{"id":22509,"date":"2026-01-27T10:32:02","date_gmt":"2026-01-27T09:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19062-01\/"},"modified":"2026-01-27T10:32:04","modified_gmt":"2026-01-27T09:32:04","slug":"19062-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19062-01\/","title":{"rendered":"Unternehmensverband f\u00fcr umweltbewusstes Management f\u00fcr die baltischen L\u00e4nder"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen des Beitrittsprozesses der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen in die Europ\u00e4ische Union m\u00fcssen diese eine Reihe von Umweltgesetzen \u00fcbernehmen, und diese zum Beitrittsdatum in Kraft gesetzt haben. W\u00e4hrend auf politischer Ebene dies bereits erfolgreich durchgef\u00fchrt wird, fehlt auf der Seite der Wirtschaft noch das Wissen, das Verst\u00e4ndnis und die Akzeptanz f\u00fcr eine prakti-sche Umsetzung. Zudem ist auch eine St\u00e4rkung der eigenen Wettbewerbsposition durch proaktiven Umweltschutz f\u00fcr die Unternehmen in den baltischen Staaten wichtig.<br \/>\nDas Projekt setzte hier an und hatte zum Ziel, umweltbewusstes Management mit seinen verschiedenen Ausrichtungen (zertifizierte Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 oder EMAS, Cleaner Production, Umweltkostenrechnung, Ecomapping, Good housekeeping u. a.) in Unternehmenskreisen in den baltischen Staaten bekannt zu machen. Als Methode wurde die Gr\u00fcndung eines Verbandes f\u00fcr umweltbewusstes Management gew\u00e4hlt. Ziel war es, eine zentrale Kapazit\u00e4t aufzubauen, die Unternehmen bei der Einf\u00fchrung von Umweltma\u00dfnahmen hilft und unterst\u00fctzt. Begleitet wurde der Aufbau diese Verbandes durch verschiedene konkrete Initiativen f\u00fcr die Unternehmen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenVor dem oben dargestellten Hintergrund wurde das Projekt in zwei Phasen durchgef\u00fchrt:<br \/>\n1.\tBereitstellung von Informationen, Schulungen und Dienstleistungen f\u00fcr Unternehmen in den baltischen Staaten zum Thema umweltbewusste Unternehmensf\u00fchrung:<br \/>\n&#8211;\tKonferenzen, Workshops und Schulungen<br \/>\n&#8211;\tdiverse Publikationen und Informationsservices<br \/>\n&#8211;\tOrganisation des Informationsaustausches zwischen den Unternehmen<br \/>\n2.\tGr\u00fcndung und Unterst\u00fctzung von Verb\u00e4nden f\u00fcr umweltbewusstes Management<br \/>\n&#8211;\tGewinnung von Partnern, Aktivierung vorhandener Strukturen (Lettland, Litauen)<br \/>\n&#8211;\tGr\u00fcndung neuer Unternehmensverb\u00e4nde (Estland)<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Hauptergebnisse des BALTEMA-Projekts in Litauen, Lettland und Estland sind:<br \/>\n\tNeugegr\u00fcndete oder wieder erstarkte Strukturen (z. B. der neu gegr\u00fcndete Verband EKJA in Estland, der wieder erstarkte Verband LVPA in Lettland und die nunmehr fest etablierte Struktur APINI in Litauen,<br \/>\n\tErfolgreiche Aktivit\u00e4ten zur Verbreitung umweltbewussten Managements in den drei Partnerl\u00e4ndern (z. B. Konferenzen, Seminare zum Erfahrungsaustausch, EPE-, EMAS- und Ecomapping-Trainings und zugeh\u00f6rige Handb\u00fccher in der jeweiligen Landessprache,<br \/>\n\tGeschulte und erfahrene nationale Experten,<br \/>\n\tNeue Projekte (z. B. EMAS Easy in drei baltischen Staaten sowie Polen und Ungarn, EMAS f\u00fcr Kommunen in Lettland, Verlagsdatenbank f\u00fcr Publikationen im Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich).<br \/>\nIn jedem  Land wurden Verbandsstrukturen f\u00fcr umweltbewusstes Management erfolgreich etabliert. In Estland hatte die neu gegr\u00fcndete Estonian Association for Environmental Management (EKJA) bei Projektende 49 Mitglieder (35 Unternehmen und 14 Privatpersonen). In Lettland wurde die bei Projektbeginn ruhende Organisation LVPA durch BALTEMA wieder sehr aktiv. Die Mitgliederzahl von LVPA stieg w\u00e4hrend der Projektlaufzeit von 6 auf \u00fcber 30 Unternehmen an. In Litauen hat sich APINI als Vertreter f\u00fcr umweltbewusstes Management im Land etabliert und hervorragende Projektergebnisse geliefert.