{"id":22640,"date":"2024-11-27T10:36:31","date_gmt":"2024-11-27T09:36:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19229-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:32","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:32","slug":"19229-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19229-01\/","title":{"rendered":"High-Tech Methoden zur Untergrundsondierung: Entwicklung eines Referenzstandortes und Verbundprojektkoordinierung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt ist Teil des Verbundvorhabens High-Tech Methoden zur Untergrundsondierung.<br \/>\nIn der Bundesrepublik Deutschland werden j\u00e4hrlich ca. 100 ha Land f\u00fcr Siedlung und Verkehr verbraucht, die H\u00e4lfte dieser Fl\u00e4che wird dabei versiegelt. In den letzten 50 Jahren hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4che in den alten Bundesl\u00e4ndern nahezu verdoppelt. W\u00e4hrend einerseits neue Gewerbe- und Wohngebiete auf der gr\u00fcnen Wiese entstehen, w\u00e4chst der Anteil an Brachfl\u00e4chen. Ein L\u00f6sungskonzept zur Verminderung des Fl\u00e4chenverbrauchs ist die konsequente Umsetzung eines Fl\u00e4chenrecyclings, also der Wiedernutzung von industriellen, gewerblichen oder milit\u00e4rischen Brachfl\u00e4chen, vor allem im urbanen Bereich. Dies sind in aller Regel altlastverd\u00e4chtige Fl\u00e4chen. Um eine z\u00fcgige und belastbare Erkundung dieser Fl\u00e4chen zu gew\u00e4hrleisten, k\u00f6nnen Analyseverfahren, die vor Ort eingesetzt werden, wichtige Vorteile bringen. Aus diesem Grund hat die DBU das Verbundvorhaben High-Tech Methoden zur Untergrundsondierung gef\u00f6rdert. Ziel des Verbundes war es, konventionelle, handgehaltene bis mittelschwere Sondiersysteme mit kosteng\u00fcnstigen und modernen Sensoren auszur\u00fcsten. Damit sollen bereits bei den Erkundungsarbeiten analytische Signale erzeugt und ausgewertet werden k\u00f6nnen. Das Verbundvorhaben wurde in 14 eigenst\u00e4ndige Vorhaben untergliedert, die organisatorisch klar voneinander abgegrenzt waren und eigene Vorhabensziele beinhalten: AZ 19219, 19220, 19221, 19225, 19229, 19230, 19232, 19233, 19234, 19235, 19281, 21918.<br \/>\nGegenstand des Einzelvorhabens Entwicklung eines Referenzstandortes und Verbundprojektkoordinie-rung ist die \u00fcbergeordnete Koordinierungsfunktion im Rahmen des Forschungsverbundes High-Tech &#8211; Methoden der Vor-Ort-Analytik (AZ 19218-19225; AZ 19230; AZ 19232-19235; AZ 19281) und die Bereitstellung eines Referenzstandortes zur Pr\u00fcfung der Funktionalit\u00e4t von in Sondiertechniken integrierten Messtechniken. Die geplante Strukturierung und der Aufbau eines Messfeldes in einem Gro\u00dfraumcontainer der VEGAS-Versuchseinrichtung gestattet eine zeit- und kosteng\u00fcnstige Erprobung und Optimierung der im Verbund zusammengefassten Sensorentwicklungen unter realit\u00e4tsnahen Bedingungen. Dabei kann durch einfache Ver\u00e4nderung von Einbauten sowohl die Bodenstruktur, der Schichtaufbau, die Schadstoffzusammensetzung, der Konzentrationsbereich als auch die Verteilung derselben gezielt und definiert ver\u00e4ndert werden. Dieser neuartige Ansatz gestattet unabh\u00e4ngig von \u00e4u\u00dferen Bedingungen, Zugangsberechtigungen auf Altlaststandorten und der oft unsicheren Datenlagen die ganzj\u00e4hrige Nut-zung des Messfeldes.