{"id":22604,"date":"2023-07-14T10:32:56","date_gmt":"2023-07-14T08:32:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19196-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:32:58","modified_gmt":"2023-07-14T08:32:58","slug":"19196-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19196-01\/","title":{"rendered":"Green Goal &#8211; Das Umweltkonzept f\u00fcr die FIFA Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Unter dem Motto Green Goal hat es sich das Organisationskomitee der FIFA Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft 2006 zur Aufgabe gemacht, die WM 2006 im Einklang mit den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung auszurichten. Dies soll durch die Kooperation mit dem \u00d6ko-Institut e.V. und dem WWF Deutschland gew\u00e4hrleistet werden. Ziel der Kooperation ist die Erarbeitung, Umsetzung und Kommunikation eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts f\u00fcr die Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenErfassung und Bewertung des Status quo: Anhand der Besichtigung ausgew\u00e4hlter Stadien sowie der Untersuchung von Sport-Gro\u00dfveranstaltungen erfasst und charakterisiert das \u00d6ko-Institut die Ausgangssituation f\u00fcr die WM 2006 unter dem Fokus der Nachhaltigkeit. Darauf aufbauend werden relevante Themenfelder und Optionen f\u00fcr die Verbesserung der Umweltsituation erarbeitet.<br \/>\nGemeinsame Erarbeitung von verbindlichen Umweltzielen im Dialog: Gemeinsam werden in relevanten Handlungsfeldern verbindliche Umweltziele f\u00fcr die WM 2006 erarbeitet. Die Ziele werden am Ende dieses Projekts \u00f6ffentlich kommuniziert.<br \/>\nAusarbeitung eines Umsetzungskonzeptes: Aufbauend auf den bisherigen Schritten wird durch das \u00d6ko-Institut ein umfassendes Konzept erstellt, das die Umsetzung der aufgestellten Umweltziele im Anschluss an das Projekt sicherstellen wird. Darin enthalten sind erste Konzepte in einzelnen Themenfeldern.<br \/>\nAufbau von Kooperationsnetzwerken: Das \u00d6ko-Institut wird iln enger Abstimmung mit dem OK die M\u00f6glichkeiten identifizieren, durch Unternehmenskooperationen das Umweltkonzept zu unterst\u00fctzen bzw. Modellprojekte zu finanzieren.<br \/>\nAusarbeitung einer Kommunikationsstrategie f\u00fcr das Umweltkonzept: Der WWF erarbeitet in Abstimmung mit dem OK eine Kommunikationsstrategie f\u00fcr das Umweltkonzept, die es erm\u00f6glicht, durch positive Berichterstattung zu der geplanten WM in der \u00d6ffentlichkeit aufzutreten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ausgangspunkt f\u00fcr die Entwicklung der Umweltziele f\u00fcr die FIFA Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006 (WM 2006) die als zentrales Ergebnis aus dem Projekt Green Goal resultieren, war die \u00f6kologische Erfassung und Bewertung des Status quo der 12 WM-Stadien. Neben der Auswertung der Antworten zum FIFA-Pflichtenheft und einer ausf\u00fchrlichen Literaturrecherche zu Umweltkonzepten von Gro\u00dfveranstaltungen haben ein vertiefender Fragebogen f\u00fcr die WM-Stadien und Stadienbesuche die we-sentlichen Grundlagen f\u00fcr die Status quo Analyse geschaffen. Der eigens f\u00fcr die Analyse entwickelte Fragebogen hat auf dem FIFA-Pflichtenheft aufgesetzt und lieferte eine detaillierte Datenbasis zur \u00f6kologischen Charakterisierung der WM-Stadien. Daraus konnten zum Thema Umwelt sowohl der Ausgangspunkt (Durchschnitt \u00fcber alle Stadien) als auch best practice Beispiele, die als Vorbild f\u00fcr andere Stadien gelten k\u00f6nnen, ermittelt werden.<br \/>\nAuf Basis der ersten Ergebnisse der Status quo Analyse wurden aus allen umweltrelevanten Themen der WM 2006 vier zentrale Handlungsfelder f\u00fcr das Umweltkonzept Green Goal, n\u00e4mlich Mobilit\u00e4t, Energie, Abfall und Wasser, bestimmt. Andere Themen, wie z.B. der Stadionbau, sollen zwar ebenfalls im Rahmen von Green Goal ber\u00fccksichtigt werden, haben aber, da hier die Einflussm\u00f6glichkeiten des Organisationskomitees (OK) der WM geringer sind, nicht diesen zentralen Stellenwert. Entsprechend be-zieht sich die Konzepterstellung und auch die Entwicklung von Umweltzielen und Umsetzungsma\u00dfnahmen auf die vier oben genannten Handlungsfelder. Als ein wichtiges Ergebnis auf dem Weg zu den Umweltzielen wurden f\u00fcr Mobilit\u00e4t, Energie, Abfall und Wasser Umwelt-Leitlinien verabschiedet. Diese sind richtungsweisend f\u00fcr die Ziele. Damit einher ging auch ein erster Ausblick auf m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen und Konzepte. Aufbauend auf der Status quo Analyse wurde zur Konkretisierung der Leitlinien f\u00fcr die vier Handlungsfelder verbindliche quantitative und qualitative Umweltziele f\u00fcr die WM 2006 erarbeitet. Diese stellen eine Empfehlung f\u00fcr das Pr\u00e4sidium des OK dar und bed\u00fcrfen noch der Zustimmung durch das Pr\u00e4sidium.