{"id":22647,"date":"2023-07-14T10:32:56","date_gmt":"2023-07-14T08:32:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19243-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:32:58","modified_gmt":"2023-07-14T08:32:58","slug":"19243-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19243-01\/","title":{"rendered":"Umweltbildungsinitiative und Wettbewerb Lebendige Elbe"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Elbe hat eine ganz besondere Geschichte: \u00dcber Jahrhunderte war sie eine wichtige Lebensader in Europa, eine Handelsstra\u00dfe zwischen Ost und West, an der bl\u00fchende St\u00e4dte und zahlreiche kulturelle Denkm\u00e4ler entstanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Elbe Grenzfluss, sie trennte Ost von West, geographisch und politisch.<br \/>\nDieser politischen Tatsache ist es zu verdanken, dass die Elbe nicht ausgebaut wurde zu einem Handels- und Touristenzentrum, sondern dass der Fluss seine einzigartige Landschaft bewahren konnte. Es gilt nun, den Menschen die Elbe wieder n\u00e4her zu bringen, Konflikte abzubauen, die Vergangenheit aufzuarbeiten und zukunftsorientierte Konzepte zu entwickeln, d. h. den Fluss als kulturelles und \u00f6kologisches Juwel wieder in den Mittelpunkt und in das Bewusstsein der Menschen zu bringen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methodena.)\tKunstwettbewerb<br \/>\nDie Deutsche Umwelthilfe plant durch eine Umweltbildungsinitiative, die Menschen im Einzugsgebiet der Elbe auf den besonderen \u00f6kologischen Wert wie auch auf die nachhaltigen Nutzungsm\u00f6glichkeiten durch jeden Einzelnen hinzuweisen. Dadurch soll ein breites Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Schutz der Elbe erreicht werden. In Form eines Wettbewerbs, der sich an deutsche und tschechische Sch\u00fcler richtet, soll schlie\u00dflich \u00fcber die k\u00fcnstlerische Behandlung des Begriffs Lebendige Elbe eine intensive Besch\u00e4ftigung mit den derzeitigen Belastungen der Elbe wie auch ihrer Zukunftsvisionen erfolgen.<br \/>\nb.)\tQuellwasseraktion<br \/>\nParallel zu dem f\u00fcr den 14. Juli 2002 geplanten Ersten Internationalen Elbe-Badetag sollen dezentrale Quellwasseraktionen mit Schulklassen und Jugendorganisationen von Verb\u00e4nden durchgef\u00fchrt werden. Um den regionalen Bezug herzustellen, soll an jedem der voraussichtlich 20-30 Veranstaltungsorte eine Erlebbarkeit der Wasserverschlechterung von der Quelle der Elbe\/Labe sowie ihrer Zufl\u00fcsse dargestellt werden. Hierzu sollen die Jugendlichen von jedem Elbezufluss in ihrem Wirkungsbereich Wasser-proben (jeweils Quelle, Mittellauf und Einfluss in die Elbe) entnehmen und in gro\u00dfen Glaskaraffen pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der geplante Wettbewerb erm\u00f6glicht es, durch eine breite Kommunizierung Bev\u00f6lkerungsgruppen und -schichten anzusprechen, die mit der klassischen Form von \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Naturschutz kaum erreicht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber die Medien werden die Schulen im Einzugsgebiet der Elbe (inklusive Tschechien) dazu aufgerufen, zum Thema Die Elbe als Kunstwerk &#8211; Alltag, Kunst und Kultur an unserem Fluss Arbeiten einzureichen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden in verschiedenen Kategorien (Wort, Lyrik, Zeichnungen\/Aquarelle und Skulpturen) pr\u00e4miert.<br \/>\nDie Einsendung der Werke erfolgt an die Deutsche Umwelthilfe, die Auswahl der Preistr\u00e4ger erfolgt durch eine prominent besetzte Jury. Die besten Einsendungen in den verschiedenen Kategorien werden im Rahmen einer Ausstellung im Foyer des Verlagshauses Gruner + Jahr pr\u00e4sentiert. Die Ausstellung soll nach Abschluss einer vierw\u00f6chigen Verweildauer Schulen und anderen Einrichtungen im Wassereinzugsgebiet der Elbe als Wanderausstellung zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<br \/>\nAlle pr\u00e4mierten Wettbewerbseinsendungen werden zudem im Internet pr\u00e4sentiert.<br \/>\nAls Partner des Vorhabens konnte die Deutsche Umwelthilfe bereits das Medien- und Verlagshaus Gruner + Jahr f\u00fcr die Aktion gewinnen. Durch deren Publikationen ist eine breite Streuung des Vorhabens und \u00d6ffentlichkeitswirksamkeit gegeben. Zudem ist eine weite Verbreitung von Wettbewerb und Aktion durch den neu gewonnenen Medienpartner NDR sichergestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt Umweltbildungsinitiative und Wettbewerb Lebendige Elbe erm\u00f6glichte es, durch eine breite Kommunizierung der Projektziele Bev\u00f6lkerungsgruppen und -schichten anzusprechen, die mit der klassischen Form von \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Naturschutz kaum erreicht werden konnten. Die Integration einer Vielzahl von Interessensgruppierungen ist gelungen.<br \/>\nDie Beteiligung vieler unterschiedlicher Verb\u00e4nde an beiden Projekten (Sport-, Traditions-, Kunst- und Kulturvereinigungen) zeigte, dass eine enge Verflechtung mit den Interessen des Natur- und Umweltschutzes besteht, sobald lokale bzw. regionale Interessen vorhanden sind. Es gilt, diese Synergieeffekte weiter zu nutzen und auszubauen.<br \/>\nDie Menschen an der Elbe sind stolz auf ihre Region. Von besonderer Bedeutung war, dass die beiden Projektelemente durch die Jahrhundertflut getrennt waren. Man h\u00e4tte vermuten k\u00f6nnen, dass sich dies erheblich in der Resonanz bzw. Darstellung der Projektergebnisse niederschl\u00e4gt. Es war erstaunlich, dass sich keine Einsendung des Kunstwettbewerbs mit der Flutkatastrophe besch\u00e4ftige. Dies zeigt, dass die Menschen an der Elbe tats\u00e4chlich wieder nach vorne blicken und nicht \u00fcber die schrecklichen Ereig-nisse nachdenken wollen.<br \/>\nEines der n\u00e4chsten, noch h\u00f6her gesteckten Ziele der Deutschen Umwelthilfe ist die Anerkennung von Teilen der Elbe als Weltkulturlandschaft durch die UNESCO, welches bis zum Jahr 2006 erreicht werden soll. Die Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung der Elbregion ist jetzt schon gewiss.<br \/>\nIm Rahmen des Projektes Lebendige Elbe wird die Deutsche Umwelthilfe im Jahr 2004 Privatpersonen, Verb\u00e4nde, Kommunen und Landesvertretungen dazu aufrufen, die an der Elbe bestehenden einzigartigen, vielleicht von universeller Bedeutung existierenden Gebiete und kulturellen St\u00e4tten in einem Wettbewerb der Regionen zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Elbe hat eine ganz besondere Geschichte: \u00dcber Jahrhunderte war sie eine wichtige Lebensader in Europa, eine Handelsstra\u00dfe zwischen Ost und West, an der bl\u00fchende St\u00e4dte und zahlreiche kulturelle Denkm\u00e4ler entstanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Elbe Grenzfluss, sie trennte Ost von West, geographisch und politisch. 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