- und Medienkompetenz) zu realisieren, erhalten die Projektklassen f\u00fcr die Arbeit im Unterricht kostenlose Exemplare ihrer Projektzeitung und der Projektzeitung ihrer Partnerschule.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>An dem Projekt nahmen in jedem Jahr 100 Schulen aus der gesamten Bundesrepublik teil, die deutsch-deutsche Schulpartnerschaften eingingen. Die Schulen blieben \u00fcber den Zeitraum von drei Jahren weitestgehend gleich, die Schulklassen, Kurse oder AGs, die das Projekt durchf\u00fchrten, wechselten &#8211; der Konzeption entsprechend &#8211; in jedem Falle j\u00e4hrlich. Bis auf wenige Ausnahmen bestanden die Partnerschaften w\u00e4hrend des gesamten Projektzeitraums. Zus\u00e4tzlich zu den regul\u00e4ren Begegnungsfahrten und den Vor- bzw. Nachbereitungswochen im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) Kloster St. Marien-thal (Angebot f\u00fcr nicht alle Schulen) besuchten sich Sch\u00fcler, Lehrerinnen\/Lehrer und Schulleiter in zahlreichen F\u00e4llen &#8211; zum Beispiel w\u00e4hrend der Ferien. Oftmals war es auch so, dass die urspr\u00fcnglich von Montags bis Freitags geplanten Begegnungsfahrten \u00fcber die Wochenenden ausgedehnt wurden. So konnte das wirkliche Familienleben von den G\u00e4sten erfahren werden &#8211; also wenn am Wochenende die gesamte Familie, auch die unter der Woche sonst arbeitenden Mitglieder, am Familienleben teilnahmen. Einige der innerdeutschen Schulpartnerschaften sollen nun in die Zukunft gef\u00fchrt werden, obwohl die gro\u00dfz\u00fcgige finanzielle Unterst\u00fctzung durch die DBU (ein Reisekostenzuschuss, der in aller Regel die Kosten f\u00fcr die gesamte Reise sowie eine zus\u00e4tzliche Fahrt am Ort der Partnerschule erm\u00f6glichte) mit Ende des Projektes wegf\u00e4llt. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler wurden gezielt an das Medium Tageszeitung herangef\u00fchrt. Der gro\u00dfe Nutzen einer regelm\u00e4\u00dfigen Zeitungslekt\u00fcre wurde ihnen vermittelt und damit ein Beitrag zur Lesef\u00f6rderung der jungen Menschen geleistet. Die Zeitung wurde auch, wie vom IZOP-Institut regelm\u00e4\u00dfig auf den Seminaren angeregt, speziell bez\u00fcglich der Themen Umwelt und Deutsche Einheit ausgewertet. Auch konnte (was f\u00fcr die sp\u00e4tere Recherche der Sch\u00fcler von Bedeutung war) die Zeitung selbst &#8211; als Medium &#8211; in den Mittelpunkt des Unterrichts r\u00fccken, indem etwa zeitungsspezifische Textsorten und Darstellungsformen oder der Vergleich mit anderen Medien (Fernsehen, Internet, Boulevardblatt) zum Thema des Unterrichts gemacht wurden. Umweltthemen und -projekte in Deutschland sowie die An-forderungen, die das Konzept der nachhaltigen Entwicklung stellt, sollten den Sch\u00fclern auf eine anschauliche und praxisnahe Weise vermittelt werden. Dazu organisierte das IZOP-Institut gemeinsam mit den Informationsanbietern (oft waren dies Bewilligungsempf\u00e4nger f\u00fcr F\u00f6rderprojekte der Deutschen Bundesstiftung Umwelt) vor Ort, also im Gebiet der Partnerschule, ganzt\u00e4gige Recherchen. Dies war ein weiteres haupts\u00e4chliches Ziel von Jugend recherchiert Umwelt &#8211; 100 Schulen im Dialog, welches nach drei Jahren klar erreicht wurde: Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollten \u00fcber die Voraussetzungen und Imp-likationen einer nachhaltigen Entwicklung an konkreten Beispielen aus den jeweiligen Regionen Deutsch-lands informiert und f\u00fcr Fragen des Umweltschutzes sensibilisiert werden. Damit diese Umweltinformation und Umweltbildung ebenfalls eine nachhaltige Wirkung bei den Jugendlichen erzielt, f\u00fchrte jede Projektgruppe w\u00e4hrend der Begegnungswoche eben eine solche, teils sehr arbeitsaufwendige Recherche durch, um im Nachgang Texte \u00fcber die Recherche in ihrer heimatlichen Tageszeitung zu ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Zeitungsredaktionen berichteten regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber das Projekt und \u00fcber die Preisverleihungen, die in jedem Jahr durchgef\u00fchrt wurden. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ver\u00f6ffentlichten Texte \u00fcber ihre Umwelt-Recherchen, ihre Begegnungen mit den Partnersch\u00fclern sowie \u00fcber die Projektidee als solche auf The-menseiten ihrer heimatlichen Tageszeitungen. Eine vierb\u00e4ndige Abschlussdokumentation (drei B\u00e4nde davon sind Dokumentationsb\u00e4nde mit Pressever\u00f6ffentlichungen) wurde vom IZOP-Institut erstellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Den Pressever\u00f6ffentlichungen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, dem Film sowie den Stellungnahmen der am Projekt beteiligten Lehrerinnen und Lehrer ist zu entnehmen, dass das Projekt in all seinen Bereichen (Innerdeutsche Einheit, Sensibilisierung f\u00fcr Umweltfragen, Zeitungs- und Medienkunde) ein gro\u00dfer Erfolg war. Die gro\u00dfe Mehrheit der beteiligten Schulen w\u00fcnschte sich gegen Ende des Projekts eine Weiterf\u00fchrung von 100 Schulen im Dialog. Es ist kein Zufall, dass \u00fcber ein Drittel der deutschen Schulen, die an dem neuen, internationalen Projekt Umwelt baut Br\u00fccken teilnehmen (das &#8211; wiederum gef\u00f6rdert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt &#8211; vom IZOP-Institut durchgef\u00fchrt wird), bereits an 100 Schulen im Dialog beteiligt war. Zu diesen Schulen geh\u00f6ren, um nur einige zu nennen, das Staatliche Gymnasium Greiz, das Helmholtz-Gymnasium Zweibr\u00fccken, das Dresdener St. Benno Gymnasium, das Mariengymnasium Jever, die Edith-Stein-Schule Erfurt sowie das Couven Gymnasium Aachen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Nach mehr als 10 Jahren deutsch-deutscher Einheit betrachten sich die Menschen in den neuen und in den alten Bundesl\u00e4ndern einander mit gr\u00f6\u00dferer Skepsis und Distanz als noch in den ersten Jahren nach dem Fall der Mauer. Damit auch im Inneren zusammenw\u00e4chst, was zusammengeh\u00f6rt (W. 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