<br \/>\nAls wesentlicher Bestandteil des Umweltkonzeptes Green Goal wurden zur Erreichung der Umweltziele f\u00fcr jedes der vier Handlungsfelder m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmenb\u00fcndel entwickelt. Um die geplante Vorge-hensweise bei der sp\u00e4teren Umsetzung zu veranschaulichen, wurden zudem konkrete Ma\u00dfnahmen detailliert vorgestellt und deren \u00f6kologischen Nutzen und die \u00f6konomische Durchf\u00fchrbarkeit aufgezeigt. Als erstes konkretes Ergebnis von Green Goal ist als ein Pilotprojekt der Einsatz von Recyclingbeton beim Frankfurter Waldstation in Planung.<br \/>\nDas Kommunikationskonzept f\u00fcr die WM 2006 beinhaltet folgende Ziele: Imagegewinn f\u00fcr die WM, Umsetzung der Umweltziele in Zielmedien darstellen, Werbung f\u00fcr umweltvertr\u00e4gliche WM, Akzeptanz von Umwelt- und Naturschutz auf internationaler Ebene erh\u00f6hen. Die Kommunikation von Green Goal l\u00e4uft in drei Phasen ab. In der Startphase werden die Umweltziele f\u00fcr die WM ver\u00f6ffentlicht. In der zweiten Phase (Umsetzung des Konzeptes) werden bei Ereignissen wie z.B. Stadiener\u00f6ffnungen, Pressekonferenzen durchgef\u00fchrt oder Mitteilungen an die Medien gegeben. Vor und w\u00e4hrend der WM wird bundesweit \u00fcber die Umsetzung der Umweltziele berichtet. Ein weiterer Aspekt ist die Motivierung zu umweltvertr\u00e4glichem Verhalten, z.B. Anreise mit der Bahn. Die dritte Phase ist die WM selbst. Hier sollen an geeigneter Stelle in attraktiver Form die Themen Natur- und Umweltschutz sowie nachhaltige Entwicklung dargestellt werden. Erfolgsfaktoren hier sind der Einsatz von Prominenten, F\u00f6rderung internationa-ler Projekte und Einsatz des Internets.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zu Beginn des Projektes wurde mittels Pressemitteilung auf die Erstellung des Umweltkonzeptes f\u00fcr die Fu\u00dfball-WM 2006 hingewiesen, April 2002. Ebenso besteht ein Hinweis auf das Projekt auf der offiziellen, internationalen Homepage der FIFA (http:\/\/fifaworldcup.yahoo.com\/de\/021115\/1\/1l.html). Das Pro-jekt Green Goal mit dem Umweltkonzept f\u00fcr die WM 2006 wurde weiterhin auf drei Veranstaltungen vorgestellt: 1) von der DBU organisierten Leistungsschau Woche der Umwelt in Berlin, Juni 2002. 2) Ta-gung des BMU Umwelt, Naturschutz und Sport im Dialog an der Deutschen Sporthochschule in K\u00f6ln, Juli 2002. 3) Ringvorlesung Tourismus &#8211; Wirtschaft &#8211; Sport-Events der TU Dresden, Juli 2002. Nach der offiziellen Verabschiedung der Umweltziele f\u00fcr die WM 2006 durch das Pr\u00e4sidium des Organisati-onskomitees ist es geplant, die Umweltziele anl\u00e4sslich einer Veranstaltung mit prominenter Besetzung \u00f6ffentlich bekannt zu geben.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit Green Goal wurde der wesentliche Grundstein f\u00fcr die erstmalige Austragung einer Fu\u00dfball-WM unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten gelegt. Die systematische Herangehensweise kann dabei als wegweisend auf f\u00fcr andere Gro\u00dfveranstaltungen gelten. Basierend auf der Status quo Analyse wurden die durch die WM 2006 zu erwartenden Umweltauswirkungen umfassend bestimmt und darauf aufbauend konkrete, messbare Umweltziele zur Reduzierung der Umweltauswirkungen entwickelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Unter dem Motto Green Goal hat es sich das Organisationskomitee der FIFA Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft 2006 zur Aufgabe gemacht, die WM 2006 im Einklang mit den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung auszurichten. Dies soll durch die Kooperation mit dem \u00d6ko-Institut e.V. und dem WWF Deutschland gew\u00e4hrleistet werden. 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