<br \/>\nBALTEMA erreichte eine gro\u00dfe Anzahl von Unternehmen und Multiplikatoren in den baltischen Staaten. Alleine an den 6 gro\u00dfen Konferenzen nahmen 407 Unternehmensleiter und Mitarbeiter teil. Damit unterst\u00fctzte BALTEMA die Verbreitung und Qualifizierung f\u00fcr umweltbewusstes Management, besonders im Zusammenhang mit dem Beitritt Estlands, Lettlands und Litauens in die Europ\u00e4ische Union.<br \/>\nInsbesondere in den neuen EU Mitgliedsstaaten, wo die wirtschaftliche und politische Entwicklung sehr dynamisch verl\u00e4uft, kann es beim Aufbau von neuen Strukturen zu unvorhersehbaren Hemmnissen kommen. So hemmte der h\u00e4ufige Personalwechsel in F\u00fchrungspositionen das Vorhaben ebenso wie die hohe Fluktuation der Mitarbeiter. Mitunter wechselten Mitarbeiter kurz nach absolviertem Training in ganz andere Branchen. Das Vorhaben litt auch unter stets wechselnden Interessenlagen. Dies war z.B. der Fall beim Projektpartner EMAI in Litauen, der zwar alle vertraglichen Aufgaben erf\u00fcllte, als integraler Teil des Industrieverbands aber auf Dauer andere Schwerpunkte setzte.<br \/>\nDas Hauptaugenmerk des Projekts lag bei KMUs, Corporate Social Responsibility und Nachhaltiger Unternehmensf\u00fchrung. Inhaltliche Schwerpunkte waren dementsprechend EMAS Easy (aufbauend auf Ecomapping ein Ansatz zur stufenweisen Einf\u00fchrung von EMAS mit wenig B\u00fcrokratie in kleinen Strukturen), Money Back Through the Window (ein Projekt mit dem Ziel unmittelbarer Einsparungen durch Umweltma\u00dfnahmen) sowie Sustainability Rating (in einem f\u00fcnf-Stufen Modell zur Bewertung von nachhalti-ger Unternehmensf\u00fchrung mit Kriterien wie Rolle in der lokalen Wirtschaft, Umweltauswirkungen der Unternehmensaktivit\u00e4ten, soziale Verantwortung).<br \/>\nDas Projekt hat Unternehmen, Verb\u00e4nden und Unterst\u00fctzerstrukturen Perspektiven verschafft und sie f\u00fcr die Arbeit qualifiziert, sowohl im eigenen Land als auch in der Zusammenarbeit mit den Partnern aus den anderen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das gesamte Vorhaben diente der Bewusstseinsbildung und Verbreitung von Umwelt-Management-Knowhow. So waren Veranstaltungen und Ver\u00f6ffentlichungen ein wesentliches Elemente des Projekts. 6 gro\u00dfe Konferenzen zur Verbreitung der Grundlagen umweltbewussten Managements in den Unternehmen der baltischen Staaten wurden durchgef\u00fchrt. Es gab erfolgreiche Trainingsaktivit\u00e4ten f\u00fcr Unternehmen und train-the-trainer Seminare sowie Demonstrationsprojekte zu Ecomapping und EPE sowie 15 Unternehmensaustauschtreffen, Ver\u00f6ffentlich wurden Handb\u00fccher zu Ecomapping, der EMAS Richtlinie und EPE in den drei Landessprachen, 5 Bulletins in Estland sowie 5 thematische Brosch\u00fcren in Litauen. In Lettland wurde ein neues Umweltmanagementportal aufgebaut (www.virums.lv).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzung des Aufbaus von Unterst\u00fctzungsstrukturen in Neuen Mitgliedsstaaten ist eine lohnende, wenn auch komplexe Aufgabe. Die Partner vor Ort w\u00fcnschen sich dabei zuerst Unterst\u00fctzung bei der Einf\u00fchrung von einfachen und effektiven Werkzeugen. Sie sind willens und in der Lage Ma\u00dfnahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit umzusetzen und auf Basis vorhandener Publikationen eigene zu verbreiten. Weitergehende Unterst\u00fctzung w\u00e4re dringend notwendig im Bereich Umwelt-Marketing sowie im organisatorischen und finanziellen Bereich von Verb\u00e4nden und Unterst\u00fctzungsstrukturen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen des Beitrittsprozesses der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen in die Europ\u00e4ische Union m\u00fcssen diese eine Reihe von Umweltgesetzen \u00fcbernehmen, und diese zum Beitrittsdatum in Kraft gesetzt haben. 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