{"id":22637,"date":"2024-11-27T10:36:31","date_gmt":"2024-11-27T09:36:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19221-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:32","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:32","slug":"19221-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19221-01\/","title":{"rendered":"High-Tech Methoden zur Untergrundsondierung: Entwicklung und Musterbau von Sondengeh\u00e4usen f\u00fcr den Einbau von Sensorsystemen zur in situ-Messung von Schadstoffprofilen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt ist Teil des Verbundvorhabens High-Tech Methoden zur Untergrundsondierung.<br \/>\nIn der Bundesrepublik Deutschland werden j\u00e4hrlich ca. 100 ha Land f\u00fcr Siedlung und Verkehr verbraucht, die H\u00e4lfte dieser Fl\u00e4che wird dabei versiegelt. In den letzten 50 Jahren hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4che in den alten Bundesl\u00e4ndern nahezu verdoppelt. W\u00e4hrend einerseits neue Gewerbe- und Wohngebiete auf der gr\u00fcnen Wiese entstehen, w\u00e4chst der Anteil an Brachfl\u00e4chen. Ein L\u00f6sungskonzept zur Verminderung des Fl\u00e4chenverbrauchs ist die konsequente Umsetzung eines Fl\u00e4chenrecyclings, also der Wiedernutzung von industriellen, gewerblichen oder milit\u00e4rischen Brachfl\u00e4chen, vor allem im urbanen Bereich. Dies sind in aller Regel altlastverd\u00e4chtige Fl\u00e4chen. Um eine z\u00fcgige und belastbare Erkundung dieser Fl\u00e4chen zu gew\u00e4hrleisten, k\u00f6nnen Analyseverfahren, die vor Ort eingesetzt werden, wichtige Vorteile bringen. Aus diesem Grund hat die DBU das Verbundvorhaben High-Tech Methoden zur Untergrundsondierung gef\u00f6rdert. Ziel des Verbundes war es, konventionelle, handgehaltene bis mittelschwere Sondiersysteme mit kosteng\u00fcnstigen und modernen Sensoren auszur\u00fcsten. Damit sollen bereits bei den Erkundungsarbeiten analytische Signale erzeugt und ausgewertet werden k\u00f6nnen. Das Verbundvorhaben wurde in 14 eigenst\u00e4ndige Vorhaben untergliedert, die organisatorisch klar voneinander abgegrenzt waren und eigene Vorhabensziele beinhalten: AZ 19219, 19220, 19221, 19225, 19229, 19230, 19232, 19233, 19234, 19235, 19281, 21918.<br \/>\nBei der Erkundung von Schadstoffverteilungen im Untergrund werden sowohl im Bereich der Herstellung von Aufschl\u00fcssen als auch auf dem Gebiet der Laboranalytik zurzeit noch zu viele Arbeiten durchgef\u00fchrt, die eine teilweise weit \u00fcber das erforderliche Ma\u00df hinausgehende Menge an Informationen liefern.<br \/>\nMit der Entwicklung einer f\u00fcr die Medien Bodenluft, Boden und Grundwasser anwendbaren Vor-Ort-Analytik (in situ w\u00e4hrend der Sondierung bzw. im Bohrloch) sowie einer entsprechend ausgelegten Son-dentechnik im Einzelvorhaben Entwicklung und Musterbau von Sondengeh\u00e4usen f\u00fcr den Einbau von Sensorsystemen zur in situ-Messung von Schadstoffprofilen sollen folgende Ziele erreicht werden:<br \/>\n1.\tQualitative und quantitative Erfassung der vorhandenen Kontaminanten w\u00e4hrend des Sondierens.<br \/>\n2.\tHerbeif\u00fchrung kurzfristiger Entscheidungskriterien vor Ort bzgl. der Positionierung von Kleinbohrungen.<br \/>\n3.\tAusarbeitung eines auf die erkundeten Kontaminanten zugeschnittenen Laboranalytik-Programms.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenSOLL: In der auf 18 Monate angesetzten Phase 3 erfolgt der Abschluss der Erprobung zur Integration von Sensorik in Sondentechnik. Dar\u00fcber hinaus werden Standorte f\u00fcr Feldtests ausgew\u00e4hlt. Den Abschluss der Phase 3 bildet eine Demonstration der sensorgekoppelten Sondiertechnik.