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Bearbeitung erfolgte in drei Etappen: Die Etappe I (Laufzeit: 3 Monate) umfasste die Bereitstellung von mit Schadstoffen belasteten Realproben sowie die Organisation der messtechnischen Eignungstests der eingebrachten Sensorik. In der Etappe II (Laufzeit: 12 Monate) wurde das Messfeld unter Beteilung anderer Verbundpartner (AZ 19218, AZ 19220, AZ 19221) aufgebaut, die Konzeptionen f\u00fcr die mechanische Konfiguration des Sondenaufbaus und der Sondenkopfkonfiguration abgeschlossen und die Pr\u00fc-fung der Funktionalit\u00e4t von Miniaturisierung und mechanischer Stabilit\u00e4t der angepassten sensorischen Messtechniken durchgef\u00fchrt. Die Etappe III (Laufzeit: 18 Monate) war gekennzeichnet durch die Festschreibung der Konzeption f\u00fcr QS &#8211; Ma\u00dfnahmen und Arbeitsanleitungen in Bezug auf die Anwendung sensorintegrierter Sondiertechniken. Weitere Arbeitsschritte der Etappe III waren abschlie\u00dfende Erprobungen der in Sonden eingebauten Messtechniken (Versuchsaufbauten) im VEGAS-Messfeld, die Durchf\u00fchrung von Messungen an Realstandorten, die zum Teil von VEGAS betreut wurden, und die abschlie\u00dfende Demonstration der verf\u00fcgbaren Musteraufbauten mit Sondiertechnik.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>3.-6.6.2002:\tVorstellung der bei VEGAS entwickelten Messtechniken bei der Woche der Umwelt in Berlin.<br \/>\n12.-16.5.2003:\tSpecial Session bei der Conference on Contaminated Soil (CONSOIL) in Gent. Drei Vortr\u00e4ge in Bezug auf die im Verbundprojekt entwickelten Messtechniken und Methoden.<br \/>\n30.-31.3.2004:\tSymposium Vor-Ort-Analytik bei VEGAS.<br \/>\n26.-27.4.2005:\tPr\u00e4sentation auf der Veranstaltung Umweltvorsorge, neue Regeln, Pr\u00fcfwerte und Strategien im Vollzug in Osnabr\u00fcck<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit den entwickelten Methoden sind Werkzeuge entstanden, mit denen Messger\u00e4te unter realit\u00e4tsnahen und gleichzeitig sehr definierten Bedingungen getestet werden k\u00f6nnen. Dies dient gleicherma\u00dfen den Entwicklern von Messger\u00e4ten, die damit eine Plattform haben, wo sie ihre Entwicklungen im Hinblick auf die Aussagekraft der Ergebnisse und im Hinblick auf die Robustheit der Systeme testen und wertvolle Erkenntnisse f\u00fcr die Weiterentwicklung der Systeme erhalten k\u00f6nnen, wie auch der Unterst\u00fctzung der Verbreitung des Einsatzes derartiger innovativer Systeme. Letzteres dadurch, dass die Entwickler die Funktionsf\u00e4higkeit und Leistungsf\u00e4higkeit der Systeme unter Beweis stellen k\u00f6nnen und dies unter streng kontrollierten Bedingungen. Dieser Vorteil soll im Nachgang zu diesem Projekt zu einem beh\u00f6rdlich akzeptierten Validierungsprozedere weiterentwickelt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt ist Teil des Verbundvorhabens High-Tech Methoden zur Untergrundsondierung. In der Bundesrepublik Deutschland werden j\u00e4hrlich ca. 100 ha Land f\u00fcr Siedlung und Verkehr verbraucht, die H\u00e4lfte dieser Fl\u00e4che wird dabei versiegelt. In den letzten 50 Jahren hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4che in den alten Bundesl\u00e4ndern nahezu verdoppelt. 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