{"id":22605,"date":"2023-07-13T15:21:45","date_gmt":"2023-07-13T13:21:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19206-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:47","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:47","slug":"19206-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19206-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte In-situ-Beseitigung von Umweltsch\u00e4den am national wertvollen romanischen Dormitorium und doppelst\u00f6ckigen Kreuzgang des Stiftes Asbeck (NRW)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Schwerpunkt bzw. Ziel des Vorhabens ist der dauerhafte Erhalt Baumberger Sandsteins bzw. daraus gefertigter Werkst\u00fccke. Die Effizienz verschiedener Konservierungsmethoden l\u00e4sst sich am zweigeschossigen romanischen Arkadengang in Asbeck modellhaft erforschen: Die S\u00e4ulenachsen (S\u00e4ule des Untergeschosses und S\u00e4ule des Obergeschosses jeweils mit Basis und Kapitell) sind alle gleichen Umwelt-einfl\u00fcssen ausgesetzt (Ostausrichtung).<br \/>\nAnlass ist die Rettung romanischen Kulturguts, insbesondere der zweigeschossigen Arkadengalerie und der \u00dcberreste des einzigen romanischen Profanbaus (lt. Dr. Reinke\/Denkmalamt M\u00fcnster) in Westfalen.<br \/>\nDie Ver\u00e4nderungen werden in den ersten 5 Jahren beobachtet mit Ausarbeitung eines Abschlu\u00dfberichts. Anschlie\u00dfend sollen dauerhaft in Intervallen von 5 Jahren Verwitterungen und der Verwitterungsgrad dokumentiert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEs wird unterschieden zwischen Ma\u00dfnahmen, die unabdingbar sind und denen, die optional zur Verf\u00fcgung stehen.<br \/>\nUnabdingbar sind: Reinigg., Festigg., Gipskrustenentferng., Schalensicherg., Eisenteile entfernen.<br \/>\nOptional sind: Schutzsysteme und Systeme zur verbesserten Wasserableitung, sog. Randanb\u00f6schungen bzw. Hydrophobierung durch verschiedene Konservierungsmaterialien.<br \/>\nRandanb\u00f6schgen.: -auf Polyurethanbasis -auf Kiesels\u00e4ureesterbasis -aus disperg. Wei\u00dfkalkhydrat<br \/>\nSchutzsysteme: -kein Schutzsystem (unbehandelt neue St\u00fccke \/ unbehandelt alte St\u00fccke) -Silikonharzlasuren -Anstrich mit dispergiertem Wei\u00dfkalkhydrat -Schl\u00e4mme auf Kiesels\u00e4ureesterbasis -Staubkalk (Solubel) -Kalkhydrat.<br \/>\nDie verschiedenen Konservierungsmethoden werden achsweise durchgef\u00fchrt und anschlie\u00dfend nach oben beschriebenen Verfahren dokumentiert.<br \/>\nNachdem die Spolien vorsichtig in die Werkstatt transportiert wurden, wurde der Bestand und die Rekonstruktion des Arkadenganges dokumentiert, s\u00e4mtliche Eisenteile wurden entfernt und durch Edelstahld\u00fcbel ersetzt, des weiteren durch ein Berieselungsverfahren gereinigt.<br \/>\nAbplatzungen und gebrochene St\u00fccke wurden angeklebt, fehlende St\u00fccke wurden neu hergestellt, Antragungen und Randanb\u00f6schungen erfolgten.<br \/>\nDie Einzels\u00e4ulen des Untergeschosses (Basis\/S\u00e4ulenschaft\/Kapitell) sind mit den oben aufgef\u00fchrten Konservierungsmethoden behandelt worden.<br \/>\nDanach wurden die kompletten Einzelelemente mittels Zwischenmauerwerk und Stahl- bzw. Stahlbetonkonstruktionen in Verbindung mit dem Neubau versetzt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Insgesamt befanden sich die Spolien aus Baumberger Sandstein in einem relativ guten Zustand.<br \/>\nDurch die unsachgem\u00e4\u00dfe Lagerung waren die St\u00fccke verunreinigt und teilweise durchgebrochen bzw. Teile abgesprengt. An der Oberfl\u00e4che des Natursteins zeigten sich partielle Bereiche von Krusten (sog. Patina) und Abschalungen.<br \/>\nDurch die Anwendung der oben beschriebenen Ma\u00dfnahmen wurden die Steine gefestigt und hydropho-biert, d. h. in Ihrem Zustand gesichert.<br \/>\nErgebnisse und Diskussionen: siehe Fazit bzw. fr\u00fchestens in 5 bis 10 Jahren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Dokumentationen werden schriftlich und fotografisch festgehalten in den entsprechenden Intervallen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>bzw. fr\u00fchestens in 5 bis 10 Jahren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Dokumentationen werden schriftlich und fotografisch festgehalten in den entsprechenden Intervallen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Auswirkungen der Umwelteinfl\u00fcsse auf den Verwitterungsprozess l\u00e4sst in diesem fr\u00fchen Stadium keine Erkenntnisse bzgl. der diversen Konservierungsarten in Bezug auf den Verwitterungsgrad zu.<br \/>\nIn Abst\u00e4nden von 5 Jahren, beginnend im Fr\u00fchjahr 2010, wird die Fa. Paetzke im Auftrag des Bewilligungsempf\u00e4ngers (Heimatverein Asbeck e. V.) den Zustand der S\u00e4ulen untersuchen und dokumentieren.<br \/>\nWir gehen davon aus, dass diese Erkenntnisse klare Aussagen \u00fcber den Umgang bzw. Sanierung von Baumberger Sandstein treffen und eine Vorreiterrolle f\u00fcr weitere Objekte spielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Schwerpunkt bzw. Ziel des Vorhabens ist der dauerhafte Erhalt Baumberger Sandsteins bzw. daraus gefertigter Werkst\u00fccke. Die Effizienz verschiedener Konservierungsmethoden l\u00e4sst sich am zweigeschossigen romanischen Arkadengang in Asbeck modellhaft erforschen: Die S\u00e4ulenachsen (S\u00e4ule des Untergeschosses und S\u00e4ule des Obergeschosses jeweils mit Basis und Kapitell) sind alle gleichen Umwelt-einfl\u00fcssen ausgesetzt (Ostausrichtung). 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