<br \/>\nIST: Seitens der Fa. Neumann wurden in enger Zusammenarbeit vor allem mit Dr. Baermann &#038; Partner, der TU Harburg sowie Optimare weitere Sondenkopfkonfigurationen entwickelt. Insbesondere eine sog. Doppelh\u00fcllensonde wird aktuell noch erprobt. In Eindringversuchen erwies sich der um etwa 4 mm gr\u00f6\u00dfere Durchmesser der Sonde als nicht nachteilig (vgl. Abschlussbericht vom M\u00e4rz 2005). Diese Sonde besitzt den Vorteil, Fenster\u00f6ffnungen (bspw. Fritten oder Saphirglas) Bis zur vorgesehenen Probenahmetiefe vor mechanischen und vor allem auch chemischen Einwirkungen (Kontaminationsverschleppung) zu sch\u00fctzen. Das \u00d6ffnen der Sonde erfolgt \u00fcber ein Anheben des Sondiergest\u00e4nges. Mittels Mantelreibung wir die \u00e4u\u00dfere H\u00fclle auf dem Niveau der urspr\u00fcnglichen Sondiertiefe gehalten. Das Funktionieren dieses Prinzips wird aktuell in Zusammenarbeit mit Herr Dr. Baermann durch den Einsatz von Endoskopen erprobt. Dies geschieht im Rahmen einer kostenneutralen Verl\u00e4ngerung des Forschungsprojekts.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Doppelh\u00fcllensonde erweist sich als sinnvoll zur Vermeidung von Kontaminationsverschleppungen. Die Frage, ob beim Anheben des Gest\u00e4nges die \u00e4u\u00dfere H\u00fclle auf dem urspr\u00fcnglichen Niveau verbleibt, muss noch gekl\u00e4rt werden. Hierbei sind Modifikationen der Au\u00dfenh\u00fclle m\u00f6glich. Bspw. kann eine Verl\u00e4ngerung der Au\u00dfenh\u00fclle zu einer gr\u00f6\u00dferen Mantelreibung f\u00fchren. Auch die Vergr\u00f6\u00dferung der Au\u00dfenh\u00fcllenoberfl\u00e4che durch ein Aufrauen ist denkbar. In petrologisch unproblematischen B\u00f6den (schluffarme Sande, vorzugsweise wasserfrei) ist die Anwendung der bereits mehrfach erprobten, h\u00fcllenlosen Sondenk\u00f6pfe m\u00f6glich, da in<br \/>\ndiesen B\u00f6den eine Kontaminationsverschleppung sowie ein Verschmieren von Fenster- oder Fritten\u00f6ffnungen nicht zu erwarten ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Rahmen der Vision Schleswig Holstein wurden am 03. Mai 2005 vor interessiertem Fachpublikum (u. a. Vertretern von Umwelt\u00e4mtern und Landesbau\u00e4mtern) die Forschungsergebnisse in den R\u00e4umlichkeiten der Fa. Neumann demonstriert. \u00dcber die Ergebnisse wurde auf der DBU-Tagung Umweltvorsorge im April 2005 in Osnabr\u00fcck berichtet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Zielsetzung des Projektes, sto\u00dffeste und miniaturisierte Sensortechnik zu entwickeln und in Lockersedimenten abzuteufen, ist erreicht worden. Abschlie\u00dfend wird in Zusammenarbeit mit der TU Harburg und Herrn Dr. Baermann seitens der Fa. Neumann im Rahmen einer kostenneutralen Projektverl\u00e4ngerung die sog. Doppelh\u00fcllensonde auf ihre Verwendbarkeit hin \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt ist Teil des Verbundvorhabens High-Tech Methoden zur Untergrundsondierung. In der Bundesrepublik Deutschland werden j\u00e4hrlich ca. 100 ha Land f\u00fcr Siedlung und Verkehr verbraucht, die H\u00e4lfte dieser Fl\u00e4che wird dabei versiegelt. In den letzten 50 Jahren hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4che in den alten Bundesl\u00e4ndern nahezu verdoppelt. 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